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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2025

Zu viele Klischees

Ganz aus Splittern
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Chrissy lebt in einem schwierigen Umfeld, doch in der Schule bringt sie große Leistungen. Als ihr der Wechsel in eine bessere Schule angeboten wird, zweifelt sie, ob sie sich dort einleben kann und die ...

Chrissy lebt in einem schwierigen Umfeld, doch in der Schule bringt sie große Leistungen. Als ihr der Wechsel in eine bessere Schule angeboten wird, zweifelt sie, ob sie sich dort einleben kann und die anderen Schüler sie akzeptieren werden. Doch sie wagt den Schritt. Schnell findet sie Anschluss, aber die Zweifel, warum der Wechsel möglich war, beschäftigen sie.

Ich mochte das Setting und auch den Schreibstil der Autorin. Das Buch liest sich sehr flüssig.

Leider fand man in dem Buch sehr viele Klischees, was ich wirklich schade fand. So war aus meiner Sicht nichts neues in der Geschichte, sondern schon bekanntes aufgewärmt.
Außerdem beschreibt die Autorin aus meiner Sicht zu viel und zeigt nicht durch Taten was die Personen fühlen. Beispielsweise ist Chrissy im Club, aber das Gefühl von Musik oder einem Clubbesuch kommt nicht rüber.

Das Ende ist mir fast etwas zu viel. Ich weiß, dass man in dem Genre etwas übertreiben muss, aber ich finde es passt nicht so gut. Warum fühlt sich Chrissy so alleine und hilflos? Vorher sind immer Menschen für sie da und das ändert sich auch nicht durch das, was ihr passiert ist. Das war für mich nicht schlüssig.

Fazit: Das Buch hat sich zwar schnell gelesen, aber überzeugt hat mich die Geschichte nicht, besonders aufgrund der klischeehaften Konstellation und den vielen Zufällen.

Veröffentlicht am 08.04.2025

ADHS für Erwachsene

Dein ADHS-Wohlfühl-Guide
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Das Buch richtet sich nicht nur optisch an ADHSlerinnen im Erwachsenenalter und Menschen, die sich darüber informieren wollen, vielleicht weil jemand in der Familie betroffen ist. Ich finde gut, dass darauf ...

Das Buch richtet sich nicht nur optisch an ADHSlerinnen im Erwachsenenalter und Menschen, die sich darüber informieren wollen, vielleicht weil jemand in der Familie betroffen ist. Ich finde gut, dass darauf eingegangen wird, dass Frauen selten die Diagnose erhalten und sich das Buch somit an Frauen richtet. Ich hatte die leichte Hoffnung, dass auch Männer daraus neue Impulse bekommen, aber die Tipps richten sich eher an Frauen (wie zum Beispiel auch schminken oder in die Badewanne legen). Das dürfen Männer natürlich auch. Es fehlt irgendwie sowas wie zocken oder ein Fußballspiel schauen, also vielleicht eher männliche Aktivitäten.

Was für mich extrem nervig war, war das Thema Knete. Bei der dritten Erwähnung hatte es mich schon sehr gewundert, aber es klärt sich dann auf. Die Autorin möchte ihre Knete verkaufen. Das ist durchaus legitim, aber es wurde wirklich zu häufig erwähnt.

Ich hatte mir etwas mehr persönliche Einblicke erhofft. Die Autorin hat selbst ADHS und für mich ist das Chaos im Kopf als Außenstehende sehr schwer verständlich.

Insgesamt ist der Aufbau des Buches und der Kapitel für mich logisch und die Dinge werden erklärt. Da ich in letzter Zeit einige Bücher zum Thema gelesen habe, rate ich eher zu einem medizinischen Buch, weil ich persönlich daraus mehr Infos finden konnte, die weiterhelfen.

Veröffentlicht am 28.03.2025

Gefahren von Deepfakes

Seven Ways to Tell a Lie
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Vor einem Jahr ist eine Freundin von Jonah verschwunden. Danach trennte sich die Clique. Nun tauchen plötzlich Deepfake Videos auf, die die Geheimnisse der ehemaligen Freunde der Öffentlichkeit offenbaren. ...

Vor einem Jahr ist eine Freundin von Jonah verschwunden. Danach trennte sich die Clique. Nun tauchen plötzlich Deepfake Videos auf, die die Geheimnisse der ehemaligen Freunde der Öffentlichkeit offenbaren. Hat das alles mit dem Verschwinden zu tun? Wer steckt hinter den Videos? Finden die Freunde wieder zusammen?

Das Buch war an sich schon spannend und erfüllt die Voraussetzungen für einen Jugendthriller. Gerade zum Ende hin wurde es sehr spannend. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen.

Leider hatte die Geschichte aber auch einiges, was mir die Lesefreude nahm. Jonah ist der Erzähler der Geschichte, aber die Clique besteht auch aus vielen anderen Personen. Die Figuren bleiben sehr an der Oberfläche, man fühlt sich nicht mit ihnen verbunden. Auch konnte ich die Verbindung der Freunde nicht ganz nachvollziehen. Dieses Kämpfen gegen die Kleinstadt war für mich nicht schlüssig erzählt. Was war denn genau vorgefallen? Auch hier bleiben Charaktere oberflächlich. Es ist fast schon zu deutlich gegen wen etwas konstruiert werden soll. Das sorgte dann auch nicht für Spannung, weil man wusste, dass es eine falsche Fährte sein wird.
Die Videos waren für die Öffentlichkeit sichtbar. Trotzdem bleiben die Betroffenen ohne Hilfe. Die Erwachsenen sind alle passiv, was ich sehr unrealistisch finde. Zusätzlich ist es nicht realistisch, dass alle Freunde ein so großes schlimmes Geheimnis haben.

Insgesamt hat die Geschichte Potential. Doch leider hat man das Gefühl, dass zu wenig in die Tiefe gegangen wurde.

Veröffentlicht am 15.03.2025

Schwacher Beginn

Starting Something Great
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Mina hat vor zwei Jahren im Urlaub eine Romanze mit Julian. Obwohl sie sich verliebt haben, sah sie keine Zukunft für eine Beziehung. Das liegt daran, dass Julian ein Weltstar ist. Als sie nun eine Stelle ...

Mina hat vor zwei Jahren im Urlaub eine Romanze mit Julian. Obwohl sie sich verliebt haben, sah sie keine Zukunft für eine Beziehung. Das liegt daran, dass Julian ein Weltstar ist. Als sie nun eine Stelle angeboten bekommt, begegnet sie Julian erneut. Finden sie beiden zueinander?

Ich mochte wie das Leben auf Tournee beschrieben wird und die einzelnen Mitglieder von Band und Team dargestellt werden. Man spürt das Band, das zwischen ihnen entsteht.
Minas und Julians Geschichte und ihre Entwicklung fand ich interessant.
Mich störte der Beginn des Buchs. Es fehlte irgendwie an Spannung, an Gefühl und an Nähe zu den Personen. Ich fand es schwer mich zum Weiterlesen zu motivieren. Das hat mich erstaunt, denn die Autorin schreibt normal anders. Es dauerte für mich über 50 Seiten bis das Buch mich unterhalten konnte. Ich war kurz davon es abzubrechen.

Veröffentlicht am 08.03.2025

Schöne Idee

Something Old, Someone New
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Shea ist sich bei einem sicher, niemals wird sie einen vererbten Ring annehmen. Nur wenn er aus einer positiven Ehe kommt, wäre es möglich. Ihre Nonna hat diese Weisheit mitgegeben. Als John ihr einen ...

Shea ist sich bei einem sicher, niemals wird sie einen vererbten Ring annehmen. Nur wenn er aus einer positiven Ehe kommt, wäre es möglich. Ihre Nonna hat diese Weisheit mitgegeben. Als John ihr einen Antrag macht, ist sie also zunächst geschockt über den Secondhand- Ring. Doch um sicher zu gehen, ob er gutes Karma in sich trägt, reist sie um die Welt um die ehemaligen Besitzerinnen zu finden.

Ich finde die Idee schön und interessant. Aufgrund des Covers habe ich eine eher heitere Liebesgeschichte erwartet.

Leider muss ich sagen, dass das Buch mich nicht überzeugen konnte. Das liegt einerseits an der Erzählweise. Es gibt doch einige Längen aus meiner Sicht. Zusätzlich fehlte mir das Knistern, ich hatte schon eine Liebesgeschichte erwartet. So ging es eher in Richtung Familiengeheimnis, weil Shea die Vergangenheit des Rings erforschen wollte.
Andererseits fand ich die Charaktere nicht wirklich interessant. In der Leseprobe wirkte das noch anders. Aber mir fehlte das Mitfiebern, denn letztendlich war alles so oberflächlich und uninteressant.