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Veröffentlicht am 25.03.2025

Konnte mich nicht fesseln

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken
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Leider habe ich das Buch in der Hälfte abgebrochen, da mir das Interesse am Inhalt komplett abhanden kam.

Die Ich -Erzählerin Elisa wendet sich an Mascha Kaleko, deren Gedichte sie liebt, und berichtet ...

Leider habe ich das Buch in der Hälfte abgebrochen, da mir das Interesse am Inhalt komplett abhanden kam.

Die Ich -Erzählerin Elisa wendet sich an Mascha Kaleko, deren Gedichte sie liebt, und berichtet ihr über ihr Leben, über Liebe (n), Freundschaft und ihre Gefühle. Sie ist ein Scheidungskind, die Mutter kann sie nicht ausreichend lieben und sich um sie kümmern, so dass sie einige Zeit in ein Heim geht. Zugleich gerät sie in die Punk- und Drogenszene und ist immer wieder, vor allem im trunkenen Zustand Opfer von sexuellen Übergriffen. Ihre Beziehungen sind geprägt von Bedürftigkeit, der fehlenden Mutter- und Selbstliebe. Sie eskalieren regelmäßig und sind anstrengend für alle Beteiligten. Einen Anker findet sie in verlässlichenen Freundinnen.

Es liest sich anekdotenhaft, immer wieder von philosophischen Gedanken und Reflexionen durchsetzt in einer oft poetischen, manchmal pathetischen, Sprache. Anfangs ist der Ton noch melancholisch, auf Dauer wurde es mir aber zu viel und zog mich herunter. Einige Situationen berührten mich und eigene schmerzhafte Jugenderlebnisse wurden aufgerührt. Einerseits wollte ich mich nicht mit eigenen erlebten Situationen konfrontieren, anderseits begann ich mich leider auch zu langweilen, da ich nichts wirklich Neues erfuhr und mich die aufgeworfenen Gedanken nicht anregen konnten.

Es liest sich sehr autobiographisch, ist aber nicht als Autobiographie ausgeschrieben. Ich gewann den Eindruck, dass hier im Rahmen eines Therapieprozesses die Kindheit und Jugend aufgearbeitet wurde, was natürlich absolut legitim ist. Nur leider konnte mich der Inhalt nicht wirklich fesseln. Schade.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Leider wenig überzeugt

Cycle Breaker: Für mein Kind mache ich es anders
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Mit diesem Erziehungsratgeber tat ich mich leider sehr schwer, da ich mit dem Stil nicht gut zurecht kam, obwohl ich das Thema sehr wichtig und spannend finde. Thematisch geht darum, aus ungünstigen Verhaltensweisen ...

Mit diesem Erziehungsratgeber tat ich mich leider sehr schwer, da ich mit dem Stil nicht gut zurecht kam, obwohl ich das Thema sehr wichtig und spannend finde. Thematisch geht darum, aus ungünstigen Verhaltensweisen im Umgang mit Kindern auszusteigen. Die von den Eltern oder Anderen übernommenen ungünstigen (toxischen) Verhaltensweisen, Glaubenssätze und Erwartungshaltungen sollen erkannt und verändert werden. Ziel ist es, aus diesem Kreislauf auszubrechen, um Kinder psychisch zu stärken und resilient aufwachsen zu lassen..

Nach dem ersten Teil, der Einführung werden 20 ungünstige Verhaltensweisen vorgestellt sowie Ideen zur Selbstreflexion gegeben und Hinweise zur Veränderung angeboten. Im letzten Teil finden sich Reflexionsübungen, die man eigenständig durchführen kann sowie Überlegungen zu einem hilfreichen Mind Set.
Soweit, so gut – leider kam ich mit dem Stil des Buches überhaupt nicht zurecht. Der Text wirkte redundant und oft unnötig ausschweifend. Stilistisch wirkte es auf mich eher holprig, da die Autorin viele Substantive verwendete und immer wieder zwischen sehr kurzen und sehr langen Sätzen wechselte. Zudem war der Text durchgehend mit Merkkästen, Stichpunkten, Abgrenzungen und Kurzzapitel strukturiert, was meinen Lesefluss störte und sich wie ständige Unterbrechungen anfühlte. Ein etwas lockerer Fließtext mit Zusammenfassungen am Ende hätte mir hier gutgetan, vielleicht auch ein größeres Buchformat, um eine bessere Übersicht zu haben.

Zwischendurch fanden sich immer wieder gute Gedanken und Hinweise, aber es fiel mir schwer, sie in den gehäuften Wiederholungen und eher abstrakten Allgemeinplätzen oder Füllsätzen zu entdecken, die nicht weiterführten. Insgesamt wird das Thema zu wenig konkret behandelt. Im Einführungstext wird viel über Resilienz gesprochen, aber die konkreten Resilienzfaktoren werden beispielsweise nie umfassend vorgestellt. Zudem fehlte mir eine Differenzierung, da oft unklar blieb, auf welche Altersgruppe sich die Aussagen beziehen. Auch die Frage z.B., in welchem Umfang und wie oft man sich um Geschwister kümmern kann, ohne dass dies als schädigende Parentifizierung gilt, bleibt unbeantwortet. Einige Themen hätten zudem zusammengefasst werden können, da sie im Grunde die gleichen Aspekte beleuchteten. Des Weiteren verfolgte sie einige Gedanken nicht weiter, sondern sprang zu anderen Gedanken, z.B. gibt sie ein Besipiel zur Herausforderung im Umgang mit Geschwisterstreit. Dieses wird kurz skizziert, aber das Beispiel schwenkt dann um und es geht um mangelnde Fitness. Hier wird Potential verschenkt, etwas tiefer in die Thematik einzusteigen.

Positiv hervorzuheben ist, dass die Autorin immer wieder betont, wie wichtig es ist, freundlich und empathisch zu sich selbst zu sein, dass Veränderungen nicht von heute auf morgen geschehen und dass man Fehlerfreundlichkeit leben sollte. Hier gibt sie viel Mut und Bestärkung.

Insgesamt handelt es sich um ein wichtiges Thema, aber leider hat mich die stilistische, strukturelle und teilweise inhaltliche Umsetzung wenig überzeugt. Menschen, die sich noch nie mit dem Thema auseinandergesetzt haben, können hier dennoch gute Impulse erhalten.

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Veröffentlicht am 03.02.2020

Ruhige, melancholische Erzählung, die mich leider nicht erreicht hat

Die Überflüssigkeit der Dinge
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Hamburg. Ina ist momentan arbeitslos. Sie wohnt in einer WG mit Falk, der als Fotograf in einem Leichenschauhaus tätig ist. Nun ist Inas Mutter gestorben und sie muss sich um die Beerdigung kümmern. ...

Hamburg. Ina ist momentan arbeitslos. Sie wohnt in einer WG mit Falk, der als Fotograf in einem Leichenschauhaus tätig ist. Nun ist Inas Mutter gestorben und sie muss sich um die Beerdigung kümmern. Einst war ihre Mutter eine Schauspielerin am Theater, doch irgendwann blieben Rollenangebote aus, Männer kamen und gingen, nur der Alkohol wurde ein treuer Begleiter. Auch die Beziehung zu Ina hat sehr gelitten. Ina ist sich nicht sicher, ob der Tod ihrer Mutter ein Unfall oder doch eher ein Suizid war.
Über den Vater zu sprechen war verboten. Ina kennt nur seinen Namen. In ein paar Wochen wird er allerdings ein Stück am Hamburger Theater inszenieren und sie hat einen Plan, wie sie ihm näher kommen könnte.

Der Beginn gefiel mir sehr gut. Eine interessante Ausgangssituation, ein schwarzer, sarkastischer Humor, eine direkte Sprache, der Ton traurig und etwas bitter.
Nach einem relativ rasanten witzigen Beginn begann sich die Geschichte leider etwas zu ziehen. Die Beziehung zwischen Ina und ihrem WG- Mitbewohner Falk nahm einen zu großen Raum ein und interessierte mich einfach nicht. Ich fand Falk langweilig und ich fand die Beziehung der beiden langweilig. Ina selbst ist auch nicht die unbedingt spannendste Protagonistin. Sie vergammelt ihr Leben, trifft keine Entscheidungen und wirkt etwas konturlos. "Die letzten Jahre waren in einer Art Lähmung verstrichen, einer Mischung aus Furcht und Ungeduld, und das Warten auf das richtige Leben machte bereits der Ahnung Platz, dass es das hier tatsächlich schon sein sollte."
Sie tat mir irgendwann einfach leid und das nervte mich und zog mich auch etwas herunter. Das war mir zuviel an Depression, Aggression und passivem, missglücktem Leben. Ich wurde irgendwann müde der Schilderung der trübsinnigen, niedergeschlagenen und morbiden Hauptprotagonistin zu lauschen.
Zudem hatte ich Mühe diese schwierige Mutter-Tochter Beziehung zu verstehen, diese wirklich nachzuvollziehen. Ich fand es merkwürdig, dass Ina ihr in Jugendzeiten, obwohl sie zu viel trank und Alkoholikerin war, immer wieder nachschenkte und sie betrunken machte. Ja, sie wollte, dass die Mutter über den Vater spräche, aber dennoch... Das kenne ich von Betroffenen so eher nicht. Ich verstand auch letztendlich nicht, warum sie überhaupt miteinander so psychisch grausam waren.

Irgendwann begann ich Absätze zu überlesen. Zwar konnten mich einzelne Absätze immer wieder in den Bann ziehen, aber ich langweilte mich einfach zu oft, fieberte nicht mit, wurde zu wenig berührt, erfuhr nichts, was nicht schon tausende Autor*innen vorher beschrieben haben und war genervt von den Figuren, von denen niemand klare Worte verliert und kaum einer das tut, was er eigentlich möchte.
Der Klappentext verrät für meinen Geschmack auch zu viel, so dass Überraschungsmomente vorweg genommen werden, in dieser ansonsten überraschungsarmen, ruhigen, melancholischen Erzählung.
Insgesamt haben mir dennoch das Setting im Theater und der Sprachwitz gefallen.

Empfehlenswert vielleicht für Leute in den 20ern, die nicht so recht wissen, was sie mit sich anfangen sollen und hier einen Spiegel finden.

Veröffentlicht am 07.03.2021

Sehr enttäuscht

Big Sky Country
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Diesen Roman, von dem ich viel erwartet hatte und dessen klarer Schreibstil mir so gut gefiel, habe ich enttäuscht und angewidert kurz vor der Hälfte abgebrochen. Achtung Spoiler.
Hier wird eine Mehrfachvergewaltigung ...

Diesen Roman, von dem ich viel erwartet hatte und dessen klarer Schreibstil mir so gut gefiel, habe ich enttäuscht und angewidert kurz vor der Hälfte abgebrochen. Achtung Spoiler.
Hier wird eine Mehrfachvergewaltigung einer jungen Frau durch verschiedene junge Männer beschrieben, die ich in dieser Form nicht lesen wollte. Es sollte darum gehen, wie August, der jugendliche Hauptprotagonist seine erste richtige Freundin kennen lernt. Da der Autor sehr bildhaft, fesselnd und atmosphärisch schreibt, war ich sehr nah dran am Geschehen und wurde von der folgenden Vergewaltigung wirklich überrascht und überrumpelt (wer lernt seine zukünftige Freundin schon bei einer Mehrfachvergewaltigung kennen) Ich war so angeekelt, dass ich das Buch an dieser Stelle wirklich beendete. Ich las noch kurz in den Schluss hinein, aber für mich hatte sich die Lektüre damit erledigt. Ich empfand es reißerisch, effekterheischend und unsensibel vom Autor.

Generell geht es manchmal recht rau und brutal zu. Schon die Eingangszene mit den massenhaft getöteten Katzen, die ich etwas überlesen hatte, da ich es nicht ertrug, hätte mich vielleicht warnen können. Andererseits gefiel mir dieser ungeschönte und direkte Blick auch...erstmal.

Ich hatte wirklich große Lust auf diese Sozialstudie des Mittleren Westens sowie Montanas zu Zeiten von George Bush. Ich wollte gern wissen, welches Menschenbild der Autor zeichnet, welche Erfahrungen und Überlegungen er einfließen lässt. Ich war sehr neugierig auf August, der so verschlossen mit dem Strom schwimmt und seinen eigenen Weg nach der Trennung seiner Eltern finden muss. Ich wollte gern wissen, wie August sich entwickelt und wofür er sich entscheidet. Ich war bereit mich auf die Figuren, ihre Gedanken und Gefühle einzulassen, doch nach dieser Vergewaltigungsszene hatte ich jegliches Interesse am Werk und auch am Autoren verloren. Schade.

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