Schöne Idee mit Luft nach oben
Die Spiele der UnsterblichenVorweg: Meine 10.5-jährige Tochter hat das Buch auch gelesen und war hellauf begeistert vom Inhalt und Stil. Die Rezension ist aus dem Blick einer Erwachsenen geschrieben.
Die Spiele der Unsterblichen ...
Vorweg: Meine 10.5-jährige Tochter hat das Buch auch gelesen und war hellauf begeistert vom Inhalt und Stil. Die Rezension ist aus dem Blick einer Erwachsenen geschrieben.
Die Spiele der Unsterblichen war für mich eine kurzweilige Unterhaltung. Das Buch hat mir von der Idee her toll gefallen, aber so ganz konnte ich mich bis zum Schluss nicht mit dem Schreibstil der Autorin anfreunden. Mein Kopfkino kam nicht richtig in Gang - es war mir einfach zu wenig Magie in der Wortwahl und dem Stil. Mir persönlich ging vieles einfach zu schnell und ein paar Seiten oder Abschnitte mehr hätten dem Buch mehr Tiefe gegeben.
Ava und Hades sind gut ausgearbeitete Charaktere, die im Laufe des Buches wachsen. Ihre Liebe und das Vertrauen entwickelt sich aber für mich am Beginn zu schnell. Ava denkt schon nach dem ersten oder zweiten Treffen, dass Hades so gelächelt hätte oder das denken würde. Das hat mich irritiert. Sie hatte ja eigentlich ein ganz anderes Bild von Hades, und dass sie das innerhalb von 1-2 Treffen komplett um 180° dreht, ich weiß nicht.
Die Götter sind - wie in der Mythologie oft gelesen - arrogant, selbstgefällig, die Menschen sind Spielbälle. Nur Hades sticht hier heraus. Wobei so richtig sieht man nur Zeus, Poseidon, Hermes und Hades. Die andern gehen unter und sind eigentlich nur da, damit genug Spielfiguren dabei sind. Ebenso die anderen Teilnehmer der Spiele. Sie sind generell sympathisch und schon einigermaßen gut beschrieben - aber trotzdem fehlt mir die Tiefe. Sie kommen mir etwas blass vor und treiben nur die Geschichte voran.
Was mir gefallen hat, war der Zusammenhalt der Spieler. Sie versuchen trotz der Konkurrenz im Team zu arbeiten um zu überleben. Jeder hat seine Stärken, die er mitbringt und Ideen die der Gruppe helfen.
Für Jugendliche ist das Buch sicher ein Lesehighlight. Als Erwachsene würde ich zu "The Games Gods Play" greifen, dass sehr ähnlich ist, aber mit viel runderen Charakteren. Aber auch viel blutiger.