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Veröffentlicht am 18.03.2025

Schöne Idee mit Luft nach oben

Die Spiele der Unsterblichen
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Vorweg: Meine 10.5-jährige Tochter hat das Buch auch gelesen und war hellauf begeistert vom Inhalt und Stil. Die Rezension ist aus dem Blick einer Erwachsenen geschrieben.

Die Spiele der Unsterblichen ...

Vorweg: Meine 10.5-jährige Tochter hat das Buch auch gelesen und war hellauf begeistert vom Inhalt und Stil. Die Rezension ist aus dem Blick einer Erwachsenen geschrieben.

Die Spiele der Unsterblichen war für mich eine kurzweilige Unterhaltung. Das Buch hat mir von der Idee her toll gefallen, aber so ganz konnte ich mich bis zum Schluss nicht mit dem Schreibstil der Autorin anfreunden. Mein Kopfkino kam nicht richtig in Gang - es war mir einfach zu wenig Magie in der Wortwahl und dem Stil. Mir persönlich ging vieles einfach zu schnell und ein paar Seiten oder Abschnitte mehr hätten dem Buch mehr Tiefe gegeben.
Ava und Hades sind gut ausgearbeitete Charaktere, die im Laufe des Buches wachsen. Ihre Liebe und das Vertrauen entwickelt sich aber für mich am Beginn zu schnell. Ava denkt schon nach dem ersten oder zweiten Treffen, dass Hades so gelächelt hätte oder das denken würde. Das hat mich irritiert. Sie hatte ja eigentlich ein ganz anderes Bild von Hades, und dass sie das innerhalb von 1-2 Treffen komplett um 180° dreht, ich weiß nicht.
Die Götter sind - wie in der Mythologie oft gelesen - arrogant, selbstgefällig, die Menschen sind Spielbälle. Nur Hades sticht hier heraus. Wobei so richtig sieht man nur Zeus, Poseidon, Hermes und Hades. Die andern gehen unter und sind eigentlich nur da, damit genug Spielfiguren dabei sind. Ebenso die anderen Teilnehmer der Spiele. Sie sind generell sympathisch und schon einigermaßen gut beschrieben - aber trotzdem fehlt mir die Tiefe. Sie kommen mir etwas blass vor und treiben nur die Geschichte voran.
Was mir gefallen hat, war der Zusammenhalt der Spieler. Sie versuchen trotz der Konkurrenz im Team zu arbeiten um zu überleben. Jeder hat seine Stärken, die er mitbringt und Ideen die der Gruppe helfen.

Für Jugendliche ist das Buch sicher ein Lesehighlight. Als Erwachsene würde ich zu "The Games Gods Play" greifen, dass sehr ähnlich ist, aber mit viel runderen Charakteren. Aber auch viel blutiger.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Abenteuer an der magischen Schule der dunklen Rassen

Die Schule der Mitternachtswelt 1
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Die Schule der Mitternachtswelt- eine Schule für Kinder der "dunklen" Rassen. Hier trifft man Vampire, Werwölfe, Sirenen, Liche und noch viele mehr. Ich mochte es, dass in dem Buch so viele unterschiedliche ...

Die Schule der Mitternachtswelt- eine Schule für Kinder der "dunklen" Rassen. Hier trifft man Vampire, Werwölfe, Sirenen, Liche und noch viele mehr. Ich mochte es, dass in dem Buch so viele unterschiedliche Rassen zusammen an eine Schule gehen. Obwohl es teilweise Konflikte gibt, schaffen es die Jugendlichen das Internet zu besuchen und (halbwegs) friedliche miteinander zu leben. Die Toleranz könnte man auch auf unsere Welt umlegen ;)

Bei unserem Hauptcharakter handelt es sich um den Halbvampir Simeon, der laut seiner Ansicht alle Nachteile beider Rassen geerbt hat – er verträgt keine Sonne, kann nur Blut trinken, ist dicklich, unsportlich und kämpft mit den ersten Pickeln im Gesicht. Der zweite Hauptcharakter ist eine Werwölfin, namens Eir. Werwölfe sind in der magischen Gesellschaft eher nicht gerne gesehen und die Hauptfeinde der Vampire. Und obwohl die ersten Begegnungen der Beiden eher holprig vonstattengehen müssen sie sich zusammenraufen, um aufzuklären, wer hinter den vermissten Schülern steht. Zusammen mit der Ogerin Prune und dem Lich Joel landen Simeon und Eir in einem spannenden Abenteuer.
Ich mochte es wie aus den vier unterschiedlichen Charakteren in tolles Team wurde, dass seine stärken und schwächen hat und sich aufeinander verlassen kann. Auch die Irrlichter von Simeon und Eir fand ich toll. Sie geben der ganzen Geschichte nochmals einen zusätzlichen, besonderen Charme.

Maëlle Desard hat eine tolle Idee in ein flüssig zu lesendes Buch umgesetzt. Ich hatte ehrlicherweise Angst, dass es eine 08/15 Internatsgeschichte ist, aber die dunklen Rassen haben mich dann doch dazu motiviert, dem Buch eine Chance zu geben. Und ich habe es nicht bereut. Auch für das empfohlene Lesealter von 10 Jahren finde ich das Buch gut geeignet. Die Kapitel sind nicht allzu lange und der Stil ist spannend aber nicht überfordernd.

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Toll geschrieben, offene Fragen am Schluss laden zum philosophieren ein

Die Bibliothek der Wahren Lügen
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Pfuh schwierig, ob ich der Geschichte 4 oder 5 Sterne geben soll. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass mich so hin- und hergerissen hat. Meine 10-jährige Tochter hat es zeitgleich gelesen ...

Pfuh schwierig, ob ich der Geschichte 4 oder 5 Sterne geben soll. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass mich so hin- und hergerissen hat. Meine 10-jährige Tochter hat es zeitgleich gelesen und mir teilweise ganz neue Blickwinkel auf die Geschichte gegeben. Das war wirklich sehr spannend zu hören, wie ihre Auffassung von einigen Handlungssträngen so ganz von meinen abweicht.

Aber mal von vorne – wir durften das Buch im Zuge einer Leserunde lesen. Ich fand den Titel sehr neugierig machend und das Cover unsagbar schön. So richtig mystisch. Und in real ist es noch viel schöner ebenso der Farbschnitt, der dem ganzen Buch nochmals des besondere etwas gibt.
Inhaltlich hat mich "Die Bibliothek der Wahren Lügen" hat mich so ziemlich von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil und die Wortwahl des Autors hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ebenso hat mir die Gestaltung der Charaktere richtig gut gefallen. Einige umgab immer eine mysteriöse Aura (z.B. November), bei anderen konnte man so richtig die Charakterentwicklung mitverfolgen (Oskar). Und dann gab es noch den Sonnenscheincharakter des Buches, die Raupe Melodie. Sie fand ich einfach nur entzückend.

Ich bin so richtig in die Story reingekippt und konnte mich gut in die Geschichte einfühlen. Der Mix zwischen der "realen" Welt, in der Herr Bruma Oskar etwas über das Schreiben beibringt und Oskars Fantasygeschichte, hat mir gut gefallen. Auch das sich Oskars Geschichte manchmal eher flach anfühlt, hatte für mich einen gewissen Charme. Ich fand es super eingefangen, dass dieser Teil der Geschichte von einem Kind geschrieben wird. Teilweise war die Geschichte gruselig und es gab auch viele Kämpfe aber spannenderweise hat meine Tochter das ganz anders empfunden wie ich. Auch einige andere Stellen hat sie komplett anders interpretiert wie ich (hierzu mehr im Spoiler am Schluss). Dennoch hat uns beiden das Buch sehr gut gefallen - auch wenn wir es beide anders wahrgenommen haben.

Ich empfinde die Bibliothek der Wahren Lügen als ein Buch, auf das man sich voll einlassen muss. Es gibt einige Passagen, die sehr verwirrend sind und man bleibt mit vielen offenen Fragen zurück, womit aber die eigene Vorstellungskraft angeregt wird. Bei vielen Fragen finde ich das gut, hier erlaubt der Autor dem Leser sich einen eigenen Abschluss zu bilden. Ich mag es sehr gerne, wenn ich über Ideen und Möglichkeiten philosophieren kann und mir meine eigene Welt aufbauen kann.

Allerdings gibt es auch eine handvoll Fragen, die ich gerne beantwortet gehabt hätte oder zumindest hätte ich gerne die Idee oder den Hintergedanken vom Autor verstanden.

SPOILER:
Was ich faszinierend fand, war wie sie das Ende der Geschichte wahrgenommen hat. Meiner Meinung nach stirbt November am Ende. Ihrer Meinung nach verlässt November unsere Welt und wechselt zurück in "ihre" Welt.


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Veröffentlicht am 19.02.2025

Düstere Fantasygeschichte mit starken Charakteren

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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Die Idee des Buches hat mir sehr gut gefallen. Leider waren einige Stellen sehr langatmig und ich musste ich zum Weiterlesen zwingen. Aber es hat sich gelohnt diese Passagen durchzuhalten - danach war ...

Die Idee des Buches hat mir sehr gut gefallen. Leider waren einige Stellen sehr langatmig und ich musste ich zum Weiterlesen zwingen. Aber es hat sich gelohnt diese Passagen durchzuhalten - danach war es wieder super spannend und auch das Ende von Teil 1 hat mich sehr überrascht. Das passiert selten und ich rechne es der Autorin hoch an ;)
Wir befinden uns in einer Welt, in der es keine Sonne mehr gibt, da sich die Sonnengöttin mit einem Menschen eingelassen hat und verschwunden ist. Die Menschen sind am Verzweifeln und der König sucht nach einer Möglichkeit den Fluch zu brechen.
Hierfür werden junge Burschen des Königsreiches zusammengesammelt, die für diese Aufgabe ausgebildet werden. Durch widrige Umstände wird auch unsere Hauptprotagonistin, die 18-jährige Kiara, dafür ausgewählt. In der Akademie des Königs trifft sie auf Hauptmann Jude Maddox und nach und nach entwickeln die beiden Gefühle füreinander. Und dann beginnt das eigentliche Abenteuer des Buches. Die Hauptcharaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen und auch die Nebenprotagonisten waren gut beschrieben und waren mir (un)sympatisch.
Das Buch zeichnet eine düstere und runde Fantasywelt mit wunderbar ausgearbeiteten Charakteren. Wären nicht diese langatmigen Zwischenpassagen, dann würde ich dem Buch alle 5 Sterne geben.

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Spannender Reihenauftakt mit kleinen Schwächen

Spark of the Everflame
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Der erste Band der Kindred’s Curse Saga war sehr vielversprechend. Man spürt den Konflikt zwischen den "adeligen" Descended und den "normalen" Menschen bereits auf den ersten Seiten und das fand ich spannend. ...

Der erste Band der Kindred’s Curse Saga war sehr vielversprechend. Man spürt den Konflikt zwischen den "adeligen" Descended und den "normalen" Menschen bereits auf den ersten Seiten und das fand ich spannend. Der Schreibstil der Autorin war toll und hat mich gut an das Buch gefesselt, dass einige Stellen etwas vorhersehbar waren, hat mich persönlich nicht gestört, da ich die Welt von Emarion sehr faszinierend fand.
Ich fand die Interaktionen zwischen der Heilerin Diem und dem als Thronfolger gehandelten Luther gut beschrieben, Luther als kühler, arrogant wirkender Descended und Diem, die sich nicht viel gefallen lässt und sich Luther auch mal widersetzt. Nicht immer konnte ich die Interaktionen komplett nachfühlen, aber alles in allem haben beide Charaktere rund gewirkt.
Auch Diems Familie, die Mitglieder der Heilergilde und ihr Freund Henri sind gut beschrieben. Alle hatten Ecken und Kanten - ich mag sowas.
Das Rätsel um Diems Mutter hat mich das ganze Buch über verfolgt und einerseits dieses Geheimnis als auch Diems Cliffhanger am Ende lassen mich schon ungeduldig auf die Fortsetzung warten.

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