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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2025

Wie weit würdest du gehen für die Macht der Unsterblichkeit?

If We Were Gods
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Ich war mir erst unsicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Bereits der Klappentext hat mich total an die Charaktere der Atlas Six erinnert - inklusive Professor, der in die Machenschaften der Gruppe ...

Ich war mir erst unsicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Bereits der Klappentext hat mich total an die Charaktere der Atlas Six erinnert - inklusive Professor, der in die Machenschaften der Gruppe verstrickt ist und ggf. eine moralisch fragwürdige Beziehung zu einer Person unterhält. Auch hier befinden wir uns an einer elitären Universität, d.h. die Figuren sind Anfang 20. Auch hier wirken diese auf mich tatsächlich eher wie Jugendliche, sowohl im Verhalten als auch in ihren Liebesbeziehungen. Auch hier wird die Frage aufgeworfen, wie weit eine Person gehen würde, um die ultimative Macht über die Welt und sogar Unsterblichkeit zu erreichen. Sogar die Gruppendynamik untereinander ist erstaunlich ähnlich aufgebaut. Was die Geschichte für mich trotzdem so spannend gemacht hat, ist das World Building. Die Arkanen Ebenen und das Magiesystem der Schriftzeichen, wie diese genutzt werden können und zusammenwirken, war für mich so interessant, dass ich das Buch in kurzer Zeit ausgelesen habe.

Ist die Idee von Dark Academia, rich kids und der Frage nach der Moral auf der Sucht nach Macht neu? Nein. Sind die Charaktere originell und gut ausgearbeitet? Nein. Hat mich das Buch trotzdem gut unterhalten? Absolut ja.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Wem kannst du vertrauen?

The Island - Auf der Flucht
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Lola läuft ihrem bisherigen Leben in Hongkong davon und nimmt einen neuen Job in einem karibischen Luxusresort an. Keeper Island wirkt auf den ersten Blick wie das Paradies: Weiße Strände, gute Drinks ...

Lola läuft ihrem bisherigen Leben in Hongkong davon und nimmt einen neuen Job in einem karibischen Luxusresort an. Keeper Island wirkt auf den ersten Blick wie das Paradies: Weiße Strände, gute Drinks und nie endender Sonnenschein. Doch nachdem ihr Freund Moxham tot aufgefunden wird, zeigen sich die Schattenseiten im Luxusidyll.

Der Schreibstil ist locker und einfach gehalten, was gut zum Thema passt und ein Urlaubsfeeling auf einer tropischen Insel aufkommen lässt. Der Spannungsbogen wurde konstant aufrechterhalten und steigerte sich bis zum Finale. Auch wenn nicht jede Wendung in der Geschichte überraschend kam, hatte ich Spaß an der Suche nach dem Mörder. Dieses Buch hebt sich aus meiner Sicht von anderen ähnlichen Geschichten (Mordfall auf einer Insel, niemand kommt weg) durch die Darstellung von Lola als Hauptcharakter heraus. Sie war mir sympathisch und ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Das Setting in der Hotellerie auf Luxusniveau und die Nebencharaktere der Angestellten im Hotel wirken gut recherchiert.

Eine Empfehlung an alle, die einen spannenden Thriller mit Karibikfeeling suchen.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Unterhaltsame Fortsetzung

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)
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Ernest steckt in der Klemme: Trotz des großen Erfolges seines ersten Buches fehlt ihm die Idee für ein zweites Buch. Auf der Suche nach einem Thema nimmt er die Einladung zu einem Krimifestival im Langstreckenzug ...

Ernest steckt in der Klemme: Trotz des großen Erfolges seines ersten Buches fehlt ihm die Idee für ein zweites Buch. Auf der Suche nach einem Thema nimmt er die Einladung zu einem Krimifestival im Langstreckenzug quer durch Australien an. Denn jeder im Verlagswesen weiß: Das zweite Buch ist das schwierigste.
Was ich als Leserin nur bestätigen kann. Es ist mir schon oft passiert, dass ich nach dem ersten Band sehr euphorisch den zweiten Teil begonnen habe und am Ende enttäuscht war, weil dieser nicht mit dem Beginn einer Story mithalten konnte.

Umso überraschter war ich hier: Band zwei gefällt mir viel besser als Band eins! Die Erzählung aus der Ich-Perspektive, immer wieder unterbrochen von Regeln, die ein guter Krimiautor unbedingt einhalten sollte, gibt diesem Krimi einen ganz besonderen Charme. Auch dass sich die Hauptfigur Ernest immer wieder über sich selbst und seine Ermittlungsmethoden lustig macht, brachte mich zum Schmunzeln.

Eine Empfehlung an alle Krimifans, die gern ausführlich bei der Suche nach dem Mörder mitfiebern.

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Gefährliche Bündnisse

Immortal Longings
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Prinzessin Calla hat einen Plan. Sie möchte das Königreich von der tyrannischen Königsfamilie befreien - ihrer Familie. Nachdem sie ihre Eltern getötet hatte und fliehen musste, steht dem Frieden noch ...

Prinzessin Calla hat einen Plan. Sie möchte das Königreich von der tyrannischen Königsfamilie befreien - ihrer Familie. Nachdem sie ihre Eltern getötet hatte und fliehen musste, steht dem Frieden noch ihr Onkel, König Kasa, im Weg. Die jedes Jahr stattfindenden Spiele bieten die perfekte Gelegenheit. Doch auf dem Weg zum Sieg müssen verhängnisvolle Bündnisse geschmiedet werden.

Die Autorin hat hier eine wirklich interessante Welt geschaffen. Aufgrund der Überbevölkerung der Städte wurden selbst die kleinsten Räume überbaut, sodass kaum Sonnenlicht bis zum Boden durchdringt. Das Volk ist arm und überarbeitet. Die Spiele bieten für viele den letzten Ausweg. Diese bedrückende Atmosphäre schwingt während der gesamten Handlung mit.
Die Menschen sind in der Lage ihren Stammkörper zu verlassen und mithilfe ihres Qi in andere Körper zu springen. Damit wird der Blick von Äußerlichkeiten abgelenkt und ein größerer Schwerpunkt auf die Charaktereigenschaften einer Person gelegt. Dies macht auch die Beziehung zwischen Calla und Anton zu etwas besonderem. Die beiden verbindet einerseits eine Vergangenheit im Palast, andererseits trennt sie ihre doch sehr unterschiedliche Motivation, warum sie die Spiele gewinnen wollen. Die Love Story entwickelt sich entsprechend langsam, was sie für mich aber nachvollziehbar gemacht hat.
Die Rebellion und die Motive des Sichelbundes waren für mich noch etwas undurchsichtig, werden aber sicherlich im zweiten Band näher erläutert.

Für mich ein sehr spannender erster Band, der Lust auf eine Fortsetzung macht. Der überaus fiese Cliffhanger am Ende ebenso.

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Dunkle Geheimnisse eines Winters

Das Haus der Bücher und Schatten
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Die Geschichte spielt in den Jahren 1913 und 1933. Die Lektorin Paula und ihr Verlobter Jonathan reisen kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs ins Baltikum, um das neueste Werk des Autors Aschenbrand abzuholen. ...

Die Geschichte spielt in den Jahren 1913 und 1933. Die Lektorin Paula und ihr Verlobter Jonathan reisen kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs ins Baltikum, um das neueste Werk des Autors Aschenbrand abzuholen. Dieser Schriftsteller verbirgt in dem düsteren Herrenhaus allerdings weitaus mehr als nur sein Manuskript. Zwanzig Jahre später ermittelt Kommissar Frey in der Bücherstadt Leipzig in einem Mordfall und stößt auf weitere Geheimnisse und Verbindungen zu den Geschehnissen im Baltikum.

Ich mag die detaillierte Schreibweise des Autors sehr gern und wurde auch hier nicht enttäuscht. Meyer schafft - im Gegensatz zu den Büchern, die ich bisher von ihm gelesen habe - eine absolut düstere, geheimnisvolle Atmosphäre. Liebhaber von Geistergeschichten, Okkultismus und Freimaurerlogen kommen beim Miträtseln voll auf ihre Kosten. Beide Zeitstränge haben mir gut gefallen und durch die zunehmende Verstrickung weiter die Spannung erhöht. Die Erkundung
des Hauses Hundsheide möchte ich schon fast in das Genre Horror einordnen, was ich anhand des Klappentextes nicht erwartet habe, mich aber umso mehr gefreut hat. Die Verstrickungen der Mordermittlung im Jahr 1933 verbreiten ebenfalls eine andere Art des Horrors beim Lesen.

Eine Mischung aus Kriminalroman mit vielen historischen Details und Elementen des Okkulten, die ich absolut weiterempfehlen kann. Vielen Dank an den Knaur Verlag, der mir in Kooperation mit Vorablesen ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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