Cover-Bild How To Kill a Guy in Ten Ways
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 28.02.2025
  • ISBN: 9783757701130
Eve Kellman

How To Kill a Guy in Ten Ways

Roman. Ein herrlich schwarzhumoriger Female-Revenge-Thriller
Angela Koonen (Übersetzer)

Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.

Millie Masters spielt mit dem Feuer

»Warst du auch schon einmal auf einem seltsamen Date? Kannst du den creepy Typen an der Bar nicht loswerden? Hast du Angst, auf dem Heimweg verfolgt zu werden? Dann melde dich bei M.« Nach einem schrecklichen Date zu viel hat Millie Masters eine Hotline für Frauen ins Leben gerufen, die nachts nicht mehr alleine nach Hause gehen wollen: Message M.

Nachdem Millies Schwester in einer Partynacht vergewaltigt wird, hat Millie außerdem noch ein anderes Ziel: Sie will den Täter finden. Denn sie weiß, dass viele Männer am nächsten Abend einfach weitermachen. Eines Nachts ist die Verlockung, das Recht in die eigene Hand zu nehmen, zu groß.

Denn M kann auch für Mord stehen ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2025

Ist mal was anderes

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Inhalt



Millie ist auf Kriegsfuß mit der Männerwelt. Ihre Schwester war ein lebensfrohes Mädchen, hatte ein glückliches Leben, bis sie an Silvester vergewaltigt wurde. Seitdem ist sie ein anderer Mensch, ...

Inhalt



Millie ist auf Kriegsfuß mit der Männerwelt. Ihre Schwester war ein lebensfrohes Mädchen, hatte ein glückliches Leben, bis sie an Silvester vergewaltigt wurde. Seitdem ist sie ein anderer Mensch, was Millie kaum mit ansehen kann. Daher gründet sie eine Hotline, bei der Mädchen und Frauen anrufen können wenn sie Probleme mit Typen haben oder sie auf einem schlechten Date sind. Millie fährt dann los und holt sie von dort ab. Aber irgendwann genügt es ihr nicht mehr, die Frauen einfach nur abzuholen, denn es gibt viele schlimme Kerle und sie haben es nicht verdient, weiter tun und lassen zu können was sie wollen. Und Millie hat noch ein Ziel, damit sie und ihre Schwester mit allem abschließen können. Sie will den Vergewaltiger ihrer Schwester finden und sich an ihm rächen.



Meine Meinung

Ich bin durch das poppige Cover und die Farben auf das Buch aufmerksam geworden. Und auch der Titel hat ja irgendwie was Besonderes. Der Klappentext lies mich dann hoffen, dass dies hier ein ganz spezielles Buch wird, einfach mal was anderes zu den Üblichen Thrillern oder Romanen.

Zu Beginn hatte ich dann aber ein paar Starschwierigkeiten. Es hat etwas gedauert, bis ich mich mit Millies Art angefreundet habe. Sie kommt erst mal so schrecklich taff rüber, dass es schon fast seltsam ist. Und der Umschwung von "einfach Frauen aus unangenehmen Situationen zu befreien" zur skrupellosen Rächerin der Frauenwelt ist schon sehr dubios. Für mich kam das ein bisschen zu plötzlichen. Insgesamt ist die Geschichte auch etwas sprunghaft, aber andererseits hält sie sich auch nicht mit zu vielen Kleinigkeiten auf.

Und ist man dann erst mal in dem Buch drin, liest es sich dann auch richtig gut. Man muss sich einfach mit dem kuriosen Situationsverlauf abfinden, dann überwiegt der Unterhaltungswert.

Millie als Charakter konnte mich nicht ganz überzeugen. Sie mag alles für ihre Schwester tun oder wegen dem, was ihr passiert ist, aber letztendlich ist sie einfach eine Psychopatin die sich immer wieder rechtfertigt und rausredet.

Fazit

Bei so einem Titel muss man das Buch einfach lesen. Ich habe hier ein Buch erwartet, dass einfach mal was anderes ist zu den üblichen Romanen oder Thrillern. Das bekommt man dann auch teilweise. Jedoch war Millie als Hauptprotagonistin oft sehr anstrengend und ihr Umschwung von der einfachen Retterin der Frauen zur Rächerin der Frauen kam etwas zu plötzlich. Am Anfang holt sie Frauen/Mädchen einfach nur von nervigen oder gefährlichen Dates hab, aber plötzlich geht sie sehr viel weiter, fast von jetzt auf gleich.
Auch wenn mich Millie nicht so überzeugen konnte, das Buch hat einen großen Unterhaltungswert. Ich fand es von Seite zu Seite fesselnder und aufregender. Manche Dinge waren unlogisch, Begründungen an den Haaren herbei gezogen oder teilweise auch einfach nur übertrieben, trotzdem wird man gut unterhalten. Es gibt kaum Längen, manchmal ist es lustig und sarkastisch, manchmal nachdenklich und melancholisch. Und obwohl ich sehr oft beim Lesen mit den Augen gerollt habe war es einfach unterhaltsam und eben auch mal was anderes. Wer mal einen etwas anderen Roman lesen möchte ist hier genau richtig, man darf es einfach nicht alles zu ernst nehmen.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Düster, rasant, moralisch fragwürdig – aber fesselnd!

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Schon der erste Satz des Romans macht deutlich, dass diese Geschichte in eine düstere und ungewöhnliche Richtung geht – und genau das hat mich sofort gepackt.

Millie ist eine faszinierende, aber auch ...

Schon der erste Satz des Romans macht deutlich, dass diese Geschichte in eine düstere und ungewöhnliche Richtung geht – und genau das hat mich sofort gepackt.

Millie ist eine faszinierende, aber auch herausfordernde Protagonistin. Sie schützt Frauen vor gewalttätigen Männern, doch aus ihrem anfänglichen Schutzinstinkt entwickelt sich eine regelrechte Mordserie. Ihr moralischer Kompass ist mehr als fragwürdig, und dennoch erwischt man sich dabei, wie man ihre Handlungen in gewisser Weise nachvollziehen kann. Sie ist eine Antiheldin, die einen in ihren Bann zieht – zynisch, verbittert und entschlossen, sich nicht mehr als Opfer zu fühlen. Gerade dieser Zwiespalt zwischen Racheengel und Täterin macht die Geschichte so spannend.

Die Grundidee von „Message M.“, einer Notfallhotline für Frauen, die sich in gefährlichen Situationen befinden, fand ich genial und äußerst relevant. Leider bleibt dieser Aspekt eher im Hintergrund, während Millies persönliche Abrechnung mit ihrer Vergangenheit und ihrer Wut immer weiter eskaliert. Während die erste Hälfte des Buches noch mit der Idee spielt, dass sie vielleicht einfach nur hilft, wird in der zweiten Hälfte deutlich: Sie überschreitet die Grenze zur Selbstjustiz immer mehr.

Der Schreibstil ist rasant, fesselnd und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Besonders das letzte Drittel ist voller Wendungen, die mich überrascht und zum Nachdenken gebracht haben. Hier zeigt sich auch, dass das Buch mit moralischen Grauzonen spielt – man weiß nicht immer, auf welcher Seite man stehen soll. Zwar sind einige Entwicklungen überzeichnet und nicht immer realistisch, aber das hat mich persönlich nicht gestört.

Allerdings gab es auch einige Punkte, die mich zwiegespalten zurücklassen. Millie ist oft schwer greifbar, ihre Weltansicht ist radikal und teilweise sehr einseitig. Zudem sind einige Entwicklungen in der Handlung etwas unglaubwürdig – die Polizei bleibt erschreckend untätig, und manche ihrer Lügen erscheinen allzu leicht akzeptiert.

Dennoch hat mich die Geschichte insgesamt überzeugt. „Message M.“ erinnert mich etwas an „A Good Girl’s Guide to Murder“, ist aber um einiges düsterer und irrer. Die Mischung aus Spannung, schwarzem Humor und moralischer Fragwürdigkeit macht es zu einem echten Pageturner. Wer sich auf eine Geschichte mit einer unkonventionellen, aber fesselnden Protagonistin einlassen kann, wird hier definitiv unterhalten. Klare Leseempfehlung mit kleinen Abstrichen!

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Gesellschaftskritisch, feministisch, kreativ.

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„𝐇𝐨𝐰 𝐓𝐨 𝐊𝐢𝐥𝐥 𝐚 𝐆𝐮𝐲 𝐢𝐧 𝐓𝐞𝐧 𝐖𝐚𝐲𝐬“:
Female Revenge – scharfzüngig, zynisch und triefend vor bitterböser Realität.

Nachdem ihrer Schwester etwas Unfassbares angetan wurde und Katie nur noch ein Schatten ...

„𝐇𝐨𝐰 𝐓𝐨 𝐊𝐢𝐥𝐥 𝐚 𝐆𝐮𝐲 𝐢𝐧 𝐓𝐞𝐧 𝐖𝐚𝐲𝐬“:
Female Revenge – scharfzüngig, zynisch und triefend vor bitterböser Realität.

Nachdem ihrer Schwester etwas Unfassbares angetan wurde und Katie nur noch ein Schatten ihrer selbst ist, gründet Millie „Message M“ – einen 1-Frau-Service, bei dem sie so oft wie möglich dem weiblichen Geschlecht aus brenzligen Situationen verhilft. Denn Millie kann die Überzeugung, gerade bei dem wichtigsten Menschen in ihrem Leben versagt zu haben, nicht abschütteln.
Eines Nachts gerät ein „Einsatz“ außer Kontrolle – von da an verändert sich etwas in ihr, in ihrem Denken unwiderruflich …

Wie ein Buch bewerten, das von Selbstjustiz und moralischer Verwerflichkeit in den schwärzesten, humoristischsten Zügen erzählt?
Nun, ganz einfach: Ich fand diese Story – inkl. der aufgegriffenen Themen und deren origineller Umsetzung – wirklich sehr gut.
Eve Kellman bedient sich skurrilen, ernsten und bekannten Situationen – von Belästigung, Stalking, s*xuellen Übergriffen und Missbrauch bis hin zu anzüglichem, respektlosem – eben „männlichem“ – Verhalten und greift als Reaktion nicht einzig Gedanken und Fantasien auf, solche, die wahrscheinlich häufiger in den Köpfen von Frauen umherschwirren, sondern geht um einiges weiter.
Auch die fehlenden Kapazitäten der Justiz, um derartige Fälle zu ahnden, und der Mangel an echter Hilfe für (potenzielle) Opfer wurden eingeflochten – zielgenau.

Mit viel Sarkasmus und Charme lernen wir die Protagonistin, ihren Alltag und ihre weit zurückreichenden Motivationen, ihr eigenes Trauma kennen, begleiten sie in ebenso verfänglichen, adrenalingeladenen wie alltäglichen Szenarien. Die Autorin spricht die LeserInnen quasi direkt an, bindet uns ein, nimmt uns mit. Dies schafft mitsamt des direkten, natürlichen Tons und der offensichtlichen Ironie eine persönliche Ebene.
Millies Liebe – zu ihrer Schwester und zu ihrer Freundin Nina – wurde überraschend intensiv inszeniert. Denn Millie ist kein schlechter Mensch. Sie hat einfach nur die Nase voll von Gottkomplexen und Übergriffen, von dem Gefühl, machtlos zu sein. Ihr Wunsch, Frauen und Mädchen zu helfen, sie zu schützen, lag trotz des bitteren Beigeschmacks von Verfehlung, von „zu einfach“, über allem. Aber obgleich der unterhaltsamen Umsetzung schwangen Hilflosigkeit und Verzweiflung, die eigene Verletzlichkeit so eindringlich mit, dass ich’s spüren konnte. Und verstand.

Abgesehen von der griffigen, nahbaren Hauptakteurin, die in die Rolle der „aus Versehen Serienkıllerin“ gerät, bestückt Kellman ihre Story mit detailreich ausgearbeiteten, manchmal blutigen Ereignissen, deutlicher Kritik an der Gesellschaft und unserem System sowie mit Nebenfiguren, die für Amüsement, Konflikte oder herzerwärmende, innige Augenblicke sorgen, Hass schüren. Gerade Nina nimmt einen wichtigen Part ein und offenbart unerwartete Facetten. Hingegen rutscht die Mutter der Schwestern in eine Schublade, der ich kaum mehr als eine Prise Abscheu entgegen brachte.
Meiner Meinung nach war Millies Entwicklung sehr authentisch, zeigt diese in aller Deutlichkeit, dass Skrupel abnehmen, dann, wenn wir unsere moralischen Grenzen erst einmal übertreten oder ausgeweitet haben. Wozu wärst du selbst fähig, wenn der Antrieb stimmt?
Der Verlauf ist turbulent, aber nachvollziehbar aufgebaut, voller perfider Pläne und Twists. Millies Wagemut, ihre Wut und ihre Impulsivität tragen signifikant zur Spannung bei. Genau wie ihre Suche, die sie letztlich zu ungeahnten, unangenehmen Wahrheiten führt… Die Frage, wann die ambitionierte Frau einen Fehler begeht, sich endgültig in der Rache verliert, fesselt ungemein an die Handlung. Und als James immer häufiger mitmischt, steigen Tempo und Gefahr ...
Mein einziger Kritikpunkt besteht darin, dass sich in den eingebundenen „Erinnerungen/Rückblenden“ Wiederholungen tummeln.

„How To Kill a Guy in Ten Ways“ ist auf mehreren Ebenen real, regt gekonnt zum Nachdenken an und bewegt auf eine ganz eigene Art.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Sehr originell

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Inhalt:
Nachdem ihre Schwester an Silvester vergewaltigt wurde, hat Millie sich auf die Fahne geschrieben, Frauen vor übergriffigen Männern zu schützen. Daher hat sie eine Hotline mit dem Namen „Message ...

Inhalt:
Nachdem ihre Schwester an Silvester vergewaltigt wurde, hat Millie sich auf die Fahne geschrieben, Frauen vor übergriffigen Männern zu schützen. Daher hat sie eine Hotline mit dem Namen „Message M“ eingerichtet, an die sich betroffene Frauen wenden können. Aber das ist nicht das einzige Ziel, welches Millie sich auf die Fahne geschrieben hat: Sie möchte nämlich unbedingt den Vergewaltiger ihrer Schwester finden und zur Strecke bringen. Doch das klingt leichter als gesagt, denn Millie hat nur eine Handvoll an Informationen über diesen Mann. Aber dann erhält sie eines Nachts einen Anruf von einem komplett ungelösten Mädchen, welche Millie zu einer Adresse bestellt, in der sie festgehalten wird. Was Millie hier zu sehen bekommt, ist aber viel schlimmer, als sie erwartet hat und so nimmt sie eine kleine Planänderung in Kauf, um diesen Typen ein für alle Mal das Handwerk zu legen.

Meinung:
Das Cover ist durch die beiden Farben grün und Pink schon sehr auffällig, aber grade das gefällt mir sehr gut. Mit Millie haben wir hier eine sehr selbstbewusste Persönlichkeit, die sich auf die Fahne geschrieben hat, allen Frauen zu helfen, die Probleme mit Männern haben. Millie selbst ist nämlich auch nicht in einem wohlbehaltenen Zuhause aufgewachsen. Trotzdem ist Millie sehr sauer darüber, was Männer sich eigentlich erlauben. Ich habe Millie das Buch eigentlich sehr gemocht, trotzdem habe ich mich manchmal gefragt, ob sie mit ihren Taten durchkommt. Der flüssige Schreibstil der Autorin hat dann noch dazu beigetragen, dass ich immer wissen wollte wie es weitergeht. Trotzdem hat das Buch ein paar Längen gehabt. Spannende Momente waren aber auch sehr gut verstreut. Insgesamt war es ein sehr durchdachtes Buch.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

M=Message oder M=Mord???

3

How to kill a guy in 10 ways

Worum geht’s?

Millie Masters hat nur ein Ziel. Den Vergewaltiger ihrer Schwester zu finden. Nebenbei betreibt sie die Message M, eine Hotline, wo sich Frauen bei ihr melden ...

How to kill a guy in 10 ways

Worum geht’s?

Millie Masters hat nur ein Ziel. Den Vergewaltiger ihrer Schwester zu finden. Nebenbei betreibt sie die Message M, eine Hotline, wo sich Frauen bei ihr melden können, wenn sie in Schwierigkeiten stecken. Mit Männern. Millie nimmt alles in die Hand, um ihr Ziel zu erreichen, jedoch biegt sie manchmal in falsche Wege ein. Als sie noch den gutaussehenden Polizisten James kennenlernt, geht nur noch alles drunter und drüber. Kann sie den Vergewaltiger finden, ohne in Schwierigkeiten zu geraten?

Meine Meinung
„How to kill a guy in 10 ways“ ist Eve Kellman’s erster Debütroman. Sie lebt mit ihrem Partner und zwei Hunden in Bristol, Großbritannien. Übersetzt wurde dieser Roman von Angela Koonen. Ich hatte zuvor noch keine Berührung mit der Autorin, würde mich aber sehr freuen, wenn sie mit ihrem großartigen Talent mehr und mehr Bücher schreibt und veröffentlicht.

Millie hat eine schwere Vergangenheit, die aber nur sie weiß. Keinem hat sie davon erzählt, noch nicht mal ihrer besten Freundin Nina. Äußerlich zeigt sie sich stark, aber tief in ihrem Herzen ist sie gebrochen. Das zeigt sie jedoch keinem. Nachdem ihre Schwester vergewaltigt wurde, sieht sie es als einzige Aufgabe, den zu finden, der ihre Schwester so wehgetan und gebrochen hat. Alles ist zweitrangig. Sie gibt alles dafür auf, und denkt nur noch daran diesen Mann umzubringen. Jedoch bleibt es nicht nur bei dem „einem“. Sie schaltet alle aus, die ihr über den Weg laufen. Natürlich haben diese Männer etwas schlimmes getan und man kann es auch niemals verzeihen. Aber meiner Meinung nach ist ein Mord oder Totschlag, noch etwas viel schlimmeres, was nicht auf eine leichte Schulter genommen werden kann, was Millie aber tut. Ich habe auch das Gefühl gehabt, dass sie Spaß dabei hatte, diesen Menschen beim sterben zuzusehen und die Ermordungen auch so ausgelegt hat, dass es etwas qualvolles ist. Auch wenn Millie viel miterlebt hat und ihrer Schwester helfen wollte, wäre ich am Ende des Buches froh gewesen, wenn sie anstatt James ins Gefängnis kommt. Denn das geht überhaupt gar nicht, dass jemand anderes wegen deiner schlimmen Straftat im Gefängnis sitzt und dafür büßen muss.

Durch die Verwendung der Ich-Perspektive, können sich die Leser in vielen Stellen in die Situation von Millie hineinversetzen. Auch die vielen kleinen Passagen mit Humor, lässt einen ab und zu, auch bei diesem ernstem Thema schmunzeln. Das Buch lässt sich durch Eve Kellman’s guten Schreibstil echt gut und schnell lesen, und man hat auch alles von Anhieb an verstanden.
Bei mir hat die Spannung eher zum Ende des Buches angefangen, als langsam Nina und James Millie auf die Fährte gekommen ist. Während sie die Männer umgebracht hat, war das eher so ein „was passiert hier“ Effekt, der sich aber auch schnell zu einem „das war jetzt aber heftig“ Effekt verändert hat. Es war kein Ekel den ich verspürt habe, aber ich dachte mir schon, was Millie für eine Person ist, die so etwas schlimmes machen kann.

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