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Veröffentlicht am 30.01.2026

Die Farm

Die Farm
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Die Farm von John Grisham ist ein Familienroman der in den 1950iger Jahren spielt. Wer hier einen genialen Politthriller des Autoren erwartet wird eher enttäuscht. Ich habe bisher einige seiner Thriller ...

Die Farm von John Grisham ist ein Familienroman der in den 1950iger Jahren spielt. Wer hier einen genialen Politthriller des Autoren erwartet wird eher enttäuscht. Ich habe bisher einige seiner Thriller gelesen oder die Verfilmungen gesehen und bin von seinem Schreibstil begeistert. Daher freute ich mich mal ein anderes Genre des Autors kennen zu lernen. Allerdings konnte er mich hier nicht überzeugen.

1952 Arkanses: Luke ist sieben Jahre alt und lebt mit seiner Familie auf einer Baumwollfarm. Wie jedes Jahr holen sie sich Saisonarbeiter auf den Hof, doch dieses Jahr wird alles verändern.

Der Schreibstil des Autors ist angenehm und man kann gut in die Geschichte rein kommen. Er schreibt sehr bildhaft und lebendig. So hat man das Gefühl die Hitze, Entbehrungen aber auch die Freuden mitzuerleben. Stellenweise ist die Geschichte sehr langatmig, konstruiert und zäh. Man fragt sich unwillkürlich was der Autor mit der Geschichte bezwecken wollte. Einige Szenen sind aus meiner Sicht für den Verlauf völlig unnötig gewesen.

Das Buch ist aus der Sicht des 7 jährigen Lukes geschrieben und da beginnt bei mir schon der erste Kritikpunkt. Nie und nimmer verhält sich ein sieben Jähriges Kind so wie Luke in diesem Buch. Wenn es nicht ständig erwähnt werden würde, würde man glauben es mit einem Teenager von 14 oder 15 Jahren zu tun zu haben. Man könnte einwenden das es ja in Amerika und im Jahr 1952 spielt, aber auch da glaube ich nicht das ein sieben jähriges Kind sich so verhalten hat.

Man erfährt zwar einiges über das Leben zu der damaligen Zeit und erfährt wie schwer es einigen ging, aber im Großen und Ganzen war es eher nichtssagend und langweilig. Warum ich das Buch nicht abgebrochen habe? Es gab immer wieder kleine Lichtblicke die mich dann doch fesselten. Auch gab es zwischendrin immer mal spannende oder unterhaltsame Szenen. Zudem braucht es ab und zu mal ein Buch bei dem man einfach nur liest und nicht unbedingt tief eintauchen muss.

Für mich war das Buch eher ein Flop. Allerdings empfehle ich die Thriller des Autoren. Die sind wirklich spannend und einzigartig.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Die neue Menopause

Die neue Menopause
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Die neue Menopause von Mary Claire Haver ist ein Sachbuch rund um die Menopause. Da ich selber in der Perimenopause bin und einige Symptome echt nervig sind, hatte ich mit Tipps und Ratschlägen gerechnet. ...

Die neue Menopause von Mary Claire Haver ist ein Sachbuch rund um die Menopause. Da ich selber in der Perimenopause bin und einige Symptome echt nervig sind, hatte ich mit Tipps und Ratschlägen gerechnet. Allerdings wurde ich hier sehr enttäuscht.

Laut Klappentext soll einem das Buch umfassendes Wissen und praktische Lösungen für die Menopause bieten. Es enthält ein Toolkit von A-Z zur Linderung von Beschwerden sowie Maßnahmen zur Prävention von Krankheiten und die neuesten Erkenntnisse zur Hormonersatztherapie.

Ehrlich gesagt fühlt sich das ganze Buch etwas stark nach Eigenlob und Verkauf beziehungsweise Anpreisung von den eigenen Produkten und dem eigenen Wissen der Autorin an. Zudem scheint laut der Autorin eigentlich nicht wirklich viel zu helfen außer eine Hormonersatztherapie. Diese wird angepriesen und gleichzeitig wird gesagt das eine solche Therapie nicht für jede Frau geeignet ist.

Zudem deutet sie immer wieder an dass das Thema Menopause in unserer Gesellschaft eigentlich ein Tabuthema ist und auch die Forschung und die Ärzte kaum eine Ahnung davon haben. Gleichzeitig sagt sie man muss unbedingt bei Symptomen den Arzt aufsuchen und sich Hilfe holen. Das aber viele Kollegen nicht wissen wie sie Frau in den verschiedenen Phasen der Menopause helfen sollen. Gerade in der Perimenopause gibt es kaum bis gar keine Unterstützung da diese meist nicht erkannt wird.

Was ich aus dem Buch mitgenommen habe ist eine Liste von Menopausen Beschwerden, ein paar Nahrungsergänzungsmittel die eventuell helfen können aber laut der Autorin eigentlich nur ihre Therapieansätze und eine Hormonersatztherapie wirkliche Linderung verschafft.

Ich hatte mir definitiv mehr Tipps bezüglich der Ernährung, Bewegung und auch Nahrungsergänzungsmittel gewünscht. Dies wurde mir einfach zu wenig thematisiert und wurde für ich etwas Stiefmütterlich abgehandelt. Das Buch bietet umfassendes Wissen aber nur bezüglich einer Hormonersatztherapie. Ich bin fast genauso schlau wie zuvor. Nur kann ich jetzt noch ein paar Symptome mehr zu meiner Perimenopause dazu tun und diese besser einordnen.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Sag Mami Goodbye

Sag Mami Good-bye
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Sag Mami Goodbye von Joy Fielding ist ein Spannungsroman. Allerdings war er recht zäh und konnte mich nicht überzeugen. Ich hatte mir nach dem Klappentext etwas ganz anderes vorgestellt gehabt. Dieser ...

Sag Mami Goodbye von Joy Fielding ist ein Spannungsroman. Allerdings war er recht zäh und konnte mich nicht überzeugen. Ich hatte mir nach dem Klappentext etwas ganz anderes vorgestellt gehabt. Dieser Part kommt erst im letzten Drittel vor und wird recht schnell und etwas bizarr abgehandelt. Ansonsten geht es um eine toxische Beziehung die im Mittelpunkt der Geschichte steht.

Donna lernt zufällig den charismatischen Victor kennen. Die beiden verlieben sich und heiraten sehr schnell. Doch die Ehe ist alles andere als glücklich. Die beiden streiten viel und heftig. Nach 6 Jahren lassen sie sich scheiden und Donna werden die Kinder zugesprochen. Victor hat Donna einmal geschworen, dass er sie vernichten wird wenn sie ihm verlässt. Als er die Kinder nach einem Wochenende nicht wie vereinbart zurück bringt und mit den Kindern untertaucht scheint er es auch scheinbar zu schaffen.

Der Schreibstil ist etwas schleppend und man braucht auch etwas um in die Geschichte zu finden. Es wird teilweise in den Geschehnissen hin und her gesprungen. Man sitzt bei Gericht im Scheidungsprozess und liest plötzlich wie die beiden sich kennen lernen und wie sich die beiden streiten und wie ihre Ehe immer mehr zu einer Katastrophe wird. Es wird detailliert beschrieben wie manipulierend Victor vor geht, Donna emotional immer mehr abstirbt und Entscheidungen eher schwer oder wie ein Kind trifft. Es ist eine sehr toxische Beziehung die hier beschrieben wird. Teilweise ist sie sehr emotional und lebhaft beschrieben. Aber im gesamten Verlauf der Geschichte nervte es dann schon.

Es kam kaum Spannung auch da man dank des Klappentextes schon wusste wie der Verlauf der Geschichte sein wird. Die Suche nach den Kindern hätte man wesentlich besser ausarbeiten können. Es sind zu viele Zufälle und das Happy End kam zu plötzlich und war zu schnell und problemlos abgehandelt.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Lady Sherlock

Eine Studie in scharlachroter Frau
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Lady Sherlock Eine Studie in scharlachroter Frau von Sherry Thomas ist ein historischer Krimi. Allerdings war es für mich weniger ein Krimi als ein Roman der die verschiedenen Gesellschaftsschichten rund ...

Lady Sherlock Eine Studie in scharlachroter Frau von Sherry Thomas ist ein historischer Krimi. Allerdings war es für mich weniger ein Krimi als ein Roman der die verschiedenen Gesellschaftsschichten rund um 1880. Im Grunde ist es eine Sherlock Holmes Geschichte nur mit weiblicher Besetzung.

Die Idee aus Sherlock Holmes und Dr Watson zwei Frauen zu machen fand ich recht interessant. Charlotte Holmes muss sich als gefallene Frau in London durchschlagen, was alles andere als leicht ist. Sie hat aber einen wachen Verstand und als einige Morde passieren nutzt sie diesen und ein männliches Pseudonym um diesen auf den Grund zu gehen.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand es anfangs etwas schwer in die Geschichte rein zukommen. Es werden Charlotte, ihre Familie und ein paar andere Menschen vorgestellt und dabei wird zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her gewechselt. In der einen Szenen ist man im hier und plötzlich ist man bei der 12 jährigen Charlotte. Das war sehr verwirrend und teilweise auch sehr langatmig. Bis dann der erste Tote auftauchte war das Buch schon ein ganzes Stück vorgerückt.

So wirkliche Spannung kam bei mit nicht auf und irgendwie blieben mir die Personen auch recht distanziert und kühl vor. Ich konnte mit keiner Person wirklich mitfühlen oder fand sie wirklich sympathisch.

Ich war auch mehrfach versucht das Hörbuch abzubrechen. Warum ich es letztendlich nicht gemacht habe weiß ich nicht genau. Es war ziemlich langatmig, wirkte etwas unstrukturiert und es gab keine wirkliche Spannung.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Jeder im Zug ist verdächtig

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)
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Die mörderischen Cunninghams Jeder im Zug ist verdächtig von Benjamin Stevenson ist ein Krimi der etwas anderen Art. Hierbei handelt es sich um Band 2, den ersten Teil kenne ich nicht und kann sagen, dass ...

Die mörderischen Cunninghams Jeder im Zug ist verdächtig von Benjamin Stevenson ist ein Krimi der etwas anderen Art. Hierbei handelt es sich um Band 2, den ersten Teil kenne ich nicht und kann sagen, dass man es auch nicht muss. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen werden. Mich konnte der zweite Teil aber nicht überzeugen.

Ernest Cunningham ist im Zugzwang, nachdem sein erster Krimi ein Bestseller wurde ist er auf der Suche nach einer neuen Inspiration. Als er zu einem Krimifestival eingeladen wird erhofft er sich diese zu finden. Er ist mit anderen Autoren im Zug durch den australischen Outback unterwegs. Als tatsächlich ein Mord geschieht hat Ernest seine Inspiration und er will den Fall auch aufklären. Doch welchen seiner Kollegen kann man wirklich trauen?

Der Schreibstil des Buches ist recht gewöhnungsbedürftig. Das Buch ist in der Ich Form geschrieben und der Erzähler erzählt die Geschichte in der Vergangenheitsform. Dies ist nicht mal das was mich störte, was ich extrem störend fand und meinen Lesefluss hinderte waren die Einwürfe an den Leser. Hinweise wie man einen Krimi zu schreiben hat, auf was man hier und da achten muss, wie oft der Täter namentlich erwähnt wird usw. Mir hat es so die Freude am Buch genommen. Es kam dadurch keine echte Spannung auf und ich habe mich mehr durch das Buch gequält.

Warum ich zu dem Buch gegriffen habe, war die Ankündigung das es Fans von Mord im Orientexpress und Knives Out gefallen würde. Dies macht für mich ein Buch zu etwas interessantem. Allerdings hat hier jemand sehr hoch gestapelt und ist in meinen Augen tief gefallen. Denn es hatte nichts mit diesen beiden Werken gemein.

Aus der Story hätte man was machen können, so war es für mich nur ein langweiliges Buch bei dem ich häufiger ans abbrechen gedacht habe und immer die Hoffnung hatte dass der Autor noch die Kurve bekommt. Ich hatte keine Lust mit zu rätseln und den Täter zu finden. Am Ende war es mir sogar fast egal wer es weswegen getan hat. Es war einfach nur langatmig und konstruiert.

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