Profilbild von DaveSp91

DaveSp91

Lesejury Star
offline

DaveSp91 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit DaveSp91 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2025

Es war ok

King's Maker - Triple Crown 02
0

„Kings Maker: Triple Crown 2“ bietet eine spannende Grundidee mit politischem Potenzial und fantastischen Elementen, bleibt in der Umsetzung aber stellenweise hinter den Erwartungen zurück. Nach dem Triumph ...

„Kings Maker: Triple Crown 2“ bietet eine spannende Grundidee mit politischem Potenzial und fantastischen Elementen, bleibt in der Umsetzung aber stellenweise hinter den Erwartungen zurück. Nach dem Triumph ihrer Revolution setzen Wolfgang und Soohyuk alles daran, das Reich zu stabilisieren – doch der Weg ist steinig, denn die einst mächtige königliche Magie ist verschwunden.

Die Reise zu den Drachen, um Antworten zu finden, ist ein starker erzählerischer Aufhänger, wird aber nicht durchgängig packend umgesetzt. Zwar gibt es interessante Ansätze, insbesondere durch die Konfrontation mit den verstoßenen Söhnen des früheren Königs, doch wirkt das Storytelling mitunter gehetzt und die Charakterentwicklungen bleiben teils oberflächlich.

Optisch überzeugt der Webtoon nach wie vor mit aufwendigen Zeichnungen, eleganten Kostümen und eindrucksvoller Mimik. Emotional fehlt allerdings oft die Tiefe, die Teil 1 noch mit subtiler Spannung und intensiven Momenten zwischen Wolfgang und Soohyuk aufbauen konnte.

„Triple Crown 2“ ist kein schlechter Webtoon – aber einer, bei dem man spürt, dass er zwischen politischem Drama, Magie-Fantasy und persönlicher Beziehung mehr Harmonie hätte finden können. Für Fans der Reihe dennoch ein solides Weiterlesen, für Neueinsteiger eventuell ein schwieriger Einstiegspunkt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2025

Göttergeschichten

Blood of Hercules
0

Der Klappentext verspricht viel: eine gefährliche Welt voller Ungeheuer, eine Heldin wider Willen, göttliche Intrigen und eine Ausbildung, die an die Grenzen des Erträglichen geht. Und tatsächlich beginnt ...

Der Klappentext verspricht viel: eine gefährliche Welt voller Ungeheuer, eine Heldin wider Willen, göttliche Intrigen und eine Ausbildung, die an die Grenzen des Erträglichen geht. Und tatsächlich beginnt die Geschichte um Alexis mit Tempo und Dramatik. Die Idee, eine scheinbar gewöhnliche junge Frau in eine brutale Kriegsakademie mitten in den Dolomiten zu schicken, ist spannend und erinnert an eine düstere Mischung aus Percy Jackson, Gladiator und Dark Academia.

Alexis selbst ist zu Beginn eine interessante Figur – keine geborene Heldin, sondern eine, die ums Überleben kämpft. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr verliert sie an Tiefe. Ihre Entwicklung zur erbarmungslosen Kriegerin geht rasant und teilweise unglaubwürdig vonstatten. Emotionale Konflikte werden oft nur angerissen, und ihre Entscheidungen wirken manchmal eher wie Plotmittel als nachvollziehbare Charakterentwicklung. Und das größte Manko, wo ich kurzzeitig das Buch abbrechen wollte. Die Story spielt in der heutigen Zeit und hat wenig mit der Antike zu tun.

Die Welt, in der sich Alexis bewegt, ist voller faszinierender Ideen: Unsterblichkeit, mythologische Figuren, eine Akademie für zukünftige Kriegerinnen und Krieger. Doch genau hier liegt auch eine Schwäche: Zu viele Elemente drängen gleichzeitig ins Rampenlicht. Zwischen göttlichen Prüfungen, tödlichem Training, Intrigen, Liebesdreiecken (oder besser: -vierecken) und düsteren Geheimnissen verliert sich die Geschichte manchmal in ihrem eigenen Übermaß. Weniger wäre hier mehr gewesen – insbesondere im Hinblick auf die vielen attraktiven, aber oft stereotyp gezeichneten Männerfiguren.

Der Schreibstil ist flüssig und teilweise sehr bildhaft, was die Kämpfe und Trainingsszenen gut zur Geltung bringt. Allerdings driftet die Sprache gelegentlich ins Überdramatische ab – besonders bei den romantischen Szenen, die mehr auf körperliches Begehren als auf echte emotionale Tiefe setzen. Wer Enemies-to-Lovers-Dynamiken und knisternde Spannung zwischen Heldin und geheimnisvollen Männern liebt, wird hier fündig – auch wenn die Beziehungen teils konstruiert wirken.

Ein düsteres Romantasy-Abenteuer mit viel Action, sinnlicher Spannung und einem starken Setting. Leider verliert sich die Geschichte stellenweise in zu vielen Motiven, flachen Nebenfiguren und einer Heldin, deren Entwicklung mehr erzählt als wirklich erlebbar gemacht wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2025

Leider etwas langweiliger als der Vorgänger

Very Bad Company
0

"Very Bad Company" von Emma Rosenblum bietet auf den ersten Blick alles, was ein perfekte Strandlektüre braucht: ein luxuriöses Setting, Glamour, Intrigen und eine Prise Gefahr. Nach ihrem Erfolg mit "Bad ...

"Very Bad Company" von Emma Rosenblum bietet auf den ersten Blick alles, was ein perfekte Strandlektüre braucht: ein luxuriöses Setting, Glamour, Intrigen und eine Prise Gefahr. Nach ihrem Erfolg mit "Bad Summer People" legt Rosenblum einen weiteren unterhaltsamen Roman vor, der sich leicht und schnell lesen lässt, jedoch auch mit einigen Schwächen daherkommt.

Im Zentrum steht Caitlin Levy, die neu bei dem erfolgreichen Start-up Aurora anfängt und schnell merkt, dass hinter der glitzernden Fassade aus Geld, Macht und exzentrischem Lifestyle dunkle Geheimnisse und gefährliche Spannungen lauern. Als eine Kollegin plötzlich verschwindet und der millionenschwere Verkauf des Unternehmens auf dem Spiel steht, eskaliert die Situation.

Der Roman punktet mit einem rasanten Erzähltempo, unterhaltsamen Dialogen und einem lebendigen Setting, welche jedoch die Charakterentwicklung etwas schleifen lässt. Besonders gelungen ist die Darstellung der toxischen Dynamiken innerhalb des Unternehmens, die stellenweise satirisch überspitzt wirken. Allerdings bleiben viele der Charaktere recht oberflächlich, und wirkliche emotionale Tiefe entwickelt sich nur selten. Einige der Twists sind vorhersehbar, und trotz des dramatischen Grundplots fehlt gelegentlich die echte Spannung, die einen richtig fesseln würde.

"Very Bad Company" eignet sich hervorragend als leichte Sommerlektüre – perfekt für einen entspannten Nachmittag am Strand oder Pool. Wer jedoch ein Fan vom Vorgänger-Roman war, könnte hier etwas enttäuscht werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2025

Eine solide Story mit einigen Schwächen

This Is But a Hell of a Dream
0

„This is but a Hell of a Dream“ präsentiert eine amüsante Grundidee: Forni ist ein Sukkubus, der ausgerechnet von dem, was ihn ernähren sollte, überhaupt keine Ahnung hat – Sex. Als seine Kräfte schwinden ...

„This is but a Hell of a Dream“ präsentiert eine amüsante Grundidee: Forni ist ein Sukkubus, der ausgerechnet von dem, was ihn ernähren sollte, überhaupt keine Ahnung hat – Sex. Als seine Kräfte schwinden und er völlig erschöpft auf der Straße landet, findet ihn der charmante Harumi und nimmt ihn mit zu sich nach Hause. In Harumis Träumen soll Forni nun endlich lernen, wie er sich von Lebenskraft nährt, doch das gestaltet sich komplizierter als gedacht. Überraschenderweise übernimmt Harumi selbst schnell die Initiative.

Der Manga punktet mit einigen durchaus prickelnden Szenen und einer interessanten Ausgangssituation. Leider bleibt die Charakterentwicklung dabei jedoch etwas oberflächlich. Auch die Entwicklung der Story ist etwas abrupt und fragwürdig. Der Humor ist charmant, aber gelegentlich vorhersehbar, und die Story hätte stellenweise etwas mehr Tiefe vertragen können.

Der Spice-Level mit 3 von 4 Flammen ist gut getroffen – der erotische Anteil steht klar im Vordergrund, doch manchmal fehlt es an einer emotionalen Verbindung zwischen den Charakteren, um die Geschichte wirklich überzeugend zu machen.

Als Einzelband eignet sich „This is but a Hell of a Dream“ gut für kurzweilige Unterhaltung zwischendurch. Fans von Boys-Love-Mangas mit Fantasy-Einschlag.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2025

Fantasy mit Spice

Gilded Wings
0

"Gilded Wings" steckt voller Fantasy, Spice und einer faszinierenden Welt voller mythischer Kreaturen. Die Autorin Jaymine Eve lässt ihre Leserinnen nicht mehr los.

Die Protagonistin Morgan ist eine ...

"Gilded Wings" steckt voller Fantasy, Spice und einer faszinierenden Welt voller mythischer Kreaturen. Die Autorin Jaymine Eve lässt ihre Leserinnen nicht mehr los.

Die Protagonistin Morgan ist eine leidenschaftliche Bibliothekarin, die in einer geheimnisvollen Nachtbibliothek arbeitet. Ein mysteriöser Anruf stellt ihr Leben auf den Kopf, als sie einem gestohlenen Buch auf die Spur kommt und dabei die Grenzen zwischen ihrer Welt und der magischen Dimension der Fae überschreitet. Dort begegnet sie Drager, einem mächtigen Gott, und seinem ebenso anziehenden Bruder Zahak. Was folgt, ist ein actiongeladenes, emotional intensives Abenteuer, das Morgan nicht nur vor große Herausforderungen stellt, sondern auch ihr Herz auf eine harte Probe.

Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und die Dynamik zwischen den Protagonisten sind prickelnd und heiß. Die Autorin spielt mit den Gefühlen der Leser
innen und baut eine tolle Mischung aus Romantik und Spannung auf. Einzig die etwas plumpen Spice-Szenen können stören. Entweder man liebt oder hasst diese Szenen.

Besonders hervorzuheben ist die limitierte Erstauflage, die mit ihrem atemberaubenden Farbschnitt und der detailverliebten Innengestaltung ein echtes Schmuckstück und ein Must-Have für jeden Bücherliebhaber.

"Gilded Wings" ist ein netter Fantasy-Roman mit feurigen Momenten. Jedoch fand ich diese eher plump und etwas störend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere