Leider so gar nicht meins
Goldcrest Manor - Velvet MeadowsIch muss gestehen, dass ich Wendy früher echt gerne gelesen und gehört habe. Der Klappentext von "Goldcrest Manor: Velvet Meadows" von Yvy Kazi hat mich total daran erinnert, weshalb ich das Buch unbedingt ...
Ich muss gestehen, dass ich Wendy früher echt gerne gelesen und gehört habe. Der Klappentext von "Goldcrest Manor: Velvet Meadows" von Yvy Kazi hat mich total daran erinnert, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, weshalb ich gut in die Story hineingekommen bin. Auch das Setting auf dem Gestüt von Mackenzies Familie fand ich toll und sehr bildhaft beschrieben. Ich fand es interessant, mehr über das Leben und die Arbeit auf Goldcrest Manor zu erfahren.
Leider hatte ich aber so meine Probleme mit den Charakteren. Außer Archie war mir niemand wirklich sympathisch, und vor allem Julian als Protagonist empfand ich einfach von Anfang an als so eine Red Flag. Ich fand sein Verhalten gegenüber Mackenzie zu Beginn der Story unmöglich – und als ich dann erfahren habe, wie es damals zum Zerwürfnis zwischen den beiden gekommen ist, war er für mich dann komplett unten durch.
Umso unverständlicher war es dann auch, als die beiden sich wieder näherkommen. Julian hat von jetzt auf gleich einen Sinneswandel und Mackenzie verzeiht ihm natürlich direkt, ohne dass die beiden darüber sprechen, was damals passiert ist. Das hat sich für mich ziemlich unauthentisch und konstruiert angefühlt. Generell hat mich gestört, dass fast alle Charaktere so viele Geheimnisse haben und nicht offen miteinander reden.
Insgesamt konnte mich "Goldcrest Manor: Velvet Meadows" damit leider nicht überzeugen. Und auch wenn der Ansatz gut war und zum Teil wichtige Themen wie z.B. Epilepsie angesprochen werden, sind mir diese doch zu oberflächlich geblieben und wurden durch die unsympathischen Charaktere überschattet. Sehr schade. 🥲