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Veröffentlicht am 06.01.2018

Mehr ein Thriller als ein Liebesroman, aber trotzdem gut

Someone for you
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„Du hast mich gefragt, wer ich bin. Das bin ich. Ich bin das kaputte Mädchen, dass sich in den falschen Kerl verliebt hat und das für immer mit sich herumtragen wird. Gleichzeitig weiß ich aber, dass ich ...

„Du hast mich gefragt, wer ich bin. Das bin ich. Ich bin das kaputte Mädchen, dass sich in den falschen Kerl verliebt hat und das für immer mit sich herumtragen wird. Gleichzeitig weiß ich aber, dass ich das nicht für immer sein möchte. Ich will wieder ich sein, meine Träume leben, nicht mehr fliehen. Ich will einfach nur … ich sein. Zur Ruhe kommen, verstehst du?“

Von der Buchbeschreibung her hatte ich eher einen Liebesroman erwartet. Tatsächlich waren für mich die Thriller-Elemente deutlich präsenter. Das hat mich überhaupt nicht gestört, aber im ersten Moment doch etwas überrascht. Wer nicht gerne spannende Geschichten liest, sollte daher die Finger von diesem Buch lassen.

Liv hat in ihrer Jugend einen Fehler gemacht und sich in den falschen Mann verliebt. Nachdem sie sich endlich von ihm lösen konnte, ist sie auf der Flucht vor ihm. Doch egal wo sie einen Neubeginn versucht, findet er sie immer. Als sie sich in einer kleinen amerikanischen Kleinstadt niederlässt, weiß sie auch, dass dies nicht für immer ihr Wohnort ist. Dort lernt sie jedoch Elijah kennen und kommt ihm näher. Ihr Exfreund ist jedoch auch nicht weit entfernt. Kann sie verhindern, dass Elijah mit in ihre Probleme hineingezogen wird und dass ihr Exfreund sie nicht doch letztendlich findet?

Der Roman ist das Debüt von Ronja Delahaye. Diese Information ist eigentlich nicht erwähnenswert, da es in keiner Weise so wirkt, als hätte Ronja noch nie ein Buch vorher veröffentlicht. Ihr Schreibstil ist sicher und wirklich spannend. Der Leser wird von der ersten Seite an von der Geschichte gefesselt und bangt mit Liv mit. Mir hat dieses Debüt sehr gut gefallen. Der einzige Grund, warum es doch nennenswert ist, dass dies ein Debüt ist, ist das Alter der Autorin. Ich bin schon nicht sonderlich alt, aber als ich gelesen habe, dass die Autorin mit 21 Jahren so jung wie meine kleine Schwester ist, war ich sehr überrascht. Die Geschichte wirkt überhaupt nicht jugendlich. Meinen Respekt an die Autorin!

Bei den Charakteren hatte ich das Gefühl, dass sie wirklich schon einiges durchlebt haben. Nicht nur Liv, sondern auch Elijah haben ihr Päckchen zu tragen. Bei Liv fand ich bemerkenswert, wie ihre Ängste und Wünsche dargestellt werden. Es war nicht überzogen beschrieben, wie sie teilweise schreckhaft ist und Vorsichtsmaßnahmen trifft. Obwohl sie nirgendwo Wurzel fassen darf, merkt man trotzdem zwischendurch wie sie von einem normaleren Leben träumt. An erster Stelle steht jedoch nicht ihr Glück, sondern das der anderen Menschen.

Elijah wirkte auf mich im ersten Moment wie ein normaler Clubbesitzer. Welche Type Mensch besitzt schon einen Club? Keine Ahnung, ob hier das Wort normal angebracht ist. Jedoch habe ich zunächst nicht mehr hinter seinem Charakter vermutet. Ein Teil der Geschichte wird aus seiner Sicht beschrieben, sodass der Leser auch einen größeren Einblick in sein Wesen bekommt. Er ist auch sehr um seine Mitmenschen bedacht, aber hat keine einfache Vergangenheit. Wie er sich um Liv kümmert und sorgt, fand ich in jedem Fall sehr schön zu lesen.

Auch wenn es für mich eher ein Thriller war, hat mich die Geschichte überzeugen können. Ich fand sie spannend und konnte stundenlang lesen. Es gibt eine abwechslungsreiche Handlung, interessante Charaktere und definitiv auch genug Aktion. Für mich war dieses Buch ein super Start in das Lesejahr 2018.

Veröffentlicht am 03.01.2018

Eine der besten Sportler-Romanzen

Game on - Trotz allem du
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Es gibt so viele Sportler-Romanzen, aber leider nur so wenige wirklich gute. Für mich zählt „Game on“ hier zu der Spitzenliga. Noch kenne ich nicht alle Teile, aber das werde ich definitiv noch nachholen, ...

Es gibt so viele Sportler-Romanzen, aber leider nur so wenige wirklich gute. Für mich zählt „Game on“ hier zu der Spitzenliga. Noch kenne ich nicht alle Teile, aber das werde ich definitiv noch nachholen, dafür mag ich die Jungs viel zu gerne.

Das Buch handelt von Chess Cooper, die gerade dafür engagiert wurde ein Kalender-Shooting der Footballmannschaft durchzuführen. Hierfür müssen die Jungs ihre Hüllen fallen lassen. Damit hat Quarterback Finn Mannus ein besonders großes Problem, da ihn Chess komplett aus der Fassung bringt. Als sie durch einen Brand ihre Wohnung verliert, bietet er ihr an rein freundschaftlich bei ihm einzuziehen. Doch Freundschaft scheint nicht alles zu sein, an dem Finn interessiert ist.

Bei der Geschichte hat mich besonders die Beziehung der beiden fasziniert beziehungsweise wie sich die Beziehung verändert. Bei Chess und Finn ist es wirklich Abneigung auf den ersten Blick. Ich konnte das gut nachvollziehen, weil Finn echt kein netter Kerl zu sein scheint. Über die ersten Gespräche, leicht flirtende und lustige SMS entsteht dann jedoch eine Freundschaft. Den Übergang fand ich sehr gut beschrieben und es war auch toll mitzuerleben, wie hier Vertrauen aufgebaut wird. Hätten die beiden sich wohl schon im Kindergarten getroffen, wären es wohl beste Freunde fürs Leben geworden.

Ich weiß nicht, welche von den beiden Figuren ich lieber mag. Im wahren Leben könnte ich mir vorstellen mit beiden befreundet zu sein. Bei Finn merkt man ganz klar, dass er obwohl er selber keine Beziehung möchte, alles für seine Freunde tun würde. Er ist schon sehr gefühlsbetont (was nicht heißen soll, dass er weinerlich ist), auch wenn es ihm schwer fällt darüber zu reden. Chess ist ihm in vielerlei Hinsicht ähnlich, aber dennoch auch in anderen Dingen sehr gegensätzlich. Sie möchte keine One-Night-Stands, sondern eigentlich den Partner fürs Leben. In der Vergangenheit und vor allem auch bei Dates hat sie jedoch nur schlechte Erfahrungen gemacht. Bei ihr mag ich, dass sie selbstbewusst, unabhängig und kein bisschen zickig ist.

Den Schreibstil habe ich – wie bereits auch schon bei den anderen Teilen der Reihe – sehr gemocht. Er ist witzig und locker, ohne dabei flach zu wirken. Er werden hier auch ernstere Themen angesprochen und verarbeitet. Einzige klitzekleine Kritik ist nur, dass das Ende vielleicht ein bisschen kitschig war. Ich mochte es trotzdem, aber es war doch rosaroter als der Rest des Buches.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass ich das Buch geliebt habe. „Game On – Trotz allem du“ ist zwar in sich abgeschlossen, jedoch wird noch ein weiterer Teil über Jack Ryder erscheinen. Die Veröffentlichung in Englisch ist noch für 2018 geplant. Den Teil werde ich mit Sicherheit auch gerne lesen.

Veröffentlicht am 22.12.2017

Eine wunderschöne, magische Wintergeschichte

SnowCrystal. Königin der Elfen (Königselfen-Reihe 2)
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Es ist ein Jahr her, dass ich den ersten Teil der Reihe SnowFyre gelesen habe. An das wunderschöne Cover konnte ich mich da direkt erinnern und beim Lesen der ersten Kapitel sind mir auch direkt viele ...

Es ist ein Jahr her, dass ich den ersten Teil der Reihe SnowFyre gelesen habe. An das wunderschöne Cover konnte ich mich da direkt erinnern und beim Lesen der ersten Kapitel sind mir auch direkt viele Details von Fyres Geschichte eingefallen. Wenn man sich nach einem Jahr, in dem man auch zahlreiche andere Bücher gelesen hat, noch an kleinere Details erinnern kann, dann muss ein Buch wirklich einen guten Eindruck hinterlassen haben. Die Erwartungen an den zweiten Teil waren daher auch ziemlich hoch.

Für SnowCrystal muss man nicht zwingend den ersten Teil gelesen haben. Das Buch handelt von Fyres Schwester Crystal, die die derzeitige Winterkönigin ist. Sie wartet noch auf ihren Erwählten, also ihren Lebensgefährten, aber hegt seit Jahren Gefühle für ihren besten Freund, den Sommerkönig. Als der Winterwald und ein paar Tiere angegriffen wird, beginnt sie mehr Zeit mit dem Tierarzt Onyx zu verbringen. Plötzlich ist es nicht mehr nur der Angreifer, um den ihre Gedanken kreisen.

Für mich ein Highlight war direkt zu Beginn, dass in Teil zwei auch einige Bekannte aus dem ersten Buch auftauchen. Dass irgendwann einmal Fyre und Ciel erwähnt werden, damit hatte ich schon gerechnet. Aber dass auch Teile der Geschichte aus Skyes und Lunas Sicht erzählt werden, hat mich sehr gefreut. Luna ist für mich ein ausgesprochen sympathischer Charakter und ich hoffe immer noch darauf, dass irgendwann ein Buch von ihr handelt.

Ansonsten wird der Leser wieder in eine magische Winterwelt entführt, in der Elfen Schneeflocken rieseln lassen können, Flüsse für einen Schlittschuhlauf zugefroren werden und Eisbären sprechen können. Der Ausflug in diese Welt hat sich für mich wieder magisch angefühlt. Es ist ein perfektes Buch für den Winter, den ersten Schnee und macht einem Vorfreude durch eine Winterlandschaft zu spazieren oder eine Runde Schlittschuhlaufen zu gehen.

Neben der Magie kommen jedoch auch Emotionen nicht zu kurz. Zum einen gibt es durch genug Spannung - schließlich ist der Winterwalt in Gefahr. Es gibt Angriffe, Eindringlinge und den ein oder anderen falschen Freund. Der Leser hat hier genug Freiraum, um selbst zu spekulieren und sich seine Gedanken zum weiteren Verlauf der Geschichte zu machen. Darüber hinaus darf natürlich auch die Liebe nicht fehlen. Crystal ist schließlich auf der Suche nach ihrem Erwählten. Auch hier darf der Leser mit raten. Wird sie sich für ihren besten Freund, den sympathischen Tierarzt oder doch für einen Unbekannten entscheiden? Auch hier war der Ausgang für mich nicht von Anfang an klar. Ich mochte es sehr, dass dadurch die Geschichte nicht vorhersehbar war.

Ein kleiner Kritikpunkt sind für mich die etwas kurzen Kapitel. Diese haben zwar den Vorteil, dass man abends noch eben ein Kapitel und noch eins und noch eins lesen kann, wodurch man erst viel zu spät das Licht ausschaltet. Aber sie haben auch den Nachteil, dass man zwischenzeitlich in seinem Lesefluss unterbrochen wird. Wenn ein Geschichte aus zwei Sichten erzählt wird, dann ergänzt sie sich meist und der gleiche rote Faden wird fortgeführt. In SnowCrystal liest der Leser eine Geschichte aus (wenn ich mich nicht verzählt habe) fünf Sichten. Zwangsläufig gibt es hier Ortswechsel und Zeitsprünge. Manches Mal war ich gerade von einem Handlungsstrang sehr gefesselt und musste dann in den nächsten Wechseln. Der war zwar auch sehr interessant, aber für einen kurzen Moment musste ich mich erst wieder neu orientieren.

Lasse ich mal die Länge der Kapitel außen vor (das ist wirklich meckern auf sehr hohem Niveau), dann ist dies wieder ein ausgesprochen schöne und magische Wintergeschichte. Eine perfekte Kombination aus Liebe und Spannung die sehr gut in die kalte Jahreszeit passt.

Veröffentlicht am 20.12.2017

Für Fans von Melody of Eden

Vampires of Eden: Bluterwachen (Der Spin-off zur romantischen Vampir-Reihe Melody of Eden)
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Mir persönlich ist der Abschied von den Vampiren der Nachtpolizei nach Melody of Eden schwer gefallen. Mir sind Melody und Eden, ihre Nudelgerichte, Richs frechen Kommentare und die kleine Ivy ans Herz ...

Mir persönlich ist der Abschied von den Vampiren der Nachtpolizei nach Melody of Eden schwer gefallen. Mir sind Melody und Eden, ihre Nudelgerichte, Richs frechen Kommentare und die kleine Ivy ans Herz gewachsen. Nachdem dort Rufus nur besiegt ist, ist eigentlich die Geschichte zu Ende. In „Vampires of Eden“ gibt es nun für Fans die Möglichkeit zu den Vampiren zurückzukehren.

Ein paar Wochen nach dem Ende von Melody of Eden sind Mel und Eden im Urlaub. Ein perfekter Zeitpunkt, um etwas mehr über die einzelnen Vampire zu erfahren und so erzählt Eden, wie die einzelnen Vampire überhaupt zu Vampiren geworden sind.

Vorab hatte ich eigentlich keine so großen Erwartungen an das Buch. Ich mochte die Serie einfach super gerne, sodass ich mich auf diesen Spin-Off einfach eingelassen haben. Mein Gedanke war, egal was da kommt, es wird mit Sicherheit gut. Bei Kurzgeschichten hätte ich gedacht, dass sich einfach eine Geschichte an die andere reiht, was für mich auch vollkommen in Ordnung gewesen wäre. Hier ist es jedoch so, dass die Geschichten ja eigentlich eine Erzählung von Eden sind. So gibt es zwischen den einzelnen Geschichten kurze Zwischenspiele von Melody und Eden. Das Schöne ist, dass so der Leser noch ein bisschen mehr erfährt, wie es mit dem jeweiligen Charakter weiterging und so gibt es auch immer eine schöne Überleitung zur nächsten Geschichte.

Neben dem Kernteam der Nachtpolizei werden auch noch Kardias, Tojas und Karis Geschichte erzählt. Mein Highlight war hier definitiv Kardias Geschichte. Sie war mir schon in den anderen Bänden sympathisch, aber jetzt mag ich sie noch mehr. Da die einzelnen Vampire unterschiedlich alt sind, liegt ihre Wandlung auch in unterschiedlichen Epochen. Ich habe nie Geschichte studiert, aber ich fand die Darstellung der jeweiligen Zeit und der Gesellschaftsschicht sehr realistisch. Ich konnte die jeweiligen Szenen wieder gut vor meinen Augen sehen. Teilweise fand ich wirklich schade, dass es sich hier quasi um einzelne Kurzgeschichten handelt. Ich hätte bei den meisten Charakteren direkt weiterlesen können. Wie ging es nach der Wandlung weiter und wie haben die jeweiligen Vampire zur Nachtpolizei gefunden? Viele Fragen werden hier später noch geklärt, aber bei manchen muss der Leser selber die Lücken füllen.

„Vampires of Eden“ liest sich definitive anders als die Trilogie, dennoch hat es mir wieder sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn die Einblicke in die einzelnen Charaktere nur kurz sind, habe ich direkt ihre Persönlichkeit wiedererkannt. Es hat viel Spaß gemacht, sie besser kennenzulernen und noch ein Stück zu begleiten. Wer ebenfalls ein Fan der Vampire ist, der kann sich auf neue - teilweise lustige und teilweise traurige - Einblicke in ihr Leben freuen.

Veröffentlicht am 20.12.2017

Ein paar Plätzchen sowie dieses Buch und die Weihnachtszeit kann kommen

Weihnachten in Briar Creek
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Kennt ihr das Städtchen Stars Hollow aus der Gilmore Girls Serie? Genauso ähnlich muss man sich Briar Creek vorstellen. Ein kleines Städtchen, in dem jeder jeden kennt. Die Nachbarn helfen sich gegenseitig, ...

Kennt ihr das Städtchen Stars Hollow aus der Gilmore Girls Serie? Genauso ähnlich muss man sich Briar Creek vorstellen. Ein kleines Städtchen, in dem jeder jeden kennt. Die Nachbarn helfen sich gegenseitig, es gibt viele Wettbewerbe und einen ernsthaften Wettstreit um den ersten Platz. Außerdem muss einfach alles gefeiert werden.

Für mich war dies der erste Ausflug nach Briar Creek und auch ohne die anderen vier Bände zu kennen, habe ich mich dort direkt zurechtgefunden. Anhand der Pärchen merkt der Leser schon, von welchen Charakteren die anderen Bücher handeln. Da dieses Buch von neuen Hauptpersonen handelt, sind auch wirklich keine Vorkenntnisse notwendig. Wer auch einfach ein schönes Buch zur Weihnachtszeit lesen möchte, kann gut mit „Weihnachten in Briar Creek“ starten.

Das Buch handelt von Kara, die gerade ein Plätzchengeschäft eröffnet hat. Gerade die erste Zeit mit dem neuen Geschäft und dann vor allem noch die Weihnachtszeit sind besonders stressig. Dennoch liebt sie einfach diese Jahreszeit -im Gegensatz zu Nate. Er ist bei seiner Tante zu Besuch in Briar Creek und möchte eigentlich nichts mit Weihnachten zu tun haben. Dennoch soll er seiner Tante bei dem Wettstreit um das am schönsten dekorierte Weihnachtshaus helfen. In diesen Wettstreit rutscht auch Kara mit hinein, sodass sie dort gegen Nate antritt.

Sehr gut hat mir an dem Buch gefallen, dass es mich direkt in eine weihnachtliche Stimmung versetzt hat. Wer kann schon von Lebkuchen, Schneeflocken-Cookies oder Zuckerstangen-Plätzchen lesen ohne selber Lust aufs Plätzchen backen beziehungsweise essen zu bekommen? Auch die ganzen Beschreibungen der Dekorationen waren sehr weihnachtlich. Ich mochte das sehr.

Kara als Person war mir auch sympathisch. Sie hatte zwar als Starthilfe für ihren Laden eine Erbschaft, aber ansonsten hat sie gelernt hart zu arbeiten und alles zu versuchen, um ihren Traum zu leben. Ich mochte ihre aufgeweckte, liebevolle Art. Nate ist hier anders. Es ist teilweise mürrisch und kann mit dem ganzen Kleinstadtleben nichts anfangen. Bei ihm hat mich etwas gestört, dass es als Person mit seinen Fähigkeiten zu perfekt dargestellt wird. Das mag nach Meckern auf hohem Niveau klingen, aber es ist nicht realistisch, wenn ein erfolgreicher Geschäftsmann plötzlich auch perfekt Lebkuchen backen und malen kann. Jeder hat einfach auch mal eine Schwäche oder kann einfach etwas nicht. Seine Figur war im Gegensatz zu Kara deutlich schwächer.

Wenn ich Nate mal außenvor lassen, dann ist die Geschichte wirklich schön geschrieben. Die winterliche Atmosphäre ist fast schon greifbar beschrieben und der Charm der Stadt wurde gut vermittelt. Es war zwar mein erster Besuch in Briar Creek, aber es wird bestimmt nicht mein letzter sein. Ich kehre in jedem Fall in dieses süße Städtchen zurück.

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