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Veröffentlicht am 19.03.2025

Inselzuflucht

Inseltage
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Sarah ist auf der Flucht vor ihrem Exfreund Alois. Dabei landet sie als Angestellte in der Gastronomie auf Spiekeroog. Aufgrund eines Missverständnisses wird sie erstmal bei Meta Jensen untergebracht. ...

Sarah ist auf der Flucht vor ihrem Exfreund Alois. Dabei landet sie als Angestellte in der Gastronomie auf Spiekeroog. Aufgrund eines Missverständnisses wird sie erstmal bei Meta Jensen untergebracht. Für Sarah ist Meta ein wahrer Glücksgriff.

„Inseltage“ ist Band 1 der „Spiekeroog“-Reihe von Jette Hansen. Diese ist für ihre Romane über die Nordseeinseln bekannt. So führt sie ihre Leser u.a. nach Amrum, Föhr und Sylt.
Was ich auch nun wieder feststellen musste, die Romane verlaufen alle nach einem gleichen Muster, was sie leider sehr vorhersehbar war. So war auch hier Sarah vor ihrem alten Leben geflüchtet, es gibt eine beste Freundin, die zu Besuch kommt, es gibt eine ältere, kinderlose Dame, die zur Freundin wird etc. Da fehlt es mir eindeutig an Kreativität.
Dennoch schafft Jette Hansen es immer wieder eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Ich fühle mich meist von der ersten Seite an wohl. Dies war auch hier der Fall. Die Beschreibungen der fahrradfreien Insel und die damit verbundene Erholsamkeit, die Beschreibung des Strands, aber auch des typischen Wetters machten das Ganze für mich zu einem kleinen Leseurlaub.
Der Geschichte um Philipp hätte es m.E. nicht bedurft. Sie lässt Sarah etwas in einem schlechten Licht stehen.
Tamme und Edda wiederum machen das ganze wett. Die Gemeinsamkeit des Heimatorts von Markus und Sarah fand ich etwas unrealistisch, aber vielleicht passiert sowas ja doch mal.

Alles in allem wieder einmal eine schöne Geschichte zum Abschalten, der aber vielleicht dieses Mal ein bisschen mehr Tiefe gut getan hätte.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Familie und Entscheidungen

Inselpralinen
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Das Leben auf Langeoog könnte für Jana nicht besser laufen. Oke ist ihre große Liebe, ihre beste Freundin Frauke ist da und sie hat ein gutes Verhältnis zu ihrer leiblichen Mutter. Diese offenbart ihr ...

Das Leben auf Langeoog könnte für Jana nicht besser laufen. Oke ist ihre große Liebe, ihre beste Freundin Frauke ist da und sie hat ein gutes Verhältnis zu ihrer leiblichen Mutter. Diese offenbart ihr eines Tages, dass ihr leiblicher Vater auf der Suche nach ihr ist.
Somit stehen einige Veränderungen für Jana an, denn auch beruflich strebt sie nach mehr.

Auch im zweiten Teil von „Inselpralinen-Zuhause am Meer“ von Jette Hansen geht es wieder mehr oder minder turbulent zu.
Ich muss jedoch sagen, dass mich Jana in Teilen ganz schön aufgeregt hat. Gerade, was das Verhalten gegenüber ihrem Vater betrifft, fand ich sie unwahrscheinlich übergriffig. Ich konnte zwar ihre Beweggründe verstehen, doch während sie dort den Moralapostel spielte, hat sie ihr eigenes Leben nicht im Griff gehabt und sich zu einer sehr weitreichenden Maßnahme entschieden.
Das passte beides für mich absolut nicht zusammen.
Ich finde beide Thematiken wirklich, wirklich wichtig, aber die Kombination, wie die Protagonistin damit umgegangen ist, passte ganz und gar nicht.
Der absolute Fels in der Brandung ist für mich Oke. Er ist so ein wunderbarer Mensch und auch als Paar geben Jana und er wirklich ein schönes Bild ab.
Was ich auch interessant fand, ist der Handlungszweig zum Thema Immobilien auf den deutschen Inseln. Dieser entspricht absolut der Realität und zeigt die schlechten Voraussetzung für Einheimische auf.

Alles in allem war die Geschichte zwar angenehm, aber eben in vielen Teilen nicht stimmig.
Es war wieder einmal toll zum Ausspannen, aber leider wird die Geschichte nicht lange hängen bleiben. 
Wer Familiengeschichten mag, kann sich gerne an dieses Buch herantrauen. Alles andere ist Geschmacksache.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Rosalia und die Mode

Herzklopfen in der Boutique del Mar (Verliebt in Italien)
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Rosalia ist zurück in ihrem Elternhaus in Camaiore, nachdem sie sich auf ihren Geschäftspartner verlassen hat, der aber wiederum nichts besseres zu tun hatte, als ihr Modelabel zu verkaufen.
Nach diesem ...

Rosalia ist zurück in ihrem Elternhaus in Camaiore, nachdem sie sich auf ihren Geschäftspartner verlassen hat, der aber wiederum nichts besseres zu tun hatte, als ihr Modelabel zu verkaufen.
Nach diesem Scheitern hadert sie mit sich und dem, was sein könnte. Durch einen Zufall verschlägt es sie jedoch in die örtliche Modeboutique, was Einfluss auf ihr Leben haben wird.

„Herzklopfen in der Boutique del Mar“ von Hanna Holmgren gehört zur „Verliebt in Italien“-Reihe.
Neben vielen Bekannten lernt der Leser Rosalia als Protagonistin kennen. Ich muss sagen, dass ich so meine Schwierigkeiten mit ihr hatte. Sie hatte Momente, in denen sie fröhlich und leicht war, dennoch fand ich, dass sie sich die meiste Zeit im Selbstmitleid verloren hat, was ihr manchmal auch zickige Züge verpasst hat.
Während sich die Geschichte am Anfang auch sehr zieht, überschlagen sich am Ende die Ereignisse mächtig.
Dennoch muss ich sagen, dass mich die Autorin dieses Mal nicht abholen konnte. Einzig Flora, Giampaolo oder Letizia machten dieses Empfinden hin und wieder wett.

Fazit: Für mich leider einer der schwächeren Romane der Autorin. Wer jedoch auf ein Wiedersehen mit der vorher bekannten Figuren aus ist, der ist hier auch wieder richtig.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Raus ins Leben

Die Bibliothek der zweiten Chancen
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Charlotte ist verwitwet und damit alleinerziehende Mutter zweier fast erwachsener Töchter. Sie hängt nach wie vor an ihrer großen Liebe Cedric, den sie erstmal auf einem Friedhof in Paris gesehen hat. ...

Charlotte ist verwitwet und damit alleinerziehende Mutter zweier fast erwachsener Töchter. Sie hängt nach wie vor an ihrer großen Liebe Cedric, den sie erstmal auf einem Friedhof in Paris gesehen hat. Als sie ihm anschließend an ihrem Arbeitsplatz, der Stadtbibliothek Köln, begegnet ist, nahmen die Dinge ihren Lauf.
Cedric hat Charlotte jedoch ein Vermächtnis hinterlassen und zwingt sie damit, sich mit ihrem Leben neu auseinanderzusetzen.

„Die Bibliothek der zweiten Chance“ von Marie Adams ist ein Buch über unerwartete Neuanfänge zweier Frauen, die ihren Weg suchen.
Der Roman enthält eine Geschichte über Lebensträume, über Liebe und Vertrauen, Wünsche, Familie, Freunde und Unterstützung. Marie Adams regt dazu an, über die Vergänglichkeit des eigenen Lebens nachzudenken und damit Träume nicht aus den Augen zu verlieren, aber auch, dass eigene Leben nicht aus den Augen zu verlieren, schließlich hat man nur eines.
Mit Charlotte und Lisa hat die Autorin zwei Frauen geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein können, aber doch Vieles gemeinsam haben. Es geht um Beziehungen, die Tiefe der Beziehungen, berufliche Träume und deren Umsetzung, aber vor allem der Kampf um die Umsetzung dieses Traums. 
All dies zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman.
Was mir dabei leider nicht gefallen hat, sind die Figuren. Während Charlotte in der Vergangenheit gefangen war, hat Lisa sich immer wieder klein gemacht und das nervte mich im Laufe der Geschichte leider ein wenig. Die beiden waren mir einfach ein bisschen zu schwach dargestellt. Die Krönung des Ganzen war dann noch Schwägerin Nadine und der Streit um Kartons.
Anstrengend fand ich auch, dass dieses Buch nicht über Kapitel verfügte und zwischen den beiden Charakteren recht schnell hin- und hergesprungen wurde.
Dennoch muss ich sagen, dass Marie Adams einen angenehmen Schreibstil hat und die angesprochenen Punkte den Lesefluss aber nicht beeinflussten.
Die schönsten Punkte waren für mich sowohl die Thematik des Zusammenhalts von Familie als auch Freunden. Gerade auch die Freundschaft der beiden Frauen empfand ich als sehr besonders.

Alles in allem ein angenehmer Roman über Liebe, Vergänglichkeit, Träume und auch Freundschaft. Wer gerne etwas verträumtere Romane mag, ist hier gut aufgehoben, für eher sachliche bzw. pragmatische Menschen ist der Roman jedoch nicht geeignet. 
Ich vergebe daher 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Innere Konflikte

Die Saar-Töchter - Zeiten des Aufbruchs
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1889: Peter hat seinen wohlverdienten Ruhestand erreicht. Doch pünktlich zur Feier tritt die Bergwerksdirektion an ihn heran und bittet ihn um Unterstützung. Die Bitte wird jedoch eine Art Erpressung und ...

1889: Peter hat seinen wohlverdienten Ruhestand erreicht. Doch pünktlich zur Feier tritt die Bergwerksdirektion an ihn heran und bittet ihn um Unterstützung. Die Bitte wird jedoch eine Art Erpressung und Peter begibt sich in einen inneren Konflikt.
Tochter Frieda ist flügge geworden und begibt sich unbewusst auf die Spuren der Vermittlungsarbeit ihres Vaters. Auch sie steht dabei vor einem Konflikt.

„Die Saar-Töchter - Zeiten des Aufbruchs“ ist der zweite Band der Trilogie um die Bergbau-Familien-Saga, die im beschaulichen Saarland spielt.
Dieser Band spielt rund 40 Jahre nach dem ersten. Ich habe also einen kurzen Moment gebraucht, bis ich wieder in der Geschichte drin war bzw. mich an die Liebesgeschichte von Elisa und Peter erinnert habe.
Ich muss jedoch zugeben, so richtig konnte mich die Geschichte nicht abholen. Der Schreibstil der Autorin ist zwar sehr angenehm, aber ich fand das Buch ungefähr bis zur Hälfte sehr nichts sagend. Der Streik der Bergarbeiter ist mir ein bisschen zu oberflächlich abgehandelt worden. Ich finde, da wäre noch genug spannenderes Potential für die Geschichte gewesen.
Mittelpunkt der Geschichte ist hier hauptsächlich Tochter Frieda. Diese junge Frau ist wirklich sympathisch gestaltet. Sie ist etwas aufrührerisch, lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen, ist kämpferisch und sorgt für die Spannung in der Story.
Gerade in Verbindung mit ihrer Cousine Desiree gibt Frieda der Geschichte auch die menschliche Seite. Zum Ende hin hatte mich die Autorin dann mit der Handlung. Dort hätte ich gerne noch weiter gelesen.

Fazit: Zwischen Band 1 und 2 liegt ein sehr großer Zeitunterschied, was etwas gewöhnungsbedürftig ist und der Geschichte fehlt ein bisschen Tiefgang, dennoch eine interessante Geschichte, die es sich lohnt zu lesen, wenn man sich für das Saarland und Bergbaugeschichte interessiert. Aus diesem Grund gibt es von mir 3,5 Sterne und ich bin gespannt auf Band 3.

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