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Veröffentlicht am 21.03.2025

Mein erstes Brandon Sanderson Buch und ich bin absolut begeistert. Kinder des Nebels war aufregend, schockierend, gefühlvoll und hat mich nachdenklich, aber voller Emotionen zurückgelassen.

Kinder des Nebels
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Wie bei einer komplett neuen Welt mit Magiesystem, welches sehr komplex ist, habe ich mich am Anfang etwas verloren gefühlt, was mich aber nicht frustriert hat, sondern meine Neugier steigerte. Das Worldbuilding ...

Wie bei einer komplett neuen Welt mit Magiesystem, welches sehr komplex ist, habe ich mich am Anfang etwas verloren gefühlt, was mich aber nicht frustriert hat, sondern meine Neugier steigerte. Das Worldbuilding fand ich sehr natürlich und Brandon Sanderson hat es schön in die Geschichte verwoben, sodass man mit der Zeit immer mehr darüber gelernt hat.

Der Plot war von Anfang an spannend, und ich war nie ganz sicher, was als Nächstes passieren würde. Mit einigen Plot-Twists habe ich nicht gerechnet, und einer hat mich besonders zum Ende hin sprachlos zurückgelassen. Aber genau so eine Art von tragischer Trauer lässt mich das Buch selten vergessen. Zur Mitte hin hat es sich kurzzeitig etwas gezogen, was ich aber insgesamt nicht schlimm fand.

Kelsier und Vin, die Hauptcharaktere, haben sich beide gleichermaßen, aber auf unterschiedliche Weise, in mein Herz geschlichen. Mit Kelsier habe ich jedoch besonders mitgefiebert. Keiner der Protagonisten ist perfekt, und jeder hat spürbar mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, was auf eine wunderbar realistische Art dargestellt wurde. Die Charakterentwicklung von beiden war schön zu begleiten und glaubwürdig. Einzig die kleine Romanze war mir persönlich zu kurz, dafür, wie stark die Gefühle wurden. Aber da lag auch nicht der Fokus.

Ich würde das Buch jedem empfehlen, der große Fantasy mit besonderem Worldbuilding und Magiesystemen liebt. Der Erzählstil ist nicht übermäßig dramatisch und lässt sich sehr gut lesen. Einige Szenen waren schon sehr brutal, und Brandon Sanderson hält bei der heruntergekommenen Welt nichts zurück, was aber absolut passend zu dieser Geschichte ist. Ich kann den zweiten Teil kaum abwarten, der schon bereitliegt.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Unterhaltsam mit einer schlagfertigen und mutigen Protagonistin

Kissed - Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
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Das Buch hat mir genau das gegeben, was ich erwartet hatte: In typischer Armentrout-Manier ließ es sich flüssig und schnell lesen und war unterhaltsam. Die Protagonisten waren – anders als in ihren anderen ...

Das Buch hat mir genau das gegeben, was ich erwartet hatte: In typischer Armentrout-Manier ließ es sich flüssig und schnell lesen und war unterhaltsam. Die Protagonisten waren – anders als in ihren anderen Serien – älter (um die 30 und 300), was ich grundsätzlich gut finde. Dadurch hatte ich aber auch etwas mehr reife erwartet, die ich leider nicht spürte. Große Teile des Konflikts basierten auf Kommunikationsproblemen, was mir persönlich garnicht gefällt. Diese Mischung ließ die beiden Protagonisten, trotz einiger traumatischer Erlebnisse, zu naiv und unsicher wirken. Wenn man mehrere Bücher von Jennifer L. Armentrout gelesen hat, kennt man auch ihre Charaktere: Die beiden Hauptfiguren waren vom Wesen her sehr ähnlich zu denen aus ihren anderen Buchreihen, was ich etwas enttäuschend fand.

Das Pacing empfand ich an einigen Stellen als zu schnell, an anderen wiederum als zu langsam, wodurch es nicht immer stimmig wirkte. Auch der Antagonist blieb für mich zu eindimensional, obwohl er und Bri lange Zeit miteinander verbracht haben. Positiv fand ich hingegen, dass Bri trotz ihrer Naivität und Zweifel sehr mutig ist. Ihre Kolleg:innen und Freund:innen stellten sie oft als schwach dar und nahmen sie nicht ernst. Das ließ sie aber nie von ihren Taten abhalten.

Störend am Aufbau des Buches empfand ich die vielen Wiederholungen und Rückblenden. Im Englischen besteht das Buch aus zwei einzelnen Kurzgeschichten, wo diese Wiederholungen mehr Sinn ergeben. In der zusammengelegten Fassung fand ich sie jedoch überflüssig.

Trotz allem hat mir das Buch gut gefallen, weil es mich in dem Moment sehr unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Schöner Schreibstil mit vorhersehbaren Plot & oberflächlichen Charakteren

Bridge Kingdom – Der Schwur der Spionin
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Bridge Kingdom hat mir vom Klappentext her total gut gefallen und ich habe das Buch, dank des schönen und flüssigen Schreibstils, zügig gelesen. Leider hat es mich trotzdem nicht ganz überzeugt.



Beide ...

Bridge Kingdom hat mir vom Klappentext her total gut gefallen und ich habe das Buch, dank des schönen und flüssigen Schreibstils, zügig gelesen. Leider hat es mich trotzdem nicht ganz überzeugt.



Beide Protagonisten waren mir zu vanilla – Lara war trotz ihrer Ausbildung zu naiv, und Arens Charakter blieb sehr oberflächlich.

Die Liebesgeschichte entwickelte sich anfangs nur langsam (was mir gefiel!), ging dann aber plötzlich viel zu schnell von 0 auf 100.

Der Plot und alle Charaktere waren unglaublich vorhersehbar.

Der Anfang des Buches war für mich der beste Teil und hatte großes Potenzial.

Es hat mich gestört, dass Aren als König kaum königliche Pflichten hatte, wodurch sein Rang unrealistisch wirkte. Er hätte ebenso gut ein „einfacher“ Fischer sein können, und die Geschichte hätte trotzdem funktioniert.

Das Buch spricht viel von politischen Intrigen und Geheimnissen, aber die politischen Themen waren mir zu einfach gestrickt. Wenn sie im Fokus stehen sollten, hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Durch einige Zeitsprünge fehlte mir die Tiefe in der Entwicklung, wodurch sich die Geschichte stellenweise gehetzt anfühlte. Gleichzeitig zogen sich andere Szenen unnötig in die Länge, während ich mir dort mehr Handlung gewünscht hätte.


Gut gefallen hat mir hingegen der geografische Aufbau des Bridge Kingdom. Die Brücke und ihre strategische Bedeutung waren mal etwas Neues. Auch das Dschungel Setting hat mir gut gefallen, das kannte ich bisher auch noch nicht. Ich hatte angenommen, dass Magie eine Rolle spielen würde (tat sie nicht), habe sie aber nicht vermisst. Und dank des Schreibstils flog ich nur so über die Seiten und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht – leider genau so, wie ich es erwartet hatte. Trotzdem hat mir das Lesen viel Spaß bereitet, sodass einige Kritikpunkte für mich wieder ausgeglichen wurden.


Noch eine Kleinigkeit, die nur mich betrifft: Ich wurde mit den Namen der Länder nicht warm – irgendwann hat mein Gehirn aus Maridrina Marina und aus Ithicana Itaca gemacht.

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