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Veröffentlicht am 22.01.2024

Lilias Leben und ihre Gefühlswelt

Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage?
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Das Buch „Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage“ von Mara Andeck ist ein in Tagebuchform geschriebene Roman über die 16-jährige Lilia, die über ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen sowie alle ...

Das Buch „Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage“ von Mara Andeck ist ein in Tagebuchform geschriebene Roman über die 16-jährige Lilia, die über ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen sowie alle in diesem Alter wichtigen Themen schreibt. Der Schreibstil ist locker und witzig. Die Charaktere sind liebenswert beschrieben. Man fühlt sich, als wäre man wieder 16 und durch lebt die Gefühlswelt noch einmal.
Insgesamt fand ich den Roman eine nette Lektüre für zwischendurch. Die Liebesgeschichte ist wirklich süß, jedoch auch von viel Unsicherheit geprägt und sehr oberflächlich. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, dass mir Informationen aus den Büchern vorher fehlen. Für junge Leser, ist dieser Roman sicherlich ein absolutes Must-have und wird sie begeistern. Daher empfehle ich es gerade für die Zielgruppe ab 16.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Was wäre, wenn?

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Wie wäre das Leben verlaufen, wenn man sich in gewissen Situationen anders verhalten hätte? Diese Frage haben sich bestimmt schon viele gestellt. Das Autorenduo nimmt den Leser auf Zeitreisen mit, in denen ...

Wie wäre das Leben verlaufen, wenn man sich in gewissen Situationen anders verhalten hätte? Diese Frage haben sich bestimmt schon viele gestellt. Das Autorenduo nimmt den Leser auf Zeitreisen mit, in denen die Protagonisten durch kleine Veränderungen ihrem Leben eine neue Richtung geben können. Jules und Adam sind seit 35 Jahren verheiratet. Aber wie in vielen Beziehungen hat auch bei Jules und Adam, neben Kindern, der Alltag Einzug gehalten. Geldsorgen und verpasste Lebensträume sind hierbei ein Thema. Dann entdeckt Adam, dass er mit Hilfe seines alten Sonys und Kassetten-Mix-Tapes in die Vergangenheit reisen kann und dort so lange „gefangen“ ist, wie lange das Mix-Tape läuft. Kleine Veränderungen führen automatisch zum erhofften Glück, so die Annahme von beiden.
Tiefgründig beleuchtet das Autorenduo die Suche nach dem Glück und die Frage was wäre wenn. Emotional und ergreifend werden die einzelnen Charaktere und ihre Zerrissenheit dargestellt. Für mich als Leser werden zu viele Zeitreisen unternommen, so dass ich irgendwann den Überblick über Veränderungen zwischen dem Jetzt und der Zeitreise verloren habe. Zeitweise habe ich über einen Buchabbruch nachgefacht.
Die Idee der Zeitreise finde ich an sich gut. Die Konzentration auf eine Handvoll hätte der Geschichte keinen Abbruch getan. Die Entwicklung und das Erkennen des Problems von Jules und Adam hat mir jedoch gefallen. Die tiefgründige und ehrliche Antwort der Frage des Glücklichseins hat mich überzeugt. Jedoch kann ich aufgrund der viel zu abstrakten Handlung, trotz einiger Pluspunkte, nur 3 Sterne vergeben.
 

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Rückblende

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Trauerarbeit beginnt im Kopf und geht mitunter ins Ausmisten der Sachen des Verstorbenen über. Die Autorin Brinkgreve lässt ihre Protagonistin durch viele verschiedene Phasen der Trauer laufen. Schmerzhaft ...

Trauerarbeit beginnt im Kopf und geht mitunter ins Ausmisten der Sachen des Verstorbenen über. Die Autorin Brinkgreve lässt ihre Protagonistin durch viele verschiedene Phasen der Trauer laufen. Schmerzhaft kommen verdrängte Erinnerungen wieder zu Tage. Die Ich-Erzählerin springt in ihren Erzählungen jedoch sehr zwischen Orte und Gedanken. Ihre kühle Reserviertheit war mir persönlich zu befremdlich. Manche Gedanken konnte und wollte ich nicht nachvollziehen und umso abstrakter wurden mir die Erzählung. Der Schreibstil der Autorin Brinkgreve ist versiert und gut lesbar, aber auch kühl und distanziert. Die Ehe der Ich-Erzählerin kommt in dieser Geschichte nicht gut weg und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum sie nicht einen Schlussstrich zieht. Als Fazit lässt sich sagen, dass mich das Buch überhaupt nicht erreicht und berührt hat und ich es nur sehr eingeschränkt empfehlen kann. 3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Selbstfindung

Elf ist eine gerade Zahl
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Mit Elf ist eine gerade Zahl verknüpft Martin Beyer die kalte Krankenhausrealität mit einer magischen Fantasiegeschichte. Dank des bildlichen Schreibstils und der Sprachgewalt des Autors wird der Leser ...

Mit Elf ist eine gerade Zahl verknüpft Martin Beyer die kalte Krankenhausrealität mit einer magischen Fantasiegeschichte. Dank des bildlichen Schreibstils und der Sprachgewalt des Autors wird der Leser in die faktenbasierende Krankenhausrealität reingeworfen. Der Leser leidet mit der 14-jährigen Paula, die sich einer Krebsoperation unterziehen muss. Paulas Mutter Katja befindet sich in einer Lebensphase zwischen Angst und Schuldgefühlen. Sie schöpft Kraft und Hoffnung, in dem sie ihrer Tochter eine fantasievolle Geschichte erzählt, um die Wartezeit zu überbrücken. Paula schöpft Kraft aus der düsteren Geschichte, die mit realem Bezug gespickt ist. Es ist ein einfühlsamer und authentischer Roman.

Persönlich habe ich jedoch den Twist zwischen Krankenhausrealität und Fantasiegeschichte nicht hinbekommen. Die zwei Geschichten waren mir zu weit auseinander, als das ich mich mit der Fantasie-Geschichte beschäftigen und reinlesen hätte können. Der Autor hat den Umgang mit der Krankheit, die medizinische Fakten sowie die Mutter-Tochter-Beziehung sehr gut recherchiert und sprachlich gut transportiert. Aber am Ende war mir die Kombination zu düster und die von der Mutter erzählten Geschichte zu lang und zu unstrukturiert. 3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Zuviele Einzelgeschichten lenken ab

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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Der Klappentext suggeriert dem Leser eine Liebesgeschichte über Nina und David mit erheblichem Altersunterschied. Das dies viele unterschiedliche gesellschaftliche Probleme und persönliche Bedenken mit ...

Der Klappentext suggeriert dem Leser eine Liebesgeschichte über Nina und David mit erheblichem Altersunterschied. Das dies viele unterschiedliche gesellschaftliche Probleme und persönliche Bedenken mit sich bringt ist vorprogrammiert.
Bei diesem Buch spielen aber viele kleine Nebengeschichten eine Rolle, die diesen Roman vom eigentlichen Thema sehr ablenken und den Leser teilweise verwirren. Eine für mich an manchen Stellen absolut unglaubwürdige Mee-too Debatte, eine Schwester, die mit sich selbst viele Probleme hat und eine nicht tiefgründige Mutter-Tochter Beziehung. Der witzige und teilweise ironische Schreibstil konnte mich leider nicht von den überspitzten Dialogen, unschlüssigen und überzogenen Handlungen ablenken. Die einzelnen Charaktere hätten tiefgründigeren Beschreibungen bedurft.
Insgesamt glaube ich, dass dieser Roman eine gute Drehbuchvorlage sein würde. Als Buch ist die Geschichte für mich jedoch zu oberflächlich und zu lapidar dargestellt.

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