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Veröffentlicht am 05.04.2025

Ein starkes Buch!

Wild wuchern
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Es sind oft die schmalen Bücher, die am tiefsten schneiden. Wild Wuchern ist so eines. Gerade einmal 200 Seiten, aber jede davon vibriert. Mit etwas Ungesagtem, das sich langsam an die Oberfläche tastet. ...

Es sind oft die schmalen Bücher, die am tiefsten schneiden. Wild Wuchern ist so eines. Gerade einmal 200 Seiten, aber jede davon vibriert. Mit etwas Ungesagtem, das sich langsam an die Oberfläche tastet. Leise, aber unaufhaltsam.

Marie ist auf der Flucht. Vor was, bleibt lange im Nebel. Sie sucht Zuflucht bei Johanna, ihrer Cousine, die allein in einer Hütte hoch oben in den Tiroler Bergen lebt. Einsamkeit als Lebensform. Rückzug als Widerstand.

Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher kaum sein: Marie – blond, schön. Johanna – dunkelhaarig, kantig. Doch zwischen ihnen spannt sich eine unsichtbare Linie, gezogen aus Erinnerungen, Erwartungen, Verletzungen. Die Rollen, die man ihnen zugeschrieben hat, waren nie dieselben – und doch tragen beide die Schwere von dem, was man ihnen mitgegeben hat.

Die Sprache in Wild Wuchern ist ein Ereignis für sich. Poetisch, bildreich, durchzogen von österreichischem Dialekt, ohne jemals zu sehr zu wollen. Der Roman kommt ohne Kapitel aus, als würde er sagen: Dies ist ein einziger Strom, ein Atemzug, eine Erinnerung, die sich nicht zerteilen lässt.

Wild Wuchern erzählt von Herkunft, Erwartungen, Zuschreibungen. Und von der leisen Rebellion, die darin liegt, auszubrechen – oder einfach nur auszuhalten. Es stellt keine Fragen in Großbuchstaben, es sucht nicht nach Antworten. Es lässt Raum. Für das, was zwischen den Zeilen wächst.

Ein stilles, starkes Buch. Eins, das bleibt.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Frauen und Alkohol – Ein wichtiges Buch, das aufklärt und sensibilisiert

Frauen und Alkohol
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Alkohol ist für viele Frauen ein fester Bestandteil des Alltags – sei es zur Entspannung, zum Feiern oder als Bewältigungsstrategie. Doch wann wird der Konsum problematisch? Und warum trinken Frauen anders ...

Alkohol ist für viele Frauen ein fester Bestandteil des Alltags – sei es zur Entspannung, zum Feiern oder als Bewältigungsstrategie. Doch wann wird der Konsum problematisch? Und warum trinken Frauen anders als Männer? Diesen Fragen geht Nathalie Stübens und Falk Kiefers Buch „Frauen und Alkohol“ mit wissenschaftlicher Expertise, gesellschaftlicher Analyse und persönlichen Einblicken nach.
Besonders eindrücklich sind die fünf fiktiven Frauencharaktere – Helga, Sabine, Carmen, Jamila und Elena – deren Geschichten unterschiedliche Wege in die Abhängigkeit und mögliche Auswege zeigen. Man fühlt mit ihnen, fiebert mit, hofft, dass sie einen Ausweg finden. Die Biografien sind dabei eng mit den gesellschaftlichen Normen ihrer jeweiligen Generation verknüpft. So wird deutlich, wie sehr auch kulturelle Prägungen und gesellschaftliche Erwartungen den Alkoholkonsum beeinflussen.
Was das Buch so wertvoll macht, ist die sachliche, fundierte Sprache, die dennoch empathisch bleibt. Es klärt auf, ohne zu belehren, und regt zum Nachdenken an: Wie viel Alkohol gehört zu meinem Leben? Beeinträchtigt er meine Lebensqualität? Die Menge spielt dabei nicht die größte Rolle – es geht um den Stellenwert, den Alkohol einnimmt.
Besonders spannend ist die kritische Auseinandersetzung mit der Alkohollobby: Hersteller suggerieren, dass Alkohol Genuss, Lebensqualität und Kultur bedeutet. Doch wehe, jemand hat seinen Konsum nicht unter Kontrolle – dann folgen Stigmatisierung und Scham. Dabei ist Alkohol ein Zellgift und verursacht oder fördert mehr als 200 Krankheiten! Dennoch wird er verherrlicht, und viele Menschen betrügen sich selbst, indem sie ihn als harmlos einstufen.
Neben der Analyse der Problematik bietet das Buch auch Lösungsansätze: Wie kann man Alkoholprobleme bei anderen ansprechen? Welche Motivationsphasen durchläuft jemand, der mit dem Trinken aufhören möchte? Und welche Alternativen gibt es? Es wird auch beleuchtet, wie sich die mediale Berichterstattung über Alkohol in den letzten Jahren verändert hat und wie sich die Sober-Bewegung entwickelt.
Fazit: „Frauen und Alkohol“ ist eine wichtige Lektüre für alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten. Mir hat das Buch viele Aha-Momente beschert und komplett abgeholt. Ich fühle mich gestärkt in Zukunft auf Alkohol zu verzichten. Dafür vergebe ich eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Entspannt gärtnern

Die Slow Gardening-Revolution
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Dieses Buch ist für mich ein wahrer Schatz an Wissen und Inspiration! Pia, die Autorin, selbst Landwirtin und Gartenbäuerin, zeigt uns, wie wir das Gärtnern ganz entspannt angehen können, indem wir einfach ...

Dieses Buch ist für mich ein wahrer Schatz an Wissen und Inspiration! Pia, die Autorin, selbst Landwirtin und Gartenbäuerin, zeigt uns, wie wir das Gärtnern ganz entspannt angehen können, indem wir einfach der Natur zuhören. Wer braucht schon einen starren Saisonkalender, wenn die Natur uns durch sogenannte Zeigerpflanzen genau anzeigt, wann welche Gartenarbeiten anstehen? Aber auch das Beobachten der Tierwelt kann nützlich zur Bestimmung sein. Dieses Konzept des "Slow Gardening" schenkt nicht nur mehr Ruhe im Gartenalltag, sondern auch ein positives Mindset: Entspannt bleiben und den Garten auch mal genießen!
Schon das Cover lädt mit seiner liebevollen Gestaltung zum Schmökern ein, und auch das Innere des Buches ist ein Genuss fürs Auge: wunderschöne Fotos, liebevolle Illustrationen und kluge Anmerkungen machen es zu einem echten Wohlgefühl-Buch. Doch nicht nur die Optik, auch der Inhalt ist ein echtes Highlight.
Statt sich an den klassischen vier Jahreszeiten zu orientieren, stellt das Buch die zehn phänologischen Jahreszeiten vor: Frühling, Sommer und Herbst werden jeweils in drei Phasen unterteilt, und erst dann kommt der Winter. Dadurch bekommt man ein viel feineres Verständnis für die natürlichen Kreisläufe und kann die Gartenarbeit genau dann erledigen, wenn es auch wirklich sinnvoll ist.
Das Buch bietet geballtes Gartenwissen: Wann sollte man welche Pflanzen und Bäume zurückschneiden? Wie legt man einen guten Kompost an? Welche Stauden und Gemüse passen gut zusammen? Wie fördert und schützt man Gartennützlinge? All das wird hier verständlich erklärt. Zusätzlich gibt es kleine, hilfreiche "Infos am Rande" – von Upcycling-Ideen bis hin zu praktischen Anzuchttipps.
Besonders gut gefallen hat mir das Thema klimafittes Gärtnern: Statt sich zum Beispiel über einen braunen Rasen im Sommer zu ärgern, zeigt Pia, wie man mit einer Wildkräuter-Wiese samt Wegen eine schöne, naturnahe Alternative schafft. So passt sich der Garten den Klimaveränderungen an und bleibt lebendig und grün.
Fazit: Dieses Buch ist perfekt für alle Gartenliebhaberinnen und jene, die den natürlichen Kreislauf besser verstehen möchten. Für mich genau das Buch, das ich gesucht habe – voller Wissen, Inspiration und der Bestätigung, dass Gärtnern auch entspannt sein darf!

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Ein Sommer, der alles verändert.

Wenn die Tage länger werden
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Lisa ist seit sechs Jahren alleinerziehend und verbringt den Sommer ohne ihren Sohn – sechs Wochen Zeit, um herauszufinden, wer sie ist, wenn sie nicht nur Mutter ist. Denn so lange war sie noch nie von ...

Lisa ist seit sechs Jahren alleinerziehend und verbringt den Sommer ohne ihren Sohn – sechs Wochen Zeit, um herauszufinden, wer sie ist, wenn sie nicht nur Mutter ist. Denn so lange war sie noch nie von ihrem Kind getrennt, der jetzt Zeit mit seinem Vater verbringt.

Doch statt entspannter Freiheit wartet ein Familiengeheimnis auf sie: Als sie ihre alte Geige zum Geigenbauer Hans bringt, enthüllt er ein lange verborgenes Rätsel um das Instrument – und um ihren Großvater. Ein Erbe, das ihr Verhältnis zur eigenen Mutter überschattet.

Hans selbst wird von der Vergangenheit nicht losgelassen, während seine Tochter Ute mit ihrer Gesundheit kämpft. Auch für sie wird dieser Sommer ein Wendepunkt.

Anne Stern gelingt es meisterhaft, die Geschichte gekonnt einzuweben und dabei eine tiefgehende, realitätsnahe Erzählung zu schaffen. Mit Fingerspitzengefühl und einem feinfühligen Schreibstil verbindet sie Vergangenheit und Gegenwart zu einem bewegenden Leseerlebnis.
Zu keiner Zeit gab es Längen, es werden viele wichtige Themen verarbeitet mit denen ich so gar nicht gerechnet hätte.

„Wenn die Tage länger werden“ ist ein Buch über Schuld, Wahrheit und die Frage, wie viel Vergangenes wir mit uns tragen – und ob wir es loslassen können.

Fazit: Lesenswert für alle, die Geschichten über Familie, Identität und Neuanfänge lieben. Mich hat die Geschichte berührt und ich vergebe 5/5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Das Geheimnis vom Buch des Lebens

The Book of Life - Das Buch der Nacht
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Mit „The Book of Life“ schließt Deborah Harkness ihre “All Souls“-Trilogie ab – und das mit all der Magie, Wissenschaft und Geschichte, die diese Reihe so besonders machen.

Vorsicht, Spoiler!

Diana ...

Mit „The Book of Life“ schließt Deborah Harkness ihre “All Souls“-Trilogie ab – und das mit all der Magie, Wissenschaft und Geschichte, die diese Reihe so besonders machen.

Vorsicht, Spoiler!

Diana und Matthew kehren nach Sept-Tours zurück, doch ihre Suche nach der verlorenen Handschrift Ashmole 782 (auch als „The Book of Life“ bekannt) und die Bedrohung durch Matthews Sohn Benjamin lassen ihnen keine Ruhe. Intrigen, Familiengeheimnisse und uralte Fehden verdichten sich zu einem Finale, das vielschichtig und atmosphärisch erzählt wird.
Besonders gelungen fand ich Dianas Entwicklung. Sie ist nicht länger die unsichere Historikerin, sondern eine mächtige Hexe, die ihr Schicksal in die eigenen Hände nimmt.
Matthew Clairmont bleibt ein komplexer Charakter. Seine inneren Kämpfe – zwischen seinem tödlichen Blutrausch und seiner Liebe zu Diana – verleihen ihm Tiefe.

Auch die alchemistischen und wissenschaftlichen Details machen die Geschichte spannend – ein Markenzeichen der Reihe. Gleichzeitig gab es Längen, vor allem im Mittelteil.
Manche Nebenfiguren, wie Gallowglass, hätten ein runderes Ende verdient. Doch am Schluss wird es wieder packend, und ich war versöhnt.
Deborah Harkness bleibt ihrem eleganten und detailreichen Schreibstil treu. Sie verbindet wissenschaftliche und historische Elemente mit fiktiven Aspekten der magischen Welt, was die Geschichte besonders vielschichtig macht. Die Beschreibungen sind atmosphärisch, insbesondere wenn es um die verschiedenen Schauplätze geht – von Sept-Tours über London bis nach Oxford.
Ein würdiger Abschluss, der zeigt: Die Mischung aus Magie, Wissen und Liebe bleibt einzigartig. Wer die ersten beiden Bände mochte, sollte sich diesen nicht entgehen lassen!
Ich bin großer Fan der Reihe und somit gibt es ganz klar 5/5 Sternen und eine Leseempfehlung für dieses Buch und die ganze „All Souls“-Reihe!
Ich freue mich schon auf das nächste Buch namens "Time’s Convert - Bis ans Ende der Ewigkeit", ein Spin Off, in dem es um die Geschichte von Phoebe und Marcus geht.

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