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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Düster und geheimnisumwittert

Die blaue Stunde
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Die Werke der geheimnisumwitterten Künstlerin Vanessa Chapman sind auch nach ihrem Tod sehr berühmt. Eines Tages wird in einer ihrer Skulpturen ein menschlicher Knochen gefunden. Fieberhaft wird überlegt, ...

Die Werke der geheimnisumwitterten Künstlerin Vanessa Chapman sind auch nach ihrem Tod sehr berühmt. Eines Tages wird in einer ihrer Skulpturen ein menschlicher Knochen gefunden. Fieberhaft wird überlegt, was nun geschehen soll. James Becker, Museumskurator und Experte in den Werken der Künstlerin, reist auf Spurensuche auf die Gezeiteninsel Eris Island, wo Vanessa Chapman lange Jahre gewohnt und gearbeitet hat. Ihr Haus hat sie einer Freundin vermacht, die nun allein auf der Insel wohnt. Sie hütet einige Geheimnisse, nicht nur um das Leben und die Werke der Künstlerin.

Schon das Cover dieses psychologischen Spannungsromanes ist sehr düster gehalten und spiegelt damit vieles von der Geschichte selbst. Man spürt untergründig von Anfang an, dass hier ein großes Geheimnis zurückgehalten wird, auch wenn man lange nicht ahnt, welches Ausmaß dieses Geheimnis einnehmen wird. Das Setting ist faszinierend: Eine Halbinsel, die bei Flut zur Insel wird, abgeschlossen vom Festland, ist zwingend von den Gezeiten abhängig. Das hört sich zunächst nicht besonders wichtig an, doch wie schnell sich das ändern kann, zeigt der Verlauf der Geschichte. Die Charaktere sind so ausgestaltet, dass man ihre Motive bestens nachvollziehen kann.

Mich hat die Geschichte wie auch die erzählerische Gestaltung der Autorin Paula Hawkins schnell fesseln können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Anleitung zur unerschöpflichen Gesundheit

Good Energy
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Dr. Casey Means zeigt den Zusammenhang auf zwischen dem Stoffwechsel und der Gesundheit des Menschen. Dafür erklärt sie, wie Körperzellen Energie erzeugen und nutzen und was sie brauchen, um „gute Energie“ ...

Dr. Casey Means zeigt den Zusammenhang auf zwischen dem Stoffwechsel und der Gesundheit des Menschen. Dafür erklärt sie, wie Körperzellen Energie erzeugen und nutzen und was sie brauchen, um „gute Energie“ zu erzeugen. Erkranken die Körperzellen jedoch, können sie ihre Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen, es wird jede Menge „bad energy“ hergestellt. Die Autorin zeigt, wie es gelingen kann, die Körperzellen wieder gesunden zu lassen und gesund zu erhalten. Neueste Forschungsergebnisse werden mit persönlichen Erfahrungen der Autorin verbunden, ein Vier-Wochen-Plan gibt Anleitung dazu, zu einer optimalen Gesundheit zurückzukehren.

Optimale Gesundheit, wer möchte das nicht? Angesichts dessen, wie die Autorin die Entstehung von Krankheit durch erkrankte Körperzellen erklärt, ist man schnell bereit, ihr zu glauben und ihre Ratschläge zu befolgen. Ein eher theoretischer Anteil mit jeder Menge Fachwissen, aber auch praktischen Beispielen wird von einem Vier-Wochen-Plan ergänzt, dazu gibt es noch einen Rezeptteil, der dabei helfen soll, die Körperzellen zu bester Gesundheit zu führen und zu erhalten. Die Ausführungen sind leicht verständlich und gut nachvollziehbar. Allerdings wiederholt sich manches. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man das Buch nutzen möchte, um Abschnitte immer wieder neu zu lesen, denn die vorgeschlagene Umstellung ist doch zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, da sehr viele Lebensmittel wegfallen, die wir als Grundnahrungsmittel betrachten, z.B. Mehl. Es wird aber wohl kaum einen Leser geben, der sich aus diesem Buch nicht zumindest ein paar Anregungen holen kann.

Dieses informative und lehrreiche Sachbuch ermöglicht einen anderen Blick auf Krankheiten sowie darauf, wie man seine Gesundheit erhalten kann. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Magisches Abenteuer für junge Leser

Tom Tolliver und die Zauberkrautinsel
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Der elfjährige Tom Tolliver ist unterwegs zu seinem Großvater, den er bisher gar nicht kannte. Toms Vater hat seinen Sohn zum Großvater geschickt, weil er in größter Gefahr sei. Doch schon der Weg zur ...

Der elfjährige Tom Tolliver ist unterwegs zu seinem Großvater, den er bisher gar nicht kannte. Toms Vater hat seinen Sohn zum Großvater geschickt, weil er in größter Gefahr sei. Doch schon der Weg zur Zauberkrautinsel ist überhaupt nicht einfach, und bald erfährt Tom noch viel mehr Erstaunliches: Ein uralter Hexenbund, die Luxa, halten sich auf der Zauberkrautinsel auf. Seine Mutter war Teil dieses Hexenbundes, bevor sie auf unerklärliche Weise verschwand. Und nun, da Toms magische Kräfte erwachen, scheint eine Prophezeiung wahr zu werden, in dessen Mittelpunkt der Junge steht. So findet sich Tom wieder in einem Kampf auf Leben und Tod zwischen der hellen und der dunklen Seite der Magie, unterstützt von der jungen, rebellischen Luxa Suki, seinem Großvater, der erfahrenen Luxa Gandagast und einem sprechenden Biber sowie weiteren neuen Freunden.

Diese magische Geschichte wendet sich an junge Leser ab ca. 10 Jahren. Sie schildert, wie Toms Leben sich plötzlich verändert und die Magie in sein Leben einbricht. Die Zauberkrautinsel ist eine Insel, in der die Magie zu Hause ist, es gibt jede Menge interessanter Freunde für Tom. Vor allem aber gibt es das Geheimnis um seine verschollene Mutter und um die Prophezeiung, in deren Mittelpunkt er steht. Das schafft viele spannende Momente in der Geschichte, wobei sich der Erzähler an den Leser wendet und immer wieder davor warnt, dass diese Geschichte nichts für all jene sei, die sich schnell fürchten. Damit hat der Autor schnell die Aufmerksamkeit seiner Leser gewonnen, die nun natürlich unbedingt wissen wollen, wie es weitergeht. Das Ende des Buches lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen. Die Illustrationen sowie die größere Schrift zeigen klar, an welche Zielgruppe sich die Erzählung wendet.

Diese Geschichte voller Magie findet sicher viele Leser, die neugierig sind auf ein magisches und spannendes Abenteuer. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Tödlicher Wettbewerb

To Die For
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Die Maklerin Andi Hart ist bei ihren Chefs für gute Arbeit anerkannt. Nun ergibt sich ein äußerst elitäres Projekt: Ein atemberaubendes Strandhaus in Malibu soll verkauft werden, dotiert mit einer Provision ...

Die Maklerin Andi Hart ist bei ihren Chefs für gute Arbeit anerkannt. Nun ergibt sich ein äußerst elitäres Projekt: Ein atemberaubendes Strandhaus in Malibu soll verkauft werden, dotiert mit einer Provision von einer Million Dollar. Brauchen könnte sie dieses Geld unbedingt, denn sie will sich selbständig machen mit einem eigenen Maklerbüro. Aber auch ihre Kollegen könnten das Geld gut gebrauchen, und so entbrennt ein harter Wettstreit unter den Angestellten. Jeder von ihnen hat zudem Geheimnisse, die er unbedingt verbergen will. Als eine Leiche im Pool gefunden wird, zeigt sich bald, dass ein Mord dahintersteckt, und jeder der Angestellten des Maklerbüros hätte ein Motiv dafür...

Es ist ein unfairer Kampf, der bis zum Äußersten geht, als dieses Haus mit seiner dicken Provision verkauft werden soll – ein Kampf, der den Tod nicht ausschließt. Die Geschichte erzählt die Sichtweise der verschiedenen Makler, und so erschließt sich dem Leser nach und nach, welche Geheimnisse und damit auch mögliche Mordmotive jeder mit sich trägt. Dabei wird die Geschichte in zwei Zeitebenen aufgerollt, vor und nach dem Mord, und man fragt sich als Leser, wem man hier vertrauen könnte und was das Motiv überhaupt ist. Damit steigt die Spannung stetig an, während man nebenbei die verschiedenen Charaktere hautnah kennenlernt. Einige überraschende Wendungen geben der Geschichte immer wieder neue Facetten. Das Ende konnte ich so nicht vorausahnen, es hat mich verblüfft, war aber letztendlich logisch gut aufgebaut.

Mich hat dieser Thriller gut unterhalten können, es war ein interessanter Ausflug in die Maklerwelt mit einem Blick in die Welt der Schönen und Reichen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Origineller Krimi in klassischer Tradition

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)
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Ernest Cunningham ist inzwischen ein sehr gefragter Autor. Für seine Krimis braucht er allerdings einen echten Mord als Vorlage. Auf einem besonderen Krimifestival in einem Langstreckenzug durch das australische ...

Ernest Cunningham ist inzwischen ein sehr gefragter Autor. Für seine Krimis braucht er allerdings einen echten Mord als Vorlage. Auf einem besonderen Krimifestival in einem Langstreckenzug durch das australische Outback braucht es denn auch nicht wirklich lange, bis tatsächlich ein Mord geschieht. Das Opfer hat zwar erfolgreiche Krimis geschrieben, doch als Mensch war der Verstorbene nicht wirklich beliebt. Ernest begibt sich eifrig an die Ermittlungen. Nach einem zweiten Mord wird klar: Der Täter muss unbedingt gestoppt werden. Doch wem kann Ernest überhaupt trauen?

Der Krimi begibt sich in die Tradition der klassischen Kriminalliteratur, wie Ernest Cunningham in akribischer Manier festhält. Dabei begibt er sich immer wieder in das Gespräch mit seinem Leser, erläutert die Methoden, wie ein guter Krimi zu schreiben sei. Es ist bereits das zweite Ermittlungsverfahren von Ernest Cunningham und somit auch sein zweiter Krimi. So interessant und auch genial so manche Spur war, die der Autor für den Leser gelegt hat, war doch einiges davon recht langatmig geraten. Das ist jedoch der Stil dieses Buches, denn der Autor Benjamin Stevenson lässt seinen Krimiautor Ernest Cunningham selbst erzählen. So richtig Fahrt nahm für mich die Geschichte erst auf den letzten Seiten auf, als es um die Aufklärung ging, auch diese im Stil der klassischen britischen Krimis, versetzt mit einer guten Prise britischen Humors. Die Auflösung ist äußerst spannend geraten, die Geschichte wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf.

Wer klassische Kriminalliteratur mag, wird sich sehr gerne in diesen Krimi vertiefen. Ich empfehle das Buch gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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