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Kobina

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Ein Bisschen zum Nachdenken

This Love has no End
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Passend zum Dienstag habe ich eben "This love has no end" (oder auch: "Thanks for the Trouble") von Tommy Wallach beendet.
Von mir aus hätte ich etwas, dass sich augenscheinlich derart auf die Liebe fixiert, ...

Passend zum Dienstag habe ich eben "This love has no end" (oder auch: "Thanks for the Trouble") von Tommy Wallach beendet.
Von mir aus hätte ich etwas, dass sich augenscheinlich derart auf die Liebe fixiert, vermutlich nie gekauft, aber eine Freundin schob es mir ungefragt unter und ich bin recht froh darum.
Zwar geht es auch um die Liebe, aber eigentlich ist dies gar nicht der Fokus. Die Handlung wird aus der Sicht des 17-jährigen (warum sind die immer alle 17?) Schreiberlings Parker erzählt. Er vegetiert mehr vor sich hin, als dass er wirklich lebt, und ist sich dessen nur peripher bewusst.
Bis er schließlich auf Zelda trifft, die von sich selbst behauptet unsterblich zu sein und somit so einiges über das Leben zu wissen scheint.
Trotz des mehr als ernsten Themas Selbstmord, ist es Wallach in meinen Augen gelungen, ein Buch zu schreiben, das sich vergleichsweise leicht lesen lässt. Es hinterlässt ein angenehmes Gefühl und ließ mich oft lachen. Zudem fühlte sich das Ende sehr rund an.
Wer aber eine gewisse Verbindung zu dieser Thematik hat, sollte es jedoch nur mit Vorsicht zur Hand nehmen.

Ich für meinen Teil stelle immer mehr fest, dass ich Geschichten, die auch das Schreiben an sich zum Thema haben, sehr anziehend finde. Vermutlich kaum verwunderlich, da mich Tintenherz damals selbst zum Schreiben animierte.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Poesie in Prosa

Das Lied der Nacht
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Als ich noch in der Universität Bonn eingeschrieben war, habe ich öfters mit dem Kurs der Romanwerkstatt im Optionalbereich geliebäugelt. Unabhängig davon sprach mich dann vor kurzem die Trilogie von C. ...

Als ich noch in der Universität Bonn eingeschrieben war, habe ich öfters mit dem Kurs der Romanwerkstatt im Optionalbereich geliebäugelt. Unabhängig davon sprach mich dann vor kurzem die Trilogie von C. E. Bernard an und kurz darauf stellte ich fest, dass sie besagten Kurs leitet. Ich war amüsiert.

Davon abgesehen bin ich aber auch so unglaublich begeistert von dem ersten Band der Saga. Schon lange durfte ich keine SO reine Highfantasy mehr erleben und ich bin hin und weg.
In der aufgebauten Welt ist es per se möglich, mit allem und jedem zu sprechen (sei es mit Füchsen oder Steinen, dem Wasser oder den Klängen), wenn man denn die jeweilige Sprache kennt. Der Protagonist Weyd und seine Reisegefährten decken eine Vielzahl verschiedener Sprachen ab, wodurch jeder auf eine weitere Weise ganz besonders wichtig für ihre Unternehmungen wird.
Unterdessen erheben sich die Schatten in ihrem Tal und löschen alles aus, was sich ihnen in den Weg stellt. Die einzige Möglichkeit, sie zu bekämpfen, scheint zu sein, das Licht in den drei Türmen weit fort von ihnen zu entzünden.
Neben dem sehr schönen Spielen mit Metaphern und Fantasyelementen, fällt auch das Schriftbild in dem Buch ganz besonders auf. Wenn es der Bedeutung eines Wortes zuträglich ist, wird es eingerückt oder bekommt auch mal eine ganze Seite für sich alleine spendiert. Dies formt den Lesefluss auf eine ganz einzigartige Weise.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Einzig und allein, wenn ihr etwas zarter besaitet seid, solltet ihr es euch eventuell einmal überlegen. Die Gewaltszenen sind sehr graphisch und brutal dargestellt. Dabei verhält es sich nicht so, dass es gestellt oder übertrieben wirkt. Ich finde sie sehr angenehm und interessant zu lesen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass sie manch einem einen Touch too much sind.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Schöne neue Seite

Disney Villains 1: Die Schönste im ganzen Land
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Tatsächlich bin ich ein großer Fan von "verdrehten" Märchen. Also solche, die nicht einfach eine butterweiche Version der Grimmschen Märchen erzählen, mit denen wir wohl alle aufgewachsen sind, sondern ...

Tatsächlich bin ich ein großer Fan von "verdrehten" Märchen. Also solche, die nicht einfach eine butterweiche Version der Grimmschen Märchen erzählen, mit denen wir wohl alle aufgewachsen sind, sondern entweder eine eher ursprüngliche Version oder eine Neuinterpretation.
Vor kurzem stieß ich dabei auf die Erzählungen zu den bekannten Bösewichten von Serena Valentino. Da ich mich nicht entscheiden konnte, mit wem ich anfangen möchte (und auch noch nicht wusste, dass es auch über Ursula bereits ein Buch gibt), entschied ich mich für den ersten Band, der von der Bösen Königin aus Schneewittchen handelt.
Der Schreibstil ist sehr geradlinig und somit einfach zu folgen. Das, was die Vorleserin Tanja Geke daraus macht, einfach großartig. Zugegeben, ich habe von Hörbuchern nicht so viel Ahnung, da ich sie tendenziell seltener konsumiere. Aber ich persönlich fand jeden einzelnen Charakter sehr gelungen dargestellt.
Inhaltlich war das Buch das, was ich erwartet habe; eine ausführliche Erzählung des bekannten Märchens aus der Perspektive der Bösen Königin. Ihre Entscheidungen und was sie zu ihren Taten getrieben hat, waren nachvollziehbar und einleuchtend, was mir immer sehr wichtig ist. Sie wird nicht einfach als böse dargestellt, weil sie eben böse war, sondern ihr Weg dorthin Schritt für Schritt aufgezeigt und somit in Frage gestellt, was genau "böse" eigentlich genau bedeutet.
Einzig und allein ein Zeitsprung nach etwas mehr als der Hälfte des Buches fand ich ein wenig unklar rübergebracht. Wie viele Jahre dazwischen vergangen sind, hätte deutlicher gemacht werden können, aber dennoch war der Story gut zu folgen.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Ups

Elbendunkel 2: Kein Weg zu dir
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Nachdem ich vergangene Woche das Buch, das ich mit zusammen mit dem Weihnachtosaurus gekauft habe, beendete (dazu wird die Tage auch noch ein Post kommen, aber ich benötige noch etwas Zeit, um mir sicher ...

Nachdem ich vergangene Woche das Buch, das ich mit zusammen mit dem Weihnachtosaurus gekauft habe, beendete (dazu wird die Tage auch noch ein Post kommen, aber ich benötige noch etwas Zeit, um mir sicher zu sein, was ich darüber denke), stand ich vor dem Problem, dass wir den 30. Dezember am Nachmittag hatten und kein weiteres Buch neben mir lag. Geschwind machte ich mich also mit @dorkyembi und seinem Freund auf den Weg, um dies zu ändern!
Wie das Leben allerdings so spielt, kamen wir erst eine Viertelstunde vor Ladenschluss in der Buchhandlung an. Funfact: Haiko und ich sind unabhängig voneinander ständig bei DENSELBEN Büchern stehen geblieben, es war schon sehr amüsant :D
Nun, unter einigen anderen spannenden Titeln erblickten wir "Elbendunkel" von Rena Fischer. Der Titel entsprach meinem Geschmack, der Klappentext erst Recht und um das Ganze abzurunden, war das Cover auch noch lila. Flink war es gekauft.
Als ich es zuhause aus seiner Folie befreite, verschaffte mir jedoch der zweite Klappentext auf der Innenseite bereits den Eindruck, dass ich mich hier vergriffen haben könnte. Nachdem ich mich durch die ersten Seiten geschlagen habe, vertiefte sich jener. Irgendwie ging alles viel zu schnell und das Worldbuilding wurde in einem Affenzahn auf wenigen Seiten abgehandelt.
Erst, als ich das Buch zu googlen begann, wurde mir gewahr, dass es sich hierbei um den zweiten Teil einer Serie handelte. Zu viert untersuchten wir das Buch und stellten fest: Ich war nicht blind, es war schlichtweg nicht ersichtlich und wurde mit keinem Wort irgendwo erwähnt.
Vermutlich dürfte sich der Band deutlich angenehmer lesen, wenn man den ersten bereits kennt, da damit der schnelle Durchlauf auf den ersten Seiten wahrscheinlich nur noch ein "Was bisher geschah" sein dürfte. Zumindest vermute ich das.
Bestellen werde ich es mir vorerst nicht, da wir nach dieser Erkenntnis dem Ludwig im Kölner Hauptbahnhof einen Emergency-Besuch an Neujahr abstatteten und ich nun anderweitig beschäftigt bin :D
Merke aber: Lieber einmal zu viel als zu wenig googlen 😅

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Wunderschöne Zeichnungen und Geschichte

Der Weihnachtosaurus – Ein Dino zum Fest
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Auf dem langen, beschwerlichen Weg mitten im Weihnachtsgeschäft zur Kasse, fiel mein Auge auf ein Bilderbuch. "Der Weihnachtosaurus". Für alle, die es nicht wissen: Ich habe einen Hänger für das lila Farbspektrum ...

Auf dem langen, beschwerlichen Weg mitten im Weihnachtsgeschäft zur Kasse, fiel mein Auge auf ein Bilderbuch. "Der Weihnachtosaurus". Für alle, die es nicht wissen: Ich habe einen Hänger für das lila Farbspektrum und ich habe einen Hänger für Dinosaurier (und andere Kreaturen, die vor unserer Zeit lebten).
Auch, wenn ich inzwischen über zwanzig Jahre über der Altersgruppe, die mir diesen Buch angesprochen werden soll, liege, konnte ich nicht anders, als das gleich mit zu kaufen. Und nun, was soll ich sagen, es hat mich der Diabetes ein Stückchen näher gebracht ;)

Besonders schön fand ich, dass das Menschenkind im Rollstuhl saß - und zwar einfach so, ohne, dass das groß thematisiert wurde und das Kind in erster Linie über seinen Rollstuhl charakterisiert wurde. Dem Ganzen wurde nicht mehr Beachtung geschenkt als zum Beispiel einer Brille. Es war einfach vollkommen normal.
Dass dieser Zustand hingegen so unnormal ist, dass ich mich dazu hinreißen lasse, darüber zu berichten, ist hingegen eher traurig. Zu oft wird in Filmen oder Serien ein:e Charakter:in nur darüber definiert, dass er/sie behindert ist - und die meisten seiner/ihrer Eigenschaften werden automatisch diesem Zustand zugeschrieben.
Insbesondere dadurch, dass es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, trägt der "Weihnachtosaurus" seinen kleinen Teil dazu bei, dies zu ändern. Es ist verdammt cool, möglichst früh möglichst einfach mit auf den Weg geben zu können, dass es deutlich mehr Menschen gibt als nur dich und mich! :)

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