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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2025

Reiche Fundgrube für grenzenlose Fermentierfreude

fantastisch fermentiert
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„Fantastisch fermentiert” von Autorin Alma Corina Blum, ist ein sehr anregendes und liebenswert angelegtes Fachbuch für experimentierfreudige Genießer. Besonders auch Anfänger im Fermentierfieber werden ...

„Fantastisch fermentiert” von Autorin Alma Corina Blum, ist ein sehr anregendes und liebenswert angelegtes Fachbuch für experimentierfreudige Genießer. Besonders auch Anfänger im Fermentierfieber werden mit diesem Buch ihre höchste Freude haben. Jedes Rezept wird ausführlich beschrieben und erklärt. Dabei werden aber auch Varianten aufgezeigt. Es gibt wirklich unzählige Möglichkeiten, die sich oft nur durch ganz kleine Änderungen ergeben können. Gerade für Kimchi-Lover bieten sich tolle Inspirationen, ob Radieschen-Erdbeer-Kimchi, Kumquat-Dill-Kimchi oder Wassermelonenschalen-Kimchi – das klingt doch wirklich ausgesprochen interessant!

Die Beschreibungen sind aussagekräftig, ausführlich und oft mit tollen Fotos ergänzt, das gefällt mir sehr gut. Auch die letzte Rubrik, die Gerichtekombination mit den anfangs beschriebenen Fermenten in Kombination, ist eine gute Idee, damit die Experimente auch zum Einsatz kommen. Das Buch ist sehr persönlich gehalten, es verbirgt sich darin keine nervige Lebens- oder Gesundheitsphilosophie, es belehrt nicht und man benötigt auch sonst kein besonderes chemisches Wissen. Die Kochexperimente sollen einfach Spaß machen, schmecken und vielleicht noch ein wenig gesundes, nachhaltiges Denken und Wissen vermitteln. Sehr schön gemacht.

Mein Fazit:
Ein grandioses Buch für Kimchi-Fans & Co. Werde ich mir zusätzlich noch als Hardcover-Ausgabe kaufen, da mich das E-Book schon so mega beeindruckt und begeistert hat!

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Packender historischer Roman

Die steinerne Krone
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Im Sommer 1943, während archäologischer Ausgrabungen für Nazi-Deutschland, kommen im Castello Monte aufschlussreiche Dokumente zum Vorschein, die vom Leben des legendären Herrschers Friedrich II. erzählen. ...

Im Sommer 1943, während archäologischer Ausgrabungen für Nazi-Deutschland, kommen im Castello Monte aufschlussreiche Dokumente zum Vorschein, die vom Leben des legendären Herrschers Friedrich II. erzählen. Vor diesem Hintergrund enthüllen sich Friedrichs Herrscher-Ambitionen, sein glorreicher Aufstieg, sein Ruhm, aber auch sein Scheitern. Ist sein Vorbild so glorreich wie erwartet?

Autor Michael Peinkofer erzählt in seinem historischen Roman “Die steinerne Krone” die Lebensgeschichte des letzten großen Stauferkaisers, klug verpackt in einer fiktiven Ausgrabungs-Story. Unglaublich spannend gestrickt, liest sich das Ganze wie ein absolutes Abenteuer, so vielfältige Situationen, aufregende Ereignisse und Erlebnisse, oder schwerwiegende Entscheidungen musste der sagenumwobene Herrscher in seinem Leben treffen. Ob bekannte Zeitgenossen, treue Freunde oder erbitterte Feinde, Friedrich hatte viele davon gesammelt. Das Riegen um die Macht macht ihn unerbittlich. Im 12. Jahrhundert war das Leben eines Anführers ein enormer Kraftakt und eine große politische Herausforderung, deren Entwicklung jede Menge an Spannungsmomenten birgt.

Mein Fazit:
Ein faszinierendes Buch, dessen Lektüre mir sehr viel Freude bereitet hat und einiges an geschichtlichen Wissen über Hintergründe und Abläufe der damaligen Zeit bereithielt. Auch der Wunsch einmal in Friedrichs geliebtes Apulien zu reisen wurde geweckt:).

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Hochinteressante Einsichten in das Forschungsgebiet der Epigenetik

Der Epigenetik-Code
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Zunächst klärt uns der Autor Martin Auerswald in seinem Fachbuch „Der Epigenetik-Code“ über die Begrifflichkeit und Bedeutung der Epigenetik und deren dazugehörige Forschung auf. Ein wenig tricky zu verstehen, ...

Zunächst klärt uns der Autor Martin Auerswald in seinem Fachbuch „Der Epigenetik-Code“ über die Begrifflichkeit und Bedeutung der Epigenetik und deren dazugehörige Forschung auf. Ein wenig tricky zu verstehen, doch überaus interessant und ziemlich einleuchtend. All diese Zusammenhänge von Epigenetik und deren Auswirkungen auf uns Menschen bedeuten am Ende eine völlig neue und sich daraus erschließende, ganzheitliche Sicht auf die Gesundheit des Menschen. Die logischen Schlüsse aus dieser Forschung sind relativ neu und werden bei den Behandlungsmethoden unserer herkömmlichen Medizin leider meist nicht berücksichtigt.
Obwohl manches ein wenig esoterisch klingt, sind diese Folgerungen nicht abwegig. Anstatt symptomatisch zu behandeln, sollten Vorsorge und Achtsamkeit in den Vordergrund gerückt werden.
Im Laufe des Buches wird klar, wie sich unsere heute übliche, oft recht ungesunde, von Fastfood & Co. geprägte Lebensweise auf unsere Gene und unser Wohlbefinden auswirken kann. Daraus resümiert, folgt entsprechendes Vorgehen für ein Gegensteuern. Natürlich sind viele der einzelnen Empfehlungen bekannt, wie abwechslungsreiche Ernährung, Bewegung und Sport. Auch diverse Nahrungsergänzungsmittel, Atemtechnik, Yoga, Achtsamkeit usw. kennt man aus anderen Büchern zum Thema „Gesundheit“. Den genauen Zusammenhang und die Auflistung dazu mit passenden Vorschlägen zu einer positiven und gesunden Veränderung des eigenen Selbst fand ich äußerst anschaulich und übersichtlich dargestellt.
Auch der Schreibstil des Autors ist ansprechend, daher gut zu lesen, verständlich, abwechslungsreich und gar kein trockenes Fachbuch-Geschreibsel.
Gestaltung und Optik des Fachbuchs können sich sehen lassen. Selbst beim E-Book erscheint alles übersichtlich dargestellt, ist gut strukturiert eingeteilt, sowie mit hilfreichen Bildern und grafischen Darstellungen versehen, die für besseres Verständnis von komplexeren Zusammenhängen sorgen.

Mein Fazit:
Ein wirklich hilfreiches und spannendes Fachbuch über das Thema Epigenetik, informativ für den Einsteiger in dieses mir noch recht unbekannte Forschungsgebiet. Daher für Laien ein guter Einstieg.

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Ein interessanter zehnter Fall mit Reichweite bis in die Staaten

Ein Schimmern am Berg
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Während die frisch verliebten Kollegen Ispetore Saltapepe und Silvia Tappeiner sich auf USA-Reise vergnügen, muss sich Commissario Grauner alleine in einen Berg im Vinschgau begeben, in dem eine zerstückelte ...

Während die frisch verliebten Kollegen Ispetore Saltapepe und Silvia Tappeiner sich auf USA-Reise vergnügen, muss sich Commissario Grauner alleine in einen Berg im Vinschgau begeben, in dem eine zerstückelte Frauenleiche gefunden wird. Ein Alptraum für den mit Platzangst geplagten Grauner, dem gerade nur sein Chef, der arrogante Staatsanwalt Belli, als Partner zur Verfügung steht. Dazu kommt noch gehörig Stress mit seiner Frau Alba! Es läuft gerade nicht so rund und der Fall wird komplizierter als angenommen, er führt in die Welt von Marmor, Marillen und Architektur.
Mit dem Titel „Ein Schimmern am Berg“ entführt Autor Lenz Koppelstätter seine Leser in den kleinen Ort Laas im Vinschgau, der auf der ganzen Welt für seinen wunderbaren Marmor bekannt ist, der dort im Berg abgebaut wird. Diese Location in der ein brutaler Mord passiert, ist wirklich spannend und mir bislang nicht bekannt gewesen. Ein unglaublich geschickt konstruierter 10. Fall, den Commissario Grauner dieses Mal fast alleine lösen muss! Erstaunlich das der Laaser Marmor sogar bei New Yorker Stararchitekten begehrt ist und praktisch die Kollegen kurz nach New York schicken zu können, da sie quasi ja direkt vor Ort sind. Die ganze Geschichte ist ungewöhnlich, einfallsreich und wie gewohnt mitreißend verfasst.

Mein Fazit:
Als Südtirol und Koppelstätter-Fan hat mich auch dieser Teil wieder begeistern können. Eine interessante und klug gestrickte Story, die zeigt wie global und weit verzweigt unsere Welt funktioniert. Natürlich hoffe ich sehr, das sich Grauner mit seinem Ruhestand noch etwas Zeit lässt und weitere Krimis folgen.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Ein ungewöhnlich spannungsreicher zweiter Fall für „Projet Obscur“

Tödliches Gebet
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Mit einem Flashback in die Vergangenheit bekommt Commissaire Louis Campanard es zu tun, als er mit seinem Team einen mysteriösen Vermisstenfall in Gordes lösen soll. Im dortigen berühmten Kloster Sénanque ...

Mit einem Flashback in die Vergangenheit bekommt Commissaire Louis Campanard es zu tun, als er mit seinem Team einen mysteriösen Vermisstenfall in Gordes lösen soll. Im dortigen berühmten Kloster Sénanque wird einer der Klosterbrüder vermisst, mit dem Hinweis: „Der Teufel hat ihn geholt!“ Hat wirklich der Teufel seine Hand im Spiel oder wird hier nur ein teuflisches Spiel betrieben? In der alten Abtei weilt zufällig auch ein alter Freund von Campanard, ein Pater namens Bernard. Vielleicht kann ja dieser Licht ins Dunkel bringen?
Nichts ist so wie es scheint, in jeder Ecke scheint etwas im Verborgenen zu lauern!

Mit „Tödliches Gebet“ gelingt René Anour der zweite spektakuläre Auftritt mit seinem Spezialisten-Team rund um Commissaire Campanard. Auch dieses Mal konnte mich der Autor mit einer fesselnden und unheimlich spannenden Geschichte begeistern, die sich einzigartig anfühlte.
Seine facettenreichen, sowie äußerst sympathischen Protagonisten sind fabelhaft charakterisiert und sein mitreißender humorvoller Schreibstil ist einfach fantastisch zu lesen. Die Figuren wirken mit Bedacht gewählt, Schicht um Schicht kommt mehr ihrer Persönlichkeit zu Tage, sie wirken dabei dennoch immer geheimnisvoll. Auf das Team selbst, warten hoffentlich noch viele weitere Abenteuer, um auch deren persönlichen Geheimnisse auf die Spur zu kommen.
Highlight im Krimi war besonders die umwerfende Location, mit dem kleinen Ort Gordes, ein Sehnsuchtsort in der Provence, mit seinem dort verborgenen berühmten Kloster Sénanque. Die Gegend ist wirklich sehr beeindruckend und eine Reise wert, ich war zufällig letztes Jahr vor Ort. Dieser Umstand hat mich natürlich zusätzlich beeindruckt und das Buch für mich noch attraktiver und unterhaltsamer gemacht:).

Mein Fazit:
Eine grandiose Fortsetzung dieses Regionalkrimis aus der Provence, die Lust auf mehr Fälle mit Campanard & Co macht. Sehr kurzweilig und absolut empfehlenswert für Krimifans und Frankreichliebhaber.
Love it:).

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