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Veröffentlicht am 30.03.2025

Für mich der schwächste Band der Reihe!

Kamikaze Kaito Jeanne 04
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Hijiri Shikaido hat nicht nur gesehen, wie Jeanne sich in Marron zurückverwandelt hat, er hat ihr auch aus einer scheinbar ausweglosen Situation geholfen, doch kann Marron ihrem neuen Lehrer wirklich trauen?

Den ...

Hijiri Shikaido hat nicht nur gesehen, wie Jeanne sich in Marron zurückverwandelt hat, er hat ihr auch aus einer scheinbar ausweglosen Situation geholfen, doch kann Marron ihrem neuen Lehrer wirklich trauen?

Den vierten Band der Kamikaze Kaito Jeanne Reihe von Arina Tanemura fand ich tatsächlich etwas schwächer als die vorherigen Bände.

Mit dem Dämonenritter Noyn taucht ein neuer Gegenspieler auf und mit Zen Takazuchiya lernen wir dann einen Jungen kennen, der dank seines Herzleidens seit fünf Jahren im Krankenhaus ist. Dazu ist er noch von einem Dämonen besessen.

Ich mochte es nicht ganz so gerne, wie viel Zeit Marron mit Zen und auch mit ihrem Sensei verbringt, obwohl sie natürlich keine schlechten Absichten hat und auch Chiaki gegenüber keine Versprechungen gemacht hat, dennoch hatte es für mich immer einen bitteren Beigeschmack, wenn sie Zeit mit Zen oder besonders Hijiri verbracht hat.
Sie liebt Chiaki, kann es ihm aber nicht sagen und dann hintergeht er sie scheinbar ein weiteres Mal. Es steht so viel zwischen den beiden, ich hoffe wirklich, dass die beiden das schon im nächsten Band auf die Reihe bekommen werden!

Mit Hijiri gab es eine Szene, die ich damals schon nicht mochte, als ich die Reihe das erste Mal gelesen habe und die ich immer noch sehr heftig finde. Sehr übergriffig und ich mag es absolut nicht, dass hinterher nicht darüber gesprochen wird, was da passiert ist, was Marron durchmachen musste.
Auch Chiaki bekleckert sich hier nicht mit Ruhm.

Die kleine Episode mit Kagura und Yashiro mochte ich dagegen sehr, aber auch wenn Arina Tanemura selbst sagt, dass die Szenen sehr gequetscht wirken, so finde ich, dass die doch sehr viel Raum bekommen haben, wenn man bedenkt, dass die Reihe nur sieben Bände umfasst.
Da hätte man diesen Platz eventuell auch für Marron und Chiaki verwenden können.

Fazit:
Den vierten Band der Kamikaze Kaito Jeanne Reihe von Arina Tanemura fand ich leider etwas schwächer.
Ich mag Hijiri-Sensei nicht und eine Szene fand ich sehr grenzwertig und nicht richtig aufgearbeitet.
Ich mochte dafür die Entwicklung von Marron und Chiaki und hoffe, dass die beiden ihre Sachen im nächsten Band auf die Reihe bekommen.
Ich vergebe gute drei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Hat mir besser gefallen als der erste Band, aber konnte mich trotzdem nicht komplett überzeugen!

Twisted Games
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Bridget von Ascheberg ist zweite in der Thronfolge von Eldorra, einem kleinen Königreich in Europa. Sie genießt ihr Leben in den USA abseits von Verpflichtungen und großer Aufmerksamkeit.
Doch dann gibt ...

Bridget von Ascheberg ist zweite in der Thronfolge von Eldorra, einem kleinen Königreich in Europa. Sie genießt ihr Leben in den USA abseits von Verpflichtungen und großer Aufmerksamkeit.
Doch dann gibt ihr Bruder seinen Anspruch auf den Thron auf, plötzlich ist Bridget die Kronprinzessin und sie muss in weniger Zeit alles lernen, worauf ihr Bruder sein Leben lang vorbereitet wurde.
An ihrer Seite die einzige Konstante in ihrem Leben, ihr Bodyguard Rhys Larsen, zu dem Bridget sich verbotenerweise hingezogen fühlt.

"Twisted Games" von Ana Huang ist der zweite Band der Twisted-Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der erst zweiundzwanzig Jahre alten Bridget von Ascheberg und des zweiunddreißig Jahre alten Rhys Larsen erzählt wird.

Die Handlung wird über gut vier Jahre erzählt. Als Bridget mit Rhys Larsen ihren neuen Leibwächter bekommt, ist sie gar nicht begeistert. Der ehemalige Navy SEAL ist mürrisch und nimmt seinen Job sehr ernst und die beiden streiten viel. Sie mögen sich nicht, bis sie sich über die Jahre besser kennenlernen und die Anziehung immer stärker wurde.
Es beginnt eine verbotene Beziehung, doch sie müssen vorsichtig sein, um nicht entdeckt zu werden, was schwierig ist, da Bridget als Kronprinzessin unter besonderer Beobachtung steht.

Nachdem mir der erste Band nicht so gut gefallen hat, war ich trotzdem sehr auf die Geschichte von Bridget und Rhys gespannt, da ich das Bodyguard-Thema sehr spannend fand, auch wenn es mich eher abgeschreckt hat, dass Bridget eine Prinzessin ist.
Die erste Hälfte hat mir auch ganz gut gefallen! Ich mochte Bridget sehr gerne, weil sie eine diszipliniert junge Frau ist, die ihre Freiheit genießen kann, aber sich auch ihrer Verpflichtungen bewusst ist und hart dafür arbeitet, später eine gute Königin zu werden.
Auch Rhys mochte ich gerne. Er ist ein wachsamer Leibwächter, der eher schweigsam und griesgrämig ist. Er ist aber auch besitzergreifend und hatte keine einfache Kindheit.

Mich hat es etwas gestört, dass die beiden doch oft sehr unvorsichtig waren. Wie oft sie hätten entdeckt werden können! Das hat es natürlich auch spannend gemacht, aber mir wurde es dann auch schnell zu viel des Guten und ich hätte mir gewünscht, dass es auch mehr um ihre Gefühle gegangen wäre, weil es mir fast schon zu viel spice war.
Das Ende hat mir wieder besser gefallen, auch weil ich es mochte, wie Bridge und Rhys zusammengearbeitet haben, um ihre Ziele zu erreichen und ein Charakter ist mir doch noch sympathisch geworden, womit ich nicht gerechnet hätte.

Auch Bridgets Freundinnen Jules, Stella und Ava durften wir wiedersehen, ebenso Avas Freund Alex.
Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig auf die Geschichten von Jules und Stella, bin mir aber noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiterlesen werde.
Der zweite Band hat mir zwar besser gefallen als der Auftakt, aber ist dennoch hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.

Fazit:
"Twisted Games" von Ana Huang hat mir zwar besser gefallen als der erste Band, aber so richtig überzeugen konnte mich auch der zweite Band der Twisted-Reihe nicht.
Ich mochte Bridget und Rhys und auch das Bodyguard-Thema fand ich sehr spannend, aber ich war kein großer Fan davon, dass Bridget Kronprinzessin ist.
Die Liebesgeschichte konnte mich auch nicht komplett überzeugen, irgendwann war es mir sogar zu viel spice.
Ich vergebe drei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Besser als Band 1, trotzdem kein Highlight!

Actually Yours
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Die Rückkehr nach Napa Valley ist keine einfache für Natalie Vos.
Sie ist zu große Risiken eingegangen, hat ihren Job als Investmentbankerin verloren und ihr Verlobter hat sich von ihr getrennt.
Nun ist ...

Die Rückkehr nach Napa Valley ist keine einfache für Natalie Vos.
Sie ist zu große Risiken eingegangen, hat ihren Job als Investmentbankerin verloren und ihr Verlobter hat sich von ihr getrennt.
Nun ist sie zurück, doch fühlt sich auf dem Weingut ihrer Familie fehl am Platz.
Um an ihren Treuhandfond zu kommen, den sie braucht, um eine eigene Investmentfirma zu gründen, muss sie nicht nur eine Festanstellung haben, sondern auch noch verheiratet sein.
Mit August Cates streitet sie sich seit ihrem Kennenlernen und doch ist er es, der ihr als Erstes einfällt, wenn sie an mögliche Heiratskandidaten denkt, denn da ist auch eine enorme Anziehung zwischen ihnen, der sie beide widerstehen.

"Actually Yours" von Tessa Bailey ist der zweite Band der Napa Valley-Reihe, der aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven der dreißig Jahre alten Natalie Vos und des fünfunddreißig Jahre alten August Cates erzählt wird.

Der erste Band hat mir ja leider gar nicht gefallen, da war ich wirklich froh, als ich das Ende erreicht hatte, aber dem zweiten Band wollte ich dennoch eine Chance geben.
Ich tue mich ja immer etwas schwer, wenn Liebesromane aus der personalen Erzählperspektive geschrieben sind, weil ich so das Gefühl habe, dass da immer eine gewisse Distanz zwischen Leser und Protagonisten bleibt. Hier hat es mir auch nicht gut gefallen, aber immerhin hat mir die Geschichte von Natalie und August deutlich besser gefallen als die von Hallie und Julian im ersten Band.

Natalie ist genau wie ihr Bruder Julian auf dem Weingut der Familie Vos aufgewachsen, doch wo Julian aufgrund seiner Intelligenz schnell Anerkennung fand, gelang es Natalie nur mit negativen Dingen aufzufallen. Auch Natalie weiß viel über Wein, doch ihre Mutter nimmt sie nicht ernst.
Nun ist sie nach ihrer Kündigung und ihrer Trennung zurück in Napa Valley und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Sie will zurück nach New York, eine eigene Investmentfirma gründen, doch dafür braucht sie Kapital. Es wartet ein Treuhandfond auf sie, doch der wird nur ausgezahlt, wenn sie verheiratet ist.

August Cates ist ein ehemaliger Navy SEAL und hat das Weingut Zelnick Cellar gegründet, um den Traum seines besten Freundes Sam zu erfüllen, der im Einsatz gefallen ist. Doch August versteht nichts von der Weinherstellung und so steht sein Traum vor dem Aus, wenn er keinen Kredit bekommt.

Die beiden sind wie Katz und Maus. Als sie sich kennengelernt haben, waren sie kurz davor, der Anziehung zwischen ihnen nachzugeben, doch August hat die Stimmung zerstört und seitdem feinden die beiden sich an.
Eine Ehe würde ihnen beiden helfen, doch sie müssen auch den Treuhänder überzeugen, dass ihre Ehe echt ist, was ihnen aber leichter fällt, als gedacht.

Natalie wirkt im ersten Moment etwas kühl und unnahbar, aber sie ist zum Teil auch unsicher und versteckt dies gekonnt unter einer harten Schale. Sie ist es gewohnt, dass ihre Familie sie nicht wirklich wahrnimmt oder nur ihre Fehler in ihr sieht.
August ist sehr fürsorglich und mutig. Er vergöttert Natalie und würde alles für sie tun.

Ich mochte besonders Natalie richtig gerne, da August Natalie für meinen Geschmack zu sehr auf ein Podest gestellt hat.
Ihre Geschichte ließ sich gut lesen, ich mochte die Tropes Enemies-to-Lovers und auch die vorgetäuschte Ehe, die ja gar nicht so vorgetäuscht war!
Manche Themen hätten für mich gerne noch vertieft werden können, wie der Tod von Sam, oder ganz allgemein das Thema Weinherstellung, aber der Fokus lag hier klar auf der Beziehung von Natalie und August.
Für mich war der zweite Band zwar auch kein Highlight, aber immerhin hat dieser die Napa Valley-Reihe doch noch ein Stück weit gerettet.

Fazit:
"Actually Yours" von Tessa Bailey hat mir deutlich besser gefallen als der erste Band!
Ich mochte Natalie und August echt gerne, auch wenn ich mich wieder mit der personalen Erzählperspektive schwergetan habe.
Manche Themen hätten für meinen Geschmack gerne noch vertieft werden dürfen, aber auch so ließ es sich gut lesen.
Ich vergebe starke drei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Kaum Handlung, kaum Worldbuilding, schade ums Potenzial!

The Veiled Kingdom (Die Veiled-Kingdom-Serie 1)
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Nyra lebt seit dem Überfall auf den Palast von Marmoris auf den Straßen und kämpft um ihr Überleben. Als ausgerechnet der Anführer der Rebellen Dacre sie aufgreift und zur Rebellin ausbilden möchte, wird ...

Nyra lebt seit dem Überfall auf den Palast von Marmoris auf den Straßen und kämpft um ihr Überleben. Als ausgerechnet der Anführer der Rebellen Dacre sie aufgreift und zur Rebellin ausbilden möchte, wird ihre Lage nicht besser, denn er darf nie erfahren, dass sie die verlorene Prinzessin von Marmoris ist, die der König seit Jahren versteckt hat.

"The Veiled Kingdom" von Holly Renee ist der Auftakt der gleichnamigen Trilogie und wird aus den wechselnden Ich-Perspektiven der neunzehn Jahre alten Nyra und Dacre, des Sohns des Rebellenanführers, erzählt.

Der König von Marmoris blutet sein Volk langsam aus. Es wird von jedem im Königreich erwartet, sich dem König vorzustellen und eine Abgabe zu entrichten, die man mit seiner jeweiligen Macht schuldig war.
Nyra ist die Tochter des Königs, die Erbin, doch sie besitzt keinerlei Macht, weshalb der König sie jahrelang versteckt hat und versucht hat, ihre Macht auf grausame Weise zu wecken, bis es ihr gelang zu fliehen.
Seitdem lebte sie auf den Straßen der Stadt, bis sie beim Stehlen erwischt wird und im Kerker landet. Ausgerechnet ist Wren, die Tochter des Anführers der Rebellion, ihre Zellengenossin und als deren Bruder Dacre sie rettet, befreit er auch Nyra, die nun zur Rebellin ausgebildet werden soll. Dacre weiß, das sie etwas verschweigt, doch das Ausmaß dessen, was sie verheimlicht, kann er nicht erahnen.

Nyra ist eine mutige Protagonistin, die zwar als Prinzessin geboren wurde, sich aber trotzdem gegen das Leben im Palast entschieden hat und lieber in Armut auf der Straße lebt, statt sich weiterhin den Misshandlungen ihres Vaters auszusetzen, der mit allen Mitteln Nyras Macht erwecken will, denn eine machtlose Erbin kann er sich nicht leisten. Nyra ist willensstark und wird immer mehr zur Kämpferin.
Dacre wird dagegen ausgebildet, eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und die Rebellen anzuführen. Er ist hart und unnachgiebig, fordert Nyra immer wieder heraus und auch wenn er ihr nicht vertraut, so kann er doch der Anziehung zwischen ihnen nicht widerstehen. Er ist auch besitzergreifend und eifersüchtig.

Ich hatte schon ein paar eher negative Rezensionen gelesen und wusste, dass ich lieber ohne hohe Erwartungen an das Buch herangehen sollte.
Die Geschichte ließ sich gut lesen, auch wenn die Handlung eher dünn war, und da ich wusste, dass der Fokus auf der Liebesgeschichte zwischen Nyra und Dacre liegen würde, war ich auch nicht so enttäuscht, dass die Welt nicht wirklich erklärt wurde und man nicht viel davon sah.
Wobei ich mich auch schwertue das, was zwischen Nyra und Dacre war, als Liebesgeschichte zu bezeichnen.
Da war starke Anziehung auf beiden Seiten und Nyra hat sich von Dacre unterwerfen lassen, aber sie haben sich nicht wirklich kennengelernt und von Liebe sind die beiden noch ganz weit entfernt, dafür steht noch zu viel zwischen ihnen. Dacre hat ihr nie vertraut, weil er wusste, dass Nyra ihm zu viel verschweigt.

Ich finde es allerdings sehr schade, dass die Welt so in den Hintergrund gerückt wurde, denn da hat Holly Renee so viel Potenzial liegen gelassen! Ich hätte gerne mehr über die Hintergründe erfahren, warum müssen die Menschen Abgaben an den König entrichten? Wie groß ist das Königreich? Nyra, Wren und Dacre sind Fae, aber auch das wird nur beiläufig erwähnt. Wie entstand die Rebellion? Was versprachen sie sich von dem Überfall? Wie agieren sie?
Es sind so viele Fragen offen und auch wenn ich vorher wusste, dass ich vom Worldbuilding nicht viel zu erwarten hatte, bin ich doch enttäuscht, einfach weil das Potenzial da war und für eine zwar interessante Liebesgeschichte beiseitegeschoben wurde, die mich aber auch nicht berühren konnte, weil es weniger um Gefühle als um Verlangen ging.
Auch das Ende war mir viel zu abrupt. Das nenne ich mal einen Cliffhanger, aber das Buch an dieser Stelle enden zu lassen, das war schon sehr überraschend und ich hasse es, dass ich sagen muss, dass ich trotzdem so neugierig bin, wie die Geschichte im zweiten Band weitergehen wird! Und natürlich ist da auch Hoffnung, dass die Welt im zweiten Band endlich mehr Tiefe bekommt!

Fazit:
Auch wenn ich ohne Erwartungen an "The Veiled Kingdom" von Holly Renee herangegangen bin, so bin ich trotzdem ein wenig enttäuscht.
Ich wusste, dass das Worldbuilding sehr ausbaufähig sein würde, aber ich fand es dann doch so schade zu sehen, wie viel Potenzial da liegen geblieben ist, weil die Ansätze echt vielversprechend waren!
Die Liebesgeschichte zwischen Dacre und Nyra war weniger von Gefühlen, sondern mehr von Verlangen geprägt, sodass diese mich auch nicht wirklich überzeugen konnte.
Dennoch ließ sich das Buch gut lesen und hat mir auch irgendwie gefallen, aber um das verschenkte Potenzial tut es mir echt leid, sodass ich drei Kleeblätter vergebe.

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Veröffentlicht am 22.02.2025

Hat mich im Mittelteil etwas verloren!

Our Infinite Fates
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Evelyn kann sich an viele ihrer früheren Leben erinnern, die immer mit denen von Arden verbunden waren. Doch jedes Leben endete kurz vor ihrem achtzehnen Geburtstag.
In diesem Leben ist ihre Schwester ...

Evelyn kann sich an viele ihrer früheren Leben erinnern, die immer mit denen von Arden verbunden waren. Doch jedes Leben endete kurz vor ihrem achtzehnen Geburtstag.
In diesem Leben ist ihre Schwester an Leukämie erkrankt und Evelyn kann ihr Knochenmark spenden, nur rückt ihr achtzehnter Geburtstag immer näher und die Zeit rennt.
Auch die Frage, warum Arden sie in jedem Leben verfolgt, plagt Evelyn.
Wird sie das Rätsel endlich lösen können?

"Our Infinite Fates" von Laura Stevens ist ein Einzelband, der aus der Ich-Perspektive von Evelyn erzählt wird.

Alle achtzehn Jahre werden sowohl Evelyn als auch Arden direkt nach ihrem gewaltsamen Tod wiedergeboren.
Meistens ist es Arden, der Evelyns Leben kurz vor ihrem gemeinsamen achtzehnten Geburtstag beendet, doch er hat ihr nie erklärt, warum er das tut.
Sie werden in unterschiedlichen Körpern wiedergeboren, mal als Mädchen, mal als Junge. Mal verbringen sie ihr ganzes Leben miteinander, verlieben sich, manchmal begegnen sie sich erst kurz vor dem Ende. Trotz des vielen Leids ist da eine enorme Anziehungskraft, die sie immer wieder zueinander bringt und sie werden sich immer lieben.

In diesem Leben ist Evelyn Branwen Blythe und lebt mit ihrer Mutter und ihrer an Leukämie erkrankten Schwester in Wales. Sie hat in jungen Jahren ihren Vater verloren, kurz darauf ihre Großeltern. Fast zeitgleich kamen die Erinnerungen an ihr Schicksal zurück.
An ihre letzten Leben kann sie sich noch gut erinnern, bei ihren früheren Leben sind es nur noch Bruchstücke.
Während Evelyn ihre Schwester Gracie mithilfe einer Knochenmarkspende retten will, rückt ihr achtzehnter Geburtstag immer näher und mit jedem Tag, der vergeht und Arden noch nicht aufgetaucht ist, wird sie nervöser, auch weil sie den Termin für die Entnahme nicht beeinflussen kann. Sie will überleben, um ihre Schwester zu retten und auch, um ihre Pläne für ihr Leben endlich angreifen zu können, doch dafür muss sie Arden auch endlich den Grund für ihr Schicksal entlocken, was nicht einfach wird.

Ich mochte die Idee der Wiedergeburt richtig gerne und auch, dass Evelyn und Arden in jedem Leben miteinander verbunden sind. Am Anfang konnte mich das Buch auch fesseln, aber ich fand es dann doch sehr langatmig, besonders im Mittelteil.
Nach maximal drei Kapiteln, die in der Gegenwart spielen, gab es immer ein Kapitel aus der Vergangenheit.
El Salvador 2004, Russland 1986, Nauru 1968, Algerien 1932, Frankreich 1915, Österreich-Ungarn 1898, die Vereinigten Staaten von Amerika 1862, Niederländisch-Ostindien 1770, Norwegen 1652, das Osmanische Reich 1472,das Mali-Reich 1290 und die nördliche Song-Dynastie im Jahre 1042.
Wir begleiten Evelyn und Arden durch so viele spannende Zeiten in so unterschiedliche Kulturen. Mal kennen sie sich schon lange, mal finden sie sich erst kurz vor dem unausweichlichen Ende, denn jedes Leben endete unweigerlich vor ihrem achtzehnten Geburtstag.
Ich fand die Geschichte in der Gegenwart am spannendsten, obwohl auch die Rückblicke interessant waren, da man hier viel prägendes über Arden und Evelyn erfahren hat.
Die Rückblicke haben mich allerdings leider oft rausgerissen, den Lesefluss unterbrochen und haben die Spannung für mich etwas rausgenommen.
Zu Beginn wusste man noch nicht, wer Arden in der Gegenwart war und hat mit Evelyn in jeder neuen Begegnung nach Hinweisen gesucht. Gleichzeitig wusste man, dass die Zeit läuft und man sich nicht sicher sein konnte, dass Evelyn Gracie wirklich retten kann.
Erst die letzten hundert Seiten haben mir dann wieder besser gefallen, weil hier endlich begonnen wurde, die offenen Fragen zu klären. Mit der Auflösung war ich dann erst nicht wirklich zufrieden, aber es gab dann noch zwei Kapitel am Ende, die mir dann doch richtig gut gefallen haben und die das Buch für mich zu einem guten Abschluss gebracht haben!

Fazit:
"Our Infinite Fates" von Laura Steven ist ein guter Einzelband!
Ich mochte die Idee und die Geschichte von Evelyn und Arden insgesamt sehr gerne!
Leider fand ich den Mittelteil sehr langatmig und die Rückblicke auf ihre früheren Leben haben meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen, auch weil immer mehr Fragen aufgeworfen wurden.
Die letzten hundert Seiten konnten mich aber sehr fesseln und auch die Auflösung fand ich dann gelungen!
Ich vergebe gute drei Kleeblätter.

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