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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

Absolut faszinierend!

Die drei Leben der Cate Kay
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Das gesamte Buch ist wie ein Memoir aufgebaut - inklusive eines Vorworts. Diese Idee gefällt mir ausgesprochen gut. Cate Kay führt durch ihre drei Identitäten ein sehr zurückgezogenes Leben, und nur wenige ...

Das gesamte Buch ist wie ein Memoir aufgebaut - inklusive eines Vorworts. Diese Idee gefällt mir ausgesprochen gut. Cate Kay führt durch ihre drei Identitäten ein sehr zurückgezogenes Leben, und nur wenige Menschen wissen, wer sie wirklich ist. Schließlich gelangt sie an den Punkt, ein Memoir über ihre drei Leben zu schreiben - und genau hier setzt meine Kritik an.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was mich stellenweise verwirrt hat. Die wechselnden Namen über den Kapiteln konnte ich nicht immer sofort zuordnen, wodurch ich zeitweise etwas den Überblick verlor. Doch Cate Kay konnte so die Erzählungen anderer Charaktere in ihr Memoir integrieren. Wie sie das geschafft hat schlüsselt sich bis zum Ende des Buchs nach und nach auf.
Die Memoir-Form dient hier also als erzählerisches Mittel, spiegelt jedoch ebenfalls eine realistische Situation wider, in der es um das Kontrukt des Lebens, Identitäten, Liebe, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geht.
Gleichzeitig muss man dem Perspektivwechsel zugutehalten, dass er einen spannenden und abwechslungsreichen Buchaufbau ermöglicht. Durch die unterschiedlichen Erzählstimmen entsteht ein vielschichtiges Bild der drei Leben Cates. Nicht nur sie selbst - in ihren drei Identitäten als Annie, Cass und Cate - kommt zu Wort, sondern auch Menschen, die eine prägende Rolle in ihrem Leben gespielt haben: ihre beste Freundin Amanda, die ihr neben dem Theaterspielen während der Schulzeit als einziges Halt gab; ihre Agentin Melody, die ihr Manuskript entdeckte und ihr erstes Buch erfolgreich machte; die Schauspielerin Ryan, die eine Figur aus Cates Roman in der Verfilmung verkörpern sollte; und einige mehr.
Die wechselnden Perspektiven formen diese Nebenfiguren genau so weit, dass sie nicht mehr oberflächlich erscheinen und ihnen genug Kontur verliehen wird. Vollständig erfassen kann man diese jedoch weitestgehend nicht. Dadurch bleibt der Fokus weiterhin vor allem bei Cate Kay. Die gezielt platzierten Bruchstücke runden die Charaktere also ab, während sie gleichzeitig entscheidende Details aus Cates Leben enthüllen.
Besonders gelungen fand ich auch die Auszüge aus Cates eigenem Roman, die zusätzlich Einblicke in ihre Persönlichkeit bieten. Passend zur Memoir-Form kommentiert Cate zudem selbst die Erzählungen anderer Figuren, was den Text noch lebendiger macht. Auch Stilmittel, wie die Apostrophe, ist sehr gelungen eingesetzt.
Zuletzt ist anzumerken, dass im Buch ein längeres Zeitgeschehen abgehandelt wird. Die Autorin hat es hierbei sehr gut geschafft, Annie, Cass und Cate als eine Persönlichkeit authentisch reifen zu lassen. Man lernt sie im Schulalter kennen, als junge Erwachsene und als erfolgreiche, erwachsene Frau, während sich ihr Leben über die Zeit hinweg wandelt - gewollt und ungewollt.
Es gibt unmengen an Merkmale, die dieses Buch auszeichnen, die ich hier jedoch gerade nicht alle herauschreiben kann. Aber lasst euch eins gesagt sein, dieses Buch lässt einen staunend zurück.
Insgesamt ist hier ein sehr fesselndes Buch über das Leben einer Frau entstanden. Auch wenn der Aufbau zunächst komplex wirkt, fügen sich im Verlauf des Lesens die vielen Puzzleteile nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. So erhält man am Ende ein weitreichendes Porträt dreier - beziehungsweise einer Frau, deren Identitäten sich zu einem Ganzen verbinden.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Beeindruckend

Es kann so schön sein, das Leben
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Ich bin ohne bestimmte Erwartungen in das Buch gestartet, und wurde wirklich positiv überrascht. Der Autor erklärt das Dolce Vita-Prinzip mit eigenen Erfahrungen oder denen von Bekannten. Diese werden ...

Ich bin ohne bestimmte Erwartungen in das Buch gestartet, und wurde wirklich positiv überrascht. Der Autor erklärt das Dolce Vita-Prinzip mit eigenen Erfahrungen oder denen von Bekannten. Diese werden genaustens erläutert, belegt und mit Bildern beschmückt. Die Beschreibung ist so menschennah, dass ich sofort nachvollziehen kann, worauf der Autor hinausmöchte, insbesondere da er im Vergleich die Gewohnheiten der Deutschen heranzieht. An vielen Stellen erkennt man sich selbst wieder, reflektiert das eigene Verhalten und steigert damit zugleich das Bewusstsein für alltägliche Dinge, wie das tägliche Abendessen. Mit sehr angenehmen, verständlichen Schreibstil schafft Alexander Oetker ein Buch, welches als Leitfaden für ein langfristig glücklicheres und entspannteres Leben dient, in dem man mit sich selbst und anderen im Reinen ist, ganz nach dem Prinzip der Dolcen Vita.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Geschichte mit Tiefgang

Great Big Beautiful Life
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Von der Leseprobe war ich überzeugt, vom Verlauf der Geschichte teils etwas enttäuscht, vom Ende bin ich überwältigt. Aber fangen wir vorne an. Schon nach wenigen Kapiteln war für mich klar, dass sowohl ...

Von der Leseprobe war ich überzeugt, vom Verlauf der Geschichte teils etwas enttäuscht, vom Ende bin ich überwältigt. Aber fangen wir vorne an. Schon nach wenigen Kapiteln war für mich klar, dass sowohl Setting, Charaktere als auch der Aufbau des Buchs durch und durch stimmig sind. Das ist für mich Kriterium Nummer eins für ein gelungenes Buch. Im Verlauf der Geschichte wurde zudem deutlich, dass die Autorin es erfolgreich schafft, Emotionen zu übermitteln. In einem Buch werden zwei Geschichten erzählt - was sage ich - eigentlich deutlich mehr als zwei. Man folgt zwei Strängen, der Gegenwart und der Vergangenheit. Dabei findet man sich so sehr in die Erzählung ein, dass man meinen könnte, man sei ein Bestandteil von dieser. Die Spannung nimmt im Verlaufe mal zu, mal ab. Und ich muss zugeben, dass ich mir zwischenzeitlich nicht sicher war, ob das Ende einen höheren Zweck hat als den, welchen man zu Beginn ziemlich schnell herauskristallieren kann. So kommt es, dass die ungelesenen Seiten weniger und weniger werden. Dabei ändert sich inhaltlich jedoch mehr und mehr, und dabei kam mein Herz fast nicht hinterher. Ganz ohne zu Spoilern kann ich sagen, "Great big beautiful life" ist eine Liebesgeschichte, die es Wert ist, gelesen zu werden. Fühlt was die Charaktere fühlen und lasst euch ein Stückchen heilen.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Überzeugt!

Zehn wirklich wichtige Gespräche, die Kinder und Eltern wachsen lassen
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Der Schreibstil ist äußerst angenehm, was für Bücher dieser Art essenziell wichtig für mich ist, damit die Gedanken nicht abschweifen, sondern inhaltlich vollends ergriffen sind. Der Aufbau des Buchs gefällt ...

Der Schreibstil ist äußerst angenehm, was für Bücher dieser Art essenziell wichtig für mich ist, damit die Gedanken nicht abschweifen, sondern inhaltlich vollends ergriffen sind. Der Aufbau des Buchs gefällt mir zudem ebenfalls sehr gut. Die einzelnen Kapitel sind untergliedert, mit Definitionen geschmückt und mit Zitaten belegt. Inhaltlich kann man ebenso nicht klagen. Anhand von Beispielen, typischen Verhaltensmustern etc. wird jede Situation genau dargelegt und Verbesserungsoptionen aufgezeigt. Dabei sind nicht nur die Tipps zur Gesprächsführung relevant, es werden auch grundlegende Informationen angeführt, damit man auch die Hindergründe für bestimmte Verhaltensweisen zu verstehen lernt. Wie lernen Kinder? Wann und wie lange können sie aufmerksam sein? Was bedeutet Mut? Das sind Fragen, die man sich definitiv stellen sollte, aber eben auch "wie würde ich selbst in einer ähnlichen Situation reagieren?". Das Buch dient in gewisser Weise auch der Selbstreflexion. Im Gesamten gibt es einen tollen Überblick über Sprache, aber auch über das Verhalten, bzw. die Beziehung zwischen Eltern und Kind.

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Veröffentlicht am 10.07.2024

Charaktere mit geheimnissvoller Vergangenheit

Unlock My Heart. Golden-Heights-Reihe, Band 1 (Dein-SPIEGEL-Bestseller | New-Adult-Romance für alle Fans von Stella Tack)
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"Unlock my heart" ist das erste Buch von Saskia Louis, das in meinem Regal einziehen darf. Dementsprechend bin ich ohne große Erwartungen an die Geschichte gegangen. Zum Beginn des Lesens kannte ich weder ...

"Unlock my heart" ist das erste Buch von Saskia Louis, das in meinem Regal einziehen darf. Dementsprechend bin ich ohne große Erwartungen an die Geschichte gegangen. Zum Beginn des Lesens kannte ich weder Klappentext noch Tropes. Doch schon der Prolog konnte eine große Spannung aufbauen. Durch die kriminellen und geheimnisvollen Hintergründe im Leben der Geschwister Lexie und Ty ist diese Spannung auch im Laufe des Buches nicht abgeflacht, hat wenn dann noch weiter zugenommen. Das bestätigt auch der irgendwie unerwartete Cliffhanger im Epilog. Überrascht hat mich zudem die Harmonie der Charaktere und der Witz mit dem die Geschichte erzählt wurde. Emotionen der Leser werden an passender Stelle erzeugt, ohne übertrieben zu sein. Lexie und Logan liefern sich zu Beginn regelmäßig einen Schlagabtausch, der auch bei weiterer Annäherung nicht abebbt. Bich begeistert, dass die Charaktere sich gegenseitig treu bleiben und keiner versucht den anderern zu verändern. Unterstrichen wird das ganze durch einen äußerst angenehmen Schreibstil, der mir nicht anspruchsvoll erscheint. Klare Empfehlung für alle College-Romance-Liebhaber, die Charaktere mit geheimnisvoller Vergangenheit mögen.

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