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Veröffentlicht am 16.04.2025

Eine Geschichte von Freiheit, Liebe und Träumen

Fernwehland
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Eine Geschichte von Freiheit, Liebe und Träumen

Bücher, in denen Familiengeschichten über mehrere Generationen bzw. Jahre erzählt werden, finde ich immer faszinierend. Wie kam es zu dem, was heute ist? ...

Eine Geschichte von Freiheit, Liebe und Träumen

Bücher, in denen Familiengeschichten über mehrere Generationen bzw. Jahre erzählt werden, finde ich immer faszinierend. Wie kam es zu dem, was heute ist? Wie haben sich Regeln und Werte verändert?

Und hier geht es nicht nur um eine Familie an sich, sondern auch um die Astoria. denn die Autorin Kati Naumann entführt uns auf eine Zeitreise an Bord der "Astoria". Ein Kreuzfahrtschiff mit einer tollen, aber auch bewegten Geschichte.

Es wird eine tolle Atmosphäre geschaffen. Wir erleben das Lebensgefühl auf einem DDR-Kreuzfahrtschiff unglaublich lebendig und man spürt förmlich die Aufbruchsstimmung. Die Autorin versteht es, die bewegte Geschichte des Schiffes mit den Schicksalen der Menschen, die an Bord kamen, zusammenzufügen und sie zu einem großen Ganzen zu verknüpfen.

Die Protagonisten fand ich authentisch und ich konnte mich eigentlich in die meisten hineinversetzen. Man kann ihre Gedanken nachvollziehen und sicher hatte der ein oder andere von uns ähnliche Träume von Freiheit und der Ferne.
Warum ich dennoch nur vier Sterne vergebe - der Beginn war etwas zu lang für mich. Ich kann mir gut vorstellen, dass manche Leser abbrechen und dann den eigentlich sehr tollen Rest nicht mehr mitbekommen. Gern hätte man hier früher in die eigentliche Handlung einsteigen können.

Insgesamt ist es jedoch ein schöner Roman über Fernweh, Träume und die Geschichte einer Familie.

ISBN: 978-3365007433
Umfang: 416 Seiten
Autorin: Kati Naumann
Verlag: Harper Collins
Erscheinungsdatum: 28.01.25

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Was bedeutet für immer?

Für immer
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Was bedeutet für immer?

Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich das Buch gern lesen möchte. Denn haben wir uns nicht alle schon mal vorgestellt, wie es wäre, wenn die Zeit still steht? ...

Was bedeutet für immer?

Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich das Buch gern lesen möchte. Denn haben wir uns nicht alle schon mal vorgestellt, wie es wäre, wenn die Zeit still steht? Was ist, wenn wir nicht mehr altern?
Und genau dahin entführt uns die Autorin. In eine Welt, in der die Zeit stillsteht – ein faszinierendes Gedankenspiel, das einen sofort in seinen Bann zieht.

Wir begleiten verschiedene Menschen in dieser Zeit. Und daran merken wir schon direkt zu Beginn, dass das nicht für alle ein guter Gedanke ist. Denn es mag spannend klingen, wenn man Mitte 20, gesund und voller Tatendrang ist. Aber was macht es mit Kindern? Alten und/oder kranken Menschen? Mit Frauen, die schwanger sind?

Doch es geht nicht nur um die großen philosophischen Fragen, sondern vor allem um die kleinen, alltäglichen Dinge, die unser Leben ausmachen. Wie gehen wir mit der Endlichkeit um? Was bedeutet es, wenn es keine Zukunft mehr gibt? Diese Fragen werden auf eine sehr berührende Weise anhand der Schicksale der Protagonisten beleuchtet.

Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch gezeichnet. Man fiebert mit ihnen mit, leidet mit ihnen und versucht, ihre Entscheidungen zu verstehen.
Das Buch ist recht klar, aber dennoch auf eine bestimmte Art und Weise gefühlvoll. Man verliert sich oft selbst bei den eigenen Gedanken und fragt sich bezogen auf die eigenen, persönlichen Lebensumstände. Wie es wohl wäre, würde es einem selbst jetzt und hier passieren.

Einzig das etwas offene Ende hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Ich hätte mir gewünscht, einige Fragen wären ausführlicher behandelt worden. Dennoch bleibt "Für immer" ein Buch, das zum Nachdenken anregt und lange nachhallt. Es ist ein Buch über die Liebe, den Verlust und die Suche nach Sinn in einer Welt, die sich verändert hat.

ISBN: 978-3442762781
Umfang: 320 Seiten
Autor: Maja Lunde
Verlag: btb
Erscheinungsdatum: 15.01.2025

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Familie kann man sich nicht aussuchen

Die Fletchers von Long Island
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Familie kann man sich nicht aussuchen


Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich hatte keine richtige Ahnung, auf was ich mich einlasse. Nämlich auf viel schwarzen Humor, gut verarbeitete Klischees ...

Familie kann man sich nicht aussuchen


Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich hatte keine richtige Ahnung, auf was ich mich einlasse. Nämlich auf viel schwarzen Humor, gut verarbeitete Klischees und eine Familientragödie, die ihresgleichen sucht.


Wir erleben all ihre Höhen, Tiefen und komplizierten Verstrickungen. Es geht um die wohlhabende jüdisch-amerikanische Familie Fletcher, die von einem traumatischen Ereignis aus der Bahn geworfen wird. Denn Vater Carl wurde im Jahr 1980 entführt und erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder freigelassen. Doch das ist eigentlich nur das Vorwort. Denn dann geht es erst richtig los. Diese Entführung wirkt sich auf alle aus. Es geht um die seelischen Narben, die ein solcher Vorfall hinterlässt, über Generationen hinweg.


Hauptsächlich begleiten wir die drei Kinder. Beamer, Nathan und Jenny. Nach und nach werden sie und ihre aktuellen Lebenssituationen beschrieben. Während ich die Geschichten der zwei Brüder sehr spannend und gut beschrieben fand, war Jenny für mich nicht greifbar. Was ich jedoch richtig gut von der Autorin fand - der Schreibstil wurde den Protagonisten angepasst. Von hektisch und völlig drüber zu nachdenklich und eher ruhiger.

Die Charaktere wirken für mich zum größten Teil sehr gut und detailliert beschrieben, dennoch so ein kleines bisschen zu viel. Zumindest könnte ich mir (ich bin aber auch nicht in so einer reichen Familie aufgewachsen) sie nicht im realen Leben vorstellen

Dennoch finde ich es sehr gut gelungen, die Geschichte einzufangen. Es geht nicht nur um die Entführung und das Leben danach, sondern auch die kleinen und großen Zwischentöne innerhalb der Familie. Es geht um jüdische Traditionen, das Leben damit und wie das alles zusammenpassen kann. Oder muss?

Die Auflösung war am Ende für mich etwas unbefriedigend. Aber vermutlich läuft es eben genauso auch in der Realität.

Dennoch kann und möchte ich das Buch empfehlen. Es hat mir gute und unterhaltene Lesestunden beschert und ich werde mir auch ihr anderes Buch holen.


ISBN: 978-3847902119
Umfang: 576 Seiten
Autorin: Taffy Brodesser Akner
Verlag: Eichborn
Erscheinungsdatum: 28.02.2025

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Ein Hotel voller Cold Cases

Dorn. Hotel der Angst
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Ein Hotel voller Cold Cases

Die Idee, ein Hotel in eine Art Cold Case Zentrale zu verwandeln fand ich sehr ansprechend. Daher wollte ich das Buch lesen, um herauszufinden, wie es umgesetzt wurde.

Es ...

Ein Hotel voller Cold Cases

Die Idee, ein Hotel in eine Art Cold Case Zentrale zu verwandeln fand ich sehr ansprechend. Daher wollte ich das Buch lesen, um herauszufinden, wie es umgesetzt wurde.

Es geht um Simon Dorn, einen ehemaligen Kriminalpsychologen. Dieser ist ein altes, heruntergekommenes Hotel in Bad Gastein eingezogen. In den Zimmern des Hotels archiviert er ungelöste Mordfälle. Wir beginnen mit dem Zimmer 103. Darin geht es um einen grausamen Killer, der seinen Opfern eine Krone in die Stirn ritzt.

Doch bevor die Ermittlung richtig losgeht, bekommen wir viele Protagonisten vorgesetzt. Für mich persönlich sogar schon etwas zu viel. Auf ein paar hätte ich verzichten können. Es kann natürlich sein, dass sie später noch wichtig(er) werden, aber für den Auftakt war es mir etwas zu voll.

Wichtig jedoch ist vor allem Lea Wagner. Sie ist eine junge Polizistin und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. und landet zusammen mit einem zugelaufenen Hund natürlich bei Dorn. Die beiden sind ein sehr ungewöhnliches Team, doch passen sie gut zusammen und das macht die Dynamik so spannend. Sie tauchen tief in einen Albtraum aus Rätseln, alten Wunden und perfiden Verbrechen ein.
Die Atmosphäre des verlassenen Hotels, aber auch des ganzen Buches ist recht düster.

Die Protagonisten sind alle recht unterschiedlich, doch leider auch etwas in Klischees gedacht. Die junge, naive Polizistin. Der einsame alte Ermittler usw. Sicher kann man irgendwann das Rad nicht neu erfinden, doch würde ich mir wünschen, mal ein paar andere Hintergründe zu lesen.

Was ich mir auch gewünscht hätte - mehr Einblick in die anderen Zimmer. Ja, ich weiß, dass es wohl nach und nach in Folgeromanen geben wird, doch hatte ich es mir ein bisschen als Escape Room vorgestellt. In denen man Fälle lösen muss und Einsicht in die verschiedenen Cold Cases bekommt.


Dennoch war es eine wirklich gut inszenierte Geschichte, die mich hat miträtseln lassen und deren Auflösung zwar erst etwas verwirrend, aber doch gut war.


ISBN: 978-3328112273
Umfang: 384 Seiten
Autor*in: Jan Beck
Verlag: Penguin
Erscheinungsdatum: 29.01.2025

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Unbekannte Familie

Mickey und Arlo
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Unbekannte Familie

Ich denke, wir alle haben einen Teil der Familie, den man nicht kennt, nicht kennen will oder vielleicht sogar gar nichts davon weiß. Vor mir hatte mein Vater eine Familie. Diese kenne ...

Unbekannte Familie

Ich denke, wir alle haben einen Teil der Familie, den man nicht kennt, nicht kennen will oder vielleicht sogar gar nichts davon weiß. Vor mir hatte mein Vater eine Familie. Diese kenne ich nicht. Eigentlich den kompletten Teil dieser Seite.

Und so ähnlich geht es Mickey. Nur dass sie die “erste Familie” war. Ihr Vater ging weg und hat eine neue Familie gegründet. Nun ist er gestorben und erhält ein sehr unerwartetes Erbe, das jedoch an eine Bedingung geknüpft ist. Sie muss sieben Therapiesitzungen absolvieren. Was sie nicht weiß: Ihre Therapeutin ist ausgerechnet Arlo- ihre Halbschwester. Von der sie jedoch keine Ahnung hatte.

Wir lesen eine tiefgründige, emotionale Geschichte , die gleichzeitig humorvoll und schmerzhaft ehrlich ist. Ich habe beim Lesen so viele Emotionen durchlaufen und musste des Öfteren an meine eigene Geschichte denken.

Mickey und Arlo sind völlig unterschiedlich. Vermutlich wären sie sich ohne diese Sitzungen nie begegnet bzw. hätten die anderen nie angesprochen. Die Dialoge sind teilweise recht bissig und dennoch berührend.

Was ich mir etwas mehr gewünscht hätte, wären die Sitzungen selbst gewesen. Diese wurden beim Klappentext ja doch hervorgehoben und ich hatte fast vermutet, eine Art Abschrift zu lesen. Ich kann mir vorstellen, dass das auch ein ganz gutes und spannendes Konzept gewesen wäre. Aber das ist an sich mein einziger Kritikpunkt.

Denn das Buch behandelt zudem ernste Themen wie Alkoholismus, Familienkonflikte und Verlust, ohne dabei belehrend zu wirken. Ich habe mit ihnen gelacht und gelitten. War mal auf der einen, dann auf der anderen Seite. Doch am Ende hatte man das Gefühl, selbst ein kleines Stück gewachsen zu sein. Ein wirklich tolles Debüt. Ich hoffe, wir bekommen noch viel von ihr zu lesen.


ISBN: 978-3446281097
Umfang: 416 Seiten
Autorin: Morgan Dick
Verlag: hanserblau
Erscheinungsdatum: 18.02.2025

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