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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2025

Regiokrimi mit viel Familiengeschichte

Was am Ufer lauert
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Dies ist bereits der zweite Band um die Lokaljournalistin Gianna Pitti, die am Gardasee lebt und versucht ihr Leben zu meistern. Zwischen Espresso und Zeitungsredaktion stolpert sie immer wieder in mysteriöse ...

Dies ist bereits der zweite Band um die Lokaljournalistin Gianna Pitti, die am Gardasee lebt und versucht ihr Leben zu meistern. Zwischen Espresso und Zeitungsredaktion stolpert sie immer wieder in mysteriöse Todesfälle – so auch dieses Mal. Lange Zeit glaubte Gianna ihr Vater sei tot, weshalb sie auch ein besonders enges Verhältnis zu ihrem exzentrischen Onkel hat. Ihr Vater ist aber am Leben und bittet seine Tochter um einen Gefallen. Sie soll sich mit einer Informantin treffen. Am Treffpunkt findet Gianna die Informantin tot im Wasser treiben. Die CD, die die unbekannte Frau übergeben sollte, hat sie noch bei sich. Natürlich möchte Gianna das Geheimnis entschlüsseln, das mit ihrer Familie zusammenhängt.

Wie auch im ersten Band von Lenz Koppelstätter geht es hier weniger um die Lösung eines Kriminalfalles sondern mehr um Gianna, ihre teilweise schwierige Familie und die Urlaubsregion am Gardasee. Wenig Spannung, trotzdem hoher Unterhaltungswert.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Klassischer Krimi

Campion. Tödliches Erbe
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Die Autorin ist so viel unbekannter als Agatha Christie, dabei fand ich das Buch wirklich vergleichbar. Das Cover gibt einen Vorgeschmack auf den Inhalt und passt gut zu einem Krimi, der in den 30er-Jahren ...

Die Autorin ist so viel unbekannter als Agatha Christie, dabei fand ich das Buch wirklich vergleichbar. Das Cover gibt einen Vorgeschmack auf den Inhalt und passt gut zu einem Krimi, der in den 30er-Jahren spielt. Die Familie Gyrth besitzt einen wertvollen Kelch und jeder Sohn durchläuft an seinem 25. Geburtstag eine geheimnisvolles Ritual. Percival, der Sohn der Familie Gyrth wird bald 25, hat sich aber mit seinem Vater überworfen. Dank Campion kehrt er ins Herrenhaus zurück, dabei kommt es zu einigen komischen Momenten. Denn eigentlich passt Campion hier nicht wirklich her, obwohl er ein brillanter Detektiv ist. Er kombiniert und lässt sich nicht in die Irre führen. Zugegeben ist die Story auch für den Leser recht durchschaubar, dies ändert aber nichts an ihrer Unterhaltsamkeit.
Das Buch lebt vor allem von den Dialogen, die Campion mit den anderen führt und die immer weiter zur Lösung des Rätsels führen.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Gelungener Auftakt einer Zeitreise-Trilogie

Timelock, Band 1 - Zeitrebellen
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Das Buch spielt in einer dystopischen Gegenwart, die sich von unserer unterscheidet. Wir lernen Jason kennen, der sich selbst so nennt, denn Namen gibt es in der Erziehungsanstalt in der er lebt nicht. ...

Das Buch spielt in einer dystopischen Gegenwart, die sich von unserer unterscheidet. Wir lernen Jason kennen, der sich selbst so nennt, denn Namen gibt es in der Erziehungsanstalt in der er lebt nicht. Er ist eigentlich J-4418, seine Eltern kennt er nicht. Seine ganze Liebe und Dankbarkeit soll dem großen Führer Nimrod gelten. Er ist der mysteriöse Herrscher über alles was Jason kennt.
In einem anderen Erzählstrang begleiten wir Otaku und Hana durch die U-Bahn-Tunnel in Kyoto. Die beiden bitterarmen Waisenkinder kämpfen ums Überleben.

„Time Lock“ ist eine Reihe rund um Zeitreisen, eingebettet in eine gesellschaftskritische Geschichte mit jugendlichen Hauptfiguren. Wie der Beiname „Zeitrebellen“ des ersten Bandes vermuten lässt formiert sich Widerstand gegen den großen Herrscher und seine Vollstrecker.
Das Buch hat mich gefesselt und durch die sympathischen Protagonisten wollte ich unbedingt wissen wie es weiter geht. Eine gelungene Mischung aus Science-Fiction, Thriller und Jugendbuch.

Der Autor ist kein Unbekannter, Michael Peinkofer hat schon einige Bestseller geschrieben. Vor allem in der Fantasy-Szene ist er eine feste Größe.

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Veröffentlicht am 29.06.2024

Ein persönlicher Fall für Gianna Pitti

Was der See birgt
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Das Geheimnis des Gardasees ist der erste Teil einer Krimi-Reihe rund um die junge Reporterin Gianna Pitti.
Ihr erster Fall ist in vielfacher Hinsicht sehr persönlich. Am Jachthafen von Riva wird ein ...

Das Geheimnis des Gardasees ist der erste Teil einer Krimi-Reihe rund um die junge Reporterin Gianna Pitti.
Ihr erster Fall ist in vielfacher Hinsicht sehr persönlich. Am Jachthafen von Riva wird ein Toter gefunden und Gianna hofft auf eine gute Story. Doch sie erkennt den Mann sofort, hatte sie doch am Abend zuvor noch ein Date mit ihm. Sie ermittelt natürlich auf eigene Faust und gerät dabei in ein Netz von Geheimorganisationen. Zusammen mit ihrem Onkel, der langsam immer vergesslicher wird, gerät sie immer tiefer in die Geschichte und damit auch in Gefahr.

Der Gardasee dient hier als wundervolle Kulisse, ist in erster Linie Wohnort der Protagonisten. Dadurch lernt man die Gegend aus einer anderen Perspektive kennen. Auch die Schattenseiten des Tourismus werden angerissen, allerdings nicht wirklich vertieft. Es bleibt ein cozy Regiokrimi, der sofort Lust auf Urlaub weckt.
Ich freue mich auf weitere Fälle mit Gianna und ihrer schrägen Familie.

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Veröffentlicht am 10.04.2023

Weniger wollen müssen

Anti-Girlboss
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Auch ich gehöre zu den Frauen, die schon einige Bücher über Selbstoptimierung und Zeitmanagement gelesen haben. Natürlich verkaufen sich Ratgeber gut, die einem zeigen möchten, wie man noch produktiver ...

Auch ich gehöre zu den Frauen, die schon einige Bücher über Selbstoptimierung und Zeitmanagement gelesen haben. Natürlich verkaufen sich Ratgeber gut, die einem zeigen möchten, wie man noch produktiver und organisierter wird. Und damit automatisch erfolgreicher.
Nadia Shehadeh macht es anders. Für mich ist sie eine erfolgreiche Frau, aber sie ist definitiv kein Girlboss. Sie beginnt damit, den Begriff selbst zu umreißen. Würde man einen erfolgreichen Mann wirklich „Boyboss“ nennen? Wohl kaum. Es ist immer noch die Ausnahme, dass Frauen in Führungsetagen wichtige Positionen einnehmen. Und so wird insbesondere von Frauen erwartet große Ziele zu haben: Kinder, Karriere, Heirat... dies nicht zu wollen ist gesellschaftlich kaum akzeptiert.
Ein sehr schönes Zitat aus dem Buch ist: „Wie so viele habe ich lange Zeit gedacht, ich wäre nicht gut genug, nicht so motiviert, engagiert und fleißig, wie es auf irgendeine ominöse Art und Weise richtig gewesen wäre […] So, wie ich im Nachhinein gern auf alle möglichen Diäten verzichtet hätte, hätte ich gern auch auf die Hustle-Gedanken in meinem Kopf verzichtet.“

Neben theoretischen Passagen über die kapitalistische Leistungsgesellschaft erzählt Nadia Shehadeh auch viel privates. So ist dieses Buch auch Biografie einer sehr interessanten Person. Vielleicht hätte ich mir sogar zwei Bücher gewünscht: Eines über patriarchale Strukturen im Kapitalismus und eines über die Autorin selbst, die wirklich viel zu erzählen hat. Dabei geht es auch um sehr persönliche Augenblicke, etwa die Zeit nach dem Tod ihrer Eltern. All das hat die Autorin in dieses kleine Buch gepackt. Es ist kurzweilig und interessant zu lesen, mich hat es neugierig auf Nadia Shehadeh und ihren Blog shehadistan.com gemacht.

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