Herausforderungen
Fighting Through Deep WatersEisherz, so lautet Lukas’ Spitzname für seine beste Freundin Henriette aus Kindertagen. Doch die beiden gehen schon einige Jahre getrennte Wege. Nachdem Lukas ohne ein Wort von München nach Hamburg zog, ...
Eisherz, so lautet Lukas’ Spitzname für seine beste Freundin Henriette aus Kindertagen. Doch die beiden gehen schon einige Jahre getrennte Wege. Nachdem Lukas ohne ein Wort von München nach Hamburg zog, hatten die beiden keinen Kontakt mehr. Doch nun begegnen sie sich auf dem Unischiff Sapient Sailor und bilden ausgerechnet ein Forschungsteam. Grund und Zeit vergangene Dinge aufzuarbeiten und ganz neue Seiten zu entdecken.
„Fighting Through Deep Waters“ ist Band 1 der „Deep Waters-Reihe“ von Julia Hausburg.
Auffallend ist schon das wunderschöne Cover und der dazu passende Farbschnitt dieses Buches.
Auch die Klappengestaltung ist wunderbar gelungen, so kann man die Aufteilung der Sapient Sailor hier nachvollziehen und sich somit besser den Handlungsort vorstellen.
Auch die Kapitelgestaltung gefiel mir. So werden die Kapitel mit dem Namen des jeweils erzählenden Protagonisten und der Zeichnung eines Großseglers eingeleitet. Als Erzählperspektive dient dabei die Ich-Perspektive. Auch findet hin und wieder ein Zeitsprung in die Vergangenheit statt, um die Geschichte nachvollziehen zu können.
Ich habe immer an Bücher mit Farbschnitten einen besonders hohen Anspruch und ich muss sagen, Julia Hausburg hat diesen problemlos erfüllt.
Schon die Idee ein Schiff zu einer Art schwimmender Universität zu gestalten, gefällt mir wirklich gut. Auch die durchdachte Gestaltung des Schiffs und die Beschreibung des Unterrichtsablaufs fand ich klasse und bewundernswert, wie sie auf solche Ideen gekommen ist.
Auch die Charaktere haben mir ausnehmend gut gefallen. Ich konnte einige Charakterzüge Henriettes absolut nachvollziehen, da sie mir sehr bekannt vorkamen. Aus diesem Grund war ich von der ersten Seite an ihr Fan.
Lukas ist ein Draufgänger. Aber das macht ihn nicht unsympathisch, da man sofort merkt, dass sich unter der harten Schale ein anderer Kern verbirgt.
Schon die vergangene und auch die gegenwärtige Beschreibung der Beziehung der beiden ist etwas besonderes. Der Autorin ist es gelungen, diese Besonderheit in feinfühliger Art und Weise darzustellen.
Auch die anderen Charaktere sind sehr bunt dargestellt, aber wirken nicht so als müssten Klischees bedient werden, so wie es in vielen anderen Romanen ist. Das erkennt man sehr gut an Kai und Abi.
Am Anfang war ich etwas skeptisch gegenüber Henriettes Schwester. Aber das Ganze klärt sich im Laufe des Buches auf und wirkt dabei auch aufklärend.
Fazit: Ein wunderschöner Liebesroman, der sich aber nicht in einer kitschigen oder typisch vorhersehbaren Geschichte entwickelt. Für mich eine absolute Empfehlung für all jene, die Liebesgeschichten mögen und an Fernweh leiden.