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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2025

Unterhaltsam

Wo Träume ihre Fäden ziehen
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Oskar Monette ist Mitte 20 und ein bekannter Schriftsteller. Auch sein neuester Roman kommt bereits gut an. Doch seine Ideen sind eigentlich gar nicht seine eigenen. Er selbst träumt nicht, dafür kann ...

Oskar Monette ist Mitte 20 und ein bekannter Schriftsteller. Auch sein neuester Roman kommt bereits gut an. Doch seine Ideen sind eigentlich gar nicht seine eigenen. Er selbst träumt nicht, dafür kann er aber in die Träume der anderen eintauchen. Dort holt er seine Inspirationen. Aus diesem Grund ist er auch bei Lesungen immer sehr nervös. Denn so richtig im Reinen ist er nicht mit sich und seinen Taten. Besonders als eine Frau, die sich schon vorher etwas merkwürdig verhalten hat, ihn fragt, woher er seine Inspiration nimmt. Sie sprechen miteinander und es kommt heraus, dass Elodie genau diesen Traum hat. Normalerweise können sich die Leute nicht mehr an die gestohlenen Träume erinnern. Sie aber schon, weil sie den Traum jede Nacht hat.

Oskar und Elodie sind zwei sympathische Charaktere, die gut miteinander harmonieren. Ich muss sagen, ich kann Oskars anfängliche Reaktionen schon verstehen, aber andererseits waren sie auch etwas drüber. Da es ein recht kurzes Buch ist, raffen die zwei sich auch schnell zusammen und gehen der ganzen Sache auf den Grund. Elodie hat das alles erstaunlich gut aufgenommen. Und gemeinsam suchen sie nach Wegen ihrem Traum auf den Grund zu gehen, damit sie wieder schlafen kann. Dabei soll Oskar in der Traumwelt weiter forschen.

Die Traumwelt ist sehr interessant und bildhaft beschrieben. Ich konnte mir das auf jeden Fall echt gut vorstellen. Dort gäbe es auch noch viel mehr Möglichkeiten. Daher finde ich es schade, dass nur so weniges davon genutzt. Generell hätte ich mir noch mehr Szenen und Interaktionen in dieser Welt gewünscht, weil es eben so viel bietet. Die Oneiroi, die Wächter, das Manipulieren. Und wem kann man überhaupt trauen? Die Story hat mich abgeholt und war spannend beschrieben. Es kamen immer wieder neue Informationen hinzu, sodass man nicht überladen wurde und der Story gut folgen konnte.

Was mir aber nicht ganz so gut gefallen hat, war der Schreibstil. Es fehlten mir oft die Emotionen. Möglicherweise lag das auch an der Kürze des Buches. Aber vieles wirkte plump und gestellt. Auch die spannenden Szenen hätten da ruhig noch etwas ausführlicher sein können. Die Liebesgeschichte konnte mich tatsächlich gar nicht begeistern. Sonst bin ich ein großer Fan von Liebe in Büchern, aber hier hat es nicht so richtig reingepasst. Ich habe leider keine Funken gespürt.

Fazit:

Eine unterhaltsame, aber recht kurzweilige Urban-Fantasy. Die Story fand ich spannend und interessant beschrieben. Insbesondere die Traumwelt war sehr bildhaft und bietet viel Potential für mehr. Das Potential wurde hier nicht vollständig ausgeschöpft. Generell hätten einige Szenen ruhig ausführlicher und emotionaler sein können. Aber das ist sicher der Kürze des Buches geschuldet.


4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Schöne Sports-Romance

My Idea of No. 14
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Leah Herst ist Tochter eine Quarterback-Legende und daher schon früh in die Sportszene gekommen. Mit ihrem Vater verbindet sie insbesondere den Football. Ihr größter Traum ist es, der erste weibliche Head ...

Leah Herst ist Tochter eine Quarterback-Legende und daher schon früh in die Sportszene gekommen. Mit ihrem Vater verbindet sie insbesondere den Football. Ihr größter Traum ist es, der erste weibliche Head Coach der NFL zu werden. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Aktuell ist sie eine Analystin bei den L.A. Vipers und studiert noch. Schon zu Beginn merkt man ihr ihre Leidenschaft an. Sie brennt für Football und hat ein Auge dafür. Denn sie konzentriert sich nicht nur auf die Zahlen der Spieler. So fällt ihr nämlich Sam Ashton ins Auge, ein Rookie mit durchschnittlichen Zahlen, weswegen er Mr Irrelevant genannt wird. Aber sie sieht sein Potential, sein Feuer in den Augen und behält ihn im Auge.

Ihr Kennenlernen ist unkonventionell, aber vorsichtig. Ich finde schon dort ist der erste Funke gesprungen. Blöd nur, dass er ein Spieler ist, und Spieler für Leah tabu sind. Aber sie will trotzdem, dass er in die NFL-Auswahl kommt, weswegen sie nun versucht auf den Platz zu kommen und ihn mit Tipps zu unterstützen. Nicht so einfach, da ihr Vater sie dort fernhalten will. Zwischen den beiden herrschen Spannungen wegen einem Vorfall, bei dem sie ihren Vater wohl mal sehr enttäuscht hat. Seitdem war es nie wieder wie früher. Und dann kommt der Typ auch noch in das Team und bringt Chaos mit. Dennoch versucht Leah sich bei ihrem Vater zu beweisen. Mehr als einmal verweist er sie auf ihren Platz. Es ist nicht einfach.

Ich muss sagen, der Anfang der Story ging recht zügig. Viele Szenen in Richtung der Trainings wurden übersprungen, andere, meiner Meinung nach nicht ganz so relevante wie die Tanz-Challenge der Rookies, genauer beschrieben. Dort sind sich Sam und Leah natürlich auch nähergekommen. Aber ich finde dennoch, dass es plötzlich mehr war. Denn als Sam für den NFL-Kader ausgewählt wurde, wurden sie recht schnell überschwänglich und haben rumgemacht. Sehr unvorsichtig. Dafür, dass Leah ihre Karriere so wichtig ist, fand ich dieses Verhalten eher gegensätzlich. Besonders weil Sam immer abgebrochen und den beiden in Erinnerung gerufen hat, dass sie nicht erwischt werden sollten. Man muss aber sagen, dass sie auch weiter nicht vorsichtig waren. Also dass den Leuten das nicht eher aufgefallen ist, ist schon seltsam. Insgesamt fand ich ihre Beziehung aber doch sehr süß und schön.

Das ganze Thema Football und die Spiele fand ich total interessant und auch spannend beschrieben. Generell fand ich einige vom Team unglaublich sympathisch, insbesondere Kayce. Er ist oft für Sam in die Bresche gesprungen und ist ein verdammt guter Kumpel und auch Spieler. Ich freue mich total auf den nächsten Band mit ihm als Protagonisten. Sam wird aus speziellen Gründen recht schnell als Quarterback eingesetzt, was ihn natürlich motiviert, aber auch teilweise unter Druck setzt. Denn klar ist er Rookie, aber mit den Tipps von Leah macht er ein gutes Spiel nach dem anderen, weshalb die Erwartungen der anderen an ihn immer weiter steigen. Ich fand seine zwischenzeitliche Zerrissenheit total authentisch. Auch wie Leah ihn dann wieder aufs Spiel fokussiert hat. Richtig gut.

Es gab für mich nur ein paar Unstimmigkeiten in dem Buch. Zum Einen eben die Ambivalenz von Leah, weil ihr ihre Karriere so wichtig ist, sie das aber so leichtfertig aufs Spiel setzt. Dazu gehört auch ihr kindisches und trotziges Verhalten einmal mitten im Buch. Das habe ich absolut nicht verstanden. Sie als Tochter eines Star-Quarterbacks sollte nicht so viel auf Presse geben. Und trotzdem lässt sie sich so aus der Fassung bringen und begeht fast den gleichen Fehler wie damals wieder? Das war einfach nur dumm. Und natürlich muss Sam sie retten. Und natürlich hatte das Buch das Drama kurz vor dem Ende meiner Meinung nach nicht wirklich nötig. Dafür wurde es aber immerhin umso schöner aufgelöst.


Fazit:

Eine schöne Sports-Romance, die mir bis auf ein paar Unstimmigkeiten richtig gut gefallen hat. Sam und Leah sind zwei tolle sympathische Charaktere, die auch eine schöne Entwicklung durchmachen. Ihre Liebesgeschichte startet sehr schnell, ist aber dennoch süß. Die Story hat mir ebenfalls bis auf das unnötige Drama am Ende echt gut gefallen. Hat mich ans Buch gefesselt und unterhalten. Football ist ein großes Thema, aber definitiv nicht alles.


4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 09.05.2025

Gelungener Einstieg

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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Ryha ist ein Halbling, also halb Fae und halb Mensch. Die werden jedoch in Anwyvn gejagt und hingerichtet. Bei einem kürzlichen Überfall auf ihr Dorf wurde nun auch sie geschnappt. Ihr Mentor Eli wurde ...

Ryha ist ein Halbling, also halb Fae und halb Mensch. Die werden jedoch in Anwyvn gejagt und hingerichtet. Bei einem kürzlichen Überfall auf ihr Dorf wurde nun auch sie geschnappt. Ihr Mentor Eli wurde dabei schon niedergemetzelt. Auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung erhalten wir erste Informationen zur Welt und wie sie aufgebaut ist. Doch das hält nicht lange an, denn schon wird sie von dem Commander Scythe entführt. Ich fand es total stark von Ryha, dass sie trotz ihrer Hoffnungslosigkeit und Resigniertheit so stark geblieben ist. Und das bei beiden Entführungen. Wohin es jetzt geht, weiß sie nicht. Scythe redet nicht viel, ist gnadenlos bei Begegnungen mit Feinden. Und trotzdem merkt man da schon, dass er ein weiches Herz hat. Ryha fängt auch früh an für sich einzustehen und fordert ihn heraus. Kann schon dumm sein, immerhin hat er sie in der Hand. Aber was hat sie schon zu verlieren? Außerdem weiß sie, wann sie sich eher zurückziehen sollte.

Es ist recht früh klar, wer Scythe ist. Der Weg in den Norden ist lang. Natürlich wurde der Weg mit einigen Kämpfen aufgelockert und halt der ersten Annäherung der beiden. Außerdem konnte Ryha das erste Mal ihre Kräfte einsetzen. Das war schon spannend und interessant. Aber so richtig kam die Story da nicht in Fahrt. Generell hatte ich das Gefühl, dass recht wenig in den vielen Seiten passiert ist. Ich muss sagen die Gilde mit ihren Charakteren war so sympathisch. Jac, Farley und Co. sind einfach amüsant und gleichzeitig liebenswert. Ryha ist zwar skeptisch, aber sie unterstützt die Gilde bei einem Angriff, wodurch sie schnell in die Gruppe integriert wird. Einfach eine geniale Gruppendynamik.

Im Norden angekommen plätschert die Story etwas vor sich hin. Die Art und Weise zu leben ist dort ganz anders. Ryha findet auch schnell neue Freunde, was wirklich schön gemacht worden ist. Dabei werden immer wieder neue Informationen zur Welt und dem Magiesystem eingestreut. Das passiert immer in Blöcken, aber man kommt gut hinterher. Natürlich übt Ryha dann auch mit ihrer Macht umzugehen, was zunächst nicht wirklich klappt. Das fand ich total authentisch und realistisch. Sie ist ehrgeizig und dadurch natürlich auch schnell frustriert. Das konnte ich richtig nachempfinden. Es gibt ein paar soziale Differenzen, spannende Kämpfe und Emotionen. Ich muss sagen, ich fand es schade, dass diese Prophezeiung nicht mehr Raum bekommen hat. Denn ich fand das ganze Thema rund um die Verbliebenen total interessant. Daher für mich unverständlich, warum Scythe da so lange drüber geschwiegen hat. Das wäre super wichtig gewesen, besonders als klar wurde, dass noch mehr Feinde darauf aufmerksam geworden sind. Die ständige Gefahr und die Action-Szenen sind richtig gut gewesen.

Generell fand ich aber die Liebesgeschichte nicht ganz so gelungen. Die Gefühle haben sich schon langsam aufgebaut, so ist es nicht. Aber irgendwie konnte ich das nicht so richtig fühlen. Mir hat da viel gefehlt. Viel mehr private Dialoge. Viel mehr Zweisamkeit. Es wirkte so recht stumpf. Was wirklich schade ist, da ich beide Charaktere interessant finde und mag. Wäre auch in den Trainings gut möglich gewesen. Die waren aber meistens recht kurz und nicht wirklich interessant. Was mir auch nicht so gefallen hat, ist dass hier doch an ein paar Stellen ziemliche Klischees bedient werden. Ich denke das hat die Story nicht nötig.

Fazit:

Insgesamt ein gelungener Einstieg in eine neue spannende Fantasy-Reihe. Ryha ist eine starke Frau, die nun lernen muss mit ihrer Macht umzugehen. Dabei wird sie in ein anderes Land verschleppt und muss dort klarkommen. Die Nebencharaktere fand ich sehr sympathisch. Auch die Action-Szenen hatten es in sich. Leider hat die Story öfter vor sich hingeplätschert. Natürlich ist das erst der erste Band und die ganze Welt muss erst mal erklärt werden, aber dennoch war es mir etwas zu wenig Inhalt.

4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Solider Abschluss

A Summer to Remember
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Jasmine ist die letzte im Bunde der vier Freundinnen. Ich war schon sehr gespannt auf ihre Geschichte. Jasmine war als Teenie schon etwas eigen. Sie hatte einen eigenen Stil, der als seltsam betitelt wurde, ...

Jasmine ist die letzte im Bunde der vier Freundinnen. Ich war schon sehr gespannt auf ihre Geschichte. Jasmine war als Teenie schon etwas eigen. Sie hatte einen eigenen Stil, der als seltsam betitelt wurde, aber sie stand dazu und hat sich wohlgefühlt. In diesem Alter hat sie auch Andréa kennengelernt. Er war zu der Zeit sehr rebellisch, aber auch oft für sich. Sie scheinen total gegensätzlich zu sein. Jasmine will frei sein und reisen. Andréa ist da anders drauf, aber für die Liebe ändert er sich. Sie scheinen gut zu harmonieren und kommen zusammen. Dennoch scheint das irgendwann zerbrochen zu sein. Heute ist sie seit drei Jahren Single und auf der Hochzeit ihrer Freundin Clem eingeladen. Dort ist auch ihr Ex mit Begleitung, weswegen sie sich in Zugzwang sieht und einen Typen anspricht. Das war echt ein lustiger Start in das Buch.

Die Hochzeit ist mit einem Buddymoon verbunden, heißt, dass das Hochzeitspaar mit einigen Freunden ihre Hochzeitsreise machen. Auf der Hochzeitsreise sind Andréa, Jasmine und Ezra, dem Cousin des Bräutigams, dabei. Schon direkt zu Beginn dieser Reise flammen die alten Gefühle wieder auf. Aber es gab ja einen Grund, warum es damals zerbrochen ist. Dieser Grund kommt nach und nach an die Oberfläche. Denn es gibt immer wieder Rückblenden, die einen ganz anderen Vibe geben. Dieser Vibe ändert sich aber mit der Zeit desto näher wir der Trennung kommen. Das war schon wirklich interessant und emotional gestaltet. In der Gegenwart fordern sie sich zuerst heraus, wollen den anderen eifersüchtig machen. Das typische eben nach einer Trennung. Aber die Gefühle sind halt da und so kommen sie sich dann doch wieder näher. Insbesondere Andréa gibt sich Mühe, um Jasmine wieder zurückzugewinnen. Doch die Probleme von früher sind nicht verschwunden und denen müssen sie sich nun gemeinsam stellen.

Ich fand die gesamte Reise durch die Städte an sich echt schön, aber man hat schon gemerkt, dass die oft Mittel zum Zweck war, um bestimmte Situationen zu erzeugen. Andréa und Jasmine sind zwei interessante und sehr unterschiedliche Charaktere. Ich muss sagen, ich habe nicht immer verstanden, warum Jasmine so gehandelt hat, wie sie es getan hat. Dennoch war die Story unterhaltsam. Dazu gab es ein wichtiges Thema, das oft angesprochen wurde, und sehr unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen hat. Ich finde das Thema superwichtig und fand es gut, dass das hier so stark thematisiert wurde. Die Emotionen dazu konnte ich gut nachempfinden.

Fazit:

Ein guter Abschluss dieser tollen Reihe. Ich muss sagen, ich habe das Buch ganz anders erwartet, fand es aber trotzdem gut gemacht. Jasmine und Andréa sind zwei interessante, völlig unterschiedliche Charaktere. Ihre Reise und ihre Beziehung sind voller Emotionen. Ob sie trotz der Probleme wieder zusammenfinden können? Die Entwicklung der beiden war schön anzusehen. Besonders schön fand ich, dass ein wichtiges Thema angesprochen wurde, was sonst eher ein Tabu-Thema ist. Die Einbindung dessen ist wirklich gut gelungen und ausgearbeitet.

4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Spannend

Beauty must die
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Mae wurde wiederholt bei einer Straftat erwischt und muss nun Sozialstunden ableisten. Das soll sie bei ihren Großeltern und dem kleinen Örtchen Tallahawney machen. Dieser Ort wirkt schon von Anfang an ...

Mae wurde wiederholt bei einer Straftat erwischt und muss nun Sozialstunden ableisten. Das soll sie bei ihren Großeltern und dem kleinen Örtchen Tallahawney machen. Dieser Ort wirkt schon von Anfang an eher verlassen und klein. Recht schnell trifft sie aber auf ihre alte Freundin Shirley, mit der es direkt wie früher ist. Das fand ich ganz schön. Außerdem kommt sie damit natürlich auch schnell in die Freundesgruppe von Shirley. Ihre Großmutter ist davon gar nicht begeistert und warnt sie eher davor.

Generell fand ich viele Beschreibungen übertrieben. Alleine schon Shirley Schönheit war so atemberaubend, dass es nur noch künstlich wirkte und nicht mehr authentisch. Aber umso spannender war dann der nächste Tag als eine Hand gefunden wurde und Shirley nicht mehr reagiert hat. Dass es sich bei der Leiche, die später gefunden wird, um Shirley handelt, verrät ja schon der Klappentext. Mae glaubt nicht an einen Unfall und fängt an zu recherchieren. Dabei befragt sie fast jeden in der Stadt, mal mehr mal weniger unauffällig. Die Leute sind ganz unterschiedlich, manche nett, manche extrem unsympathisch. Manche verurteilen sie aufgrund ihrer Vergangenheit, manche gar nicht. Das war ziemlich authentisch und recht schnell hat sie eine Verdächtigenliste zusammen. Generell scheint es aber die meisten Leute nicht so richtig zu interessieren, dass in ihrem Ort ein Mord stattgefunden hat. Sie trauern auch wenig. Eher wirken sie erleichtert. Shirley hatte einige Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. Das war schon echt spannend und interessant gestaltet. Besonders weil es einige echt unerwartete Geheimnisse gab.

Während ihrer Recherche leistet sie ihre Sozialstunden ab und verdient sich in einem Diner nebenbei etwas dazu. Außerdem lernt sie früh Nathan kennen. Sein Vater will Senator werden und heißt die Verbindung mit Mae nicht gut. Ich muss sagen, ich habe jetzt am Ende nicht verstanden, was der Grund dafür ist. Mae hat sich nicht unterkriegen lassen und hat mit Nathan viel spekuliert. Aber sie sind auch richtig aktiv geworden. Ich muss sagen, dass ich Mae oft sehr impulsiv und unvorsichtig fand. Kein Wunder also, dass sie ständig erwischt wurde. Aber sie ist nun mal auch keine erfahrene Ermittlerin, von daher war auch das eigentlich authentisch. Viele ihrer Spuren führen sie in Sackgassen. Immer wieder ist sie einen Schritt weiter und dann mehrere wieder zurückgegangen. Viele hatte ich auch direkt im Verdacht. Leider bringt sie sich auch immer mal wieder in Gefahr.

Die Liebesgeschichte konnte mich nicht so richtig abholen. Die Story rund um den Mord allerdings schon. Auch wenn ich Maes Vorgehensweise oft nicht ganz so klug fand. Besonders wenn sie sich dabei selbst so in Gefahr bringt. Dennoch war es spannend, besonders wie nach und nach die ganzen Geheimnisse der Dorfbewohner ans Licht kamen. Wirklich gut gemacht. Das Ende fand ich dann aber doch etwas zu viel und zu übereilt.

Fazit:

Mir hat das Buch insgesamt echt gut gefallen. Ich war sehr gefesselt von der Story und den ganzen Geheimnissen, die nach und nach ans Licht kamen. Dabei wurde auch ich paar Mal auf die falsche Fährte geführt. Mae ist auf der Suche nach dem Mörder und deckt dabei viel auf, auch wenn sie dabei sehr unvorsichtig vorgeht. Einerseits authentisch, andererseits aber auch manchmal frustrierend. Das Ende fand ich etwas zu abrupt und einfach gelöst. Der letzte Funke ist einfach nicht übergesprungen. Auch fand ich die Liebesgeschichte nicht wirklich greifbar.

4/5 Sterne

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