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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2025

Solide Romantasy

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Das Cover und der Farbschnitt sind eindrucksvoll. Der rote Nachtfalter zieht einen völlig in seinem Bann. Dazu das satte Grün im Hintergund machen es zu einem wahren Eyecatcher.

Klappentext ...

Das Cover und der Farbschnitt sind eindrucksvoll. Der rote Nachtfalter zieht einen völlig in seinem Bann. Dazu das satte Grün im Hintergund machen es zu einem wahren Eyecatcher.

Klappentext und auch Leseprobe konnten mich direkt begeistern und als das Buch kam, las ich mit großer Freude weiter. Allerdings hatte ich wohl eine andere Erwartung an das Buch. Zunächst fand ich es zumindest positiv, dass es Romantasy ohne Spice ist. Somit wird die Handlung nicht mit unnötigen Sexszenen gestreckt. Trotzdem geht es meiner Meinung nach seitens des Hexenjägers Gideon ein wenig zu sehr darum Runes' Hexennarben zu untersuchen. Um diese zu sehen bekommt er den Auftrag ihr Nahe zu kommen und schließlich mit ihr zu schlafen. Ich hätte mir gewünscht, dass es mehr um die anderen Hexen geht, die Rune in Sicherheit bringt. Stattdessen liegt der Fokus klar auf der Liebesgeschichte, die auf mich nicht gerade glaubwürdig wirkte.

Das World Building ist an sich nicht schlecht, wirkt aber an vielen Stellen unausgegorren. Das Ende hat mich aber zumindest neugierig auf den zweiten Teil gemacht. Ich könnte mir vorstellen, dass dort etwas andere Töne angeschlagen werden. Weiter lesen werde ich also, aber ich bin noch unschlüssig was ich von dem Ganzen halte.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Das gewisse Etwas fehlte

Hunting Souls (Bd. 1)
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Das Buch hätte alles haben können, um mich in den Bann ziehen zu können. Der Stil, der etwas an die Addams Family erinnerte, catchte mich zu Beginn auch erst und ich glaubte bald ein neues Lieblings-Buch ...

Das Buch hätte alles haben können, um mich in den Bann ziehen zu können. Der Stil, der etwas an die Addams Family erinnerte, catchte mich zu Beginn auch erst und ich glaubte bald ein neues Lieblings-Buch gefunden zu haben.

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Walkers auf den Plan kommen ist es auch recht ansprechend geschrieben. Danach verstrickt es sich leider in Belangslosigkeiten mit wenig Handlung. Es gab Ansätze und durchaus Potenzial hier eine tolle Geschichte zu zaubern. Leider hat die Autorin dies nicht genutzt. Die Charaktere bleiben etwas farblos und das meine ich nicht nur wegen der Blässe von Katrina. Es gibt keine Überraschungen. So karikaturhaft die Personen anfangs gezeichnet werden, bleiben sie auch. Die Wendungen, die sie durchleben sind vorhersehbar und leider wenig kreativ umgesetzt.

Noch weiß ich nicht, ob ich den zweiten Teil noch lese. An sich hat die Story Potenzial. Allerdings wirkte bisher alles wie eine schwächere Version von der Addams Family, kombiniert mit Warm Bodies. Am meisten störte mich auch glaube ich, dass die Autorin so bemüht war Katrina als "anders" darzustellen und sie sich am Ende dann doch nicht als sonderlich außergewöhnlich darstellt. Die Ecken und Kanten, die man zu Beginn beschrieb, wurden alle weg geschliffen. Schade, etwas mehr Biss hätte Katrina und der ganzen Geschichte sicher gut getan.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Huch, wo ist denn...?

Der Vergessenstag
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Das Cover ist schön gestaltet. Für meinen Geschmack ist die rote Farbe der Schrift und vom Shirt des Jungen zu knallig, aber Kinder dürften da in der Regel einen anderen Blick drauf haben. Mir ...

Das Cover ist schön gestaltet. Für meinen Geschmack ist die rote Farbe der Schrift und vom Shirt des Jungen zu knallig, aber Kinder dürften da in der Regel einen anderen Blick drauf haben. Mir ist der Kontrast etwas zu krass, aber ansonsten gefällt es mir vom Motiv und Stil.

Auch die innere Gestaltung von Illustrationen und Typografie ist gelungen. Es gibt überall etwas zu entdecken. In der Handlung geht es um eine Familie, die auf dem Weg zum Sommerfest der Oma ist. Dabei läuft jedoch nichts nach Plan, da alle irgendetwas vergessen. Öfter geht es deswegen nochmal zurück nach Hause. Doch bleiben sie die einzigen, die etwas vergessen haben? Hat die Oma auch an irgendwas nicht gedacht?

In dem Buch geht es um einen ziemlich menschlichen Fehler: Dinge zu vergessen. Alles eingepackt in eine lustige, unaufgeregte Geschichte. Die Reime sind okay, aber manchmal nicht ganz rund. Gelegentlich wirkt der Text nicht ganz flüssig. Auch die interaktiven Elemente, bei denen die Leser etwas suchen müssen wirken ein bisschen zufällig platziert. Dieses Element hätte man gerne im ganzen Bilderbuch einsetzen können oder eben ganz weg lassen. Kindern wird es vermutlich nicht so auffallen, aber auf mich wirkt es ein wenig so, als wäre man mittendrin auf die Idee gekommen, diese interaktive Ebene noch miteinzubinden.

Insgesamt aber durchaus ein schönes Bilderbuch, an dem Kinder ihre Freude haben werden.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Schöne Idee, mangelhafte Umsetzung

Das Kaufhaus der Träume
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Das Buch zieht einen anfangs sehr schnell in seine Welt hinein. Alles wirkt frisch, neu, unverbraucht. Die Traumwelt, die beschrieben wird, wirkt interessant und man möchte darin gleich tiefer eintauchen ...

Das Buch zieht einen anfangs sehr schnell in seine Welt hinein. Alles wirkt frisch, neu, unverbraucht. Die Traumwelt, die beschrieben wird, wirkt interessant und man möchte darin gleich tiefer eintauchen und Abenteuer erleben.

An dieser Stelle folgt das ABER. Es bleibt bei einer schönen Idee. Wenn man das halbe Buch gelesen hat, weiß man eigentlich längst alles und es passiert auch nicht mehr wirklich viel. Kein Spannungsbogen, kein großes Problem das gelöst werden muss. Die Autorin hält sich sehr an den Codex von Dallerguts' Kaufhaus: Den Leuten ein gutes Gefühl geben. Ein wundervoller Appell, aber für eine wirkungsvolle Geschichte zu wenig. Dabei hätte es viele Elemente gegeben, um Spannung rein zu bringen. Es wird beispielsweise nie aufgegriffen, ob sich die Bezahlung von Kunden in Form von Gefühlen (nach dem Traum) irgendwie auch negativ auswirken könnte. Da gibt es Menschen, die nach ihren Träumen mit "Freudiger Aufregung", "Neugierde", "Erleichterung", "Selbstwertgefühl" oder "Selbstvertrauen" bezahlen. Das ist der Verdienst des Kaufhauses, anderer Läden und natürlich der Traumproduzenten. Aber den Menschen geht es nach den Träumen gut. Auch wird in der Traumwelt oft erwähnt, dass manche Träume sehr teuer sind. Wenn man aber einfach immer danach mit dem jeweiligen Gefühl beim Träumen zahlt, ist es für den Träumenden gleich. Zumal die Bezahlung keinen Einfluss auf ihr Leben hat.

Als Ideenentwurf ist der Roman wirklich gut. Ich habe mir selbst vorgestellt in dieser Welt umherzulaufen und Träume zu kaufen oder doch viel lieber selbst zu entwerfen. Es gibt einige schöne Details und einige Einwürfe aus verschiedenen Träumen sind schön und interessant zu lesen. Es fühlte sich aber stellenweise unausgereift an. Da hätte die Autorin handlungsfokusierter arbeiten sollen.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Viel Input

Digital. Kriminell. Menschlich.
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Zunächst einmal muss ich sagen, dass die "Idee" des Buches grundsätzlich genial ist. Einen Einblick hinter die Kulissen von Cyberkriminalität bekommt man wohl nur selten fundiert.



Anfangs kam ich ...

Zunächst einmal muss ich sagen, dass die "Idee" des Buches grundsätzlich genial ist. Einen Einblick hinter die Kulissen von Cyberkriminalität bekommt man wohl nur selten fundiert.



Anfangs kam ich auch noch einigermaßen gut zurecht. Ich merkte schnell, dass im Grunde nur die Abschnitte einfach zu lesen sind, zu denen bereits etwas Vorwissen vorliegt. Es wurden viele Fachbegriffe verwendet und diese anhand von Fallbeispielen erklärt. Allerdings war es durch gehäufte Schachtelsätze in Kombination mit vielen Wiederholungen schwierig diesen zu folgen. Mit der Zeit legte sich dieser Eindruck, da ich mich an den Schreibstil gewöhnte. Das Buch enthielt viele biografischen Elemente, doch der sehr sachliche Schreibstil machte es manchmal wenig greifbar.



Leute, die Schwierigkeiten haben technische Zusammenhänge zu verstehen, könnten sich mit diesem Buch sehr schwer tun. Für meinen Geschmack fehlte ein Glossar, in denen die Fachbegriffe kurz und präzise erklärt werden. So waren die Erklärungen durch Fallbeispiele für meinem Geschmack einfach viel zu lang. Es machte das Buch auch nur bedingt persönlicher, da es meistens doch sehr abstrakt blieb. Die Unterteilung der Kapitel ist häufig etwas zusammengewürfelt. Wer sich für die Thematik interessiert und kein Problem mit einem sehr sachlichen Schreibstil hat, ist hier ganz gut bedient. Man kann hier eine Menge lernen. Der Schreibstil und die Struktur haben es mir persönlich ein wenig erschwert.

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