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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2025

berührend, fesselnd, etwas kurz

BRIDGERTON - Violet
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Wie schön kann ein Buch/Reihe bitte sein 🥺
Die Schmuckausgaben sind eine der schönsten HCs, die man sich ins Regal stellen kann & sind wohl einzeln wie auch in der Summe wundervoll 🥰 Auch die Innengestaltung ...

Wie schön kann ein Buch/Reihe bitte sein 🥺
Die Schmuckausgaben sind eine der schönsten HCs, die man sich ins Regal stellen kann & sind wohl einzeln wie auch in der Summe wundervoll 🥰 Auch die Innengestaltung ist atemberaubend.

In diesem Band geht es um Violet. Wer die Serie kennt, kennt auch den Großteil des Plots, wenn auch nicht Anfang und Ende.
Die Autorin beginnt nämlich schon in Violets Kindheit. Es gibt ein Kapitel pro Epoche, wobei jedes davon primär die Begegnung zwischen der Protagonist und ihrem späteren Mann Edmund umfasst.
Deshalb sind die Sprünge ziemlich heftig zwischen dem Kind und den letzten Lebensjahren.
Jedes Kapitel hat mir richtig gut gefallen, ich liebe den Schreibstil, den Plot und natürlich ganz besonders diese gleichermaßen starke wie liebevolle Frau.

Knappe 90 Seiten fand ich deshalb schon etwas kurz, da das Potenzial für einen "richtigen" Roman auf jeden Fall da ist und ich gern mehr über Violet erfahren hätte als die kurzen, angerissenen Zeitsprünge.
Dennoch haben mich diese emotional kalt erwischt und das, obwohl ich wusste, was passieren wird. Man wünscht ihr so sehr, dass der Bienenunfall nicht geschehen wäre 💔

Auch fand ich es toll, dass die Kinder wieder mit einbezogen wurden und hinten ein Stammbaum abgebildet ist - wenn man die Familie nicht in und auswendig kennt, tut man sich mit den Namen sonst ggf etwas schwer. Ich persönlich habe aber alles daran geliebt.
Mein einziger Kritikpunkt bleibt somit die arge Straffung des Plots.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

top recherchiert, spannend, emotional

Break to You
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Ich liebe die vielseitigen Mental Health Jugendbücher des Verlags. Das Setting der Jugendstrafanstalt war durch die intensive Recherche des Autors in den USA wahnsinnig spannend.
Es war richtig hart mitzuerleben, ...

Ich liebe die vielseitigen Mental Health Jugendbücher des Verlags. Das Setting der Jugendstrafanstalt war durch die intensive Recherche des Autors in den USA wahnsinnig spannend.
Es war richtig hart mitzuerleben, wie großteils mit den Jugendlichen umgegangen wird, wie sich Verbündete gegen einen wenden für die richtige Summe. Wie Erpressung, Bestechung und Gewalt den Alltag prägen und winzige Hoffnungsschimmer in fragilen Freundschaften oder Literatur gefunden wird.

Adrianas Gefühlsachterbahn war absolut nachvollziehbar. Ihre Wut, ihre Trauer, die Hilflosigkeit und das Gefühl, nicht hierher zu gehören. Das Chaos als Kettenreaktion einer einzigen falschen Entscheidung, die bei Jon nochmal heftiger hervortrat.
Die Idee der Kommunikation mithilfe eines in der Bibliothek versteckten Notizbuches hat mir unglaublich gut gefallen. Mädchen und Jungen werden separat untergebracht, weshalb Kontakt nicht möglich ist.
Dass die Freundesgruppen trotzdem alles daran gesetzt haben, dass sich die beiden begegnen, war so herzzerreißend, ich habe durchweg mitgefiebert.

Jons Kapitel haben mich etwas mehr gefesselt, weil einfach immer wahnsinnig viel passiert ist, was mich fassungslos zurück ließ. Bei Adriana ging es eher ruhig zu und ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichten der Nebenfiguren aufgeklärt werden.
Die Liebesgeschichte war hingegen unglaublich süß gemacht, wobei das Beleidigende nicht unbedingt hätte sein müssen.
Schwierig fand ich die vielen bildungssprachlichen Vokabeln für ein Jugendbuch, besonders in das Setting hat das mMn nicht immer gut gepasst.

Die Gedichte im Kontrast zur ungeschönten Realität haben der Story nochmal etwas ganz besonderes verliehen.
Intensiv und lesenswert. 4 ⭐

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Veröffentlicht am 24.03.2025

spannende Dystopie mit lokaler Einschränkung

The Last Bookstore on Earth
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Das Thema hat mich sofort angesprochen. In einer Welt, die durch Säureregen vernichtet wurde, hält die Protagonistin Stellung in einer alten Buchhandlung zwischen Kinderbüchern, Dystopien und Klassikern. ...

Das Thema hat mich sofort angesprochen. In einer Welt, die durch Säureregen vernichtet wurde, hält die Protagonistin Stellung in einer alten Buchhandlung zwischen Kinderbüchern, Dystopien und Klassikern. Es ist alles, was ihr geblieben ist, und sie verteidigt es bis auf die Knochen. Das Cover passt unglaublich gut zu dieser Oase inmitten einer Endzeitstimmung.

Letztere hat man auch deutlich gespürt. Der radikale Überlebenswille, das Zurückstecken von Moral und Menschlichkeit während des Endes der Welt war mit Händen zu greifen und sorgte für allerhand Gänsehautmomente. Besonders die Szenen mit dem Säureregnen waren definitiv nichts für schwache Mägen! Es war richtig unheimlich und man hat sich durchweg gefragt, was man selbst in dieser schrecklich Situation tun würde. Besonders das Schicksal von Liz' Familie hat mich mitgenommen, und natürlich die nagende Schuldfrage.

Da der Fokus fast ausschließlich auf dem Bookstore liegt, habe ich mich jedoch immer wieder gefragt, wie die Welt außerhalb aussieht, was für eine Lösung gefunden werden kann, wie und wo die anderen leben, wie die globale Situation ist - hier hat mir etwas mehr Makrospektive gefehlt.

Die Nebencharaktere fand ich allesamt wirklich stark. Ich wusste nie so recht, wem ich an Liz' Stelle vertrauen würde, die Figuren waren durch das dystopische Chaos dunkelgrauer als morally grey.
Maeve als Love Interest, besonders aber als Menschen habe ich am meisten ins Herz geschlossen, wenngleich ich mir auch hier mehr background context erhofft habe. Sie war ein unglaublich starker und taffer Charakter.

Das Buch war durchweg spannend, es gab keine Längen und hat mich von vorne bis hinten gefesselt. Der Erzählstil war schonungslos, emotional und heftig, aber wirklich unglaublich stark gemacht.
Man muss sich darauf einstellen, dass der Fokus ganz auf Liz und ihrem Bookstore liegt und das Darumherum etwas ausgespart wird. In Kombination mit den Rückblenden ist es allerdings ein wirklich großartiges, bildgewaltiges Jugendbuch geworden!

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Reality TV meets Magic - ich liebe diese Protagonistin :)

Chosen – Träume aus Gold
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Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen, ich hatte das Buch an zwei Abenden durch. Besonders Iris hat den Anfang einfach unglaublich lustig gemacht mit ihrer forschen, frechen Art, dass sie ...

Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen, ich hatte das Buch an zwei Abenden durch. Besonders Iris hat den Anfang einfach unglaublich lustig gemacht mit ihrer forschen, frechen Art, dass sie stets Konter gab und unkonventionelle Ideen hatte. Sie hatte diese ADHS Vibes, mit denen ich mich sofort identifizieren konnte, oder dass sie dauernd random auf dem Boden saß 😂 Ich mochte sie als Protagonistin unheimlich gern.
Ihre Mom hab ich so sehr gehasst für alles, was sie ihr angetan hat, wie mies sie sie behandelt hat und gegaslightet, das Buch weckt von Anfang an diese Vielzahl an unterschiedlichen Emotionen.

Die Gestaltung des Buches mit den Chat Nachrichten aus der App rund um die Royal Games waren wirklich cool und realistisch gemacht, einfach sehr realitätsnah, genauso wie die Moderation. Es war wirklich als würde man den Bachelor schauen mit Ballkleidern und magischen Aufgaben, wobei das TV Format ganz klar im Fokus stand und die Magie mMn eher sekundär, die Mischung war aber echt gut gemacht. Dass Frauen für die Gunst eines Mannes sterben und sich gegenseitig bis in den T0d batteln, finde ich wie immer nicht so berauschend, aber das ist eben der Selection meets Bachelor Vibe, wenn er mit Fantasy gepaart wird. Andersherum fände ich es mal nicht schlecht, aber dann haben wir wrsl so ein Reverse Harem Genre :D

Die Lovestory fand ich wirklich gut gemacht und authentisch, nur die 180 Grad seines Charakters am Ende war für mich nicht nachvollziehbar, weil er vorher ja stets alle Lügen durchschaut hatte. Der Bachelor-Prinz C blieb etwas blass, er war so der good guy next door.

Insgesamt hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen, es war sehr spannend erzählt und ich habe Iris direkt ins Herz geschlossen.
Die Message hinter Reality TV fand ich auch super gemacht, dieses Inszenierte, Trügerische, Manipulative und diese random Hater in den Chats.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

blutige Dystopie mit wichtiger Message

Hell Followed with us – Das Monster in uns: Eine düstere postapokalyptische Fantasy – Auf Goodreads gefeiert! Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt
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Ich war nach dem Lesen ganz unschlüssig, wie meine Meinung dazu ist. Ich habe es an 2 Abenden durchgelesen, weil die Sogkraft enorm war. Das dystopische Setting war so greifbar & unheimlich, dass ich am ...

Ich war nach dem Lesen ganz unschlüssig, wie meine Meinung dazu ist. Ich habe es an 2 Abenden durchgelesen, weil die Sogkraft enorm war. Das dystopische Setting war so greifbar & unheimlich, dass ich am liebsten weggeschaut hätte, aber nicht konnte. Und was war das bitte für ein Plot 🤯

Es geht um den Trans Jungen Benji, der aus einer Sekte flieht, die durch einen Virus beinahe die ges. Weltbevölkerung ausgelöscht hat. Bei diesem Virus hätte ich eine wth-Vorwarnung gebraucht, weil WTH. Das war echt blutig & zT hat sich mir der Magen umgedreht, weil sich die Menschen in äußerlich monsterartige Wesen verwandeln, die ihre Organe ausspucken und die Glieder verformen sich und - ich hör lieber auf an dieser Stelle, aber es war echt übel und mir schon zT bisschen zu viel des Guten. Hat mich an die Verwandlung der Kinder aus dem Anime Made in Abyss erinnert, was es leider noch bildhafter gemacht hat 😂🙈

Benji wird von einer LGBTQ+ Gruppe gerettet und verliebt sich in den Anführer, der wiederum ganz eigene Pläne hat. Zusätzlich verwandelt sich Benji, weil er eine zu einem Monster mutierte Biowaffe für diese Sekte werden sollte. Es ging darum, wie weit manche Menschen für ihren Glauben gehen, was mit sehr vielen heftigen Bibelversen unterstrichen wurde. Das alles zusammen war für meinen Kopf so: 🤯🤯🤯

Die Message hinter diesem actionreichen Plot hat mir am besten gefallen. Es geht um Identität. Darum, wer du bist, wenn du keine Kontrolle darüber hast, in welchem Körper du steckst, wofür diese Mutationen einfach die perfekte Metapher waren. Man hat so sehr mit Benji gelitten, gehofft, war soo wütend für ihn, als die eigene Mutter ihn wieder in ein Kleid gesteckt hat und dann noch dieser furchtbare Verlobte... Es ging um queeres Aufbegehren, für sich selbst zu kämpfen und einzustehen, herauszufinden, wer man ist, wenn die Welt aufhört, einem ihren Stempel auszudrücken. Es drückte so viel Wut des Autors aus, er drückt aus, wie er selbst durch die Hölle ging & überlebte. Wow, but bloody

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