Über Verlust und Liebe zweier Familien
Beeren pflückenAuf dem Cover springen die Blaubeeren fast dreidimensional heraus, zum Zugreifen nahe. Die Szenerien spielen hauptsächlich in Maine und Nova Scotia. Auf zwei Erzählebenen geht es ab Juli 1962 um zwei Familien: ...
Auf dem Cover springen die Blaubeeren fast dreidimensional heraus, zum Zugreifen nahe. Die Szenerien spielen hauptsächlich in Maine und Nova Scotia. Auf zwei Erzählebenen geht es ab Juli 1962 um zwei Familien: Eine Mi'kmaq-Familie mit ihren vielen Kindern und eine wohlhabende, weiße Familie mit Norma als Einzelkind. Über 50 Jahre verfolgt man in wechselnden Perspektiven je Kapitel aus der Sicht von Joe bzw. von Norma die langsame Enthüllung eines großen Geheimnisses in angenehmem, berührendem Schreibstil. Interessant dabei ist der Verlust der traditionellen Lebensweise und auch der Sprache der Mi'kmaq. Wie erfolgreich die Christianisierung bei diesem indigenen Volk war, ist ebenfalls kurz festgehalten. Thematisiert werden neben der Lebenssituation und den Alltagsproblemen nicht nur dieser Indianer auch Albträume, Alkoholismus, Gewalt, Schuldgefühle, Krankheit, Tod, Lügen, Rassismus und Hoffnung.
Ein informativer, teils sehr berührender Lesespass!