Ein Buch über eine Mutter, die auf der Suche nach ihrem Sohn, sich selbst findet
SunbirdsEin Buch über eine Mutter, die – auf der Suche nach ihrem verlorenen Sohn – sich selbst findet.
Seit sieben Jahren ist Torran verschwunden. Er verließ sein Hotelzimmer in Indien und kehrte nie zurück. ...
Ein Buch über eine Mutter, die – auf der Suche nach ihrem verlorenen Sohn – sich selbst findet.
Seit sieben Jahren ist Torran verschwunden. Er verließ sein Hotelzimmer in Indien und kehrte nie zurück. Anne hat alles aufgegeben, um ihren Sohn zu suchen: Sie verließ ihren Mann, ließ ihr Leben in Schottland hinter sich – und verlor dabei sich selbst. Nun gibt es einen neuen Hinweis auf seinen möglichen Aufenthaltsort, den ihre Nichte ihr nach Indien überbringt. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Reise …
Anfangs war ich etwas ungeduldig, da es eine Weile dauerte, bis man die Personen und ihre Zusammenhänge richtig einordnen konnte. Doch sobald sich das Bild fügte, tauchte ich ein in die Welt des Himalayas und begleitete Anne und ihre Nichte auf ihrer emotionalen Reise.
In einer eindrucksvollen, poetischen Sprache beschreibt Penelope Slocombe die Natur – die raue Bergwelt mit ihren Wetterkapriolen und ihrer Tierwelt – so bildhaft, dass man sie förmlich vor sich sieht.
„Die großen, unerschütterlichen Berge schienen zu wackeln und zu wandern, mitgerissen vom wütenden Gewittersturm.“
Sehr eindringlich wird der emotionale Aspekt des Verlusts eines Kindes dargestellt: was es bedeutet, nicht abschließen zu können, in einer endlosen Warteschleife zu verharren – und sich dabei selbst zu verlieren. Parallel dazu thematisiert der Roman auch die Verantwortung des Mutterseins und das ständige Hinterfragen, ob man dieser gerecht wird.
Man erhält einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der Protagonistinnen. Ob sie am Ende finden, was sie suchen, müsst ihr selbst herausfinden.
Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter – vor allem der mittlere Teil ist ein absolutes Highlight!