Pageturner
Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?„Die Kollegin“ von Freida McFadden übersetzt von Astrid Gravert
Verlag: Heyne
Zwei Frauen. Schreibtisch neben Schreibtisch.
Und plötzlich ist eine von ihnen verschwunden.
„Die Kollegin“ hat mich sofort ...
„Die Kollegin“ von Freida McFadden übersetzt von Astrid Gravert
Verlag: Heyne
Zwei Frauen. Schreibtisch neben Schreibtisch.
Und plötzlich ist eine von ihnen verschwunden.
„Die Kollegin“ hat mich sofort gecatcht – nicht nur wegen des richtig coolen Farbschnitts (ja, auch das Auge liest mit), sondern wegen dieser unterschwelligen Spannung, die sich von Seite zu Seite aufbaut.
Dawn ist… anders. Still, unbeholfen, schräg und doch irgendwie verloren. Ihre Kollegin Natalie beobachtet sie, ein bisschen von oben herab – bis Dawn plötzlich nicht mehr zur Arbeit erscheint. Ab da kippt alles. Natalie wird in ein Netz aus Lügen, Schuld und Gewalt gezogen, das immer enger wird.
Und man denkt ständig: Wer ist hier eigentlich Opfer – und wer Täter? Wer lügt und was ist die Wahrheit?
Der Thriller punktet auch mit einem spannend aufgebauten Spannungsbogen, der sich Kapitel für Kapitel steigert. Die Charaktere sind unfassbar präzise und intensiv beschrieben – ich hatte beim Lesen das Gefühl, ihnen direkt gegenüberzusitzen. Die Autorin überzeugt auch mit ihrem Schreibstil: Flüssig, packend, sehr gut lesbar – man fliegt regelrecht durch die Seiten.
Ich mochte besonders die Perspektivwechsel und Zeitsprünge – sie sorgen dafür, dass man niemals wirklich sicher ist, was gerade passiert oder wem man trauen kann. Man verdächtigt, verwirft, überlegt neu – und steht am Ende ziemlich sprachlos da.
Das Finale? Grandios. Schockierend, heftig, aber stimmig.
Ein richtig starker Thriller mit Tiefgang und klugem Aufbau. Für mich ganz klar 5 Sterne.