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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2025

Ein verfluchtes Hotel

Glory of Broken Dreams (Devil's Dance 1)
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Ich mochte die Academy of Dream Analysis von Ruby Braun sehr gerne, weshalb ich mich auch auf dieses Buch gefreut habe. Schon damals empfand ich ihren Schreibstil besonders und während er damals perfekt ...

Ich mochte die Academy of Dream Analysis von Ruby Braun sehr gerne, weshalb ich mich auch auf dieses Buch gefreut habe. Schon damals empfand ich ihren Schreibstil besonders und während er damals perfekt zur Welt gepasst hat, bin ich hier immer wieder aus der Geschichte rausgerissen worden.

Bei Glory of Broken Dreams geht es um ein magisches Hotel. Charlotte heuert im Hotel Lichtenstein an, um sich ihren großen Traum von der Karriere als gefeierte Tänzerin zu erfüllen und sieht das Hotel als Trittbrett. Gleichzeitig verfolgt man Willem, der sich aufgrund seiner familiären Hintergründe am Hotel beworben hat und dort als Profiboxer arbeitet. Beiden wird recht schnell klar, dass an der Magie, von der sich viele erzählen, etwas dran ist.

Die Handlung konnte micht nicht so mitreißen, wie erhofft. Es gab fär mich keinen klaren Weg, sondern die vielen Erzählstränge fühlten sich mit der Zeit ein wenig überfordernd an und führten dazu, dass ich nicht wirklich weiterlesen wollte. Lange Zeit sind die Geschehnisse rundum die Magie des Hotels unklar - ich glaube, hier hätte mir deutlich geholfen, wennn diese kein Mysterium gewesen wäre, sondern von Anfang an kommunziert worden wäre. Die Begründung der Magie fühlte sich dann auch viel zu schnell erzählt an und ließ mich unzufrieden zurück.

Die Charaktere an sich waren spannend ausgearbeitet, aber ich konnte sie nicht wirklich greifen. Ich mochte Charlottes starken Charakter, mit weichem Kern und den Unsicherheitne. Die Autorin wollte hier eine Message rüberbringen, dies ist ihr gelungen. So richtig mitfühlten konnte ich mit Charlotte leider dennoch nicht. Auch Willem blieb eher blass und in Kombination wollte der Funke nicht überspringen. Die Dialoge fühlten waren schlagfertig, aber ich konnte mich nicht darin fallen lassen.

Alles in allem eine schillernde Welt, bei der der Funke nicht auf mich überspringen wollte.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Der Dunkelheit auf der Spur

Shadows of Perl
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Ich habe mich gefreut, in die Welt der Dunkelwächter, Häuser und Dragune zurückzukehren. Band 1 hatte ich vor circa einem Dreivierteljahr gelesen und hatte gedacht, mich noch an vieles erinnern zu können, ...

Ich habe mich gefreut, in die Welt der Dunkelwächter, Häuser und Dragune zurückzukehren. Band 1 hatte ich vor circa einem Dreivierteljahr gelesen und hatte gedacht, mich noch an vieles erinnern zu können, aber falsch gedacht.

Tatsächlich fiel mir der Einstieg in Band 2 schwer. Das liegt zum einen an der komplexen Welt, die aber für mich noch nicht an allen Stellen schlüssig ist, zum anderen an den vielen Perspektivwechseln, die in diesem Band durch eine weitere ergänzt werden. Dadurch ergab sich eine Fülle an Inhalten, die meine Aufnahmefähigkeit überstiegen. All die Namen und Hintergründe waren mir zudem teilweise fremd. Ich brauchte lange, um in diesem Band anzukommen. In Band 1 hatte ich bereits einige Fragen an den Aufbau der Welt und der Magie und mir erhofft, die Antworten in diesem Band zubekommen, aber stattdessen folgt noch mehr Wissen, das nicht unbedingt in die Tiefe geht.

Quell als Charakter ist in diesem Band wieder sehr stark. Mir hätte es fast gereicht, die Dinge aus ihrer Sichtweise zu sehen. Sie ist unabhängig, widerstandsfähig und mutig, obwohl so ziemlich jeder sich gegen sie wendet. Jordan durchblicke ich noch immer nicht so ganz. Er legt ziemlich viele Wechsel in seinem Charakter dar. Yagrin ist interessant und ihn mochte ich gerne.

Handlungstechnisch geht die Suche nach der kaputten Sphäre und Quells Mutter lange Zeit voran, während Quell gleichzeitig auf der Flucht vor den Dragunen ist. Bei so vielen Seiten zeigt sich schon, dass die Handlung in diesem Mittelband gestreckt wurde. Nore, die als neuer Charakter auftritt, bringt noch ihre eigene Suche nach der Unsterblichkeit voran, doch ihr Charakter blieb in diesem Band für mich blass.

Alles in allem hat diese Reihe so viel Potenzial. Es gibt viele Charaktere, denen man keinen Meter über den Weg traut, mit denen sich die Hauptprotagonisten aber trotzdem gut stellen müssen. Das Magiesystem bietet ebenfalls viele Anknüpfungspunte. Nur irgendwie konnten mich diese Dinge nicht tiefgehender fesseln.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

Eine New York Cinderella-Story

Summer in the City
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Drehbuchautorin hasst den Tech-Milliardär Parker, nachdem die beiden sich in einer verhängnisvollen Nacht kennengelernt und gleich dazu missverstanden haben. Jahre später treffen sie sich plötzlich als ...

Drehbuchautorin hasst den Tech-Milliardär Parker, nachdem die beiden sich in einer verhängnisvollen Nacht kennengelernt und gleich dazu missverstanden haben. Jahre später treffen sie sich plötzlich als Nachbarn wieder und gehen einen Deal miteinander ein: Parker möchte die Nachrichten mit Elle als Freundin von der Übernahme seines Geschäfts ablenken, während Parker Elle als Muse dient. Es beginnt ein Sommer in New York, an denen die beiden die Stadt erkunden und sich gegenseitig kennenlernen.

Das Buch gefiel mir zu Beginn richtig gut, besonders die Beschreibungen der Orte in New York, die man mit Elle und Parker gemeinsam besucht. Hier lernt man nicht nur die bekanntesten Orte kennen, sondern auch den luxuriösen Teil ebenso wie süße Pizzaofen um die Ecke. Auch die Chemie zwischen Elle und Parker stimmt, wobei insbesondere Parker alles gibt, um Elle von sich zu überzeugen.

Bereits zu Beginn merkt man, auf was der Kipppunkt in der Beziehung der beiden zusteuert. Während Parker Elle mit Geld überschüttet, wünscht diese sich eher Taten statt (Geld-)geschenke, auch wenn sie hier auch nicht wirklich konsequent handelt und Zeichen sendet. Die Dynamiken gipfeln zum Ende hin in einigen wirklich skurrilen Situationen, die auf mich nicht wirklich authentisch wirkten. Auch das Ende generell reiht sich hier ein. Dadurch konnte ich ab der 2. Hälfte nicht mehr so richtig mitfiebern.

Es gibt weiterhin einige Hintergründe und familiäre und arbeitstechnische Verstrickungen, die die Handlungen und Reaktionen der beiden erklären sollen, aber auch hier war für mich nicht alles stimmig.

Wer also New-York-Vibes sucht und mit skurrilen Dynamiken leben kann, dem könnte das Buch gefallen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Magische Stickereien

A Fragile Enchantment
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Bei einer Fantasy-Geschichte mit Bridgerton-Vibes schlug mein Herz gleich höher, denn hier werden meine liebsten Themen miteinander verbunden. Außerdem sind das Cover und der Farbschnitt einfach wunderschön, ...

Bei einer Fantasy-Geschichte mit Bridgerton-Vibes schlug mein Herz gleich höher, denn hier werden meine liebsten Themen miteinander verbunden. Außerdem sind das Cover und der Farbschnitt einfach wunderschön, sodass ich quasi nicht anders konnte, als nach dem Buch zu greifen.

Der Einstieg war noch vielversprechend. Wir lernen Niamh kennen, welche ihre Heimat verlässt, um im Nachbarland (welches ihre Heimat für lange Zeit unterdrückt hat), einer angesehenen Arbeit im Königshaus nachzugehen. Sie erhofft sich zunächst Geld, um ihre Familie zu unterstützen und später dann auch genug Ansehen, um einen eigenen Laden zu eröffnen.

Recht schnell lernt Niamh dann auch den Bruder des Königs Jack, Kit, kennen. Die beiden mögen sich zu Beginn nicht sonderlich, doch mit der Zeit entdecken sie Ähnlichkeiten ineinander und finden immer wieder ihren Frieden in den Gesprächen mit dem jeweils anderen. Kit ist recht eigenbrödlerisch und verschlossen, hat das Herz jedoch am recht Fleck.

Währenddessen kommt es noch zu einigen politischen Verzwickungen, nicht zuletzt, weil Kit eigentlich eine arrangierte Ehe eingehen soll, um das eigene Land zu stärken Diese politischen Themen sind doch sehr im Fokus des Buches und nahmen für mich manchmal die Spannung aus dem Buch, weil es trockene Themen sind. Gut empfand ich hierbei wiederum, wie das Thema Rassismus samt unterschwelliger, gemeiner Kommentare immer wieder eingestreut wurde, denn Niamh muss sich aufgrund ihrer Abstammung so einiges gefallen lassen.

Allgemein war es dann aber leider eine Kombination aus Schreibstil und Handlung, die mich auf lange Sicht nicht überzeugen konnte. Die Beschreibungen der Figuren zueinander blieben für mich zu oberflächlich. Niamhs Familie und ihre daraus resultierende Aufoperfungsbereitschaft wurden immer wieder eher kurz beschrieben, aber insgesamt ergab sich mir hier ganz großes Bild, weil ihre Mutter und Großmutter selber nie zu Wort kommen. Auch Kit und Jack haben eine tragische Familienvergangenheit, die sich auch auf ihr heutiges Leben auswirkte, aber das wurde auch nur angeschnitten. Nicht zuletzt Niamhs Krankheit, deren Beschreibung bis zum Schluss schwammig bleibt und hier nie aufgeklärt wird, inwiefern sich diese nun auf ihr Leben auswirken wird.

Alles in allem hat mir die Tiefgründigkeit gefehlt. Die Kombination der Themen gefiel mir und Niamhs magische Fähigkeiten wurden sehr atmohphäisch umgesetzt, aber von mir daher nur eine bedingte Empfehlung.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Wilder Genre-Mix

Courting – Be mine through all time
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Bei "Courting- Be Mine through all time" habe ich ein Buch erwartet, dass ähnlich der Bridgerton-Serien ist oder eine moderen Variante von den Jane Austen Romanen ist und das habe ich hier teilweise bekommen. ...

Bei "Courting- Be Mine through all time" habe ich ein Buch erwartet, dass ähnlich der Bridgerton-Serien ist oder eine moderen Variante von den Jane Austen Romanen ist und das habe ich hier teilweise bekommen. Allerdings wird das Ganze mit der Zeit zu einem großen Anteil zu einem Krimi und für mich auch teilweise einfach zu skurril. Ohne zu spoilern: Die Einflüsse reichen bis in die Reihen der königlichen Familie, die Ermittlungen haben eine gigantische Tragweite über Ländergrenzen hinaus. Ich hatte einfach eine bodenständigere Geschichte erwartet.

Aber von Anfang an: Rebecca ist eine Waise und lebt ihr recht zurückgezogenes Leben, bis sie sich auf einmal im Jahre 1816 wiederfindet. Die Zeitreise selbst und deren Erklärung nimmt einen eher kleinen Teil des Buches ein und war für mich nicht wirklich sinnhaftig, aber das habe ich bei diesem Buch auch nicht unbedingt erwartet. Rebeccas Leben in der Vergangenheit ist also schon existent, sie kann in eine bereits vorhandene Rolle bei ihrer Familie schlüpfen und wird gerade auf dem Hochzeitsmarkt eingeführt. Es folgen Bälle, Tänze und viele Gentlemen, die um ihre Gunst werben.

Nachbar Reed Knox ist allerdings der einzige, der ihr Herz erreichen kann, obwohl der Herzensbrecher und Pirat tabu ist. Während ich Rebecca meist ein wenig zu überdreht fand und ihren Humor nicht wirklich teilte, war Reed sehr warmherzig und hat sich Stück für Stück in mein Herz geschlichen. Allerdings fand ich auch seinen beruflichen Werdegang als ein bisschen too much. Ich hab hier einfach etwas anderes erwartet und der Genre-Mix konnte mich dahingehend nicht überzeugen.

Die Liebesgeschichte ist schön und die Autorin lässt den beiden Protagonisten beim Kennenlernen viel Zeit. Auch der Schreibstil ist locker und leicht und wird immer wieder mit Infos zur Zeit gespickt, was mir gefallen hat und wodurch sich das Ganze realistischer angefühlt hat. Es gab ein paar sehr gemütliche, entspannte Momente. Das Ende wiederum habe ich nicht wirklich gefühlt und frage mich auch, was mir das sagen soll.

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