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Veröffentlicht am 15.06.2025

Eine New York Cinderella-Story

Summer in the City
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Drehbuchautorin hasst den Tech-Milliardär Parker, nachdem die beiden sich in einer verhängnisvollen Nacht kennengelernt und gleich dazu missverstanden haben. Jahre später treffen sie sich plötzlich als ...

Drehbuchautorin hasst den Tech-Milliardär Parker, nachdem die beiden sich in einer verhängnisvollen Nacht kennengelernt und gleich dazu missverstanden haben. Jahre später treffen sie sich plötzlich als Nachbarn wieder und gehen einen Deal miteinander ein: Parker möchte die Nachrichten mit Elle als Freundin von der Übernahme seines Geschäfts ablenken, während Parker Elle als Muse dient. Es beginnt ein Sommer in New York, an denen die beiden die Stadt erkunden und sich gegenseitig kennenlernen.

Das Buch gefiel mir zu Beginn richtig gut, besonders die Beschreibungen der Orte in New York, die man mit Elle und Parker gemeinsam besucht. Hier lernt man nicht nur die bekanntesten Orte kennen, sondern auch den luxuriösen Teil ebenso wie süße Pizzaofen um die Ecke. Auch die Chemie zwischen Elle und Parker stimmt, wobei insbesondere Parker alles gibt, um Elle von sich zu überzeugen.

Bereits zu Beginn merkt man, auf was der Kipppunkt in der Beziehung der beiden zusteuert. Während Parker Elle mit Geld überschüttet, wünscht diese sich eher Taten statt (Geld-)geschenke, auch wenn sie hier auch nicht wirklich konsequent handelt und Zeichen sendet. Die Dynamiken gipfeln zum Ende hin in einigen wirklich skurrilen Situationen, die auf mich nicht wirklich authentisch wirkten. Auch das Ende generell reiht sich hier ein. Dadurch konnte ich ab der 2. Hälfte nicht mehr so richtig mitfiebern.

Es gibt weiterhin einige Hintergründe und familiäre und arbeitstechnische Verstrickungen, die die Handlungen und Reaktionen der beiden erklären sollen, aber auch hier war für mich nicht alles stimmig.

Wer also New-York-Vibes sucht und mit skurrilen Dynamiken leben kann, dem könnte das Buch gefallen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Magische Stickereien

A Fragile Enchantment
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Bei einer Fantasy-Geschichte mit Bridgerton-Vibes schlug mein Herz gleich höher, denn hier werden meine liebsten Themen miteinander verbunden. Außerdem sind das Cover und der Farbschnitt einfach wunderschön, ...

Bei einer Fantasy-Geschichte mit Bridgerton-Vibes schlug mein Herz gleich höher, denn hier werden meine liebsten Themen miteinander verbunden. Außerdem sind das Cover und der Farbschnitt einfach wunderschön, sodass ich quasi nicht anders konnte, als nach dem Buch zu greifen.

Der Einstieg war noch vielversprechend. Wir lernen Niamh kennen, welche ihre Heimat verlässt, um im Nachbarland (welches ihre Heimat für lange Zeit unterdrückt hat), einer angesehenen Arbeit im Königshaus nachzugehen. Sie erhofft sich zunächst Geld, um ihre Familie zu unterstützen und später dann auch genug Ansehen, um einen eigenen Laden zu eröffnen.

Recht schnell lernt Niamh dann auch den Bruder des Königs Jack, Kit, kennen. Die beiden mögen sich zu Beginn nicht sonderlich, doch mit der Zeit entdecken sie Ähnlichkeiten ineinander und finden immer wieder ihren Frieden in den Gesprächen mit dem jeweils anderen. Kit ist recht eigenbrödlerisch und verschlossen, hat das Herz jedoch am recht Fleck.

Währenddessen kommt es noch zu einigen politischen Verzwickungen, nicht zuletzt, weil Kit eigentlich eine arrangierte Ehe eingehen soll, um das eigene Land zu stärken Diese politischen Themen sind doch sehr im Fokus des Buches und nahmen für mich manchmal die Spannung aus dem Buch, weil es trockene Themen sind. Gut empfand ich hierbei wiederum, wie das Thema Rassismus samt unterschwelliger, gemeiner Kommentare immer wieder eingestreut wurde, denn Niamh muss sich aufgrund ihrer Abstammung so einiges gefallen lassen.

Allgemein war es dann aber leider eine Kombination aus Schreibstil und Handlung, die mich auf lange Sicht nicht überzeugen konnte. Die Beschreibungen der Figuren zueinander blieben für mich zu oberflächlich. Niamhs Familie und ihre daraus resultierende Aufoperfungsbereitschaft wurden immer wieder eher kurz beschrieben, aber insgesamt ergab sich mir hier ganz großes Bild, weil ihre Mutter und Großmutter selber nie zu Wort kommen. Auch Kit und Jack haben eine tragische Familienvergangenheit, die sich auch auf ihr heutiges Leben auswirkte, aber das wurde auch nur angeschnitten. Nicht zuletzt Niamhs Krankheit, deren Beschreibung bis zum Schluss schwammig bleibt und hier nie aufgeklärt wird, inwiefern sich diese nun auf ihr Leben auswirken wird.

Alles in allem hat mir die Tiefgründigkeit gefehlt. Die Kombination der Themen gefiel mir und Niamhs magische Fähigkeiten wurden sehr atmohphäisch umgesetzt, aber von mir daher nur eine bedingte Empfehlung.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Wilder Genre-Mix

Courting – Be mine through all time
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Bei "Courting- Be Mine through all time" habe ich ein Buch erwartet, dass ähnlich der Bridgerton-Serien ist oder eine moderen Variante von den Jane Austen Romanen ist und das habe ich hier teilweise bekommen. ...

Bei "Courting- Be Mine through all time" habe ich ein Buch erwartet, dass ähnlich der Bridgerton-Serien ist oder eine moderen Variante von den Jane Austen Romanen ist und das habe ich hier teilweise bekommen. Allerdings wird das Ganze mit der Zeit zu einem großen Anteil zu einem Krimi und für mich auch teilweise einfach zu skurril. Ohne zu spoilern: Die Einflüsse reichen bis in die Reihen der königlichen Familie, die Ermittlungen haben eine gigantische Tragweite über Ländergrenzen hinaus. Ich hatte einfach eine bodenständigere Geschichte erwartet.

Aber von Anfang an: Rebecca ist eine Waise und lebt ihr recht zurückgezogenes Leben, bis sie sich auf einmal im Jahre 1816 wiederfindet. Die Zeitreise selbst und deren Erklärung nimmt einen eher kleinen Teil des Buches ein und war für mich nicht wirklich sinnhaftig, aber das habe ich bei diesem Buch auch nicht unbedingt erwartet. Rebeccas Leben in der Vergangenheit ist also schon existent, sie kann in eine bereits vorhandene Rolle bei ihrer Familie schlüpfen und wird gerade auf dem Hochzeitsmarkt eingeführt. Es folgen Bälle, Tänze und viele Gentlemen, die um ihre Gunst werben.

Nachbar Reed Knox ist allerdings der einzige, der ihr Herz erreichen kann, obwohl der Herzensbrecher und Pirat tabu ist. Während ich Rebecca meist ein wenig zu überdreht fand und ihren Humor nicht wirklich teilte, war Reed sehr warmherzig und hat sich Stück für Stück in mein Herz geschlichen. Allerdings fand ich auch seinen beruflichen Werdegang als ein bisschen too much. Ich hab hier einfach etwas anderes erwartet und der Genre-Mix konnte mich dahingehend nicht überzeugen.

Die Liebesgeschichte ist schön und die Autorin lässt den beiden Protagonisten beim Kennenlernen viel Zeit. Auch der Schreibstil ist locker und leicht und wird immer wieder mit Infos zur Zeit gespickt, was mir gefallen hat und wodurch sich das Ganze realistischer angefühlt hat. Es gab ein paar sehr gemütliche, entspannte Momente. Das Ende wiederum habe ich nicht wirklich gefühlt und frage mich auch, was mir das sagen soll.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Werwolf-Spice

The Fake Mate – Die Liebe ist eine Bestie für sich
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In "The Fake Mate" treffen Mackenzie "Mack" und Noah aufeinander, beides Ärzte, beides Werwölfe. Mack sieht sich gezwungen, mit Noah eine Fake-Beziehung einzugehen, da ihre Gran seit jeher einen Schwiegerenkel ...

In "The Fake Mate" treffen Mackenzie "Mack" und Noah aufeinander, beides Ärzte, beides Werwölfe. Mack sieht sich gezwungen, mit Noah eine Fake-Beziehung einzugehen, da ihre Gran seit jeher einen Schwiegerenkel haben möchte, während Noah sich aufgrund seines Berufes für die Fake-Beziehung entscheidet. Denn als Alpha hat sein Arbeitgeber gewisse Vorurteile ihm gegenüber, warum er seinen Beruf nicht ausüben kann.

Man wird sofort ins Geschehen geworfen, nämlich genau bei der Szene, bei der Mackenzie und Noah sich für die Fake-Beziehung entscheiden. Das schafft zunächst Spannung, aber recht schnell wurde mir bewusst, dass es zu dem eher inhaltsarmen Handlungsverlauf passt. Es gibt viele Dialoge, deren Humor mich nicht wirklich abholen konnte. Mack und Noah lernen sich weiter kennen, obwohl es recht schnell sehr körperlich wird. Die Spice-Szenen sind gut geschrieben, aber so zahlreich vorhanden, dass das die Chemie und der Bindungsaufbau der Protagonisten hintenrunter fiel.

Mackenzie wird als humorvolle, selbstbewusste Frau beschrieben, während Noah immer sehr ernst und angespannt wirkt. Ihre Charaktere sind konsequent, aber ich konnte leider mit keinem von den beiden so richtig mitfühlen oder mich in sie hineinversetzen, was teils auch an dem Schreibstil lag. Die vielen Dialoge blieben recht seicht und wie bereits gesagt konnte mich ihr Inhalt nicht wirklich abholen oder zum Schmunzeln bringen. Die Geschehnisse spielen größtenteils im Krankenhaus, aber auch hier blieb die Umgebung für mich eher schwammig.

Der Werwolf-Aspekt war tatsächlich mein Lieblingspart, auch wenn es manchmal schon ein wenig skurril war, von dem "Knoten" zu lesen, denn ich noch allzu gut aus Ali Hazelwoods "Bride" kennen. Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht hunderprozentig überzeugen. Wer spice und Gestaltwandler mag, wird damit aber sicher seine Freude haben.

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Japanische Mythologie in Form eines Mangas

Der Fuchs und der kleine Tanuki 3
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Als damaliger großer Mangafan wollte ich diesen gerne lesen, um zu schauen, inwiefern vielleicht auch meine Klasse hier dem Genre näher kommen kann. Es handelt sich hierbei um einzelne Tiergottheiten in ...

Als damaliger großer Mangafan wollte ich diesen gerne lesen, um zu schauen, inwiefern vielleicht auch meine Klasse hier dem Genre näher kommen kann. Es handelt sich hierbei um einzelne Tiergottheiten in ihren verschiedenen AUsprägungen aus der japanischen Mythologie. Der Fuchsgott Senzou ist dabei niemand unbeflecktes, im Gegenteil, er hat in der Vergangenheit viel Unheil angerichtet, weshalb er in einen dreihundertjährigen Schlaf versetzt wurde. Nun soll er für seine Taten wieder geradestehen und dem kleinen Tanuki Monpachi alles wichtige bebringen, was ein Gottesdiener können müss.

Die Charaktere selbst sind liebevoll und auch charakterstark ausgearbeitet. Insbesondere Senzou ist bewegt sich sich eher im Graubereich, was bei Kinderbüchern ja doch eher selten ist. Hierhingehend bietet sich für das junge Alter denke ich eine neue Erfahrung abseits "sichererer" Bücher. In Kombination mit dem absolut liebenswürdigen Monpachi und dem einen Hundegeist ergeben sich sehr humorvolle und auch bewegende Momente.

Leider empfand ich die Geschehenisse, die Begriffe und auch die Geschichte an sich als deutlich komplex und das nicht nur für die Zielgruppe. Auch ich konnte nicht immer folgen, da komplexe Zusammenhänge sehr kurz erklärt wurden und die Charaktere innerhalb ihrer Tierformen als Vierbeiner alle recht große Ähnlichkeiten haben. Nicht immer war mir klar, wer da gerade spricht.

Ich würde es daher noch älteren Kindern empfehlen, obwohl sich hier dann wieder die Frage stellt, ob es inhaltlich passr. Die Infos rundum die japanische Mythologie wiederum waren sehr spannend.

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