Profilbild von fitboe

fitboe

Lesejury Star
offline

fitboe ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit fitboe über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2025

Warum trägt Sisi die Sterne im Haar?

Sisi. Die Sterne der Kaiserin
0

Fanny, Friseurin am Wiener Burgtheater, wird zu Sisis Hoffriseurin. Und damit zu eine ihrer engsten Vertrauten und Geheimnisbewahrerin.

Das Cover zeigt Sisi schräg mit der berühmten Sternen-Flechtfrisur ...

Fanny, Friseurin am Wiener Burgtheater, wird zu Sisis Hoffriseurin. Und damit zu eine ihrer engsten Vertrauten und Geheimnisbewahrerin.

Das Cover zeigt Sisi schräg mit der berühmten Sternen-Flechtfrisur im Haar vor der Kulisse der Hofburg und stilisierten Sternen. Ein edles Cover, das jedem Sisi-Fan sofort zeigt, um wen es geht. Und auch der Titel "Sisi Die Sterne der Kaiserin" ist passend, erschließt sich im Laufe der Geschichte.

Mara Andeck bringt uns Leser sofort in die Geschichte, indem sie die Ähnlichkeiten, aber auch die Unterschiede von Sisi und Fanny aufzeigt. Mit der Idee, Sisi durch ihre enge Vertraute, Hoffriseurin Fanny, zu charakterisieren, gelingt ihre eine neue Sicht auf die Kaiserin. Und sie zeigt uns auch die seelischen Abgründe, die dunkle Seite, die so gar nichts mit den bekannten "Sissi-Filmen" gemeinsam hat. Auch wenn es sich um eine Mischung aus Fiktion und Biografie-Erzählung handelt, könnte sich vieles so abgespielt haben. Und wenn die Geschichte mit den berühmten Sternen, die Sisi im Haar trug, so stimmt, ist das eine sehr berührende Geschichte und wirft nochmal ein ganz neues Licht auf die mysteriöse Sisi. Das Buch hat mich gut unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2025

Fröhlich/Kleis wie man sie kennt und mag

Älter werden ist wie jung sein, nur krasser
0

Das Freundinnen-Duo Susanne Fröhlich und Constanze Kleis schreibt über ein Thema, über das viele nicht so gerne reden: das Älterwerden. Beide sind über 60 und wissen, über was sie schreiben. Sie tun das ...

Das Freundinnen-Duo Susanne Fröhlich und Constanze Kleis schreibt über ein Thema, über das viele nicht so gerne reden: das Älterwerden. Beide sind über 60 und wissen, über was sie schreiben. Sie tun das wie bereits in ihren vorigen Büchern: mit ganz viel Humor und einem Augenzwinkern. Deshalb ist es sowohl informativ als auch unterhaltsam.

"Älter werden ist wie jung sein, nur krasser" hat ein leuchtend gelbes Cover mit weißer und pinkfarbener Schrift und am oberen Rand eine pinkfarbene Glasur mit bunten Streuseln. Das sieht sowohl appetitlich als auch fröhlich aus und gibt dem Buch den Hingucker-Moment, um den Klappentext zu lesen und sich im besten Fall für das Buch zu entscheiden.

Beide Autorinnen haben diverse Selbstversuche wie Eisbaden, VHS-Kurs zum Thema Steuern, etc. ausprobiert und erzählen davon. Außerdem berichten sie aus dem reichen Erfahrungsschatz ihrer Freundinnen, die sich ungefähr im gleichen Alter befinden und ähnliche Themen haben. Das bringt einen sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken, eine gelungene Mischung, die bei einem "Sachbuch" nicht immer gegeben ist und je nach Thema viel öfter so umgesetzt werden sollte. Auch wenn ich noch ein Stück jünger als die Autorinnen bin, kann ich viele Anregungen nachvollziehen und bei vielen Themen ist es gut, sich lieber früher darüber Gedanken zu machen und das Thema umzusetzen. Deshalb danke an das Team Fröhlich/Kleis für die humorvollen Tipps und den Schubs in die richtige Richtung! Bis zum nächsten Buch, ich freue mich darauf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2025

Dahoam is dahaom

Ich küss dich tot
0

Annabelle steht kurz davor, den Job ihres Lebens in Singapur anzutreten, als sie ein Hilferuf ihrer Eltern ins heimische Hotel in die Alpen ruft. Auf dem Weg dorthin trifft sie einen tollen Typ, findet ...

Annabelle steht kurz davor, den Job ihres Lebens in Singapur anzutreten, als sie ein Hilferuf ihrer Eltern ins heimische Hotel in die Alpen ruft. Auf dem Weg dorthin trifft sie einen tollen Typ, findet leider jedoch auch eine Leiche, die nicht die einzige bleiben wird. Es wird turbulent in Puxdorf….

Auf dem Cover, das sofort als ein typisches Ellen-Berg-Cover zu erkennen ist, sieht man eine Bergkulisse, vor deren Hintergrund ein Mann aus Schnee ein Herz formt, hin zu einer Frau mit einer Nikolausmütze. Die gezeichneten Figuren sehen älter aus als die „echten“ Protagonisten, ansonsten passt die Zeichnung gut zum Buch.

„Ich küss dich tot“ zeigt den gleichen tollen Humor wie ihre anderen Bücher, ich mag das sehr. Wobei dieses Buch, vermutlich den Leichen geschuldet, nicht ganz so lustig ist wie manch anderes Buch der Autorin. Die Charaktere sind gut geschildert und wachsen einem im Laufe des Buches ans Herz, vor allem auch die Oma und der Max. Auch Nachdenkliches kommt vor, deshalb hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten und es wird bestimmt nicht das letzte von Ellen Berg gewesen sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2025

Christmas in New York

Winterträume in New York
0

Die arme "Pech-Marie"! Nach der Trennung von ihrem Freund scheint die gewonnene New York-Reise mit ihrer besten Freundin endlich mal Glück zu bedeuten. Bis ihre Handtasche weg ist und alles drunter und ...

Die arme "Pech-Marie"! Nach der Trennung von ihrem Freund scheint die gewonnene New York-Reise mit ihrer besten Freundin endlich mal Glück zu bedeuten. Bis ihre Handtasche weg ist und alles drunter und drüber geht. Chaos pur.

Auf dem rosafarbenen Cover tummeln sich weiße Schneeflocken, Weihnachtsgirlanden, Päckchen und natürlich das berühmte Yellow Cab. Soweit so schön und passend. Über den Titel bin ich gestolpert, natürlich bezieht sich der Schnee und das damit verbundene Chaos auf den Winter, aber das ganze Setting ist so weihnachtlich, das müsste sich auch im Titel wiederspiegeln, um richtig zu passen.

Anna Liebigs Schreibstil gefällt mir gut, man konnte sich sowohl die Charaktere als auch die Settings sehr gut vorstellen. Und wer schon mal vor Weihnachten in New York war und es geliebt hat, wird die Geschichte schon alleine deshalb mögen! Da ich auch aus der Nähe von Frankfurt komme, war es schön, bekannte Orte und Begriffe wie Äppler und die Frankfurtbeschreibungen zu lesen. Und die Beschreibung der Radiomoderatoren, die schon sehr an Tanja & Tobi von hr3 erinnern Ich mag es sehr, in einem Buch an Orte geführt zu werden, die ich kenne und mag, deshalb hat mich das alles sehr abgeholt und gut unterhalten. Einige Begegenheiten waren schon sehr konstruiert, aber das ließ sich "überlesen". Gut fand ich auch, dass das Ende relativ offen war und sie nicht gleich beschlossen haben, zusammenzuziehen oder so ähnlich. Eine leichte Kost für zwischendurch, dir mir den gestrigen Abend versüßt hat, weil ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2024

Wer einmal lügt....

Hello Sunshine
0

Sunshine lebt ihre Lüge im Internet, bis sie aufgedeckt wird und ihr bisheriges Leben zusammenbricht. Also geht sie zurück an ihren Ursprung, ihre Heimat. Dort trifft sie nicht nur ihre Schwester Rain, ...

Sunshine lebt ihre Lüge im Internet, bis sie aufgedeckt wird und ihr bisheriges Leben zusammenbricht. Also geht sie zurück an ihren Ursprung, ihre Heimat. Dort trifft sie nicht nur ihre Schwester Rain, sondern auch deren kluge Tochter Sammy, die einiges in Sunshines Leben bewegen.

Das türkisfarbene Cover zeigt Blumen und den Titel "Hello Sunshine". Das ist nett, aber nichtssagend und ergibt für mich keine Verbindung zum Buch.

Laura Dave gelingt ein Roman, der mit mehr Tiefgang überrascht, als es der Klappentext vermuten lässt. Deshalb wurde ich positiv überrascht, was immer gut ist. Ich hatte mir eher seichte Lektüre vorgestellt, aber das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht. Wie viel lügen wir, gerade in Social Media? Was davon ist normal, was Notlüge, was geht gar nicht? Manchmal ein schmaler Grat. Diese Grundidee des Buches ist von der Autorin gut umgesetzt und alle Figuren waren gut vorstellbar. Ich hätte mir den Schluss nicht so vorgestellt, wieder ein Pluspunkt, dass es nicht so vorhersehbar war. Von daher: Ein schönes Buch, das hoffentlich noch den einen oder anderen zum Nachdenken bringen kann!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere