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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2025

Wenn Vorurteile die Liebe überschatten

Black Squad MC Biker-Romance / Respect Me
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Hast du jemals ein Buch in die Hand genommen, dessen Klappentext dir das Gefühl gab, du hättest genau das gefunden, wonach du gesucht hast? So ging es mir mit „Respect Me: Black Squad MC“ von Vanity M. ...

Hast du jemals ein Buch in die Hand genommen, dessen Klappentext dir das Gefühl gab, du hättest genau das gefunden, wonach du gesucht hast? So ging es mir mit „Respect Me: Black Squad MC“ von Vanity M. Grey. Die Vorstellung eines aufregenden Bikertreffens, gewürzt mit einer Prise Romantik und Spannung klang einfach perfekt. Doch manchmal trügt der Schein.
Terry, die Protagonistin, lebt ihr Leben gefangen in einem Netz aus Vorurteilen. Ich konnte nicht anders, als mich immer wieder zu fragen: Warum? Warum steckt sie Menschen wie Dragon, den charmanten Biker, gleich in eine Schublade? Ich meine, klar, jeder hat seine Vorurteile, aber Terrys waren so unerschütterlich, dass sie mich echt frustriert haben. Dragon ist ein Biker, ja, aber er zeigt ihr immer wieder seine freundliche und respektvolle Seite. Da fragt man sich doch, warum Terry ihm und den anderen nicht eine faire Chance gibt.
Die Dynamik zwischen Terry und Dragon hatte ihre Momente. Die Treffen der beiden waren oft unterhaltsam und voller Humor, Action und Spannung. Ich konnte förmlich die Funken sprühen sehen, und es gab Momente, in denen ich mir wünschte, Teil ihrer Welt zu sein. Doch jedes Mal, wenn Terrys Vorurteile wieder aufflackerten, fühlte ich mich aus der Geschichte geworfen. Kennst du das Gefühl, wenn du in einem Film so richtig drin bist und dann passiert etwas, das dir die ganze Stimmung vermiest? Genau so war es.
Obwohl „Respect Me“ durchaus seine Stärken hat, werde ich die Reihe nicht weiterlesen. Terry und ich, wir sind einfach keine Freunde geworden. Manchmal passt es einfach nicht, und das ist okay. Vielleicht findest du ja mehr Gefallen an ihrer Geschichte als ich. Man weiß ja nie, bis man es selbst ausprobiert hat.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

ein kleines Abenteuer

Whisper In A Bottle – Glühendes Leben
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„Whisper In A Bottle – Glühendes Leben“ von Any Cherubim hat mich auf eine Art und Weise überrascht, die ich nicht ganz erwartet hatte. Also, wo fange ich an? Zu Beginn lernen wir Emily und Maddox kennen, ...

„Whisper In A Bottle – Glühendes Leben“ von Any Cherubim hat mich auf eine Art und Weise überrascht, die ich nicht ganz erwartet hatte. Also, wo fange ich an? Zu Beginn lernen wir Emily und Maddox kennen, und es wird schnell klar, dass ihre Vergangenheit – und die ihrer Familien – eine komplizierte Geschichte ist. Diese Rückblicke fand ich interessant, weil sie viele Geheimnisse und Spannungen enthüllen. Aber ehrlich gesagt, hatte ich manchmal das Gefühl, dass das Reden hier überbewertet wurde. 

Die schlagfertigen Dialoge zwischen den Figuren sind normalerweise mein Highlight in einem Roman, aber hier, na ja, ich war nicht ganz überzeugt. Vielleicht hatte ich einfach höhere Erwartungen oder habe mich zu sehr darauf gefreut, in den Austausch zwischen den Charakteren hineingezogen zu werden. Es gab durchaus einige gute Szenen, keine Frage. Aber mein Herz wurde erst im letzten Abschnitt so richtig angesprochen. Da zog die Spannung endlich an, und ich fand mich plötzlich mitten in einer Geschichte wieder, die ich nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Wenn ich ganz ehrlich bin, war der erste Teil des Buches eher ein netter Zeitvertreib. Aber die letzten Seiten haben mich neugierig gemacht, was als Nächstes passieren wird. Also ja, ich denke, ich werde Band zwei eine Chance geben. Vielleicht wird die Geschichte dann noch tiefgründiger und packender. Was denkt ihr, lohnt es sich, dran zu bleiben?

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Veröffentlicht am 06.07.2025

hat mich nicht gefesselt

Hammajang Luck
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„Hammajang Luck“ von Makana Yamamoto, übersetzt von Stefanie Adam, ist wirklich ein Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat. Stell dir vor, du bist auf einer Achterbahnfahrt, erwartest ...

„Hammajang Luck“ von Makana Yamamoto, übersetzt von Stefanie Adam, ist wirklich ein Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat. Stell dir vor, du bist auf einer Achterbahnfahrt, erwartest den großen Adrenalinkick bei der nächsten Kurve, und dann bleibt der Wagen einfach stehen. So fühlte es sich für mich an.

Ich liebe Geschichten voller Raubzüge und intriganten Plänen, und die Vorstellung, das Ganze noch in einem Science-Fiction-Setting zu erleben, klang einfach perfekt. Der Anfang des Buches war tatsächlich vielversprechend und hat mich neugierig gemacht. Besonders interessant fand ich die Darstellung von Edie als non-binäre Figur, was im Englischen durch subtile Hinweise in der Handlung vermittelt wurde. Wie das im Deutschen umgesetzt wurde, kann ich leider nicht beurteilen, aber ich hoffe, dass die Übersetzung diese Feinheiten bewahren konnte.

Trotz des vielversprechenden Beginns stellte sich mir beim Lesen immer wieder die Frage: Wann geht's richtig los? Wo bleibt der große Coup, der nervenaufreibende Raubzug? Die Anwerbung der Helfer versprach Spannung, aber sie wollte einfach nicht aufkommen. Und als der Raub dann endlich stattfand, fühlte er sich eher wie eine Randnotiz an. Hast du das auch schon mal erlebt? Du liest eine Geschichte und fragst dich am Ende, was du da eigentlich gerade gelesen hast?

Doch es gab auch Momente, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Die humorvollen Dialoge und die faszinierend beschriebene Umgebung ließen mich immer wieder innehalten und staunen. Ich konnte mir die Welt, in der die Geschichte spielt, lebhaft vorstellen. Aber letztendlich fehlte mir das gewisse Etwas, das mich völlig in den Bann der Geschichte gezogen hätte.

Vielleicht sind es genau diese Erwartungen, die mich enttäuscht haben. Vielleicht war es der Mangel an Spannung oder die Tatsache, dass die Geschichte nicht das bot, was ich erhofft hatte. Aber manchmal ist es auch okay, von einem Buch überrascht zu werden, selbst wenn die Überraschung nicht ganz das ist, was man sich erträumt hat. Was denkst du? Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?

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Veröffentlicht am 11.06.2025

interessant

Geh nie alleine essen!
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„Geh nie alleine essen!“ von Keith Ferrazzi ist eines dieser Bücher, das trotz seines Alters immer noch eine Fülle von Weisheiten bietet – besonders, wenn es um das Thema Networking geht. Ich habe es neulich ...

„Geh nie alleine essen!“ von Keith Ferrazzi ist eines dieser Bücher, das trotz seines Alters immer noch eine Fülle von Weisheiten bietet – besonders, wenn es um das Thema Networking geht. Ich habe es neulich wieder zur Hand genommen und war überrascht, wie viel ich daraus für mich mitnehmen konnte. Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn du ein Buch liest und plötzlich alte Erinnerungen aus der Kindheit hochkommen? So ging es mir während des Lesens.

Keith erzählt in einem angenehmen, erzählerischen Stil von seinen eigenen Erfahrungen und wie er sich ein Netzwerk aufgebaut hat. Und ja, manchmal hatte ich das Gefühl, als ob ich einen etwas zu langen Einblick in sein Leben bekomme – fast, als ob ein Freund ein wenig zu ausführlich von seinem letzten Urlaub erzählt. Aber das ist ja auch irgendwie der Charme des Buches. Was denkst du, wie viel persönliche Geschichte gut ist, um einen Punkt zu verdeutlichen?

Einige der Methoden, die Ferrazzi beschreibt, erinnern an einfache Prinzipien, die wir vielleicht schon unbewusst anwenden. Zum Beispiel das Prinzip, dass eine Hand die andere wäscht – allerdings auf eine subtile und nicht zu offensive Weise. Auch wenn nicht alles 1:1 in unsere heutige Zeit übernommen werden kann, bietet das Buch doch reichlich Denkanstöße. Vielleicht ist es gerade dieser Mix aus persönlichen Geschichten und praktischen Tipps, der das Buch so lesenswert macht.

Letztlich ist es eine Erinnerung daran, dass Networking nicht nur beruflicher Natur ist. Es ist ein Teil unseres alltäglichen Lebens und kann uns in vielerlei Hinsicht bereichern. Und, mal ehrlich, wer von uns hat nicht schon einmal von einem guten Gespräch profitiert, das bei einem gemeinsamen Essen stattfand? Sich daran zu erinnern, kann einen wirklichen Unterschied machen.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Eine ruhige und mysteriöse Suche nach der Wahrheit

Stadt der Sterne
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"The City of Stardust" von Georgia Summers hat mich auf eine leise, aber dennoch faszinierende Reise mitgenommen. Schon der Klappentext klang vielversprechend, und ich war gespannt, was mich erwarten würde. ...

"The City of Stardust" von Georgia Summers hat mich auf eine leise, aber dennoch faszinierende Reise mitgenommen. Schon der Klappentext klang vielversprechend, und ich war gespannt, was mich erwarten würde. Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn man schon im Voraus die ersten Stimmen über ein Buch hört und sich innerlich darauf einstellt? Genau so war es bei mir. Ich wusste, dass es eher ein ruhiges Buch sein würde, in dem nicht allzu viel passiert. Und ehrlich gesagt, das war genau das, was ich brauchte.

Die Protagonistin, Violet, ist eine jener Charaktere, die einem sofort ans Herz wachsen. Ihre Mutter ist verschwunden, bevor Penelope sie holen konnte – und nun liegt es an Violet, deren Platz einzunehmen. Diese Suche nach ihrer Mutter und die geheimnisvolle Tradition, dass in jeder Generation der Älteste von Penelope geholt wird, hat mich durchaus neugierig gemacht. Warum passiert das? Wer ist Penelope wirklich? Und was hat es mit Aleksandr, ihrem mysteriösen Assistenten, auf sich?

Vielleicht bist du wie ich jemand, der von mysteriösen Geschichten angezogen wird. Doch hier blieb das Mysterium eher sanft und subtil, nicht aufdringlich oder überwältigend. Aber es war gerade dieser leise Ton, der einen dazu brachte, weiterlesen zu wollen. Es gab eine Szene, die war einfach nur gruselig – so eine, die dir eine Gänsehaut beschert und die du nicht so schnell vergisst. Und dann waren da die schönen, fast poetischen Momente, die mich innehalten ließen.

Am Ende des Buches fühlte ich mich, als hätte ich eine ruhige Reise hinter mir, bei der nicht das Ziel, sondern der Weg das Entscheidende war. Das Ende selbst entglitt mir schon fast wieder aus dem Gedächtnis, was vielleicht mehr über mich als Leser aussagt als über das Buch selbst. Doch was bleibt, ist das Gefühl, eine leise und doch bedeutungsvolle Geschichte erlebt zu haben. Hast du auch schon mal ein Buch gelesen, das auf diese sanfte Weise Eindruck hinterlässt?

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