Spannende Adaption
Was die Toten bewegt (Eine packende und atmosphärische Nacherzählung von Edgar Allan Poes Klassiker "Der Untergang des Hauses Usher")Das Cover ist grausig schön und passt, genau wie der Titel, wie die Faust aufs Auge zum Inhalt. Das begriff ich natürlich erst während des Lesens.
Ich las ein paar Tage zuvor erstmalig "Der Untergang des ...
Das Cover ist grausig schön und passt, genau wie der Titel, wie die Faust aufs Auge zum Inhalt. Das begriff ich natürlich erst während des Lesens.
Ich las ein paar Tage zuvor erstmalig "Der Untergang des Hauses Usher" von Edgar Allan Poe und war mir nicht sicher, es vollständig verstanden zu haben, bzw ob mehrere Interpretationen möglich wären.
Toll fand ich, dass man in "Was die Toten bewegt" sofort die düstere, bedrohliche Atmosphäre spürt. Während mir die Charaktere zwar manchmal sonderbar, aber alle ingesamt zugänglich erschienen, nahm die Tristlosigkeit ringsherum immer mehr Gestalt an. Spannend auch, dass die erzählende Person nicht eindeutig geschlechtlich dargestellt ist, worauf mich allerdings erst mein Lesebuddy aufmerksam machte. Die Ushers wiederum bekamen in dieser Adaption mehr Persönlichkeit, was ich großartig fand und noch mehr angestachelt wurde, diesem wirklich creepy Verlauf endlich das Handwerk zu legen.
Fazit: Diese Neuerzählung kann sich wirklich blicken lassen. Der eingängliche Erzählstil verbindet düstere Geschehnisse mit den Charakteren, die man am liebsten aus dem Buch pflücken würde, damit sie in Sicherheit sind. Die Grundidee der Orginalfassung bleibt erhalten, ich kann es definitiv empfehlen.