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Veröffentlicht am 19.05.2025

authentisch, emotional, ehrlich

Spinner
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Zunächst einmal liebe ich diese Mini Hardcover Ausgaben! Und auch der Inhalt des Coming of Age Romans konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite mitreißen. Wells war 19 Jahre alt, als er ihn verfasst ...

Zunächst einmal liebe ich diese Mini Hardcover Ausgaben! Und auch der Inhalt des Coming of Age Romans konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite mitreißen. Wells war 19 Jahre alt, als er ihn verfasst hat, weswegen wahnsinnig viel Persönliches in der Story steckt. Der Teenager kurz vor dem Erwachsenwerden, der keine Ahnung hat, was er zwischen Abitur und Studium mit sich anfangen soll, in der Uni angemeldet ist, aber irgendwie nicht hingeht, weil er eigentlich etwas anderes will, das er noch nicht wirklich greifen, aber auch nicht loslassen kann. Ich konnte mich an sehr vielen Textstellen mit dem Protagonisten identifizieren.

Auf der Flucht vor sich selbst wendet er sich von seiner Familie ab, lebt für die Außenwelt ein Leben, das nicht ansatzweise seinem Inneren entspricht, während er all seine Nächte damit verbringt, an seinem ersten Roman zu arbeiten. Hunderten, bald tausend Seiten in einem Karton, unzusammenhängende Plots und Figuren, die die Testleser ganz furchtbar finden, trzd Potenzial in ihm sehen. Er kann sich nichts mehr zu essen leisten, weil er ganz für diese Idee eines Romans lebt und sich ganz dafür aufgibt. Seinen Traum aber gab er nie auf, weshalb man auch im wirklichen Leben soo stolz darauf ist, dass er dann tatsächlich beim Diogenes Verlag unter Vertrag kam.

Auch die Nebenfiguren waren unglaublich lebensnah, der Erzählstil so authentisch, emotional und nachvollziehbar, dass es einfach next door spielen könnte. Auch Berlin wurde atmosphärisch und echt beschrieben, die Liebe ohne Happy End, die Wichtigkeit von tiefer Freundschaft und Verbundenheit in guten wie düsteren Zeiten.

Alles in allem habe ich das Buch durchweg geliebt und sehr viele tiefsinnige Zitate markiert. Wenn ich es in einem Wort beschreiben müsste, wäre es: ehrlich.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Klassiker-Highlight

A Dowry of Blood: Begehren. Obsession. Macht.
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Allein schon das Cover von Dracula aus weiblicher Perspektive ist ein wahres Highlight! Dabei geht es nicht um die Originalstory von Stoker, sondern um das Wandeln seiner Bräute.
Verfasst ist der Roman ...

Allein schon das Cover von Dracula aus weiblicher Perspektive ist ein wahres Highlight! Dabei geht es nicht um die Originalstory von Stoker, sondern um das Wandeln seiner Bräute.
Verfasst ist der Roman aus Perspektive von Constanta, und zwar wird Dracula niemals namentlich genannt, um ihm die Macht zu entziehen. Stattdessen handelt es sich um eine Art Briefroman, adressiert an "Du", ein bisschen wie die Netflix Serie "You".
Dadurch wurde es unglaublich emotional, denn Constanta arbeitet über Jahrhunderte hinweg die psych. G3walt ihres Liebhabers auf, Gaslighting bis hin zu dem Moment, in dem sie nicht mehr weiß, wer sie ohne ihn überhaupt ist. Auch die zweite Frau, Magdalena, verliert an Lebensfreude, welkt und wird melancholisch. Nur Alexi begehrt von Anfang an gegen Dracula auf, hat aber keine Chance. Dracula ist so ein Peitsche und Zucker Typ, richtig schlimme Red Flag. Es ist psychologisch gesehen so so großartig ausgearbeitet, wie die 3 von ihm abhängig werden, durch ihn leben und sich erst nach so vielen Leben von ihm befreien können. Dabei glaubt er wirklich, sie auf seine grausame Weise zu lieben.
Constanta, Alexi und Magdalena zeigen auf 3 differenzierte Weisen Opfer psych. G3walt.

Das Setting erstreckt sich wie die Dekaden über verschiedene Länder & Städte, was historisch betrachtet unglaublich spannend ist.
Der Schreibstil gleicht einem Klassiker, es ist nicht modernisiert und könnte neben Stoker in der Buchhandlung stehen, wow! Die Zitate sind richtig deep, emotional und treffen ins Schwarze.

Die Handlung steht nicht im Fokus, es geht im Psychologie und Charakterentwicklung, hat mich aber dennoch von Anfang bis Ende so gefesselt! Ich hatte Tränen in den Augen, als Constanta sich endlich von ihrem Täter befreien konnte, und die letzten Kapitel haben es abgerundet, ihren Weg in die Selbstbestimmung gezeigt.

Aus feministischer Perspektive ist es ein wahnsinnig starker Titel, der definitiv zum Nachdenken anregt. Ich würde blind jedes weitere Buch der Autorin lesen und freue mich auf den Carmilla Retell im Herbst.
Für mich war der Roman wirklich außergewöhnlich!⭐5

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Highlight, spannend, emotional

Blood of Hercules
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Das Buch hat mich von Anfang an so sehr in den Bann gezogen, besonders dieser Einstieg aus Alexis' Kindheit war soo heftig, emotional und stark geschrieben, wow, Gänsehaut. Nichts für schwache Nerven!
Die ...

Das Buch hat mich von Anfang an so sehr in den Bann gezogen, besonders dieser Einstieg aus Alexis' Kindheit war soo heftig, emotional und stark geschrieben, wow, Gänsehaut. Nichts für schwache Nerven!
Die erste Buchhälfte fand ich am stärksten, weil alles absolut neu und unerwartet war. Dystopie mit griechischen Göttern habe ich noch nie gelesen, das Word- und Worldbuilding war unglaublich. Ich hoffe, in Band 2 noch viel mehr dieser Welt zu sehen!

Die Idee selbst war einfach ganz besonders, top ausgearbeitet und super aufgebaut. Schade fand ich, dass im letzten Drittel recht viel wdh wurde, also Alexis immer wieder die gleichen Aufgaben bewältigen musste, durchzogen von langen Ohnmachtsszenen. Hier hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht, weil einiges vorhersehbar war.

Die Nebenfiguren sind interessant aufgebaut, die eingeführten Charaktere gut gemacht und trotz der Vielzahl sehr unterschiedlich. Bei den Love Interest hätte ich mehr Tiefgang gut gefunden, vlt mal eine persönliche Hintergrundstory, man erfährt nichts über sie. Kharon hatte sympathische Momente, aber Augustus nur eine Menge unbegründeter Aggressionsprobleme, die man mMn hätte erklären müssen. Der Move am Ende war hart übergriffig, weswegen ich es in Bd 1 gut fand, dass es kein Spice und Romance gab, weil es nicht authentisch gewesen wäre.

Alexis ist ein unglaublicher Charakter. Super, dass sie nicht von 0 auf 100 zur unbesiegbaren Heldin mutiert, sich langsamer entwickelt und durchweg realistisch aufgebaut ist. Ich hatte so viel Respekt vor ihr! Und ihre Schlange Nyx war der beste Sidekick.

Im Layout haben mich die Umbrüche etwas gestört, fast jeder Satz hatte eine eigene Zeile, but well. Dafür war der Schreibstil so fesselnd!

Ich hoffe, diese bizarren Männergeschichten bekommen in Bd 2 noch einen positiveren Twist, ansonsten kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen - Highlight! :) Ich wurde bis zuletzt voll mitgerissen!

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Veröffentlicht am 28.04.2025

würdiger Abschluss!

Empire of Sins and Souls 3 - Das zerrissene Herz
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Die Reihe war insgesamt schlichtweg stark. Je länger man darüber nachdenkt, desto stärker ist sie, ganz ehrlich. Beril hat sooo unglaublich viel Herzblut in jeden einzelnen Band gesteckt und das merkt ...

Die Reihe war insgesamt schlichtweg stark. Je länger man darüber nachdenkt, desto stärker ist sie, ganz ehrlich. Beril hat sooo unglaublich viel Herzblut in jeden einzelnen Band gesteckt und das merkt man mit jeder Seite. Der Bestseller-Titel ist mehr als verdient.
Bei jedem Buch hat mich jeweils bereits das erste Kapitel, der erste Seite, der erste Satz gecached.
Zoe ist so ein unglaublich starker Charakter, genau wie die Autorin. Mit jeder Seite habe ich mit ihr gehofft und gelitten, mich verliebt und Panik geschoben. Ihre Entwicklung war enorm und ich konnte jede Entscheidung nachvollziehen - gerade deshalb, weil man hin und wieder den Kopf geschüttelt hat, das macht es umso realistischer. Eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, dunkler als morally grey & wundervoll in ihrer Art.

Die verschiedenen Love Interests waren durchweg realistisch. Weil man anfangs nicht wusste, woran man ist, aber die Entwicklung auch hier enorm war, sich die Charaktere immer mehr herauskristallisierten und ihren eigenen Weg gingen. Manche führten mit Zoe zusammen, andere nicht. Ganz ehrlich, that's life. Besonders Kas' war zum Ende hin einfach eine 11/10, dieses Happy End war so so wichtig 💗

Beril hat einen literarischen, emotionalen, besonderen Schreibtisch. Unglaublich gut. Über die Bände werden immer mehr Fäden aufgerollt, die zum Ende zusammenfinden. Es gab so viele Ideen, abseits des Mainstream. Top durchdacht, spannend bis zur letzten Seite aufgebaut. Tolles Word- und Worldbuilding, richtig super angelegte Charaktere von Haupt- bis zur kleinsten Nebenfigur. Plot Twists, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Eine brillante Auflösung.

Kurzum: Eine ganz große Leseempfehlung, die unter die Haut geht. Man merkt, wie tief sie für die Autorin ging. Richtig stark, sich mit diesen heftigen Themen auseinanderzusetzen 💗👏🏻
5 ⭐ für die ganze Reihe :)

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Veröffentlicht am 16.04.2025

spannendes Magiesystem, hochemotionales Ende

Blood over bright haven
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Die Buchgestaltung ist unglaublich schön und hochwertig als Hochcover - dazu gibt es eine wundervolle Landkarte und tolle Illus 🥰

Ich habe bislang nur Gutes über das Buch gehört und muss gestehen, das ...

Die Buchgestaltung ist unglaublich schön und hochwertig als Hochcover - dazu gibt es eine wundervolle Landkarte und tolle Illus 🥰

Ich habe bislang nur Gutes über das Buch gehört und muss gestehen, das Ende hat mich so zerstört, ich kann es noch gar nicht richtig begreifen 💔
Der Fokus liegt hier ganz klar auf Fantasy, einem ausgeklügelten, komplexen Magiesystem, in das man sich erstmal hineinfuchsen muss. Dazu gibt es ein ausführliches Register!
Die Magie basiert auf technischen Geräten, die kaum jemand beherrscht. Sciona ist die erste weibliche Hochmagierin in einem patriachalen System, wird von Anfang an belächelt und bekommt als Assistent den Hausmeister - den ich ein kleines großes bisschen liebe, weil die Figur hochspannend, tiefschichtig und authentisch angelegt ist. Seine Geschichte hat mir wieder und wieder das Herz gebrochen.

Genauso wie Sciona war ich so oft im Zwiespalt, was ich glauben soll, wofür ich mich entscheiden würde - ihre Gedankenwelt war psychologisch komplex, bringt besonders moralisch an die Grenzen. Sie ist eine intelligente, starke Frauenfigur, die für ihre Werte einsteht und stets das große Ganze im Blick behält. Ich hatte durchweg Respekt vor ihr.

Alte Götter, ein bis ins kleinste Detail ausgearbeitete industrielle Setting, haufenweise Intrigen, fantastische Nebenfiguren, Erzählstränge und Backgroundstories und reihenweise unvorhersehbare Twists machen das Buch zu einem kleinen Highlight, dass mehr Emotionen weckt, als man ertragen kann 💔


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