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Veröffentlicht am 27.04.2025

Bisschen viel Testosteron und toxische Männlichkeit

Devil's Kitchen
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Candice Fox bedient als Autorin für meine Empfinden eine große Bandbreite an Themen, wodurch ihre Thriller für mich eigentlich immer interessant sind. Das New Yorker Setting rund um eine Feuerwehreinheit ...

Candice Fox bedient als Autorin für meine Empfinden eine große Bandbreite an Themen, wodurch ihre Thriller für mich eigentlich immer interessant sind. Das New Yorker Setting rund um eine Feuerwehreinheit fand ich super spannend und war auch relativ schnell gefesselt von der Dreistigkeit und Perfidität der Truppe. Bis zum Schluss habe ich die Handlung fast schon fassungslos verfolgt. Echt starke geplottet.

Die Gruppe rund um die Feuerwehrmänner war schon schwierig im Handling, da bin ich ganz ehrlich. Ich mag diese zur Schau gestellte Männlichkeit und die ganzen sexuellen Anspielungen überhaupt nicht und die derbe Sprache innerhalb des Trupps war manchmal nicht so meins. Aber es passt natürlich zur Handlung und dem Setting.
Was ich an sich aber von Anfang an total cool fand war der Teamzusammenhalt, auch wenn er zu einen Teil auf den kriminellen Aktivitäten und der damit verbundenen Loyalität beruht.

Super spannend und irgendwann sogar interessant als die Haupthandlung um die kriminelle Einheit fand ich alles rund um Andys eigene Geschichte, ihren Werdegang und ihre Background Story. Ich bin zwar normalerweise kein Fan dieser Superhelden-Protagonisten, die jegliche Fähigkeiten und Spezialkenntnisse in sich vereinen, weil ich das immer irgendwie unauthentisch finde, aber sie ist so eine taffe, coole Protagonistin, dass ich sie trotzdem total mochte und wahnsinnig bewunderte.

Die Story entwickelt sich recht rasant, es tun sich verschiedene Hinweise und Nebenschauplätze auf. Mit der Enthüllung zum Ende hätte ich trotzdem im Leben nicht gerechnet. Das finale fühlte sich fast schon nach Kahlschlag an, passte aber richtig gut zum erst der Story. Das ende lässt außerdem eine Fortsetzung in Form weiterer Fälle vermuten, was mir sehr gefallen würde.

Abgesehen von der toxischen Maskulinität für mich ein sehr gelungener Thriller. Wie glaubwürdig diese Geschichte ist, sei mal dahingestellt, das war schon ganz schön dick aufgetragen. Da ich mich aber gut unterhalten gefühlt habe, kann ich das verzeihen.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Eine wunderschöne, einfühlsame Geschichte

Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san
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Ich habe das Buch als eBook gelesen und hatte formattechnisch vor allem anfangs Probleme die Abschnitte aus Sanago-Sans Sicht von denen aus Mikiki-Chans Sicht zu unterscheiden. Das liegt darin, dass die ...

Ich habe das Buch als eBook gelesen und hatte formattechnisch vor allem anfangs Probleme die Abschnitte aus Sanago-Sans Sicht von denen aus Mikiki-Chans Sicht zu unterscheiden. Das liegt darin, dass die Perspektive quasi mitten im Fließtext wechselt, ohne dass es einen Absatz oder eine andere Art der Kennzeichnung gibt. Das finde ich eher ungeschickt, aber man gewöhnt sich irgendwann dran.

Jedes der einzelnen Kapitel handelt von einer Begegnung, einer Buchempfehlung und einem bestimmten Gericht. Dieses gleichbleibende Schema X hat mir gut gefallen und mich verlässlich unterhalten. Stückweise lernt Sanago-San mit Verlauf der Handlung auch mehr über ihren verstorbenen Bruder und letztendlich auch über sich selbst.

Ich mag, wie sich in jedem Kapitel auch immer eine Weisheit/ ein Ratschlag zu verschiedenen Lebenslagen und Lebensfragen verbirgt. Und ganz langsam findet Sanago-San nicht nur eine Verbindung zu ihrem Bruder in Tokyo, sondern auch Familie, Freunde und letztendlich sogar die Liebe. Es ist eine sanftmütige, ruhige Geschichte, in der die Figuren einander sein lassen, wie sie sind und auch lernen sich ebenso selbst zu akzeptieren.

Die Geschichte ist vllt leise, aber positiv und bestärkend, voller Begegnungen, die das Leben der beteiligten Personen bereichern und ihnen helfen, ihren Platz und ihre Bestimmung zu finden. Ich fands richtig schön zu verfolgen.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Schauerlich schön

Der Fluch von Carrow House
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Ich hab schon viel über die Bücher von Darcy Coates gehört, mich aber bisher nie rangetraut. Der Fluch von Carrow House war daher mein erstes Buch der Autorin. Und was für eine stimmungsvolle Spukhaus-Geschichte ...

Ich hab schon viel über die Bücher von Darcy Coates gehört, mich aber bisher nie rangetraut. Der Fluch von Carrow House war daher mein erstes Buch der Autorin. Und was für eine stimmungsvolle Spukhaus-Geschichte das war. Ich hab da jetzt nicht wahnsinnig viel Erfahrung mit, aber ich mag Gothic Novels und dieses Buch konnte von der Stimmung her locker mithalten. Fands richtig gut und werde wohl bald noch ein Buch der Autorin lesen.

Ich fand die Geschichte des Hauses, der schrecklichen Verbrechen und seiner Heimsuchungen stimmungsvoll erzählt, der Grusel-Flair ist definitiv bei mir aufgekommen. Ich bin da sicherlich aber nicht der Maßstab und würde mich schon eher zur Angsthasen-Fraktion zählen. Der Grusel.Faktor hat mir daher völlig ausgereicht. Die Spannung baut sich langsam, aber kontinuierlich auf, sodass ich schon unbedingt dranbleiben wollte.

Einige der Figuren stehen mehr im Fokus als andere, eine richtige Verbindung habe ich aber zu keiner von ihnen aufbauen können. Der Großteil der Gruppe bleibt auch eher blass im Hintergrund zurück. Vielmehr war ich vom Haus und den Geistererscheinungen gefesselt, die für mich ganz klar die Stars der Handlung waren, was ja auch gut zu einer Spukhaus-Geschichte passt.

Das Buch liest sich locker weg, hat keine Längen und viele atmosphärische Momente. So richtiger Schocker-Momente gab es für mein Gefühl eher nicht und die Geschichte ist auch nicht übermäßig brutal erzählt. Ich konnte gut in der Handlung versinken. Mir hats gefallen.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Unterwelten

Verlorene Städte (Die Lichter unter London 1)
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Ich fand die Grundidee erstmal richtig cool und empfinde die Unterwelten von London als ein sehr ansprechendes und düster spannendes Setting. Das Worldbuilding war wirklich gelungen- es war düster, fantasievoll ...

Ich fand die Grundidee erstmal richtig cool und empfinde die Unterwelten von London als ein sehr ansprechendes und düster spannendes Setting. Das Worldbuilding war wirklich gelungen- es war düster, fantasievoll ausgestaltet, aber nah genug an der Realität um es sich bildlich vorstellen zu können. Würde schon sagen, dass das Buch in die Kategorie "Urban Fantasy" fällt. Auch die Bewohner der Unterwelt, die Pflanzen und Kreaturen sind gut beschrieben, sodass man sich alles gut vorstellen kann.

Maeve fand ich anfangs wahnsinnig naiv und auch super leichtsinnig. Sie macht aber innerhalb der Handlung eine spürbare Entwicklung durch. Schwergetan habe ich mich ein bisschen mit Maeves Geschlechtsidentität. Es wird immer wieder das Pronomen "sie" verwendet (im Gegensatz zu den Unterweltern, sie mit der identifiziert werden), obwohl Maeve sich immer wieder vom Frau/Mädchen sein distanziert. Das wird auch schlüssig aufgebaut, aber beim Lesen bin ich dann trotzdem immer wieder darüber gestolpert.

Für mich trägt die Geschichte klassische Elemente von Gut gegen Böse, hat aber auch coole Fantasyelemente wie den dämonischen Fluch des Wächters, wobei ich fand, dass hier die Logik nicht 100% aufgegangen ist, und vermittelt aber auch ganz grundlegende Themen rund um Freundschaft, Loyalität und Gastfreundschaft. Also insgesamt eigentlich eine richtig starke Mischung.

Die Geschichte ist durchweg interessant und spannend, weil die Figuren sich immer tiefer in die Katakomben vorarbeiten, dabei allerhand erleben und einige Schlachten zu schlagen haben. Insgesamt ist die Story auch sehr temporeich, sodass man bei all den Figuren, Orten und Entdeckungen teilweise ganz schön aufpassen muss, um nichts zu verpassen.

Mochte den Vibe der Geschichte sehr und würde auf jeden Fall auch einen zweiten Band lesen.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Schon die absoluten Basics

21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest
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Dieses Buch ist meiner Meinung nach nur für absolute Einsteiger empfehlenswert, denn es werden nur die absoluten Basics kurz und knapp aufgelistet, die jedem, der sich schonmal mit dem Thema Finanzen/Vermögensaufbau ...

Dieses Buch ist meiner Meinung nach nur für absolute Einsteiger empfehlenswert, denn es werden nur die absoluten Basics kurz und knapp aufgelistet, die jedem, der sich schonmal mit dem Thema Finanzen/Vermögensaufbau beschäftigt haben, völlig klar sind.

Wem würde ich das Buch also empfehlen: Berufseinsteigern, die sich zum ersten Mal mit dem Thema Sparen/ Investieren auseinandersetzen und allen, die die eigenen Finanzen noch nicht aktiv selbst in die Hand nehmen.

Es wird nur Theorie in kurzen, übersichtlichen Kapiteln runtergebrochen, es gibt keine klaren Handlungsempfehlungen/ Strategien. Diese Buch ist also wirklich nur ein Überblick darüber, welche Punkte man berücksichtigen/ abdecken sollte. Weitere, tiefergehende Recherche ist also hinterher auf jeden Fall noch notwenig. Viele der genannten Punkten sollten eigentlich sogar selbstverständlich sein.

Ein paar nützliche, weiterführende Links sind beim Ebook direkt in den Text eingebunden, was ich gut umgesetzt fand.
Insgesamt für mich jetzt nichts neues, aber eine übersichtliche Zusammenfassung