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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2025

Fernweh-Krimi mit unerwartetem Ende

Der blaue Salamander
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Rizzi, Cirillo und das schöne Capri haben sich bereits in den ersten vier Bänden in mein kleines Krimiherz geschlichen, und auch dieses Mal klingt schon der Beginn so, dass man das Buch nicht aus der Hand ...

Rizzi, Cirillo und das schöne Capri haben sich bereits in den ersten vier Bänden in mein kleines Krimiherz geschlichen, und auch dieses Mal klingt schon der Beginn so, dass man das Buch nicht aus der Hand legen mag.
Rosalinda Fervidi liegt erdrosselt im Beichtstuhl der beschaulichen Kirche in Capri. Sollte sie tatsächlich von dem auf Capri bekannten Straßenkehrer Salvatore ermordet worden sein, der sie gefunden hat? Auch wenn die Kollegen aus Neapel diesen vorläufig festnehmen, stellen Rizzi und seine Kollegin Cirillo eigene Nachforschungen an. Wer hat die junge auf Capri groß gewordene Frau ermordet, und was hat die "Blaue Salamander" damit zu tun?
Luca Ventura schafft es erneut, die Sehnsucht nach Bella Italia, dem leckeren Essen und der italienischen Lebensart mit einem Fall zu verknüpfen, der auch auf den zweiten und dritten Blick nicht so einfach zu durchschauen ist.
Mit seinem angenehmen Schreibstil schafft er es, eine weitere leichte, aber spannende Lektüre zu kreieren und die Leser zu fesseln.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Spannende Jugendliteratur mit viel Action

Amanda Black – Die Mission beginnt
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Zugegeben: Das Buch war für meine achtjährige Tochter gedacht.
Schon beim Eintreffen des Buchs waren wir beide überrascht. Der Einband verspricht Spannung und ist mit besonderen Imprägnierungen schon bemerkenswert ...

Zugegeben: Das Buch war für meine achtjährige Tochter gedacht.
Schon beim Eintreffen des Buchs waren wir beide überrascht. Der Einband verspricht Spannung und ist mit besonderen Imprägnierungen schon bemerkenswert anders.
Meine Tochter beendete das Buch nach Kapitel 10 mit den Worten: "Mama, das lese ich wann anders weiter. Das ist mir ein bisschen zu gruselig."
Na gut... Also habe ich es mir an die Seite gelegt.
Nach nicht einmal zwei Stunden hatte ich es "inhaliert". Der Hammer!
Spannend geschrieben, unterhaltsam, aufregend.
Amanda lebt mit ihrer schrulligen, aber durchaus taffen Tanta Paula in einer abrissreifen Bude, als ihr sich plötzlich ganz neue Perspektiven aufzeigen. Sie erbt - nicht nur eine Villa, sondern gleich noch ganz besondere Fähigkeiten dazu.
Mit der Villa gibt es eine neue Schule, und mit dieser den unerwartet netten Eric, der ihr die Schule zeigt und zu ihrem besten Freund wird.
Ihr neuer mitgeerbter Butler Benson ist irgendwie auch etwas seltsam. Er erscheint überall und nirgends, ist aber durchaus immer hilfreich zur Stelle.
Alleine diese vier Hauptfiguren machen das Buch lesenswert.
Gemeinsam meistern sie die Aufgabe, die Amanda zu lösen hat, um ihr Erbe ganz für sich in Anspruch zu nehmen.
Mir hat das Buch dermaßen gefallen - zumal am Ende sichtbar wird, dass die Geschichte noch lange nicht zu Ende ist -, dass ich mir bereits Band 2 bestellt habe.
Ich denke, meiner Tochter werde ich das Buch nochmal in zwei Jahren vorlegen, und bin überzeugt davon, dass es ihr genauso gut gefallen wird wie mir.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

"Es ist nicht wahr, aber ich glaube es..."

Commissario Gaetano und der lügende Fisch
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"Non è vero, ma ci credo..." - dieser Satz zieht sich durch das ganze Buch.
Schon das Cover und der Titel haben mich dazu gebracht, näher hinzuschauen. Fabio Nolas Krimi trägt den Leser in die Gassen Neapels, ...

"Non è vero, ma ci credo..." - dieser Satz zieht sich durch das ganze Buch.
Schon das Cover und der Titel haben mich dazu gebracht, näher hinzuschauen. Fabio Nolas Krimi trägt den Leser in die Gassen Neapels, genauer genommen in die Nähe des Commissarios Gaetano. Salvatore Gaetano ist Single, ein ziemlich versagender Patenonkel und Bruder, aber ein Vollblutpolizist, der für seinen Job lebt. Just zum Tag des San Gennaro, des Schutzheiligen der Stadt Neapel, geschieht ein grausamer Mord, der etliche Rätsel mit sich bringt und den es aufzuklären gilt. Mit seinem durchaus charmanten und durchwachsenen Team rauscht Gaetano durch den Fall und der Leser mit ihm durch Neapel. Man hat förmlich die Gerüche in der Nase, hört die Vespas durch die Gassen fahren und sieht die historische Altstadt. Nola versteht es, den Leser in eine andere Welt zu entführen, die sich nicht nur um das Verbrechen dreht, sondern auch die einfühlsame Seite des Commissarios und der Neapolitaner zeigt. Ich freue mich bereits jetzt auf den zweiten Fall, der am Ende des Buches erwähnt wird, und werde diesen sicherlich genauso rasend verschlingen wie diesen.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Mord am Steintor

Wehe, du irrst dich
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Dieses Mal werden die Ermittlerinnen rund um Bodo Völxen zum Steintor gerufen: Ein Barbier wurde in seinem Salon brutal ermordet. Zur Überraschung des Teams ist die ehemalige Kollegin Jule Wedekin wieder ...

Dieses Mal werden die Ermittlerinnen rund um Bodo Völxen zum Steintor gerufen: Ein Barbier wurde in seinem Salon brutal ermordet. Zur Überraschung des Teams ist die ehemalige Kollegin Jule Wedekin wieder an Bord. Sie vertritt Fernando Rodriguez, ihren Ehemann, der sich derzeit in Elternzeit befindet. Durch den Krimi zieht sich neben den privaten Baustellen der Ermittlerinnen auch ein wenig Kompetenzgerangel unter den Kolleginnen, das dem Krimi allerdings nichts an Spannung nimmt. Es stehen diverse Tatverdächtige im Raum. Am Ende erwartet den Leser allerdings doch eine Überraschung - und die Frage, ob demnächst noch ein altbekanntes Gesicht in das Ermittlerteam zurückkehrt.
Ich habe alle vierzehn Bände der Völxen-Reihe verschlungen, da Susanne Mischke mich nicht nur zurückführt in meine alte Wahlheimat Hannover, sondern es schafft, nit ihrem Schreibstil den Leser durch Mord und den Privatalltag der einzelnen Ermittler
innen nur so durchfliegen zu lassen. Das ist - by the way - der einzige Wermutstropfen: Das lange Warten auf den neuen Band, weil der jeweils aktuelle Titel in nicht einmal zwei Tagen schon wieder durchgelesen ist.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Über den (Un)Sinn des Lebens

GESTRANDET
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Mandy Ahrenhold hat ein Buch geschaffen, so leicht wie eine Feder im Wind, voller Poesie und einem Zauber in der Sprache wie es seines gleichen sucht. Viele Stellen musste ich erst sacken lassen und habe ...

Mandy Ahrenhold hat ein Buch geschaffen, so leicht wie eine Feder im Wind, voller Poesie und einem Zauber in der Sprache wie es seines gleichen sucht. Viele Stellen musste ich erst sacken lassen und habe sie mehrmals gelesen.
Stell dir vor, du strandest - ja, genau du. Du weisst nicht wirklich, wie du dort hingekommen bist, noch ist dir klar, wie es nun weiter geht. Du versuchst, Zivilisation zu finden, um wieder Ordnung in dein Leben zu bringen. Und genau da setzt das Buch an: Braucht unser Leben Ordnung und Struktur? Müssen wir funktionieren? Ist es richtig, wenn wir möglichst alle gleich sind, oder liegt der Zauber nicht eigentlich in der Diversität? Du triffst unterschiedliche Charaktere auf dem Weg wie z. B. die Träumerin, den Wanderer oder den Steuermann. Jeder stellt dir andere Fragen, lässt dich weiterdenken, lässt dich dein eigenes Leben und Verhalten in Frage stellen.
Das Buch befreit, ist an manchen Stellen allerdings so unangenehm wie ein zu enger Schuh, bei dem wir spüren, dass er drückt, aber wir tragen ihn trotzdem. Ich habe dem Buch einen Stern abgezogen, weil es - vielleicht gerade durch die Poesie und das Spiel mit den Wörtern - ein wenig den Lesefluss bremst. Es lohnt sich aber alle Male, das Buch zu lesen und sich am Ende zu fragen, was jetzt für mich der Sinn ist oder ob ich ihn überhaupt brauche. Lebe ich ein erfülltes Leben, und was genau empfinde ich für mich als erfüllend? Ein Buch, das definitiv nachhaltt - nicht laut, sondern ganz leise und sanft.

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