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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2025

Langatmig

Nordkap
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Am Nordkap geschehen seltsame Dinge. Ein Junge liegt am Ufer, die Beine blutig, nachdem er im Wasser stand. Er bleibt nicht das einzige Opfer im Wasser. Der Forscher Eric Perrain sieht beim Apnoetauchen ...

Am Nordkap geschehen seltsame Dinge. Ein Junge liegt am Ufer, die Beine blutig, nachdem er im Wasser stand. Er bleibt nicht das einzige Opfer im Wasser. Der Forscher Eric Perrain sieht beim Apnoetauchen einen riesigen Schwarm EIs-Flusskrebse, die es an dieser Stelle gar nicht geben dürfte. Gemeinsam mit Kriminalrat Simen Sundby und dem Aktivisten Cai will Eric das Rätsel um die Geschehnisse lösen. Sie stoßen dabei auf einen geheimen Forschungsstandort. Hinter den Kulissen tobt ein Machtkampf, der ganz Norwegen erschüttern wird!

Cai Marin hat mit "Nordkap" sein Debüt vorgelegt. Leider ist dies nur mittelmäßig gelungen. Mir persönlich waren es hier zu viele Handlungsstränge mit zu vielen Charakteren. Dadurch wurde die Handlung unübersichtlich und man verliert sehr schnell den roten Faden. Auch die Charaktere leiden darunter, sie bleiben blaß, man bekommt keinen Bezug zu ihnen und man hat keine genaue Vorstellung von ihnen. Was mir endgültig den Spaß am Lesen genommen hat, waren die militärischen Abschnitte. Die Aktionen dort waren mir, genau wie die computerintensiven Abschnitte, leider zu unverständlich und dadurch langatmig. Die Angriffe im Wasser stehen hier deutlich im Schatten der Themen Politik, Industrie und Militär, sowie deren Verwicklungen. Lichtblicke waren die wunderschönen Beschreibungen des Apnoetauchens und der Unterwasserwelt, sowie die spannenden Szenen rund um die rätselhaften Geschehnisse rund um die Angriffe im Wasser. Wenn der Fokus mehr hierauf gelegen hätte, hätte mir das Buch wohl insgesamt besser gefallen. Dabei verfügt der Autor über einen richtig guten Schreibstil und auch die Idee, die diesem Thriller zugrunde liegt, ist toll. Leider wurde hier jedoch zu viel drumherum eingebaut, so daß bei mir keine wirkliche Spannung aufkam.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Zu politisch

Der Tod segelt mit
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Bert Buske, Chef einer Segelschule und Chartergesellschaft, erhält eine dubiose Crew. Angeheuert vom Zoll, werden zwei Segelschüler unter falschem Namen sowie Bewacher an Bord gebracht, um getarnt als ...

Bert Buske, Chef einer Segelschule und Chartergesellschaft, erhält eine dubiose Crew. Angeheuert vom Zoll, werden zwei Segelschüler unter falschem Namen sowie Bewacher an Bord gebracht, um getarnt als Segelschule von Schilksee aus im dänischen Belt zu segeln. Verfolgt von Killern, fliehen sie nach dem ersten Toten auf die Insel Halmo. Dort wartet jedoch eine viel schlimmere Bedrohung...

Andreas Schnabel hat mit "Der Tod segelt mit" einen weiteren Segelkrimi geschrieben. Während mich "Mord an der Küste" total begeistert hatte, war ich hier leider etwas enttäuscht. Die Handlung ist durchaus spannend, jedoch muß man darüber hinwegsehen, daß sie total unrealistisch und extrem konstruiert ist. Dazu war mir die Handlung zu sehr politisch. Es wimmelt von Geheimdiensten, diplomatischen Verwicklungen mit dem Iran, militärischen Aktionen und Clankriegen. Um ehrlich zu sein, habe ich hierbei den Durchblick verloren. Die Charaktere waren undurchschaubar, außer Bert Buske war mir hier auch niemand wirklich sympathisch. Dagegen schaffte es Andreas Schnabel mich mit seinen Segel- und Ortsbeschreibungen zu begeistern. Man lernt hier durchaus einiges dazu, wird mit Segelbegriffen vertraut und sieht die Region und das offene Meer vor sich.

Wer politische Krimis mag, ist hier genau richtig. Wer allerdings einen reinen Regionalkrimi sucht, wird hier nicht glücklich.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Es hätte so spannend sein können

Vorsehung
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Auf einem Linienflug nach Sydney geschieht ungewöhnliches. Eine alte Dame steht von ihrem Platz auf, geht durch die Reihen und sagt jedem Passagier sein Todesalter und die Todesart voraus. Die Passagiere ...

Auf einem Linienflug nach Sydney geschieht ungewöhnliches. Eine alte Dame steht von ihrem Platz auf, geht durch die Reihen und sagt jedem Passagier sein Todesalter und die Todesart voraus. Die Passagiere stehen vor der Frage, ob sie ihr glauben und wenn ja, ob sie ihr Schicksal beeinflussen können. Ihr Leben verändert sich....

Von dem Buch "Vorsehung" von Liane Moriarty hatte ich mir sehr viel Spannung versprochen - jedoch wurde ich leider enttäuscht. Das Thema hätte durchaus spannend sein können, doch leider konnte die Autorin dies nicht vermitteln. Ihr Schreibstil wurde auf Dauer ermüdend, gerade die Kapitel der Todesdame waren langatmig. Ebenso wurden hier zu viele Charaktere eingebaut, die Sprünge zwischen ihnen wurden unübersichtlich und der rote Faden ging schnell verloren. Die Konsequenz daraus war, daß die Charaktere blaß blieben und keinerlei Bezug zu ihnen entstand. Einzig die Frage, ob man sein Schicksal beeinflussen kann und wie man selbst in dieser Situation reagiert hätte, regte zum nachdenken an.

Mich hat dieses Buch leider sehr enttäuscht, was sehr schade ist. Aus der Idee hätte so viel gemacht werden können!

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Gute Idee, aber langatmig umgesetzt

Dorn. Hotel der Angst
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Kriminalpsychologe Simon Dorn hat den Polizeidienst aus persönlichen Gründen beendet und sich in das leerstehende Hotel "Dornwald" in Bad Gastein zurückgezogen. Dort setzt er seine Ermittlungen fort, jedes ...

Kriminalpsychologe Simon Dorn hat den Polizeidienst aus persönlichen Gründen beendet und sich in das leerstehende Hotel "Dornwald" in Bad Gastein zurückgezogen. Dort setzt er seine Ermittlungen fort, jedes Zimmer zeigt Abgründe auf. Er verlässt das Hotel nie, sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist Karla Hofbauer vom BK Wien. Sie verfolgen die Spur eines Serienkillers. Als Karla in Hamburg brutal ermordet wird, deutet alles auf diesen Täter hin. Kriminalpolizistin Lea Wagner folgt Hofbauers Spur nach Bad Gastein und bald ermitteln Dorn und Lea gemeinsam.

Von der neuen Serie "Dorn" von Jan Beck hatte ich mir sehr viel versprochen. Denn die vorherige Serie um Björk und Brand war für mich ein Highlight. Hier war ich jedoch leider enttäuscht. Zunächst hat mich auch dieses Buch gefangen genommen, jedoch war dies auch schnell wieder vorbei. Der Mord rückt zu sehr in den Hintergrund, während die Charaktere und ihre Probleme in den Vordergrund gerückt werden. Auch wenn sie sehr ausgiebig vorgestellt werden, wirkten sie auf mich blaß und unnahbar, sie blieben mir fremd und ich hatte immer das Gefühl, alles nur aus weiter Ferne zu beobachten. Letztlich haben sie mich schlichtweg kalt gelassen. Der Kriminalfall selbst wurde für mich leider auch immer nebensächlicher und erzeugte keinerlei Spannung. Dies alles ist sehr schade, denn die Idee, die dem Buch zugrunde liegt, ist durchaus interessant und hätte gut unterhalten können. Lobenswert ist auch hier der sehr gute Schreibstil von Jan Beck. Leicht lesbar und verständlich, läßt er der Handlung problemlos folgen und läßt keine Fragen offen.

Leider ist diese neue Serie kein Ersatz für Björk und Brand!

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Veröffentlicht am 12.02.2025

Ich hatte spannenderes erwartet

Allein gegen die Lüge
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Matt Pine erhält nach einer Studentenparty eine schreckliche Nachricht - seine Eltern, seine Schwester und sein Bruder sind während ihres Mexikourlaubes tot aufgefunden worden. Angeblich wurden sie Opfer ...

Matt Pine erhält nach einer Studentenparty eine schreckliche Nachricht - seine Eltern, seine Schwester und sein Bruder sind während ihres Mexikourlaubes tot aufgefunden worden. Angeblich wurden sie Opfer eines Gaslecks. Das FBI jedoch zweifelt an dieser Theorie. In den USA schlägt der Vorfall hohe Wellen, denn Familie Pine ist Star einer True-Crime-Serie. Der älteste Sohn Danny sitzt wegen Mordes an seiner Freundin im Gefängnis, die Serie warf Fragen bezüglich seiner Schuld auf. Matt will um jeden Preis klären, ob die Morde mit dem Fall zusammenhängen und was damals wirklich geschah!

"Allein gegen die Lüge" von Alex Finlay ist ein hochgejubelter Thriller, der für mich jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb . Die Handlung besteht aus mehreren Strängen. Mal wird aus Sicht von Matt Pine oder FBI-Agentin Sarah Keller geschrieben, dann gibt es Rückblenden zu früheren Erlebnissen der Familie, besonders zu Vater Evan Pine oder die True-Crime-Serie. Dies sollte wohl die Spannung erhöhen, war für mich aufgrund der Häufigkeit der ständigen Wechsel aber eher ermüdend und störend, so daß die Handlung für mich einfach nur vor sich hin plätscherte. Auch hat es mir die Charaktere nicht näher gebracht, sie blieben fremd und blaß. Wirklich sympathisch wurde mir hier niemand.

Dieses Buch ist gut einfach mal so zu lesen, jedoch hat es mich leider nicht in seinen Bann ziehen können.

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