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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2025

Wem kannst du wirklich trauen?

Silver Elite
1

Das nächste gehypte TikTok Buch - da war ich natürlich erstmal skeptisch, da ich im Vorhinein auch viele kritische Stimmen dazu gehört haben. Doch ich konnte es kaum aus der Hand legen!

Die Autorin schafft ...

Das nächste gehypte TikTok Buch - da war ich natürlich erstmal skeptisch, da ich im Vorhinein auch viele kritische Stimmen dazu gehört haben. Doch ich konnte es kaum aus der Hand legen!

Die Autorin schafft es mit einem eindringlichen Schreibstil, eine spannende Geschichte zu konstruieren.
Und das war sie. Gut konstruiert. Wenn du auf sehr starke weibliche Protagonistinnen, dystopische Settings mit den typischen Klischees, verbotene Liebe und jede Menge Spannung stehst – dann ist dieses bich grau richtig. Das Rad wird hier nicht neu erfunden, aber ich habe mich in meine Jugendphase mit Divergent und Panem zurückversetzt gefühlt.

Wren Darlington ist genau die Art von Heldin, die man nicht so schnell vergisst: mutig, innerlich zerrissen, zeigt gerne ihre Krallen – und gleichzeitig auch verletzlich. Ihre Fähigkeit, ihre telepathischen Kräfte geheim zu halten, während sie sich mitten im Feindeslager behaupten muss, ist so nervenaufreibend geschrieben, dass ich beim Lesen echt Herzklopfen hatte. Und dann ist da natürlich Cross Redden – der Sohn des Generals, eigentlich ihr Feind … und doch so viel mehr. Die Dynamik zwischen den beiden ist einfach elektrisierend! Leider habe ich die Anziehung zwischen den beiden gar nicht gefühlt und war mir auch zu „Insta - Love“ und mehr aufs körperliche bezogen. Dass Wren anfangs manche intimen Momente mit ihm im Anschluss direkt bereut war für mich eine totale Red Flag. Hoffentlich erleben wir im zweiten Band noch eine andere Entwicklung der Liebesgeschichte.
Auch die Charakterentwicklung hat hier komplett gefehlt und insgesamt fand ich die beiden Hauptprotagonisten sehr eindimensional konstruiert. Besonders Wren war mir „zu perfekt“.
Die Fülle an Nebencharakteren gefiel mir dagegen total gut!

Die Welt, die hier erschaffen wurde, ist düster, glaubwürdig und erschreckend nah an manchen realen Entwicklungen. Besonders gut gefallen hat mir, dass es nicht nur um Liebe oder Action geht, sondern auch um moralische Entscheidungen, Loyalität, Verrat – und die Frage, wem man wirklich vertrauen kann. Da ist der Titel wirklich Programm.

Den Teil der Handlung während der militärischen Ausbildung im Silver Block fand ich besonders gut gelungen. Den Rebellenpart fand ich dagegen etwas unlogisch aufgebaut, da mir zum Ende hin viele Unstimmigkeiten aufgefallen sind.
Und dieser Cliffhanger zum Ende des Buches? So richtig verstanden habe ich ihn nicht.

Fazit: Silver Elite ist ein Must Read für alle Fans von Dystopien mit Fokus auf der Romance und Geheimnissen. Voller Plot-Twists und einer Geschichte, die dich noch lange beschäftigt. Mich hat es in seinen Bann gezogen, auch wenn mich manche Sachen noch nicht komplett überzeugt haben. Aber das kann ja noch in den Folgebänden werden.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Eine etwas andere Fantasy Reihe

Kerze & Krähe
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Wer schwarzen britischen Humor mag und gerne mal etwas reifere, ältere Protagonisten begleitet, dem kann ich die Siegelmagier Reihe nur ans Herz legen.
Auch wenn zu den letzten beiden Bänden schon deutlich ...

Wer schwarzen britischen Humor mag und gerne mal etwas reifere, ältere Protagonisten begleitet, dem kann ich die Siegelmagier Reihe nur ans Herz legen.
Auch wenn zu den letzten beiden Bänden schon deutlich Zeit vergangen ist und demnach nicht alle vorangegangenen Handlungen so präsent waren, bin ich doch recht schnell wieder in der Geschichte angekommen. Der Siegelagent Al McBarrish, sein Hobgoblin Buck Foi, Nadia, die Schlachtenseherin oder die Göttin Morrighan – viele der bereits bekannten Figuren haben nach den letzten großen Abenteuern kleinere alltägliche Aufgaben zu bestreiten. Falls die Gründung von einem neuen Kult, Onlinedating mit Normal Sterblichen oder das Lösen eines Zwillingsfluches zum Alltagsgeschäft gehört.
Das Tempo war stets stramm, gespickt mit vielen humorvollen Pointen, sodass ich schnell durch diesen finalen Abschlussband kam. Dennoch fand ich die Handlung etwas flach und zu willkürlich zusammengewürfelt. Auch die finale Auflösung über Al‘s Fluch nach drei Bänden kam mir dann doch zu schnell und lief verhältnismäßig unspektakulär über die Bühne. Da hätte ich doch etwas mehr erwartet.
Dennoch ist es ein unterhaltsame Urban Fantasy Reihe, die aus der breiten Masse hervorsticht.

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Veröffentlicht am 06.07.2022

Einmal Urlaub zum Mitnehmen bitte!

Kein Sommer ohne dich
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Dies war mein erstes Buch von Emily Henry und wird auch nicht mein letztes sein.

Obwohl das Originalcover von „People we meet at vacation“ nicht übernommen wurde, gefiel mir das deutsche auch sehr! Erst ...

Dies war mein erstes Buch von Emily Henry und wird auch nicht mein letztes sein.

Obwohl das Originalcover von „People we meet at vacation“ nicht übernommen wurde, gefiel mir das deutsche auch sehr! Erst recht, da genauso die schönen Urlaubsvibes versprüht wurden.
In der Geschichte begleiten wir Poppy und Alex, welche das alljährliche Ritual eines gemeinsamen freundschaftlichen Sommerurlaubes eingeführt haben. Poppy, die Urlaubsbloggerin, ist so quirlig verdreht und direkt und steht im kompletten Gegensatz zu Alex, welcher geordnete Strukturen liebt und seine Gefühle nicht gerne zur Schau stellt.
Wie bereits im Klappentext angedeutet wird, entsteht auch hier natürlich mehr zwischen den beiden.
Über Rückblenden in die Vergangenheit wird von den bisherigen Urlauben berichtet sowie dem einschneidenden Erlebnis, wo sich die beiden für zwei Jahre aus den Augen verloren haben als auch den Kontakt zueinander abgebrochen haben. Zum Ende läuft die Geschichte zusammen und man versteht nun die Gründe der ganzen Eigenarten der zwei.
Die Geschichte lebt von wenig Drama und wenig Spannung - dies braucht sie aber auch nicht. Während der Urlaubsrückblenden kommt so ein tolles Urlaubsfeeling auf, dass man am liebsten direkt in den nächsten Flieger steigen will.
Einzig das Ende erschien mir etwas zu sehr gewollt und überzogen.
Eine sommerliche Lektüre, welche angenehme Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Verschenktes Potenzial

Girls of Dark Divine − Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe.
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Ein atmosphärischer Read für zwischendurch.
Die Grundidee fand ich richtig interessant! Ein Fluch, ein Ensemble an talentierten ehrgeizigen Tänzerinnen und fantastische Elemente innerhalb einer beginnenden ...

Ein atmosphärischer Read für zwischendurch.
Die Grundidee fand ich richtig interessant! Ein Fluch, ein Ensemble an talentierten ehrgeizigen Tänzerinnen und fantastische Elemente innerhalb einer beginnenden Romanze.

Im Fokus steht Emberlyn, die als Primaballerina, schon lange unter dem Fluch des Puppenspielers steht.
Auf der anderen Seite Malcom, der Puppenspieler, der den Traum vieler junger ambitionierter Künstler in einen Albtraum verwandelte.

Der Schreibstil ist sehr simpel aber dennoch schön atmosphärisch gehalten. Das Setting in den verschiedenen Theatern, als auch das Leid der Tänzerinnengruppe kam sehr gut zum Tragen. Auch die Informationen rund um den Fluch und die Beschreibung dessen, wenn er in Kraft tritt, konnten mich mitreißen.
Ein zwei mehr Standortwechsel hätten der Handlung gut getan, denn insgesamt stützt sich die Handlung sehr auf die Charaktere und deren Interaktionen und persönliche Entwicklungen.
Wo mich die Handlung etwas verloren hatte, war der extreme Fokus auf Emberlyn und ihren wiederholten Gedankengängen, ihrer vor Wut verzerrten Sicht auf die aktuellen Geschehnisse und das sich die Handlung oft etwas im Kreis drehte. Auch waren alle Charaktere etwas eindimensional.

Da konnte die sich langsam anbahnende Romanze auch nicht mehr viel daran ändern.
Ein Buch, das das Potenzial leider zum Ende sehr verschenkt hat.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Ein Leben ohne Individualität

Die Spur der Vertrauten
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Christelle Dabos war mir aufgrund „Die Spiegereisende“ Reihe schon ein Begriff und da diese Reihe aufgrund ihrer Besonderheit mir gut im Gedächtnis hängen geblieben ist, war ich sehr gespannt auf das neue ...

Christelle Dabos war mir aufgrund „Die Spiegereisende“ Reihe schon ein Begriff und da diese Reihe aufgrund ihrer Besonderheit mir gut im Gedächtnis hängen geblieben ist, war ich sehr gespannt auf das neue Buch der Autorin.

Vorweg: Das Buch ist wirklich komplex und benötigt Zeit und Geduld beim Lesen, um wirklich alle Informationen aufnehmen zu können. Auch finde ich die Einordnung als Jugendbuch hier unpassend gewählt, da einerseits die Komplexität der Handlung als auch detaillierte Beschreibungen von grausameren Handlungen, mehr dagegen sprechen.

Das Buch startet stark. Die dystopische Welt in der jeder Mensch einen Instinkt besitzt und das Leben dadurch bestimmt wird. Schlecht nur, wenn man wie die Hauptprotagonistin Claire, keinen Instinkt besitzt - ein Ding der Unmöglichkeit.
Ab dann beginnt eine wirklich wilde Reise. Von Claires und Goliaths Aufeindertreffen über deren gemeinsame Ermittlungen bis hin zu den Plänen der Oberen.
Der Schreibstil ist auch hier sehr einzigartig. Roh, Stakkato artig, dennoch detailliert und ausschmückend. Manchmal sehr kindlich, manchmal sehr philosophisch anmutend. Passend zu den Charakteren, aus deren Sicht gerade die Handlung weitererzählt wird.
Manchmal drehte sich die Handlung etwas im Kreis. Und auch die finale Auflösung ließ mich nicht vollends zufrieden zurück und kam sehr abrupt.

Final fällt es mir immer noch schwer, das Buch zu bewerten. Es hat mich beim Lesen stets fasziniert, gleichzeitig aber auch etwa ermüdet. Viele Fragen kommen auf und manche bleiben auch zum Ende hin noch offen.

Ein Buch das zum Nachdenken anregt. Was bin ICH und was bedeutet das für das WIR?

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