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Veröffentlicht am 29.12.2017

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Wir sehen uns beim Happy End
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Ella liebt Happy Ends. Deswegen sollte ihrer Meinung nach auch jeder eins haben, egal ob er will oder nicht. Auf ihrem Blog schreibt sie bekannte Geschichten um, so bekommen Romeo und Julia, genauso wie ...

Ella liebt Happy Ends. Deswegen sollte ihrer Meinung nach auch jeder eins haben, egal ob er will oder nicht. Auf ihrem Blog schreibt sie bekannte Geschichten um, so bekommen Romeo und Julia, genauso wie Kate und Leo doch nur ihr Happy End. Auch Ella hat ihr Happy End mit ihrem Verlobten Philipp gefunden, glaubt sie zumindest. Bis sie eine böse Entdeckung macht. Danach verketten sich die Zufälle, oder ist da doch Schicksal im Spiel. Auf jeden Fall trifft Ella auf Oskar, der ihrer Meinung nach ein Happy End vertragen kann.

Diese Happy End Thematik hat mich gleich angesprochen. Wer hat nicht schon mal darüber gegrübelt, was passiert wäre, hätten Julia und Romeo es geschafft, wäre ihre Geschichte dann überhaupt erzählenswert gewesen oder würden wir sie dann heute gar nicht mehr kennen. Braucht jede Geschichte ein Happy End? Für Ella ist die Antwort klar. Ja jeder braucht und verdient ein Happy End.

Den Schreibstil der Autorin und ihre Art Geschichten zu erzählen hat mir schon bei dem Roman Ein perfektes Jahr gefallen. Die Geschichten unterscheiden sich zwar, haben aber auch viele Gemeinsamkeiten, nicht zu letzte, dass die Protagonisten auch in diesem Buch auftauchen. Was mir sehr gut gefallen hat. Aber für manche vielleicht ein kleiner Spoiler sein könnte. Genauso spoilert das Buch auch, was Geschichten ohne Happy End an geht, da Ella auf diese Bad Ends eingeht.

Ach Ella, ich weiß nicht was ich von ihr halten soll. Zuerst mochte ich sie echt gerne, sie hat so eine positive Art, auch über das ständige Schlager singen konnte ich hinweg sehen. Doch dann merkte ich, Ella macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt. Ihre Wahrnehmung gleicht nicht der der anderen Menschen. Was an sich ja nicht schlimm ist, doch verliert sie da etwas den Bezug zur Realität und was am schlimmste ist, sie lügt. Ja sie lügt, was das Zeug hält. Gegen Ende erfährt man dann ein paar Dinge, die ihren Charakter für mich noch mal in ein anderes Licht rücken.

Oskar, ja ihn mochte ich da lieber. Leider erfährt man nicht so viel über ihn. Der Gute leidet, nachdem er auf Ella getroffen ist an einem Gedächtnisverlust. Aber gerade im letzten Drittel mochte ich ihn doch recht gerne, besonders im Zusammenspiel mit Ella. Da gab es einige witzige und auch süße Szenen.

Die letzten 100 Seiten haben für mich die Geschichte rausgerissen. Ihr tiefe verliehen und mich berührt. Das Buch war zwar immer flüssig zu lesen, aber bei den letzten Kapiteln klebte ich nur so an den Seiten. Ellas letzter Blogbeitrag hat mich vieles im Bezug auf sie klarer sehen lassen. Die Sache mit den Lügen kann ich ihr immer noch nicht verzeihen, aber ich verstehe nun vieles besser. Auf der einen Art fand ich es schade, dass dieser Moment erst gegen Ende kam, aber storytechnisch ging es nicht anders.



Fazit:
Braucht jede Geschichte ein Happy End?
Oder sind es nicht gerade die Geschichten mit einem tragischen Ende, die uns in Erinnerung bleiben?
Für Ella ist klar, jede Geschichte braucht ein Happy End und zu diesem will sie Oskar verhelfen.
Das Zwischenspiel der beiden hat mir gut gefallen.
Und auch die Story Idee, sowie die Umsetzung mochte ich.
Mit Ella hatte ich so meine Probleme, Lügen sind einfach ein NoGo. Doch konnte ich sie nach dem tollen Abschluss besser verstehen

Veröffentlicht am 29.12.2017

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Grey - Fifty Shades of Grey von Christian selbst erzählt
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Kurzmeinung


Wer hätte gedacht, dass ich freiwillig noch mal den ersten Band der Fifty Shades of Grey Reihe lesen werde. Aber Geschmäcker ändern sich oder die Perspektive. Vor Jahren habe ich Band 1 gehört ...

Kurzmeinung


Wer hätte gedacht, dass ich freiwillig noch mal den ersten Band der Fifty Shades of Grey Reihe lesen werde. Aber Geschmäcker ändern sich oder die Perspektive. Vor Jahren habe ich Band 1 gehört und fand ihn so gar nicht gut. Ana ging mir auf die Nerven, besonders ihre innere Göttin. Aber auch so konnte ich ihr Verhalten oft nicht verstehen. Aber Christian fand ich interessant. Ihr war neugierig was sich hinter ihm und seinem Verhalten verbirgt.

Und genau diese Neugier hat mich dazu gebracht, nun ein paar Jahre später den ersten Band noch mal aus seiner Sicht zu lesen. Und ich war überrascht, denn es gefiel mir so viel besser. Ja, Ana und ihr sprunghaftes Verhalten konnte ich nun noch weniger verstehen und sie nervte immer noch. Aber die Geschichte aus seiner Sicht zu erleben war sehr interessant. Besonders da immer mal wieder etwas aus seiner Vergangenheit heraus blitze. Und auch zu erfahren, wie er bestimmte Situationen erlebt hat, fand ich spannend und interessant.

Ich kann nun rückblickend seinen Charakter um einiges besser verstehen. Und auch mag ich ihn nun lieber. Für mich hat sich das erneute lesen der Geschichte auf jeden Fall gelohnt. Und ich bin extrem gespannt auf Band 2, der für mich völliges Neuland ist.


Fazit:
Band 1 aus ihrer Sicht ist schon ein paar Jahre her, deswegen hat sich die Geschichte aus der Sicht von Grey für mich sehr gelohnt.
Nicht nur, weil ich so einiges über ihn erfahren habe, sondern weil ich die Geschichte so noch einmal ohne die nervigen Gedanken von Ana erleben konnte.

Veröffentlicht am 22.12.2017

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Now you're mine - Glut der Nacht
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Ein Märchen wie aus tausendundeiner Nacht. In Now you're mine - Glut der Nacht gibt es zwar keine Wunderlampe und auch keinen Dschinn. Wobei ich mir bei Letzteren nicht ganz sicher bin. Kalan ist ein bisschen ...

Ein Märchen wie aus tausendundeiner Nacht. In Now you're mine - Glut der Nacht gibt es zwar keine Wunderlampe und auch keinen Dschinn. Wobei ich mir bei Letzteren nicht ganz sicher bin. Kalan ist ein bisschen zu gut, um wahr zu sein. Ach was schreibe ich da, vermutlich begegnet man eher einem Dschinn, bevor man einen Mann trifft, der wie Kalan ist.

Er ist reich und erfolgreich, extrem gut aussehend und geschickt im Liebesspiel. Aber sind sie das nicht so oft, die Protagonisten in diesem Genre Bereich. Doch nun kommt der Unterschied. Kalan ist kein Bad-Boy, der vor Beziehungen und Gefühle zurückschreckt. Nein, er ist der Typ Mann, der Sätze mit, mein Herz beendet und seine Auserwählte noch nicht gefunden hat. Als wäre seine liebenswürdige und poetische Art noch nicht genug. Hat er auch noch umwerfende Weltansichten, ist extrem tolerant und steckt lange seine eigenen Bedürfnisse hinter denen von Jenna zurück. Ja, ich habe mich etwas in ihn verliebt, wie könnte ich auch nicht.

Und genau deswegen habe ich öfter im Geiste Jenna; Wenn du ihn nicht willst, ich nehme ihn sofort, zugerufen. Sie lebt in Boston und ist Journalistin, gefangen in ihrer kleinen Welt, hat sie doch Angst auszubrechen. Monoton und langweilig soll sie sein. Doch dann führen sie ein paar Zufälle nach Abu Dhabi und zu Kalan. Und dort, in der Wüste und in seinen Arm ist sie eine andere, wagemutig und abenteuerlustig. Doch wie sollte es zwischen ihnen beiden funktionieren. Jenna denkt, sie trennen Welten und Kalan glaubt sie verbindet eine Seele.

Nach der Leseprobe war ich Feuer und Flamme für die Geschichte und habe sie dann auch innerhalb eines Tages gelesen. Doch hat sie mich auch nerven gekostet. Kalan ist einfach zu perfekt, und Jenna verhält sich des Öfteren arschig. Über Kalans Geduld und Gutmütigkeit habe ich auch gestaunt. Jennas Verhalten habe ich zwar verstanden aber trotzdem dachte ich oft, siehst du es denn nicht. Ob und wie weit die Geschichte realistisch ist und ob dies für einen ein Kritikpunkt ist, muss jeder selbst entscheiden. Mich hat es schon ein klein bisschen gestört. Aber die Geschichte war einfach zu schön kitschig, um lange an dem Realismus festzuhalten.

Loben muss ich noch den Humor, der hat mir äußerst gut gefallen. Die Erotikszenen waren zahlreich und intensiv. Nicht die Besten die ich je gelesen habe, aber auch nicht plump oder ordinär. Das Gefühl der Wüste fand ich sehr schön beschrieben und hat in mir sogleich den Wunsch geweckt, auf endlose lange Dünen zu blicken. Und auch hat einen die Geschichte beflügelt, mal wieder etwas zu riskieren. Sich etwas zu trauen und evtl. etwas zu überdenken, was man von sich selbst denkt. Was mich aber sehr gestört hat, ist das Thema Sicherheit in Bezug auf den Sex, keiner der beiden denkt auch nur einmal an Verhütung.


Fazit:
Sie hält sich für völlig gewöhnlich, doch für ihn, ist sie seine Auserwählten.
Feurig und heiß.
Durch das Setting und die Rahmenbedingungen der Lovestory, mal etwas anderes.
Toller Humor und flüssig zu lesen, hab es innerhalb eines Tages verschlugen.
Kalan war mir etwas zu perfekt, aber nicht auf so eine nervige Art.

Veröffentlicht am 14.12.2017

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Die Herren der Unterwelt 13: Schwarzes Versprechen
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Dies ist der 13. Band der Die Herren der Unterwelt Reihe von Gena Showalter. Es empfiehlt sich die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man sich sonst, was die Beziehungen angeht selbst spoilert. ...

Dies ist der 13. Band der Die Herren der Unterwelt Reihe von Gena Showalter. Es empfiehlt sich die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man sich sonst, was die Beziehungen angeht selbst spoilert. Ich selbst habe bis jetzt aber nur Band 1 und 12 gelesen und hatte dadurch aber keine Probleme mit der Geschichte. So kam ich trotzdem mit der Story mit und hatte nicht das Gefühl, dass mit groß etwas fehlt.


Lazarus ist der König der Anderwelt, er der Grausame und Ungewöhnliche, stolz und stark, ein richtiger Krieger. Auch Cameo ist eine Kriegerin, gehört sie doch zu den Herren der Unterwelt, sie trägt den Dämon Elend in sich. So kann sie keine Freude empfinden und alles Gute was ihr widerfährt, wird wieder aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Noch dazu kann kaum jemand ihre Stimme ertragen, ohne nicht ins tiefste Elend zu versinken. Cameo empfindet sich selbst als eine Last, oder redet ihr das nur ihr Dämon ein, macht es einen Unterschied.Gefangen in ihrem Elend gibt es nur einen der es vermag durch ihre Melancholie zu brechen, Lazarus. Lazarus erscheint Cameo als ihre einzige Rettung, ohne zu wissen, dass sie sein Untergang sein wird.......


Ich mag den Schreibstil von Gena Showalter sehr gerne. Sie schreibt auf eine sehr humorvolle, aber auch trockene Art. Die bissigen Dialoge der Protagonisten sind klasse. Und auch die Text Auszüge bei jedem Kapitel. Mit ihrem Sarkasmus trifft sie genau meinen Geschmack. Ein bisschen übertrieben hat sie es bei ihrem Liebesbekunden finde ich, hier wurde es mir manchmal zu schnulzig.


Cameo fand ich schon in den anderen Bänden interessant. Man stelle sich mal vor, wie schlimm es sein muss, wenn ein Satz Menschen zum Weinen bringen kann. Ein Gespräch jemanden in tiefe Depressionen stürzt. Wie einsam muss es sein und dann immer die Stimme des Dämons in ihrem Kopf, der ihr Elend bereite. Da ist es kein Wunder, wie sehr sie sich zu Lazarus hingezogen fühlt. Ist er doch stark genug ihr gegenüber zu drehten und noch dazu eine recht anschauliche Erscheinung. Da man aus der Sicht von beiden liest, hat man einen guten Überblick über ihre Gefühle und Gedanken. Ich konnte die beiden und ihre Beweggründe gut verstehen. Besonders schön fand ich es, wie Lazarus langsam akzeptiert, was er wirklich will und wie weit er dafür zu gehen bereit ist.


Die Geschichte dreht sich sehr um die beiden und die Beziehung zwischen ihnen. Es gibt aber auch wieder einige Kampfszenen, die spannend beschrieben sind. Außerdem muss immer noch die Buchse der Pandora gefunden werden und Lazarus Untergang, der durch Cameo ausgelöst wird, gestoppt werden. Noch ein großes Thema spielt Rache, Lazarus will unbedingt Rache nehmen und stellt dieses Bedürfnis über alles. Mir hat die Geschichte gut gefallen, eine schöne Mischung aus Story, Beziehung aber auch ein bisschen Action. Nur manchmal zog es sich für mich ein ganz Kleines bisschen. Wirklich nicht viel, aber so 20 Seiten weniger, hätten für mich auch gepasst.


Fazit:
Lazarus der Grausame und Ungewöhnliche trifft auf Cameo, die Hüterin von des Dämons Elend.
Er könnte ihre Rettung sein und sie sein verderben.
Bis auf ein paar kleine Längen spannend zu lesen, die Charaktere haben mir mal wieder gefallen und auch die Story. Der Schreibstil war wie gewohnt schön flüssig und besonders hat mir der Humor gefallen.

Veröffentlicht am 04.12.2017

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Constellation - Gegen alle Sterne
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Die Erde hat sich immer weiter selbst zerstört, sodass die Menschheit ausweichen musste. Verschiedene Planeten wurden besiedelt, doch ist das Leben auf keinem leicht. Genesis hat vor Jahren die Notbremse ...

Die Erde hat sich immer weiter selbst zerstört, sodass die Menschheit ausweichen musste. Verschiedene Planeten wurden besiedelt, doch ist das Leben auf keinem leicht. Genesis hat vor Jahren die Notbremse gezogen und seine Unabhängigkeit zu der Erde verkündet, damit der Planet nicht genauso ausgebeutet wird, wie die Erde. Noemi lebt auf Genesis und würde für ihn sterben. Es soll ein großes Selbstmordkommando geben, eine verzweifelte Maßnahme um den Planeten zu schützen. Doch kurz davor entdeckt Noemi ein verlassenes Raumschiff und in ihm Abel.

Abel hat dreißig Jahre in diesem Raumschiff verbracht, ist aber trotzdem um keinen Tag gealtert. Den er ist ein Mech, eine künstliche Intelligenz. Nur ein Roboter, oder? Abel ist einmalig, er vereint alle Mech Modell die es gibt in sich und in der langen einsamen Zeit, hat er sich weiterentwickelt. Er und Noemi begeben sich auf eine gemeinsame Mission um Genesis zu retten.

Wir sind diese Welt.
Die nächste Generation.
Wenn Sie nicht versuchen, uns zu retten.
Was versuchen Sie dann eigentlich zu retten?
Seite 495

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Noemi und Abel. Darüber habe ich mich sehr gefreut, da gerade Abels Gedanken und Wahrnehmungen sehr interessant waren. Dreißig Jahre lang war er alleine und nun ist er endlich wieder in Gesellschaft von jemanden. Doch für Noemi ist er zunächst der Feind. Ihr wurde beigebracht, dass Mech nur Maschinen sind, was auch stimmt, bis auf eine Ausnahme, Abel. Der Konflikt der beiden kam schön beim Leser an. Noemi, wie sie langsam merkt, dass Abel sich gar nicht wie ein Mech benimmt. Und Abel wie er versucht zu begreifen, was er da fühlt und ob dies ein Fehler in seinen Daten ist.

Durch die Mission bereisen die beiden einige Planeten und Erleben auch viel. Langeweile kam beim Lesen keine auf. Es gibt immer wieder gefährliche und actiongeladene Szenen. Aber auch die persönliche Weiterentwicklung der beiden wird vorangetrieben. Ich fand es schön zu lesen, wie beiden sich langsam annähern und was sich daraus entwickeln könnte. Die Liebesgeschichte ist wirklich sehr dezent, wenn überhaupt vorhanden. Dies fand ich etwas schade, da hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Aber es gibt ja zum Glück einen zweiten Band.

Das ganze Zukunftsszenarium hat mir gut gefallen. Die Autorin hat es für mich realistisch beschrieben und zum Glück gab es nicht so viele technische Details. Mit so was kann man mich immer jagen. Abgesehen von der zu dezenten Liebesgeschichte, gab es für mich keine weiteren Kritikpunkte. Nur der letzte Funke ist nicht über gesprungen

Fazit:
Maschine und Mensch.
Abel und Noemi.
Diese Thematik fand ich schon in Echo Boy interessant und auch hier konnte sie mein Interesse wecken.
Die Umsetzung hat mir gut gefallen, genauso wie der Weltenentwurf und die Charaktere.
Ich hätte mir nur ein bisschen mehr Gefühle gewünscht, die Liebesgeschichte ist wirklich sehr dezent, was zwar realistisch ist, mein Herz aber nicht höher schlagen ließ.