Cover-Bild Das Haus der Goldmanns. Drei Generationen. Ein Haus. Ein großes Geheimnis.
Band der Reihe "Ultraviolett Roman"
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ultraviolett Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 348
  • Ersterscheinung: 13.03.2025
  • ISBN: 9783968870328
Claudia Kaufmann

Das Haus der Goldmanns. Drei Generationen. Ein Haus. Ein großes Geheimnis.

Die Polizei in München hat meine Mutter Margit hilflos herumirrend aufgegriffen und ich, Britta, bin das einzige Kind. Dass ich in Hamburg wohne und nichts mit meiner Mutter zu tun haben will, geschenkt. Margit wohnt noch immer allein in der Riesenvilla, die einmal herrschaftlich war und jetzt heruntergekommen ist. Es kam mir früher schon paradox vor, dass wir in einer so großkotzigen Villa wohnten, aber nie Geld hatten. Weshalb hat meine Mutter das Haus nie verkauft?

Britta kehrt zurück in das Haus ihrer Kindheit, entschlossen, ihre an Alzheimer erkrankte Mutter so schnell wie möglich ins Heim zu stecken. Doch seltsame Bemerkungen ihrer Mutter lassen sie neugierig werden. Welches Geheimnis wird in ihrer Familie seit Jahrzehnten totgeschwiegen? Welches Rätsel birgt dieses Haus, das nie verkauft werden durfte? Als Britta die Wahrheit herausfindet, ist sie tief erschüttert. Aber sie kann ihre Mutter endlich verstehen.

Eine Familiengeschichte über drei Generationen, die mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten beginnt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2025

Sehr emotional

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Was passiert, wenn du in das Haus deiner Kindheit zurückkehrst – und plötzlich die Vergangenheit aufbricht? In „Das Haus der Goldmanns“ von Claudia Kaufmann passiert das Britta, eine Frau, die mit ihrer ...

Was passiert, wenn du in das Haus deiner Kindheit zurückkehrst – und plötzlich die Vergangenheit aufbricht? In „Das Haus der Goldmanns“ von Claudia Kaufmann passiert das Britta, eine Frau, die mit ihrer Mutter schon lange abgeschlossen hat. Die alte Villa in München, in der ihre Mutter Margit noch immer lebt, wirkt heruntergekommen. Britta will sie schnell ins Heim bringen, die Villa verkaufen. Doch dann macht die Mutter, gezeichnet von Alzheimer, seltsame Bemerkungen. Und aus Ablehnung wird Neugier.

Was steckt hinter diesem Haus, das nie verkauft werden durfte? Und was verheimlicht Margit seit Jahrzehnten?

Mit klarem Blick und emotionaler Tiefe entfaltet Claudia Kaufmann eine Geschichte über drei Generationen – und darüber, wie das Schweigen einer Familie mit den Gräueltaten der Nazi-Zeit verbunden ist. In Rückblenden erleben wir Elisabeth, Brittas Großmutter, die sich 1932 in ihren jüdischen Nachbarn verliebt und ein für sich tödliches Geheimnis hütet, während ihr Mann sich radikalisiert und der SA anschließt. Das Haus, einst Eigentum der jüdischen Familie Goldmann, wird zum Symbol für Mitläufertum, für geraubte Leben und für das Schweigen, das bis in die Gegenwart reicht.

Kaufmann erzählt ohne Pathos, aber mit großer Wucht. Was wie eine kalte Mutter-Tochter-Geschichte beginnt, entwickelt sich zu einem tief bewegenden Roman über Schuld, Wahrheit, Verdrängung und späte Versöhnung. Die historischen Szenen sind bedrückend real, die emotionale Entwicklung der Figuren glaubwürdig und aufwühlend.

Fazit: Ein Buch, das nicht loslässt. Kein leichter Stoff, aber ein wichtiger. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt – mit einer Geschichte, die unter die Haut geht und lange nachklingt.

10/10

Auf meinem Blog findet ihr eine ausführlichere Rezension: https://buchkomet.wordpress.com/2025/07/06/das-haus-der-goldmanns-von-claudia-kaufmann-eine-bewegende-familiengeschichte/

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Toller Roman über 3 Generationen

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Britta kehrt unfreiwillig nach Hamburg zurück, um sich um die Angelegenheiten ihrer inzwischen dementen Mutter zu kümmern. Ihr Verhältnis ist nicht das Beste, sehr angespannt und vieles steht unausgesprochen ...

Britta kehrt unfreiwillig nach Hamburg zurück, um sich um die Angelegenheiten ihrer inzwischen dementen Mutter zu kümmern. Ihr Verhältnis ist nicht das Beste, sehr angespannt und vieles steht unausgesprochen im Raum. Über die Vergangenheit weiß Britta kaum etwas. Doch sie muss ihrer Mutter versprechen, sich gut um das Haus der Familie zu kümmern. Nach und nach kommen eine Puzzleteile ans Tageslicht und in den guten Momenten erzählt die Mutter Teile der Geschichte. So ergibt sich nach und nach ein gesamtes Bild für Britta, welches sich einige Überraschungen beinhaltet.

Das Buch wird aus 2 Zeitebenen erzählt, die Erzählstränge fügen sich zusammen im laufe des Buches. Die Geschichte geht zurück bis in die Anfänge des Nationalsozialismus. Toll erzählt, bewegend, mitreißend und gefühlvoll.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Emotionaler Generationenroman!

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Britta Stadler lebt und arbeitet in Hamburg. Weit weg von München und ihrer Mutter Margit Stadler. Doch dann ruft die Polizei von München sie an. Ihre Mutter wurde orientierungslos herumirrend aufgegriffen ...

Britta Stadler lebt und arbeitet in Hamburg. Weit weg von München und ihrer Mutter Margit Stadler. Doch dann ruft die Polizei von München sie an. Ihre Mutter wurde orientierungslos herumirrend aufgegriffen und benötigt Hilfe. Britta ist das einzige Kind und so macht sie sich auf den Weg nach München. Sie hatte seit Jahren keinen Kontakt zu Margit gehabt. Jetzt ist Margit dement und kann nicht mehr allein leben. Britta muss sich um eine Betreuung kümmern. Doch wer soll das bezahlen? Geld ist nicht viel da, obwohl ihre Mutter in einer großen alten Villa lebt. Britta hat sich immer gefragt, warum ihre Mutter die Villa nicht längst verkauft hat. Doch seltsame Bemerkungen ihrer Mutter lassen sie stutzig werden und so forscht sie nach. Sie will mehr über ihre Vergangenheit und ihre Großeltern wissen. Schließlich stößt sie auf ein altes Familiengeheimnis und versteht auch das Verhalten ihrer Mutter.
Das Haus der Goldmanns umfasst die Geschichte über drei Generationen. Zum einen erfahren wir, wie sich Brittas Großeltern kennengelernt haben und zusammen nach München gezogen sind. Aber auch Brittas Situation mit der dementen Mutter wird thematisiert. Letztlich wird aber auch der Lebensweg der jungen Margit erzählt und so können wir nach und nach begreifen, warum Margit nicht die ideale Mutter für Britta war und warum sich beide eigentlich nicht viel zu sagen haben. Ob sich das jetzt noch ändern kann?
Die Geschichte der Großeltern wird natürlich vom drohenden zweiten Weltkrieg, den Kriegsjahren und der Nachkriegszeit geprägt. Doch all das hat weitreichende Folgen für die späteren Generationen.
Ich fand das Buch sehr spannend und auch sehr erschütternd. Erschüttert hat mich vor allem, wieviel der Krieg in den Familien kaputt gemacht hat und, dass weder Elisabeth noch Margit oder Britta eine glückliche Kindheit hatten. Die Folgen einer falschen Ideologie ziehen sich leider weit über die Kriegsjahre hinaus. Brittas Umgang mit der demenzkranken Mutter fand ich besonders bemerkenswert und berührend.
Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen und konnte es fast nicht aus der Hand legen. Es ist wunderbar geschrieben und auch sehr emotional. Ein ganz hervorragender Generationenroman!

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Die Geschichte geht unter die Haut

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Puh die Geschichte geht unter die Haut.
In zwei Zeitebenen wird eine traurige und tragische Geschichte erzählt.

2023... Britta Stadler kehrt zurück, in das Haus ihrer Kindheit. Denn ihre Mutter Margit ...

Puh die Geschichte geht unter die Haut.
In zwei Zeitebenen wird eine traurige und tragische Geschichte erzählt.

2023... Britta Stadler kehrt zurück, in das Haus ihrer Kindheit. Denn ihre Mutter Margit braucht Hilfe. So langsam schwindet ihr Gedächtnis. Eine schnelle Lösung muss her. Sie hat nicht das beste Verhältnis, zu ihrer Mutter. Immer wieder wirft Brittas Mutter Bemerkungen zu. Sie macht sich Gedanken, warum die riesen Villa, so eine große Rolle spielt und Mutter sich nie trennen konnte.

1933... Elisabeth Stadler eine fleißige junge Frau, die mit Näharbeiten ihr Leben mit Karl finanziert. Jeder Pfennig zählt.

Drei Frauen verbindet das Haus der Goldmanns.
Neunzig Jahre erleben wie harte, tragische und bewegende Zeiten. Geheimnisse die einen zu tief berühren.

Das Buch konnte ich nicht zur Seite legen.
Die Geschichte von der Elisabeth, Margit und Britta geht so ans Herz und wird lange in Erinnerung bleiben. Einige Male musste ich mit den Tränen kämpfen. Aber auch schöne Momente dürfte ich erleben. Drei starke Frauen die so viel verbindet.

Vielen Dank, das ich die Geschichte der Goldmanns miterleben dürfte.

UNBEDINGT LESEN

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Dunkle Familiengeheimnisse

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Zum Inhalt:
Britta ist gerade im Begriff, einen beruflichen Neuanfang in Hamburg zu beginnen, als sie von der Polizei aus München angerufen wird. Ihre Mutter irrte hilflos in Hamburg umher. Als einziges ...

Zum Inhalt:
Britta ist gerade im Begriff, einen beruflichen Neuanfang in Hamburg zu beginnen, als sie von der Polizei aus München angerufen wird. Ihre Mutter irrte hilflos in Hamburg umher. Als einziges Kind muss Britta nun die Verantwortung für ihre demenzkranke Mutter übernehmen. Die Rückkehr in die Villa ihrer Kindheit sieht sie mit gemischten Gefühlen entgegen, da sie zu ihrer Mutter Margit nie ein gutes Verhältnis hatte. Um für die Kosten einer Heimunterbringung aufzukommen, erwägt sie den Verkauf der großen Villa, doch Margit weigert sich mit den Worten, sie habe ihrer Mutter versprochen, dieses Haus nie herzugeben, denn es sei schon seit Jahrhunderten im Familienbesitz. Doch ihre Nachforschungen, die zurückführen in die Zeit des Nationalsozialismus und zu ihren Großeltern Karl und Elisabeth, ergeben ein anderes Bild. Welches erschütternde Geheimnis umgibt ihre Familie?

Meine Meinung:
Der Anfang des Buches erinnerte mich zunächst an ein anderes Buch, das so ähnlich beginnt, doch die Geschichten sind völlig anders. Authentisch stellt die Autorin dar, wie das junge Ehepaar Karl und Elisabeth voller Glück in die Großstadt zieht und sich den Lebensunterhalt als einfache Leute verdient. Der Beginn des Nationalsozialismus bringt für Karl den großen Aufstieg. Verführt durch die falsche Ideologie voller Hass, ermöglicht es sein unmenschliches Handeln. Für Elisabeth jedoch birgt es emotionale Qualen, die bis in die dritte Generation reichen. Mich hat vor allem Elisabeths Schicksal tief berührt, auch wenn ich zuerst nicht begriffen habe, warum sie, nachdem sie so einiges erfahren hatte, keinen besseren Kontakt zu ihrer Tochter aufbauen konnte. Später war es für mich nachvollziehbar und ich spürte förmlich, in welche zusätzliche Verzweiflung dies Elisabeth stürzte.
Aber auch Margit hat es nicht leicht. Die ersten Jahre, aufgewachsen und erzogen im nationalsozialistischen Sinn, zerbricht ihre Welt am Ende durch die Wahrheit, die auch das Verhältnis zu ihrer Tochter Britta überschattet. Erst durch die beginnende Demenz von Margit gelingt es Britta, das Schicksal ihrer Familie zu ergründen, und sie beginnt, ihr eigenes Leben zu überdenken und sich mit ihrer Mutter auszusöhnen.
Zwar ist dies ein fiktionaler Roman, doch genauso könnte es gewesen sein.
Das Er-Leben dieser Frauen wurde so realistisch dargestellt und hat mich emotional stark eingebunden, sodass mich die unterschiedlichsten Gefühle während des Lesens begleitet haben.
Eine Geschichte, die an die bisher dunkelste Zeit Deutschlands und ihre Folgen erinnert und die ich gerne weiterempfehle, um Bewusstsein zu schaffen, dass so etwas nie wieder passieren darf.

Fazit:
Ein Roman, der auffordert sich stets unserer Vergangenheit und Verantwortung bewusst zu sein und menschlich zu bleiben.

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