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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2018

Ich liebe, liebe, liebe dieses Buch!

Herz aus Schatten
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Auf Laura Kneidl kann man sich immer verlassen. Diese Frau schreibt spannend, flüssig und unglaublich angenehm. Alle ihrer Bücher habe ich bisher innerhalb von 24 Stunden verschlungen und ich denke, das ...

Auf Laura Kneidl kann man sich immer verlassen. Diese Frau schreibt spannend, flüssig und unglaublich angenehm. Alle ihrer Bücher habe ich bisher innerhalb von 24 Stunden verschlungen und ich denke, das wird auch in Zukunft so bleiben. "Herz aus Schatten" ist ein Buch voller Magie. Die 17 jährige Kayla ist super sympatisch, denn sie scheint die einzige zu sein, die ihre Zweifel an den Bändigern und ihrer Vorbestimmung hat. Und obwohl sie sich in der Welt der Monster und ihrer Ausbildung nicht wohl fühlt ist sie tapfer und zieht es durch - und wird dafür auch belohnt. Ihr Schattenwolf Lilek ist als "Monster" ein bisschen wie ein Hund und gar nicht sooo angsteinflößend. Und der Mensch, der in Lilek steckt ist einfach nur liebenswert. Besonders toll fand ich, dass die Liebesbeziehung, die sich langsam anbahnt, nicht im Mittelpunkt steht und nur angedeutet wird. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Fantasy-Abenteuer und genau so soll es sein! Die Nebencharakter sind übrigens auch traumhaft, ich habe mich leicht in Marek verknallt. Die Weltengestaltung ist auch toll, es klingt wirklich nach einer Mittelalterlichen Stadt Prag in einer anderen Welt. Sehr zu empfehlen! Einziges Manko: Die Handlung war seeehr vorhersehbar.

Veröffentlicht am 20.04.2018

Positiv überrascht

Mind Games
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Kurzbeschreibung
Die Welt, in der du lebst, existiert nur in deinem Kopf – doch was, wenn jemand mit deinen Gedanken spielt? --- In Lunas Leben ist jeder online: virtueller Unterricht, Dates und Sport ...

Kurzbeschreibung
Die Welt, in der du lebst, existiert nur in deinem Kopf – doch was, wenn jemand mit deinen Gedanken spielt? --- In Lunas Leben ist jeder online: virtueller Unterricht, Dates und Sport als Avatar, sogar das Parlament tagt digital. Nur Luna bleibt offline. Sie ist eine Verweigerin, seit ihre Mutter vor Jahren in einem Online-Spiel starb. Umso überraschter ist Luna, als sie von der mächtigen Firma PareCo zu einem Einstufungstest eingeladen wird – und einen der begehrten Programmierer-Jobs erhält. Warum hat die Firma so ein großes Interesse an ihr? Als Luna den begabten Hacker Gecko kennenlernt, beginnt sie die von PareCo erschaffene Welt immer mehr zu hinterfragen. Doch dann ist Gecko auf einmal verschwunden und Luna kann sich nicht mehr an ihn erinnern …

Meine Meinung
Ich durfte Mind Games zusammen mit zwei anderen Mädels der Bookstagram-Community lesen. Wir hatten uns auf fünf Kapitel täglich geeinigt. Das hat sich dann aber als schlechte Idee erwiesen. Die Geschichte schreitet so rasant voran, dass jedes Kapitel in einem Cliffhanger endet. Da ist es praktisch unmöglich, sich an die vereinbarten Leseabschnitte zu halten.
Mind Games beschreibt eine Welt, die genauso rasant ist wie der Erzählstil der Autorin. Jeder besitzt ein Implantat, das es ermöglicht, 24/7 online zu sein. Mit Hilfe sogenannter PIPs wird dein Körper am Leben gehalten, während du online bist. Dein Geist ist wach, aber dein Körper schläft. Luna hat sich nun aber dem Implantat im Alter von 12 Jahren verweigert - und ist damit eine Außenseiterin. Nur ein paar Hacker geben sich mit ihr ab. Anfangs hatte ich einige Probleme mich in der Welt aus Hackern, Verweigerern und Shackern zurechtzufinden. Das Prinzip der Manipulation der virtuellen Welt erklärt sich erst im Verlauf des Buches.
Die Charakter sind sympathisch. Wir lernen Lunas beste Freundin, die Hacker Hex und Gecko kenne (letzterer entwickelt sich natürlich zu Lunas Schwarm) und Lunas Familie, die kaputter kaum sein könnte. Und wir fragen uns, was PareCo wohl im Schilde führt.
Alles wirkt ein wenig absurd und die Autorin streut Hinweise auf die Handlung ein wenig zu offensichtlich. Man merkt sofort, das hier etwas faul ist. Und man möchte der Protagonistin so manches Mal eine scheuern, wenn sie offensichtliche Dummheiten begeht.
Die Welt, die Terry erschaffen hat ist aber dennoch unglaublich faszinierend. Es ist ein bisschen wie Magie, wenn sich Hacker in meerjungrauen verwandeln oder spontan ganze Städte durch eine Flutwelle zerstören lassen - ganz one reale Todesopfer, denn online ist alles nur ein Spiel.

Ich war also positiv überrascht von Mind Games, denn ich bin kein Fan futuristischer Welten. Manchmal schreitet die Handlung zu schnell voran, könnte etwas mehr Ausführlichtkeit gebrauchen. Insgesamt war das Buch aber spannend und flüssig zu lesen, es birgt neue und faszinierende Welten und Charakter, mit denen man gerne mitfiebert.

Veröffentlicht am 20.04.2018

Unglaublich gut

Throne of Glass - Die Erwählte
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Kurzbeschreibung
Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian ...

Kurzbeschreibung
Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses – und es ist da, um zu töten.

Meine Meinung
Nachdem ich das Reich der sieben Höfe gelesen habe, mussten natürlich auch die anderen Bücher von Sarah J. Maas her. Bisher kann ich sagen: Throne of Glass reicht zwar nicht ganz an das Reich der sieben Höfe heran, kann aber definitiv mithalten. Celaena ist eine starke unabhängige Frau, eine richtige Kämpfernatur die tut was sie will - und das führt zu so einigen skurrilen Situationen. Neben der Tatsache, dass sie ihre Freiheit auf eine unglaublich spektakuläre Weise wiedergewinnen will, ist ihr Liebesleben auch unheimlich interessant. Entscheidet sie sich für Dorian oder Chaol? Egal wie sicher ich mir war, Sarah J. Maas hat mich im Verlauf der Handlung immer überrascht und schreibt nie das, was der Leser von ihr erwartet. Es entsteht eine Geschichte voller Plottwists und nervenaufreibender Szenen die einem entweder das Herz brechen oder vor Spannung kaum noch atmen lassen. Throne of Glass - die Erzwählte ist ein echter Pageturner und hat mich definitiv dazu verleitet, Band 2 zu kaufen!

Veröffentlicht am 01.04.2018

Wunderbar düster (enthält Spoiler)

So dunkel der Wald
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Michaela Kastel zieht uns ins Dunkel des Waldes. Sie erzählt die Geschichte der als Kind entführten Ronja, die zusammen mit Jannik, Theo und Henna bei ihrem Entführer "Paps" wohnt. Doch Ronja möchte nach ...

Michaela Kastel zieht uns ins Dunkel des Waldes. Sie erzählt die Geschichte der als Kind entführten Ronja, die zusammen mit Jannik, Theo und Henna bei ihrem Entführer "Paps" wohnt. Doch Ronja möchte nach Jahren der Angst endlich fliehen. Und setzt so eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihren Höhepunkt in den dunklen Tiefen des Waldes findet.
Ich hätte dieses Buch durchaus an einem Tag verschlingen können, doch ich habe es mit eingeteilt. Man liest die Seiten mit dunkler Faszination, möchte mehr und mehr über Paps herausfinden und fiebert mit der Kommissarin mit. Nicht selten erfasst mich entweder Wut über das Unrecht, das man den Kindern antut oder pures Unverständnis über das Handeln von Jannik oder Ronja. Im Laufe des Buches wird sehr gut klar gemacht, wie stark die Abhängigkeit von Kindern zum Entführer werden kann, und wie groß dann die Angst vor der alten Welt und zu hause sein kann. Es gab allein zwei Dinge die mich am Ende etwas gestört haben, und mich deshalb von einer fünf Sterne Bewertung abhalten: Das Handeln der Kommissarin, als sie auf die Kinder trifft ist schlichtweg unsensibel und grob. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie solche Dinge nicht in ihrer Ausbildung gelernt hat. Seine Entführer anzuschreien und Druck aufzubauen ist selten eine Lösung.
Außerdem wäre ein Blick in die Zeit nach der Rettung interessant gewesen. Wird Jannik zur Rechenschaft gezogen, oder behalten Ronja und Henna stillschweigen über seinen Aufenthaltsort? Wie reagieren Ronjas Eltern? Die wirkten ja sehr traumatisiert und ich könnte mir vorstellen, dass sie sehr distanziert sind. Was ist aus Nika geworden? Und wenn man die alte Hütte von Paps finden sollte: Was findet man dort in der Umgebung? Wieviele Kinder sind ihm und seinem Vater wirklich zum Opfer gefallen? Das alles hätte ich gerne noch erfahren. Ich mag es eigentlich gar nicht, wenn am Ende eines Buches noch so viele offene Fragen vorhanden sind.
Trotzdem eine sehr empfehlenswerte Geschichte, die endlich mal was anderes ist, als andere Thriller die an der Spitze der Bestsellerlisten stehen.

Veröffentlicht am 27.04.2025

Still, aber voller Spannung

Before we were innocent
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“Before We Were Innocent” ist eine Geschichte über Freundschaft, Schuld und das, was übrig bleibt, wenn alles zerbricht. Ella Berman erzählt von drei Mädchen, deren eine Sommerreise alles verändert – und ...

“Before We Were Innocent” ist eine Geschichte über Freundschaft, Schuld und das, was übrig bleibt, wenn alles zerbricht. Ella Berman erzählt von drei Mädchen, deren eine Sommerreise alles verändert – und von den Jahren danach, die geprägt sind von Fragen, Schuldgefühlen und dem Versuch, irgendwie weiterzuleben.

Was mich sofort begeistert hat: Die ruhige, unaufgeregte Erzählweise. Das Buch setzt nicht auf laute Dramen, sondern entwickelt seine Kraft auf leisen Sohlen. Es ist kein klassischer Thriller – und gerade deshalb so fesselnd. Die Handlung wechselt zwischen zwei Zeitebenen, 2008 und 2018, und fügt nach und nach die Puzzlestücke einer tragischen Geschichte zusammen.

Bess, aus deren Perspektive wir alles erleben, ist eine sehr intensive Figur. Ihre Gedanken und Ängste wirken authentisch und greifbar. Auch Joni und Evangeline bleiben komplex und interessant, nie einfach nur gut oder böse. Besonders spannend fand ich, wie das Buch moralische Grauzonen auslotet – nichts ist hier eindeutig, und genau das macht die Geschichte so stark.

Was mir weniger gut gefallen hat: Manche Passagen hätten straffer sein können. Gerade wenn Bess in Erinnerungen versinkt, zieht sich die Handlung etwas. Auch Evangelines Rolle bleibt stellenweise etwas blass, obwohl sie so zentral für alles ist.

Trotzdem überwiegen für mich klar die positiven Aspekte. Ella Berman erzählt eindrucksvoll davon, wie ein einziger Sommer das ganze Leben verändern kann – und wie schwer es ist, Frieden mit der eigenen Vergangenheit zu schließen. “Before We Were Innocent” bleibt nach dem Lesen lange im Kopf und lässt Raum für eigene Gedanken und Interpretationen.

Ein stiller, intensiver Coming-of-Age-Roman für alle, die psychologische Spannung, fein gezeichnete Figuren und Geschichten zwischen Schuld und Unschuld lieben.

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