Profilbild von seitenblicke

seitenblicke

Lesejury Star
offline

seitenblicke ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit seitenblicke über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2025

Unterhaltsamer, harter Thriller mit fiesen Kerlen und einer starken Protagonistin.

Devil's Kitchen
0

Ein wirklich gut geschriebener, kurzweiliger und spannender Thriller mit einer authentischen Bad-Ass Protagonistin, von der ich durchaus in Zukunft gerne noch mehr lesen wollen würde. Die Story gibt es ...

Ein wirklich gut geschriebener, kurzweiliger und spannender Thriller mit einer authentischen Bad-Ass Protagonistin, von der ich durchaus in Zukunft gerne noch mehr lesen wollen würde. Die Story gibt es auf jeden Fall her, aus Andy Nearland eine Reihe zu machen.

Andy hat eine sehr bewegte Vergangenheit hinter sich und verfügt über so einige Talente, wegen denen sie bereits in jungen Jahren die Aufmerksamkeit des FBI auf sich gezogen hat. Sie wird immer dann engagiert, wenn es darum geht, sich irgendwo als verdeckte Ermittlerin einzuschleusen und in rechtlichen Grauzonen zu bewegen.

Ben, Matt, Jack und Engo sind Mitglieder der eingeschworenen Feuerwehrtruppe „Engine 99“, die zusammen so einige krumme Dinger drehen. Sie legen Brände, um unbemerkt den Tatort zu manipulieren und auszurauben. Auch helfen sie gegen Bezahlung beim Versicherungsbetrug.

Als eines Tages Bens Freundin Luna und ihr kleiner Sohn Gabriel spurlos verschwinden, befürchtet er, dass seine Truppe dahinter stecken könnte und wendet sich an die Polizei. Wenn diese ihm hilft, die Vermissten aufzuspüren, liefert er „Engine 99“ ans Messer.

Das FBI wird eingeschaltet und schleust Andy in das toxische, männerdominierte New Yorker Fire Department ein. Während Andy in erster Linie Ben helfen will, hat ihr Vorgesetzter Anthony einen besseren Plan: den Polizistenmord aufklären, an dem seiner Meinung nach genau diese Feuerwehrtruppe schuld ist. Anthony will nicht nur befördert werden, sondern auch als Held dastehen.

Immer wieder gefährdet er mit seinen Entscheidungen die Ermittlungen, vor allem als er bemerkt, dass Andy Gefühle für Ben entwickelt. Matt und Engo werden misstrauisch und stellen Andy brutal auf die Probe, ob sie ein Spitzel ist oder nicht. Schließlich steht der nächste große Coup bereits an.

Mir hat dieses ganze Feuerwehr- und Brandsetting in New York sehr gut gefallen. Die Männer waren sehr fies, einschüchternd und frauenverachtend, wodurch die Geschichte sehr realistisch und dynamisch war. Die Lovestory läuft nur nebenbei, hier geht es wirklich vordergründig um Macht, Gewalt und Intrigen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2025

Kein Highlight, aber ein durchaus guter Thriller, der einen permanent auf die falsche Fährte lockt.

Während du schläfst
0

Ein guter, empfehlenswerter Thriller, der einen permanent, bis zum Schluss, auf eine falsche Fährte lockt und dafür sorgt, dass man als Leser/in nie weiß, wer denn nun der/die Täter/in ist. Genau so soll ...

Ein guter, empfehlenswerter Thriller, der einen permanent, bis zum Schluss, auf eine falsche Fährte lockt und dafür sorgt, dass man als Leser/in nie weiß, wer denn nun der/die Täter/in ist. Genau so soll es sein.

Es gibt viele Protagonisten, die jeweils ihre eigenen Geheimnisse im Verborgenen am Laufen haben, wodurch es zu Verstrickungen, Intrigen, Lügen und falschen Behauptungen kommt.

Tara verbringt einen gemütlichen Abend bei ihrem Nachbarn Lee. Sie trinken Wein und unterhalten sich. Tara wacht am nächsten Morgen in Lees Bett auf. Neben einer Leiche. Denn Lee wurde erstochen. Was ist passiert?!

Tara hat einen Filmriss, kann sich an nichts mehr erinnern, läuft nach Hause und verschweigt aus Angst den Vorfall. Schließlich war sie es nicht und will nicht ins Visier der Polizei geraten.

Als die Ermittlungen anlaufen, wird die Situation immer heikler, denn irgendwann werden nicht nur ihr Ehemann Noah, sondern vor allem auch ihre Tochter Rosie verdächtigt.

Zu Recht, denn einige Angaben und Aussagen stimmen nicht überein und werden widerlegt. Tara schweigt weiterhin und verdächtigt ihrerseits einen Lehrerkollegen, der sie seit geraumer Zeit stalkt und bedrängt.

Im Laufe der Zeit kommt so Einiges ans Tageslicht, was Tara an ihrer Tochter zweifeln lässt. Schließlich ist sie eine notorische Lügnerin.

Die Nachbarn fangen an, die Familie zu meiden. Es wird getuschelt, verleumdet und Gerüchte verbreitet. Immerhin hält ein Detective zu Tara.

Dieser Thriller hatte genau die richtige Seitenlänge und war nie langweilig. Es war jetzt zwar kein Highlight oder etwas Besonderes, aber eine nette Unterhaltung für zwischendurch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2025

Ein empfehlenswerter Thriller mit einer zugegeben etwas übertriebenen Racheengel-Story.

Sie sieht, was du tust
0

Ein durchaus gut geschriebener, morbider und spannender Thriller mit einem unerwarteten Twist, der nur leider aufgrund des Racheengel-Themas etwas unglaubwürdig und übertrieben auf mich gewirkt hat.

Unsere ...

Ein durchaus gut geschriebener, morbider und spannender Thriller mit einem unerwarteten Twist, der nur leider aufgrund des Racheengel-Themas etwas unglaubwürdig und übertrieben auf mich gewirkt hat.

Unsere Hauptprotagonistin Mercy Lake geht nach einem schlimmen Erlebnis nicht nur nur noch nachts raus, sondern observiert zudem verschiedene Menschen in ihrem Wohnort Crannerʼs Ford.

Sie weiß alles über diejenigen, die ein Doppelleben führen und ihre Ehefrauen betrügen und misshandeln, die sich nicht um ihre Angehörigen im Altersheim kümmern, Behinderte und Außenseiter schlecht behandeln oder auch Tiere quälen. Durch verschiedene Aktionen und Maßnahmen hilft sie den Schwachen und Unterdrückten und versucht die Täter zu entlarven.

Irgendwann begegnet sie Louis und entdeckt in seinen Augen eine Art Seelenverwandtschaft. Auch er glaubt nicht an Zufälle, sondern an Karma und unterstützt Mercy bei ihrem Kampf um Gerechtigkeit. Aber Louis sind die Strafen weder hart noch einschüchternd genug und so entwickelt sich eine sehr brutale Dynamik, aus der Mercy irgendwann nicht mehr aussteigen kann.

Vor allem auf ein ganz bestimmtes Haus und ihre Bewohner hat sie es seit Jahren besonders abgesehen. Aber dann entdeckt sie ein fürchterliches Geheimnis und die Situation eskaliert.

Die Idee an sich war nicht schlecht, aber hier und da fehlte mir etwas zu einem richtigen Highlight. Trotzdem kann ich diesen Thriller durchaus empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2025

Ein tiefgründiger Familenroman mit vielen interessanten Einzelschicksalen, die sich am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen.

Wo wir uns treffen
0

Ein wirklich schöner Familien- bzw. Generationenroman, der viele Aspekte des familiären Zusammenlebens aufgreift und den Fokus u. a. auf falsch getroffene Entscheidungen, das Aushalten und Wegsehen innerhalb ...

Ein wirklich schöner Familien- bzw. Generationenroman, der viele Aspekte des familiären Zusammenlebens aufgreift und den Fokus u. a. auf falsch getroffene Entscheidungen, das Aushalten und Wegsehen innerhalb einer Ehe und nicht genutzte Chancen legt.

Es geht darum, wie Eltern das Leben ihrer Kinder negativ beeinflussen und was das für Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter haben und wie Wehmut und Sehnsucht sich ganz tief in die Seele eingraben kann.

Die Geschichte beginnt 2 Tage vor der Beerdigung des Familienoberhaupts Philip Brooke, der zu seinen Lebzeiten weiß Gott kein Kind von Traurigkeit war. Seine Frau Grace hat er am laufenden Band betrogen, seinen Sohn Milo aufs Internat geschickt, seinem besten Freund die große Liebe unter der Nase weggeschnappt etc. Und Grace hat bei all dem nur zugeschaut und jegliche Schikanen ertragen. Erst jetzt, im hohen Alter, will sie alles Verpasste am liebsten nachholen.

Frannie, die Haupterbin des Familienanwesens namens „Albion“ in Sussex, hat sich seit ihrer Jugend für den Umweltschutz und die Renaturierung der Ländereien eingesetzt. Um die hohen Erbschaftssteuern bezahlen zu können, muss sie bestimmte Auflagen erfüllen, um diese zu mindern.

Aber ihr Bruder Milo hat ganz andere Pläne, denn schließlich hat Philip ihm auf seinem Sterbebett versprochen, auf „Albion“ ein spirituelles Rehazentrum bauen zu dürfen, was allerdings nie schriftlich festgehalten wurde.

Zur Trauerfeier taucht dann plötzlich auch noch eine vermeintliche, außereheliche Tochter von Philip auf, unerwartet eingeladen von Frannies Schwester Isa. Warum hat Isa das getan und was will die Fremde wirklich?

WO WIR UNS TREFFEN verbindet die Einzelschicksale aller Protagonisten zu einem großen Gesamtbild, das gut und interessant erzählt wurde.

Allerdings bin ich kein großer Fan davon, dass Nachfahren sich immer schuldig fühlen und quasi Buße tun sollen, wenn ihre Vorfahren unverdient zu Wohlstand und Erfolg gekommen sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2025

Interessant, sonderbar, kurzweilig - aber etwas unter seinen Möglichkeiten geblieben.

Love Letters to a Serial Killer
0

Ich war sehr gespannt auf dieses derzeit sehr gehypte Buch, das zwar echt irgendwie etwas Besonderes hatte, meiner Meinung nach aber unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Der Schreibstil der Autorin ...

Ich war sehr gespannt auf dieses derzeit sehr gehypte Buch, das zwar echt irgendwie etwas Besonderes hatte, meiner Meinung nach aber unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Der Schreibstil der Autorin ist richtig gut und hätte das Buch doppelt so viele Seiten gehabt, wäre es bestimmt der Kracher geworden, da ich mich wirklich gerne länger in dem Szenario aufgehalten hätte.

Hannah ist unzufrieden. Mit ihrem Liebesleben, ihrem Job, ihrem Freundeskreis, der finanziellen Situation etc. Kurzum: nichts läuft so, wie sie es sich wünschen würde. Alle um sie herum heiraten, gründen eine Familie, gehen Beziehungen ein. Nur an Hannah will sich niemand langfristig binden.

Als von einer Mordserie in den Nachrichten berichtet wird, richtet sich Hannahs gesamte Aufmerksamkeit auf den mutmaßlichen Mörder William Thompson. Sie beginnt, alles über ihn zu recherchieren, tritt einem True-Crime-Forum bei und schreibt dem Täter sogar Briefe in den Knast. Sie ist wie besessen von ihm und vernachlässigt vor allem ihre Arbeit, was zu ernsthaften Konsequenzen führt.

Irgendwann beschließt sie, ihren Schwarm persönlich zu treffen und bei Gericht dabei sein zu wollen. Die Verbindung wird immer intensiver und plötzlich ändert sich Hannahs Leben ins Extreme.

Die Autorin hat eine sehr interessante, sonderbare und ziemlich verkorkste Protagonistin erschaffen und den Mythos aufgegriffen, warum und wie leicht sich Frauen in Mörder verlieben. Die Atmosphäre ist toll, die Story sehr kurzweilig und das Ende ziemlich spannend gelöst.

Wie anfangs gesagt, hätte man mit mehr Seiten noch mehr Interaktionen, raffiniertere Twists und falsche Fährten einbauen können. Cool wäre auf jeden Fall ein 2. Teil, denn ich würde sehr gerne erfahren, wie es mit Hannah weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere