Zu viele Stressfaktoren und innere Dämonen.
Wo wir uns treffenDiese britische Familiengeschichte ist verwoben mit einem großflächigen, herrschaftlichen Vermächtnis in Sussex aus dem 18. Jahrhundert, erworben in glorreichen Kolonialzeiten rund um Menschenhandel, ...
Diese britische Familiengeschichte ist verwoben mit einem großflächigen, herrschaftlichen Vermächtnis in Sussex aus dem 18. Jahrhundert, erworben in glorreichen Kolonialzeiten rund um Menschenhandel, Kaurimuscheln als Währung. Über fünf Tage zieht sich das Familientreffen wie ein roter Faden hin anlässlich der Beerdigung des Familienoberhauptes. Drei sehr verschiedene Geschwister, teils mit Familie und die Witwe werden mit ihren Schwächen, Problemen, Visionen und ihren Beziehungen untereinander vorgestellt auf renaturierten Ländereien auf 40 Hektar. Das Projekt „Albion“ krankt jedoch massiv unter dem Mangel an finanziellen Mitteln, unter dem besonders die Hauptprotagonistin Frannie Brooke als Erbin mit historischer Verantwortung zu leiden hat, was einfühlsam beschrieben wird. Das Problem behaftete Klima untereinander, verbunden mit Stress und Alkoholisierung, sorgt nicht für Entspannung beim Lesen. Der Erzählstrang rund um die Figur von Clara mit ihren Forschungsergebnissen wirkt zu konstruiert, wenn auch informativ. Nur der Hippie-Jünger Ned zeigt eine menschlich überzeugende positive Wirkungsweise zum Wohl dieser vor allem emotional gebeutelten Familie.
Interessante historische Fakten verknüpft mit zu vielen Problemen.