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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2025

Stalker

A Fairytale of Lies
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Dieses Buch lässt mich wirklich zwiegespalten zurück. Einerseits finde ich die Grundstory um Emilia und Chris spannend und gut gewählt. Eine Liebe, die auf einem dunklen Geheimnis ruht, zeitgleich Mafiasetting. ...

Dieses Buch lässt mich wirklich zwiegespalten zurück. Einerseits finde ich die Grundstory um Emilia und Chris spannend und gut gewählt. Eine Liebe, die auf einem dunklen Geheimnis ruht, zeitgleich Mafiasetting. Die Umsetzung konnte mich leider nicht so abholen.

Zum einen habe ich die Beziehung zwischen den Hauptcharakteren Emilia und Chris nicht greifen können. Obwohl die Handlung auf mehreren Zeitebenen durch beide Perspektiven geschildert wird, blieben mir beide Charaktere fern. Die Anziehung zwischen den Beiden und auch die Entwicklung der Beziehung konnte ich nicht nachvollziehen und neben äußerlicher Anziehung wurden auch nur wenige weitere Details geschildert. Daher war ich teils von den romantischen Entwicklungen überrascht. Chris als männlicher Protagonist ist mir in jedem Detail seines Wesens unsympathisch. Das macht es noch schwerer zu verstehen, warum Emilia ihm alles verzeiht. Das ist für mich sehr unrealistisch und lässt auch Emilia als unselbstständig und abhängig aussehen. Insgesamt habe ich bei diesem Buch die größte Schwierigkeit mit der Charakterdarstellung der beiden Hauptcharaktere.

Zum anderen war mir der Plot teils etwas zu flach und unglaubwürdig, vornehmlich auch, weil schwerwiegende Vertrauensbrüche mit Sex wett gemacht werden, oder jahrelange Lügen "einfach so" verziehen werden. Andererseits gab es jedoch auch einige spannende Wendungen, die mich beim Buch halten konnten.

Grundsätzlich bin ich vermutlich nicht die richtige Zielperson für das Buch. Mir haben Charakterentiwcklung und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen gefehlt.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

nicht mein Fall

Zeitbrand: Genesis
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Anhand des Klappentextes habe ich in diesem Buch eine Fantasy mit Drachen und starken, vielschichtigen Charakteren erwartet. So ganz habe ich in dem Buch dann aber nicht gefunden, was mich glücklich macht. ...

Anhand des Klappentextes habe ich in diesem Buch eine Fantasy mit Drachen und starken, vielschichtigen Charakteren erwartet. So ganz habe ich in dem Buch dann aber nicht gefunden, was mich glücklich macht. Der Klappentext deutet Gewalt an, das Ausmaß der im Buch geschilderten Gewalt hat mich dann aber doch sehr überrascht.
Dieses Buch ist kein Einzelband, sondern der Auftakt einer Reihe. Dies erfährt man spätestens am Ende des Buches, wenn noch viele Fragen offen bleiben und die Handlung eigentlich nicht wirklich abgeschlossen ist. Die Handlung selbst wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei stehen die im Klappentext erwähnten Rhea und Leycon nicht zu sehr im Vordergrund, denn auch weitere Charaktere, die namenlos im Klappentext angeteasert werden, kommen in ungefähr gleichem Anteil zu Wort. Hier hätte ich mir ein Personenregister gewünscht, um vor allem am Anfang des Buches einen Überblick über all die verschiedenen Personen und deren Zusammenhänge zu behalten. Im Laufe des Buches gelingt es auch so besser.
Rhea und Leycon sind beides Charaktere, die eindimensionaler nicht sein könnten - über den Verlauf des Buches ist keine Charakterentwicklung zu sehen, vielmehr kommt Gier und Gewalt in einem Übermaß zum Vorschein, was erschreckend, aber durch die Eindimensionalität auch mit der Zeit langweilig ist.
Aufgrund der vielen Handlungsschauplätze kommt die eigentliche Handlung nur langsam voran, einen zugrundeliegenden roten Faden habe ich teils vermisst. Das ist durch die vielen Perspektiven in der Kürze eines Buches auch eher schwer und wird sich auf Länge der kommenden Bände vermutlich besser aufteilen und entwickeln.
Als Person, die sehr gern Drachenfantasy liest, war mir der Fantasy-Anteil hier zu wenig ausgearbeitet. Es gibt sehr wenig Informationen zum Wesen der Magie bzw. zum Worldbuilding allgemein. Immerhin war Drache Firor der sympathischste Charakter im gesamten Buch!
Der Schreibstil des Autors hat mir dann trotz der Kritikpunkte durchs Buch getragen. Er liest sich angenehmt und flüssig, die Sprache passt gut zum Setting und schafft gute innere Bilder.
Grundsätzlich habe ich dieses Buch besser verstanden, nachdem ich etwas mehr zum Autor recherchiert habe. Ich denke die dem Buch innesteckende Intention zu verstehen, konnte mich jedoch nicht mit dem Buch anfreunden, sodass ich den nachfolgenden Band nicht mehr lesen werde.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

langatmig

Great Big Beautiful Life
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Nachdem ich schon mehrere Bücher der Autorin Emily Henry gelesen und als angenehme Lektüre empfunden habe, war ich voller Vorfreude auf ihr neustes Buch. Vielleicht waren meine Ansprüche zu hoch und die ...

Nachdem ich schon mehrere Bücher der Autorin Emily Henry gelesen und als angenehme Lektüre empfunden habe, war ich voller Vorfreude auf ihr neustes Buch. Vielleicht waren meine Ansprüche zu hoch und die Freude zu stark - denn ich wurde stark enttäuscht.
"Great Big Beautiful Life" konnte mich im Klappentext mit einer interessanten Grundprämisse überzeugen. Das Setting um zwei Autor:innen, die miteinander um einen Auftrag - dazu noch einen heiß begehrten - konkurrieren, sich dann jedoch die lästigen Gefühle füreinander einstellen, hat mir gut gefallen. Die Umsetzung war dann jedoch sehr oberflächlich und langatmig.
Das ist vielleicht auch mein größtes Problem mit der Story: Sie hat mich einfach nicht für sich einnehmen können. Ich fand sie vor allem in der ersten Hälfte des Buches extrem zäh und schlichtweg langweilig. Dazu konnten mich die beiden Hauptcharaktere auch nicht gewinnen. Beide erschienen mir sehr oberflächlich und kaum facettenreich gezeichnet. Ich war kurz davor das Buch nicht zu beenden.
Ich habe es dann doch beendet und habe in der zweiten Hälfte des Buches immerhin ein wenig mehr Spannung in der Handlung entdeckt. Dennoch waren auch die Wendungen und Enthüllungen für mich vorhersehbar. Womöglich liegt meine Schwierigkeit mit dem Buch auch darin, dass es eine Geschichte in der Geschichte ist. Neben der eigentlichen Story um Alice und Hayden wird parallel die Geschichte von Margaret Ives erzählt. Grundlegend eine schöne Sache, für mich nur ziemlich uninteressant. Die Handlungen in der Gegenwart bleiben dadurch relativ kurz, wodurch dann auch die Liebesbeziehung sehr überstürzt und unauthentisch wirkt.
Kurzum: "Great Big Beautiful Life" hat mich nicht begeistern können. Die Story war langatmig und auch langweilig, die Charakterentwicklung kam mir zu kurz und Handlungen somit zu überstürzt und unplausibel. Schreibstil und Sprache der Autorin, in Übersetzung durch Katharina Naumann lesen sich angenehm - immerhin ein Pluspunkt.
Das Buch ist in der Hörbuchfassung von Christiane Marx gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Aber auch in erhöhter Geschwindigkeit hat mir Marxs Stimme gut gefallen - ein weiterer Pluspunkt.

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Veröffentlicht am 06.11.2024

verhinderte Queen

Wallis Simpson
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Da ich mich für die britische Monarchie und vor allem auch für streitbare Charakere interessiere, war schnell klar, dass ich dieses Buch lesen werde. Wallis Simpson, Ehefrau des abgedankten Königs von ...

Da ich mich für die britische Monarchie und vor allem auch für streitbare Charakere interessiere, war schnell klar, dass ich dieses Buch lesen werde. Wallis Simpson, Ehefrau des abgedankten Königs von England war mir bisher ein Begriff, viel intensiver habe ich mich jedoch nicht mit ihr beschäftigt.
Zuerst ist die wirklich wunderschöne Aufmachung des Buches zu betonen: Die Gestaltung gefällt mir wirklich sehr, das Buch liegt gut in der Hand und wirkt durch das feste Papier sehr wertig. Das knallige Rot springt auf jeden Fall sofort ins Auge, zieht Aufmerksamkeit auf sich und stellt einen guten Kontrast zu den schwarz-weiß Fotografien dar.
Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die verschiedene Stadien im Leben von Wallis wiedergeben. Zu Beginn des Buches fand ich die Schilderungen sehr um Edward zentriert, im Laufe des Buches hat sich dies jedoch gegeben.
Der Schreibstil von Autorin Michaela Lindinger war für mich zu Beginn sehr schwer zu lesen, die Formulierungen lasen sich umständlich, die Sätze teils sehr abgehackt. Zudem hatte ich oft den Eindruck, dass viel persönliche Bewertung eingeflossen ist, was mir in einer Biografie meist nicht so gut gefällt.
Insgesamt hätte ich mir vor allem in den einzelnen Kapiteln und spezifischen Aussagen einen klaren Hinweis auf die Belege gewünscht, denn so wirkte es, trotz des Quellenverzeichnisses zum Ende des Buches, teilweise wie die Wiedergabe von Klatsch und Tratsch. Insbesondere die Aussagen zur vermuteten Intersexualität von Wallis und der Homosexualität von Edward schienen nur geringfügig belegbar, haben hier jedoch einen elementaren Grundstein für die Charakterisierung der Beiden gelegt. Das ist schade, denn für mich hat das nachweislich an der Glaubwürdigkeit des kompletten Buches gerüttelt.
Insgesamt wird Wallis in dieser Biografie als sehr berechnende, machthungrige und intrigante Person beschrieben, ihr dritter Ehemann als dumm, kindisch und irrelevant. Nichts, was mich emotional an dieses Buch gebunden hat.
Im Endeffekt wird dies sicherlich ein fachlich korrekt recherchiertes Buch sein, mir haben jedoch teils die entsprechenden Verweise gefehlt und auch eine grundlegende Sympathie der Autorin ggü. der charakterisierten Personen. Der für mich sehr umständlich und voreingenommen lesende Schreibstil der Autorin hat nicht dazu beigetragen, dass ich diese Biografie gern gelesen habe.

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Veröffentlicht am 05.05.2024

langatmig

Mein Name ist Lilith
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Mein Name ist Lilith (Was uns verschwiegen wurde: die rebellische Erzählung des christlichen Mythos) von Autorin Nikki Marmery verspricht eine sehr feministische Erzähung über Lilith, die erste Frau im ...

Mein Name ist Lilith (Was uns verschwiegen wurde: die rebellische Erzählung des christlichen Mythos) von Autorin Nikki Marmery verspricht eine sehr feministische Erzähung über Lilith, die erste Frau im Garten Eden. Ich habe mich gefreut mehr über Lilith zu erfahren - meine Erwartungen konnten jedoch nicht erfüllt werden, dabei habe ich mir wirklich Mühe gegeben dieses Buch zu mögen.
Schon auf den ersten Seiten hatte ich Schwierigkeiten mit der teils sehr platten Darstellung der Geschlechter: Adam, der böse, streitwillige, dumme Mann; dem Gegenüber Lilith, die weitsichtige, gute und ehrenwerte Frau. Dieses Muster überträgt sich relativ uneingeschränkt auf alle weiteren männlichen und weiblichen Charaktere in diesem Buch. Einzig Samael soll eine Ausnahme darstellen aber auch er ist sehr eindimensional geschildert und zeigt sich zunächst auch nur an Liliths Äußerem interessiert. Diese Eindimensionalität der Charaktere hat mich an diesem Buch am meisten gestört. Denn es fällt dadurch nicht nur schwer eine Beziehung zu den Protagonist:innen aufzubauen, es schmälert in meinen Augen auch ein realistisches Abbild der Menschen und rückt männliche Personen verallgemeinernd in ein extrem schlechtes Licht. Ich hätte mir etwas weniger starres schwarz-weiß-Denken gewünscht.
Darüber hinaus habe ich als Leserin sehr wenig über Lilith selbst erfahren. Sie scheint mehr eine Beobachterin zu sein, beschreibt den Lauf der Dinge über Jahrtausende hinweg. Es ist wenig Raum für ihre Persönlichkeit, dafür umso mehr für die der von ihr begleiteten Personen. An diesem Punkt haben Buchtitel und Klappentext mich in die Irre geführt, denn ich dachte Lilith steht mehr im Fokus der Erzählung. Stattdessen war sie eher eine Berichterstatterin.
Sprache und Schreibstil haben mir am Anfang gefallen, wurde mit Verlauf des Buches jedoch sehr zäh, irgendwie auch nicht ganz stimmig und haben phasenweise auch nicht mehr recht zum Setting des Buches gepasst.
Insgesamt bin ich durchaus enttäuscht, denn der Plot und das Setting haben viel Potenzial, was in meinen Augen durch die viel zu einseitige und stereotype Mann = schlecht, Frau = gut Darstellung extrem gelitten hat.
Auch inhaltlich gab es einige Längen und als nicht bibelfeste Person hatte ich zum Teil arge Probleme dem Plot zu folgen. Da haben mir die historischen Anmerkungen zum Schluss des Buches geholfen, allerdings trübt es das Lesevergnügen eines Romans, wenn ich mir seitenlange historische Erläuterungen durchlesen muss, um die Handlung zu verstehen.
Insgesamt ist Mein Name ist Lilith leider kein Buch gewesen, dass mich mitnehmen konnte und schwächelt meiner Meinung nach durch Langatmigkeit und zu einseitigen Darstellungen.

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