Wahnsinniger Psychothriller!
Das perfekte KindChristopher und Hannah arbeiten beide sind schon lange zusammen und wünschen sich nichts sehnlicher als ein gemeinsames Kind. Ihre Arbeit im städtischen Krankenhaus macht die beiden zwar glücklich, aber ...
Christopher und Hannah arbeiten beide sind schon lange zusammen und wünschen sich nichts sehnlicher als ein gemeinsames Kind. Ihre Arbeit im städtischen Krankenhaus macht die beiden zwar glücklich, aber erfüllt sie nicht komplett. Dann schlägt das Schicksal zu und ein sechsjähriges Mädchen taucht im Krankenhaus auf. Stark verwahrlost und hilfsbedürftig hat Christopher direkt einen ganz besonderen Draht zu Janie. Trotz Janies Zustand, der vor allem psychisch noch kaum zu erahnende Ausmaßen hat, entscheiden sich die beiden, Janie zu adoptieren. Eine Entscheidung, die ihr Leben sehr schnell verändern wird und Janies Vergangenheit droht sie zu zerbrechen.
Das perfekte Kind von Lucinda Berry konnte mich auf der psychischen regelrecht Ebene begeistern und man merkt, dass die Autorin auf diesem Gebiet gut bewandert ist. Vor allem Hannahs Entwicklung fand ich wahnsinnig intensiv und eindrücklich und auch Janie fand ich super spannend gezeichnet.
Inhaltlich kann das Buch aber nicht mit künstlichen Spannungsbogen auftrumpfen. Schnell ist klar, wohin die Reise gehen wird. Das hat für mich die Lese’freude’ aber nicht gemindert, denn wie gesagt, auf der Ebene der Psyche konnte mich das Buch beeindrucken und durch die Seiten peitschen.
Am Ende gibt es für mich nur zwei Kritikpunkte, die Handlungen mancher Charaktere waren für mich nicht stimmig oder nachvollziehbar. Ein genaueres erläutern würde an dieser Stelle jedoch Spoilern und am Ende blieb für mich eine entscheidende Frage offen, die aber auch nicht ‚absichtlich‘ offengelassen wirkt und mich daher doch etwas stört.
Dennoch kann ich Das perfekte Kind jedem empfehlen, der Psychothriller interessant findet. Denn genau das bekommt man hier von der ersten bis zur letzten Seite geboten. Wer Spannungsthriller mit vielen Twists liebt, der wird an dieser Stelle eher enttäuscht sein.