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Veröffentlicht am 06.05.2025

✎ Jeremy Renner - My Next Breath

My Next Breath
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Aufmerksam wurde ich auf das Hörbuch „My Next Breath“ von Jeremy Renner durch eine Verlagsankündigung. Ohne diesen Hinweis wäre es wahrscheinlich unbeachtet an mir vorbeigegangen - ähnlich wie der dramatische ...

Aufmerksam wurde ich auf das Hörbuch „My Next Breath“ von Jeremy Renner durch eine Verlagsankündigung. Ohne diesen Hinweis wäre es wahrscheinlich unbeachtet an mir vorbeigegangen - ähnlich wie der dramatische Unfall, der das Leben des Schauspielers im Jahr 2023 drastisch verändert hat.

Da ich kaum fernsehe und Jeremy Renner hauptsächlich in Action-Blockbustern zu sehen ist, die nicht meinem üblichen Filmgeschmack entsprechen, hatte ich bisher keine emotionale Verbindung zu seiner Person. Dennoch weckte das Thema mein Interesse - nicht wegen seiner Prominenz, sondern aufgrund der menschlichen Geschichte dahinter.

Renner schildert in seinem Hörbuch detailliert den schweren Unfall, der ihn beinahe das Leben gekostet hätte. Die Art und Weise, wie er über seinen Überlebenskampf spricht, ist ohne Frage eindrucksvoll. Seine Willenskraft und die körperliche Genesung sind bewundernswert - an einigen Stellen sogar zutiefst berührend.

Allerdings hinterlässt die Schilderung des Schicksalsschlags bei mir gemischte Gefühle. Die Erzählweise wirkt stellenweise selbstverliebt und verliert sich in Wiederholungen. Wenn bestimmte Details - wie die Verletzungen - mehrfach in identischer Form betont werden, geht der emotionale Effekt verloren und macht Platz für Ermüdung.

„My Next Breath“ ist in erster Linie ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht. Wer eine tiefgründige Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen erwartet oder Inspiration für das eigene Leben sucht, könnte enttäuscht werden. Statt Reflexion dominiert Selbstbezug. Kritisch sehe ich auch einige Aussagen über Freizeitbeschäftigungen, die für mich wenig respektvoll und teils abwertend wirkten.

Wer Jeremy Renner als Schauspieler bewundert oder sich für seine Lebensgeschichte nach dem Unfall interessiert, wird in „My Next Breath“ sicherlich spannende Einblicke finden. Für mich persönlich blieb das Hörbuch jedoch oberflächlich und zu sehr auf die eigene Person fokussiert. Der einzige Punkt, der bei mir wirklich nachhallte, war die ehrliche Dankbarkeit gegenüber seinen Ersthelfern - sie bildeten das emotionale Herzstück der Erzählung.

Fazit: Für Fans - vielleicht. Für Suchende - eher nicht.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 04.05.2025

✎ Ian Rankin - Inspector Rebus 1 Verborgene Muster

Verborgene Muster - Inspector Rebus 1
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Im ersten Band der Krimireihe rund um Inspector Rebus, „Verborgene Muster“ von Ian Rankin, wird der eigenwillige Ermittler John Rebus intensiv eingeführt. Durch zahlreiche Rückblenden und detailreiche ...

Im ersten Band der Krimireihe rund um Inspector Rebus, „Verborgene Muster“ von Ian Rankin, wird der eigenwillige Ermittler John Rebus intensiv eingeführt. Durch zahlreiche Rückblenden und detailreiche Einblicke in seine Gegenwart entsteht ein vielschichtiges Porträt eines gebrochenen, aber dennoch sympathischen Charakters.

Diese ausführliche Charakterzeichnung steht jedoch häufig im Vordergrund und lässt den eigentlichen Kriminalfall in den Hintergrund treten. Die Spannung bleibt dadurch verhalten, zumal die Auflösung der Tat recht unspektakulär erfolgt: Eine zufällige Entdeckung durch eine außenstehende Person bringt schließlich die entscheidende Wendung.

Angesichts der mittlerweile auf 24 Bände angewachsenen Serie (Stand 2025) liegt die Hoffnung nahe, dass dieser erste Teil in erster Linie dazu dient, den Protagonisten zu etablieren, während die folgenden Romane die kriminalistische Handlung und das Edinburgh-Setting stärker in den Fokus rücken.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 15.04.2025

✎ Antonia Wesseling - Tausend Splitter zu dir

Tausend Splitter zu dir – Based on Lena's True Story
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Auf „Tausend Splitter zu dir“ bin ich durch Zufall aufmerksam geworden. Ich lese viele wahre Geschichten und war daher auch hier neugierig, was mich hier erwarten würde.

Vielleicht waren meine Erwartungen ...

Auf „Tausend Splitter zu dir“ bin ich durch Zufall aufmerksam geworden. Ich lese viele wahre Geschichten und war daher auch hier neugierig, was mich hier erwarten würde.

Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch - und genau deshalb war ich am Ende ziemlich enttäuscht.

Anfangs habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Das lag einerseits an Antonia Wesselings klarem, angenehmem Schreibstil, andererseits an der Struktur der Geschichte. Ellies Vergangenheit wird immer nur in kurzen Andeutungen thematisiert - vermutlich, um Betroffene und sensible Lesende zu schützen. Zunächst hatte ich das Gefühl, nicht wirklich zu erfahren, was eigentlich passiert ist. Doch nach und nach setzt sich das Bild zusammen - behutsam, aber wirkungsvoll. Und am Ende war ich - genau wie die Protagonistin - wütend über soll viel Ungerechtigkeit.

Dann jedoch kam der große Zeitsprung, und ab da hat mich die Geschichte emotional verloren. Das ständige Hin und Her zwischen Ellie und Louis wirkte auf mich zunehmend ermüdend. Anfangs konnte ich Ellies Handlungen und Emotionen gut nachvollziehen, habe mit ihr gelitten und ihre Unsicherheiten und Ängste gespürt. Doch je weiter die Handlung fortschritt, desto mehr hat sich meine Verbindung zu ihr gelöst.

Lenas Geschichte ist interessant aufgearbeitet - an manchen Stellen ist sie gut eingebunden, an anderen wirkte sie eher wie ein Nebenschauplatz. Das hat für mich den Lesefluss etwas gestört. Zudem fielen mir kleinere Logikfehler auf, die im Lektorat wohl übersehen wurden.

Ich hatte mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt eingestellt - bekommen habe ich sie leider nicht. Der Funke ist bei mir nicht übergesprungen.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 31.03.2025

✎ Christine von Brühl - Der Schattengarten

Der Schattengarten
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Als ich die Anfrage für dieses Buch bekam, war ich anfangs hin und her gerissen.
Zum einen fällt dieses Genre nicht in meine derzeitige Lesestimmung. Ich wollte die Geschichte nicht halbherzig nebenbei ...

Als ich die Anfrage für dieses Buch bekam, war ich anfangs hin und her gerissen.
Zum einen fällt dieses Genre nicht in meine derzeitige Lesestimmung. Ich wollte die Geschichte nicht halbherzig nebenbei lesen und dann aufgrund einer Stimmung eine Bewertung abgeben.
Andererseits hatte ich kurz auf den Verlagstext geschaut und dort hieß es:
„[…] Und eines Tages verkündet er froh: Wir haben jetzt einen Garten. Hyde Park oder Versailles? Weit gefehlt: Kyffhäuser im Harz!“ Da ich selbst ursprünglich aus einer Kleinstadt stamme, die am Südhang des Kyffhäusergebirges liegt, war meine Neugier dann doch angestachelt. Ich erhoffte mir ein bisschen Lokalkolorit und so sagte ich zu.

Das Buch ließ sich schnell mal nebenbei lesen, denn der locker-leichte Schreibstil machte es einem einfach, durch die Seiten zu fliegen.

Zu Beginn war ich ziemlich erstaunt darüber, wie unterschiedlich die Autorin und ihr Mann in diesem Punkt doch sind. Da wird ein Grundstücke ohne Absprache gekauft. Da werden Ideen verwirklicht, die nicht der Vorstellung beider Parteien entsprechen. Doch am Schluss gibt es ein recht harmonisches Bild.

Es wird beschrieben, mit welchen Gegnern die Familie es mit der Zeit zu tun bekommt und welche (schweren) Aufgaben auf sie warten. Rückschläge und Fortschritte sind ständige Begleiter. Da ich selbst einen (Gemüse)Garten habe, konnte ich manchmal mit ihnen mitleiden.
Dabei scheint Frau von Brühl ihren Humor nie zu verlieren, denn dieser schimmert immer wieder durch.

Mir fehlt es jedoch an Tiefe.
Zum einen auf persönlicher Ebene. Sie beschreibt, wie es ihnen ergeht, aber so richtig greifen konnte ich die Personen nicht - auch die Verfasserin nicht, obwohl sie aus ihrer Sicht heraus erzählt.
Zudem hätte ich mir gewünscht, dass Christine von Brühl mehr vom Drumherum berichtet. Wo sind sie hingegangen? Was hat die Familie im Umland entdeckt? Es gibt wirklich sooo viel Sehenswertes dort, was auch mit Kindern interessant ist.

Für ein paar nette Lesestunden fand ich das Büchlein ganz interessant - vor allem wahrscheinlich deshalb, weil ich aus der Gegend komme und mich immer gefragt habe: Wo genau hat die Familie ihr Grundstück?

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 20.03.2025

✎ Mechtild Borrmann - Der Geiger

Der Geiger
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Nachdem ich „Feldpost“ gehört hatte und auch „Der Geiger“ in der Onleihe entdeckte, beschloss ich, diesen historischen Krimi direkt anzuhängen. Ich erhoffte mir einen Wow-Moment wie bei „Trümmerkind“.

Anfangs ...

Nachdem ich „Feldpost“ gehört hatte und auch „Der Geiger“ in der Onleihe entdeckte, beschloss ich, diesen historischen Krimi direkt anzuhängen. Ich erhoffte mir einen Wow-Moment wie bei „Trümmerkind“.

Anfangs tat ich mich sehr schwer, überhaupt erstmal in der Geschichte anzukommen.
Das lag mit Sicherheit zum einen an den Namen, die mir nicht so geläufig sind. Zum anderen aber auch an dem Erzählten an sich.

Tatsächlich erwog ich das ein oder andere Mal, das Hörbuch abzubrechen.
Ich hielt dann doch bis zum Schluss durch, weil ich mich einfach immer wieder an mein überragendes Erlebnis mit „Trümmerkind“ erinnert habe und nicht wahrhaben wollte, dass ich mich zu sehr darauf versteifte.

Die Charaktere sind im vorliegenden Roman eher stereotypisch dargestellt, die Handlung plätschert teilweise vor sich hin und die Wendungen sind oft vorhersehbar.

Doch Mechthild Borrmanns Schreibstil begeistert mich noch immer. Sie schreibt auf den Punkt, ohne Schnörkel. Ihre Recherchen sind präzise. Die Geschichten, die sie sich ausdenkt, berühren das Herz und lassen den Puls in die Höhe schnellen.
Sie sind wirklich dafür gemacht, in die Welt hinaus getragen zu werden. Deshalb werde ich auch nicht aufgeben und mir weitere Romane aus ihrer Feder besorgen.

©2025 Mademoiselle Cake