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Veröffentlicht am 15.05.2025

RomCom mit Tiefe

Just for the Summer
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Emma steht unter einem Fluch: Jeder Mann, den sie datet, ist nicht für sie bestimmt, sondern findet im Anschluss an die Trennung von ihr seine große Liebe und heiratet. Als sie online Justin kennenlernt, ...

Emma steht unter einem Fluch: Jeder Mann, den sie datet, ist nicht für sie bestimmt, sondern findet im Anschluss an die Trennung von ihr seine große Liebe und heiratet. Als sie online Justin kennenlernt, der unter demselben Fluch zu leiden scheint, verabreden sie sich, gemeinsam den Fluch zu brechen: Sie gehen einen Monat lang miteinander aus und machen Schluss - und finden ihre Traumpartner.

Gemeinsam mit ihrer Freundin Maddy macht sich Emma kurzerhand auf nach Minnesota und beginnt mit Justin ihren speziellen Fake-Dating-Plan. Doch aus einer oberflächlichen Verbindung wird schnell mehr, als sie beide mit den Traumata und Schwierigkeiten des jeweils anderen konfrontiert werden. Gar nicht so leicht, den anderen wieder loszulassen, wenn die Chemie stimmt und man Gefühle und Geheimnisse miteinander teilt...

"Just for the Summer" ist bereits der zweite Roman, den ich von der Autorin Abby Jimenez gelesen habe. Entgegen meiner Erwartungen eines sommerlichen locker-flockigen Romans, wartete dieser mit ernsten, schweren Themen auf und besaß eine Tiefe, die für RomComs eher ungewöhnlich ist. Dies hat mir aber sehr gut gefallen, denn die Entwicklung der beiden Figuren und die zum Teil schockierenden Hintergründe haben mich sehr in den Bann gezogen.

Als Figur hat mir insbesondere Justin sehr gut gefallen, der warmherzig, offen und sympathisch ist. Mit Emma wurde ich insgesamt nicht so recht warm, weil sie alle anderen stets auf Distanz hält. Dieses Verhalten klärt sich zwar auf, bewirkte aber, dass ich mich bei ihr oft wie außen vor fühlte. Im Anschluss an den Roman befindet sich ein interview in der Autorin, in der sie darstellt, warum sie Emma als Figur so konzipiert hat, was mir sehr gefallen hat. So konnte ich Emma gegenüber nachträglich wohlwollender sein. In der Verbindung mit Justin hat sie mir zudem sehr gut gefallen, die beiden als Paar sind wirklich sehr süß und es gab viele auch leichtere Szenen, die die schwere Thematik etwas aufdröselten.

Fazit: Eine etwas andere RomCom mit mehr Tiefe als erwartet, was aber kein Manko ist.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Wirklich berührend

Der Bright-Side-Running-Club
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Inhalt: Es gibt wenig, das in Keiras Leben besser laufen könnte. Sie ist glücklich verheiratet, stolze Mutter einer pubertierenden Tochter und erfolgreiche Geschäftsinhaberin eines kleinen Keramikladens. ...

Inhalt: Es gibt wenig, das in Keiras Leben besser laufen könnte. Sie ist glücklich verheiratet, stolze Mutter einer pubertierenden Tochter und erfolgreiche Geschäftsinhaberin eines kleinen Keramikladens. Doch eine Routineuntersuchung zieht ihr plötzlich den Boden unter den Füßen weg: Diagnose Brustkrebs. Keira wäre aber nicht Keira, wenn sie einfach kampflos aufgeben würde. Sie ist fest entschlossen, dass die Erkrankung nicht ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen soll. Und so rennt sie dagegen an – im wahrsten Sinne des Wortes. Zusammen mit drei weiteren erkrankten Frauen gründet sie den Bright-Side-Running-Club, eine Laufgruppe, die sich gegenseitig Mut macht und unterstützt. Und es dauert nicht lange, bis sich ihnen immer mehr Frauen anschließen…

Dieser Roman hat mich unglaublich ergriffen. Die Autorin hat es geschafft, Keira unglaublich empathisch auf ihrem schweren Weg zu begleiten. Besonders berührend fand ich, dass die Handlung in einigen Aspekten auf wahren Begebenheiten beruht, da die Autorin selbst Brustkrebs hatte und ihre Erfahrungen mittels dieses Romans teilt. Es war teilweise so bewegend und herzergreifend, dass ich Pausen einlegen musste, um wieder zu mir zu kommen. Die Irrungen und Wirkungen im Gesundheitssystem, der Umgang Dritter mit Kranken und die persönliche Situation im familiären Umfeld wurden ergreifend beschrieben und nachvollziehbar dargestellt. Von Trauer, über Entsetzen, Wut und Freude, Erleichterung und Hoffnung war alles dabei.

Neben Keira als Protagonistin haben mich vor allem die Figuren der Lauftruppe sehr begeistert. So viele unterschiedliche Frauen, die es schaffen, sich gemeinsam durch die Krebserfahrung hindurchzuarbeiten und einander Halt zu bieten. Etwas schade fand ich in Bezug auf die Handlung, dass die Geschehnisse rund um Keiras berufliches Umfeld sehr durchschaubar waren. Zudem hätte ich mir mehr Kommunikation zwischen ihr und ihrem Ehemann gewünscht. Dennoch zeichnete die Geschichte ein gutes Bild ab, wie nicht nur die Betroffene selbst, sondern auch ihre Familie und Freunde eine Krebsdiagnose und -therapie bewältigen müssen. Dieser Roman ist auf jeden Fall etwas für Fans von Jojo Moyes und Cecilia Ahern!

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Hochzeit trotz Feminismus?

Purple Clouds - Honeymoon
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Debbie hatte schon immer nur einen Traum: Als Redakteurin beim feministischen Magazin Purple Cloud in New York zu arbeiten. Als sich dieser lang gehegte Wunsch endlich erfüllt, müsste sie auf Wolken schweben. ...

Debbie hatte schon immer nur einen Traum: Als Redakteurin beim feministischen Magazin Purple Cloud in New York zu arbeiten. Als sich dieser lang gehegte Wunsch endlich erfüllt, müsste sie auf Wolken schweben. Doch kurz nach ihrer Ankunft erfährt ihre Chefin davon, dass Debbie bereits in jungen Jahren geheiratet hat - und das ist ja mal alles andere als feministisch. Nun soll sie einen Artikel schreiben, der erklärt, wie es dazu kommen konnte und wie man als Feministin trotzdem heiraten kann. Alles kein Problem, wäre da nicht ein Haken an der Sache: Seit der Hochzeit hat sie nicht mehr mit ihrem Ehemann Emory gesprochen...

Der neue Roman von Mounia Jayawanth hat mir wirklich gut gefallen. Mit einer Zartheit bewegen sich die beiden Hauptfiguren Debbie und Emory aufeinander zu, dass ich von Beginn an gebannt und ergriffen war. Die Anziehung und die Funken zwischen den beiden sowie - nicht zuletzt - das Wissen, dass die beiden einfach zusammengehören, hat mich den Roman nicht mehr beiseite legen lassen. Auch, wenn ich mit Debbie nicht ganz warm geworden bin, weil mir ihre feministische Ader manchmal zu fremdbestimmt und damit unecht vorkam, mochte ich die beiden als Paar. Emory habe ich ab Seite 1 ins Herz geschlossen und empfand ihn durchgehend als liebenswürdigen, herzerwärmenden Charakter. Während des Romans werden viele wichtige Themen zur Sprache gebracht, was mir grundsätzlich positiv auffiel, allerdings manchmal etwas überbordend wirkte. Dennoch finde ich es gut, dass die Zielgruppe hier positive Beispiele und Argumente zu den einzelnen Themen wie female empowerment erhielt. Nun bin ich schon sehr gespannt auf Band 2 der Purple Clouds Reihe!

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Pirlo kann Spielerberater (?)

Pirlo - Doppeltes Spiel
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Im bereits vierten Fall dreht sich für Pirlo und Sophie alles rund um das Thema Fußball. Um die Kanzlei vor dem Bankrott zu retten, steigen sie in die Sphären der Fußballberatung ein und schaffen es, ein ...

Im bereits vierten Fall dreht sich für Pirlo und Sophie alles rund um das Thema Fußball. Um die Kanzlei vor dem Bankrott zu retten, steigen sie in die Sphären der Fußballberatung ein und schaffen es, ein 16-jähriges Talent mit großen Chancen zu verpflichten. Doch kurz darauf erschüttert eine Mordserie den Verein ihres Schützlings und Pirlo und Sophie müssen händeringend das Image ihres Schützlings retten.

Auch der neue Fall von Pirlo und Sophie hat mir wieder gut gefallen. Auch, wenn man ob ihres Verhaltens öfter mal über die beiden - insbesondere Pirlo - den Kopf schütteln muss, ist der Roman stets unterhaltsam. Der Sprachstil lädt zum Schmunzeln ein und Pirlo ist so problematisch wie immer ;) Das Fußballgefilde selbst ist nicht so meins, ich hätte mir mehr kriminalistische Ermittlungen und weniger Vereinspolitik gewünscht. Nichtsdestotrotz konnte mich das Ende sehr überraschen und auch die juristischen Spitzfindigkeiten waren wieder sehr interessant. Nun bin ich sehr neugierig, womit Pirlo das nächste mal aufwarten wird!

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Bella Italia im Dorf Tigliobianco

Erdbeersommer mit Aussicht
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Priscilla Verdebosco lebt in Venedig und ist eine bekannte Autorin, die weltweit unter einem Pseudonym Romane veröffentlicht. Da sie seit geraumer Zeit an einer Schreibblockade leidet, verordnet sie sich ...

Priscilla Verdebosco lebt in Venedig und ist eine bekannte Autorin, die weltweit unter einem Pseudonym Romane veröffentlicht. Da sie seit geraumer Zeit an einer Schreibblockade leidet, verordnet sie sich selbst einen Ortswechsel. Kurzerhand bucht sie sich in die Villa des Dörfchens Tigliobianco ein. Doch statt in Ruhe an ihrem neuesten Roman zu sitzen, wird sie schnell von den neugierigen Dorfbewohnern und nicht zuletzt vom attraktiven Arzt Cesare in Beschlag genommen, die nicht nur ihre Kreativität anfeuern…

„Erdbeersommer mit Aussicht“ ist ein kurzweiliger Roman, der in Italien spielt und Sommerfeeling versprüht. Während ich etwas Zeit brauchte, um mit dem Schreibstil der Autorin und den einzelnen Figuren, insbesondere der verträumten Priscilla, warm zu werden, hat mich die Geschichte ab der Hälfte wirklich in Beschlag genommen und mehrfach ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Die Dorfbewohner sind teilweise sehr übergriffig, hierdurch ergeben sich aber bisweilen wirklich ulkige Situationen, die zum Schmunzeln verleiten. Sehr gelungen empfand ich dabei die vielen unterschiedlichen Charaktere, die in Tigliobianco unterwegs sind. Die einzelnen Figuren hoben sich deutlich voneinander ab und glänzten mit ihren kauzigen Eigenarten. Auch die Romanze zwischen Priscilla und Cesare hat mir sehr gefallen und insbesondere die kleine Agata, die in die Fußstapfen ihrer Namensvetterin Agatha Christie treten wollte, habe ich sehr ins Herz geschlossen.

Fazit: Nach einer Eingewöhnungsphase ist der Roman lebendig. bezaubert mit italienischem Charme und konnte mich daher sehr begeistern!

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