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Veröffentlicht am 05.05.2025

Tolles Cover, schöne Innengestaltung und in der Menge leider nur eine mittelmäßige Geschichte

The Games Gods Play – Schattenverführt
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700 Seiten voll mit Göttern, blutigen Spielen, Machtkämpfen und der Frage wer der nächste König der Götter wird.

Wir erfahren von Anfang an, wo im Leben die 23-jährige Lyra steht. Als Organisatorin bei ...

700 Seiten voll mit Göttern, blutigen Spielen, Machtkämpfen und der Frage wer der nächste König der Götter wird.

Wir erfahren von Anfang an, wo im Leben die 23-jährige Lyra steht. Als Organisatorin bei den Dieben, da das Handwerk selbst nicht ihres ist, hat sie dort ihre Leben seit dem 3. Lebensjahr verbracht. Abgegeben als Kleinkind von Ihren Eltern, hat sie sich dort ihren Lebensunterhalt verdient und ihre Schulden bei der Gilde abgebaut.

Schuldenfrei ist sie nun. Aber wohin? San Francisco und die Gilde sind ihre Familie. Auch wenn man dies nicht allzu liebevoll sehen sollte. Denn Liebe ist das, was sie nicht erwarten kann. Denn Lyra ist verflucht. Schon ihre Geburt stand nicht unter einem guten Stern und Gott Zeus hatte so ein kleines Problem mit ihrer Ankündigung, auf die Welt zu kommen.

So erleben wir am Anfang des Buches, wie sie in ihrer Wut den Tempel von Zeus ausleben will und um ihn zu zeigen, wie sehr sie ihn verachtet. Dabei wird sie von Hades aufgesammelt und findet sich im Anschluss in den Götterspielen wieder.

Diese werden normalerweise nur von 12 Göttern betrieben und Hades spielt dieses Jahr als der 13 mit. Sehr zum Missfallen aller anderen.

Wir erleben Prüfungen voller Gefahren, Zusammenhalt, Missgunst, Blut und Verletzte. Es gibt Gewinner und Verlierer, Artefakte, die unterstützen und welche die andere aufhalten werden, dass Ziel zu erreichen.

Die 12 Götter, bringen 12 ganz verschiedene Prüfungen mit ein und nur, wer die meisten gewinnt, hat dann das Recht die Götterrolle seines oder ihres Gottes anzunehmen und dieser wird dann König der Götter und steht über alle.

Und in dieser ganzen Action, zwischen Tränen und Schweiß, da kommt der Titel zu tragen. Denn Schattenverführt kommt nicht von irgendwoher. Denn Hades, als Gott der Toten, zeigt Lyra das vieles um seine Person und der Unterwelt von Vorurteilen belegt ist.

So haben wir die wirklich schönen Seiten der Unterwelt erfahren, um Freundschaften, die auch dort bestehen können. Und der absolute Liebling der Community, Cerberus. Der persönliche Wachhund von Hades war für alle in unserer Leserunde das Highlight.

Darüber hinaus hatte das Buch im ersten Drittel eine ganze Menge Witz und großartige Sprüche parat. Denn Lyra ist nicht auf den Mund gefallen und in mancher Situation hatte dieser auch ein bisschen zu viel Durchfall, was ihr ganz schnell den Kopf kosten könnte.

Diese haben für mich aber ab der Mitte zu sehr nachgelassen und die Leichtigkeit ihrer Art wurde leider zu sehr zu einem kleinen 16-jährigen Gör für mich, welche nicht ihre Grenzen kannte und oftmals einfach zu überzogen und vollkommen widersprüchlich reagiert und agiert hat.

So ist ihre Art jedem helfen zu wollen und das Ziel aus den Augen zu verlieren, echt anstrengend gewesen. Manchmal wollte man sie nur schütteln und ihr sagen, dass sie mal an sich denken soll und an das Versprechen, welches sie in der Geschichte am Anfang und in der Mitte gegeben hat.

Hades ist der andere Hauptcharakter. Wer jetzt an das böse und mies schauende Etwas wie in Disney denkt, ist fast richtig. Er ist laut Lyra sexy, ihm stehen schwarze Jeans super, die weiße Haarsträhne im schwarzen Haar sieht super aus und dazu die silbernen Augen. Und auch er hat einen ordentlichen Humor am Start. Wer ein Shirt trägt mit den Worten: „Ja, du darfst meinen Hund streicheln“, kann einen mit diesem Humor nur zum Lachen bringen. Denn jeder sollte wissen, wie speziell sein Hund ist 😉

Aber Hades kann auch sehr verschlossen und mysteriös sein. Seine Worte sind zweideutig und vielsagend. Und so manches mal wollte ich ihn eine klatschen für seine frostige Art.

Das er Lyra die ganze Zeit als seinen Stern bezeichnet und Besitzansprüche in Form von Worten fallen lässt, finde ich bei weitem nicht so schlimm wie andere Personen es geäußert haben. Dafür ist da viel zu viel Spielraum nach unten um ihn als so böse darzustellen.

Die Geschichte lebt aber von noch viel mehr Charakteren, interessanten Szenen und Unterhaltungen. Andeutungen von Teilen der griechischen Mythologie, welche dahintersteckt und viel Gegrübel, was es mit dem Fluch von Lyra auf sich hat und was Hades Beweggründe sind teilzunehmen.

Was sich im Buch sehr widersprach, war: Der Fotoapparat ist noch recht neu und Fotos hat somit nicht jeder, aber weiter hinten in der Geschichte ist der PC und das Internet ganz normal.

Die Geschichte hat für mich persönlich einen super Start hingelegt und hat leider ab der Mitte immer mehr abgenommen. 700 Seiten sind einfach zu viel und es kam daher immer wieder zu Wiederholungen in Geschehnissen, Dialogen, Überlegungen und Andeutungen.

Beginn Spoiler……………………………………..

Die Liebesgeschichte zwischen Lyra und Hades habe ich persönlich nicht gebraucht und eine mehrere Seiten lange Szene weiter hinten im Buch, war absolut nicht nötig. Aber klassische 16+ Bücher benötigen anscheinend mittlerweile Softpornoszenen.

…………………………………………………………Ende Spoiler

Ich persönlich werde den zweiten Teil nicht mehr lesen, da mir die Geschichte zu sehr in Richtung Liebesdrama geht. Auch wenn das Ende das Buch nochmal ein bisschen herumreißen konnte (wir reden von den letzten 20 Seiten), hat mir die Autorin gezeigt, dass hier zu viel auf Seitenfüllen gesetzt wird und zu wenig auf starke und sympathische Charaktere.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Eine Geschichte die nicht nur ihre Hauptprotagonistin weglaufen lässt

Genau hier bei dir
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Mit „Genau hier bei dir“ führt uns die Autorin Tine Nell zurück in das beschauliche Nora in Schweden.

Wir starten in der Geschichte direkt dort, wo es am ersten Teil endete mit dem Kuss zwischen Liv und ...

Mit „Genau hier bei dir“ führt uns die Autorin Tine Nell zurück in das beschauliche Nora in Schweden.

Wir starten in der Geschichte direkt dort, wo es am ersten Teil endete mit dem Kuss zwischen Liv und Cai. Doch braucht die Geschichte ein bisschen Zeit, um sich zu entwickeln und daher geht Liv erstmal zurück nach Stockholm in ihre WG und ihren Job.

Eine gewisse Zeit später, führt eine Misere in Nora dazu, dass sie wieder zurück zu Ihrer Halbschwester und in das Haus Ihrer Tante zieht. Da sie zwingend Geld benötigt, um Ihrer Tante zu helfen, beginnt sie im Elchpark bei Cai als Führerin zu arbeiten.

Da die Stimmung zwischen beiden recht frostig ist, fühlt sich Liv in seiner Gegenwart nicht immer ganz wohl. Doch neben dem Gefühl, das er ihr zu gefährlich werden kann, ist dort immer noch die Erinnerung an den Kuss und die Spannung zwischen den beiden steigt.

Wenn im ersten Teil die Schönheit Schwedens, der Seen, der Natur und von Nora so wunderbar beschrieben wurde und es ein reiner Wohlfühlroman war, wo man mit den beiden Hauptcharakteren mitgefiebert hat, war es hier einfach nur eine kalte Schlammschlacht mit wenig Gefühl für das Land und die dort lebenden Menschen.

Es gibt zwar Feste, Hochzeiten und örtliche Besonderheiten, aber diese werden alle zu schnell und zu oberflächlich abgearbeitet. Gefühle und der Wunsch dabei zu sein, war mir nicht übermittelt wurden. Und der große Elefant im Raum, der leider nicht zu übersehen ist, ist die Hauptcharakterin Liv.

Liv ist in den 20ern und alle andere als eine bodenständige und selbstreflektierte Frau. Sie kann null mit Kritik umgehen, flüchtet, sobald ihr die Situation aus den Händen gleitet und sie keine Kontrolle mehr hat. Bockig und selbstsüchtig, wie eine Pubertierende ist sie gegenüber Cai und ein kleiner Engel innerhalb der Familie.

Cai ist für sie ein rotes Tuch, da dieser seine Emotionen klar äußert und wenn er schlechte Laune hat dies auch zeigt. Für mich menschlich, da er auch nie beleidigend oder übergriffig im Buch gewesen ist.

Und so nähern sich zwei Leute, die beide nicht selbstreflektiert und bodenständig in ihren Gefühlen sind und beide ihre persönlichen Baustellen und Dramen der Vergangenheit mitbringen, welche sie noch immer nicht bewältigt haben.

Ich habe Verständnis für schlechte Erfahrungen aus der Kindheit oder einer vorangehenden Beziehung, aber das war mir einfach zu überzogen. Wenn man so schlecht damit umgehen kann, geht man in die Therapie und romantisiert die Geschichte nicht.

Für mich fehlte es an positiven Gefühlen, an das richtige Geknisterte, denn reiner Sex hat für mich nichts mit Romantik zu tun.

So war das Ende hervorsehbar und der typischen Knall nach Schema A davor.

Ich halt den ersten Teil in liebevoller Erinnerung und flüchte mich in ein neues Buch und verdränge dieses, denn das scheint ja bei den meisten lesenden Personen der richtige Weg zu sein.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Gewalt gibt es in vielen Formen - Erst ab 16 empfohlen

Ganz aus Splittern
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„Wenn du jung bist, stehen dir alle Türen offen.“ So sagt man es sich und so sagen es einem die Erwachsenen. Doch Chrissy, wird diesen Satz nicht unterschreiben. Die 15-Jährige startet nach den Sommerferien ...

„Wenn du jung bist, stehen dir alle Türen offen.“ So sagt man es sich und so sagen es einem die Erwachsenen. Doch Chrissy, wird diesen Satz nicht unterschreiben. Die 15-Jährige startet nach den Sommerferien in die 10. Klasse und kann im Augenblick nicht mal sagen, was Morgen sein wird.

Als Tochter einer Medikamentenabhängigen Mutter und eines gewalttätigen Stiefvaters lebt sie in einem Ortsteil, der als sozialschwach gilt und geht auf eine Schule, wo man von den Schülern ohnehin nichts mehr erwartet.

So versucht sie täglich ohne Schläge ins Bett zu kommen und gibt in der Schule ihr Bestes. Unterstützung durch die Familie? Tägliche Beleidigungen, Druck sie solle die Schule doch schmeißen und lieber Geld mitbringen sind natürlich nicht die Förderung eines jungen Mädchens, was locker das Abitur schaffen wird.

So bleibt ihr neben und nach der Schule nur ihr bester Freund T. Bei ihm und seiner Mutter findet er Halt und auch was Warmes zu Essen. Als dann frisch nach den Sommerferien die Möglichkeit auf das beste Internat der Stadt zu wechseln, sagt Chrissy nicht direkt zu. Zu viele Bedenken wegen der schnöden, reichen Möchtegern Kids, welche sie mobben könnten. Doch sie sagt dem zu und gibt sich als „Sozialexperiment“ an die Schule. Dort lernt sie Alex kennen. Ein Schulkamerad, den sie sofort aus der Disco wiedererkennt und sofort als aufregend und heiß empfindet.

Doch wird das passen? Das Mädchen aus armen und recht asozialen Verhältnissen und der reiche Junge mit dem dicken Auto? Und was hält ihr bester Freund T davon, der richtig eifersüchtig wirkt aber warum?

Die Geschichte hat einen sehr guten Einstieg und zeigt die Probleme der Hauptprotagonistin. Christine ist ihr eigentlicher Name, wird aber als solches fast überhaupt nicht angesprochen und daher ist Chrissy der geläufige Name. Das junge Mädchen lebt ständig unter der Angst erneut schwere körperliche Angriffe durch den Stiefvater erleiden zu müssen, da ihre Mutter auf seiner Seite ist.

Wir erfahren, wie es zu der Konstellation kommt, was mit ihrem Erzeuger ist, denn sie nie kennen gelernt hat. Erleben wie sie ihre erste Liebe erlebt und wie sie an der neuen Schule ankommt. Während der Geschichte spürt man, wie sie versucht aus ihrem Käfig auszubrechen, was für eine Minderjährige doch kaum möglich ist.

Viele betonen was für ein großartiges Buch es für eine so junge Autorin ist. Und ja, für eine Autorin, welche das Buch zwischen ihren 15-18 Lebensjahr geschrieben hat, ist die Geschichte nicht schlecht. Leider hat es aber im letzten 2/3 sehr stark an Authentizität nachgelassen und es wird mit Gewalt ein Ende eingebracht, welches bei dem was Chrissy noch alles erlebt, nicht realistisch ist.

Es gibt eine Triggerwarnung, die bereits verrät worum es geht, und diese ist für mich das erste Mal in einem Buch unumgänglich zu erwähnen. Psychische, körperliche und sexuelle Gewalt, die ein Mensch über Jahre erlebt, kann dieser nicht innerhalb kürzester Zeit verarbeiten. Daher muss ich dem Buch leider Sterne abziehen und kann es wegen der heftigen Szenen und starken Nutzung der oben genannten Situationen auch erst ab 16 Jahren empfehlen. Zudem ich auch empfehle, dass Buch im Anschluss mit einem Erwachsenen zu reflektieren. Die Themen sind alles andere als für Jugendliche geeignet und der Umgang nach dem Motto: „Paar Therapiestunden und alle ist vergessen“ darf für mich so nicht im Raum stehen gelassen werden.

Ich wünsche der Autorin, dass sie weiterhin Bücher schreibt. Denn es liest sich schnell und flüssig. Aber die Ausarbeitung der Themen muss reflektierter werden und realistischer. Hier hätte ich mir auch mehr Aufarbeitung durch den Verlag gewünscht.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Heiress Takes All

Heiress Takes All
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Was einem direkt ins Auge springt, ist hier natürlich das tolle Cover. Blau und Weiß in unterschiedlichen Varianten stellen die Hochzeitstorte da und zeigen uns in weiteren Gegenständen das Champagner ...

Was einem direkt ins Auge springt, ist hier natürlich das tolle Cover. Blau und Weiß in unterschiedlichen Varianten stellen die Hochzeitstorte da und zeigen uns in weiteren Gegenständen das Champagner und viel Geld zur Story gehören. In dieser Geschichte treffen wir auf eine Mischung aus Ocean’s Eleven und Gossip Girl. Dazu muss man von vornerein sagen, schwere Kost ist es nicht und perfekt daher für die Altersklasse von 14-18 Jahren.


Im Mittelpunkt steht die 17-Jährige Olivia Owens und ehemalige Millionenerbin. Ihre Mutter und sie wurden aus der mehr Villa als Haus geworfen, wie ihr Vater Frau Nummer 2 heiratete. Doch das sollte nicht lange halten, denn nun ist die Hochzeit mit Frau Nummer 3 dran. Ihr Vater ist der Inbegriff eines absolut narzisstischen und unsympathischen Menschen, der nur auf sich schaut. Olivia will sich rächen und plant Ihren Vater mitten auf der Hochzeit, um Millionen zu erleichtern. Denn das arme Mädel muss mit dem normalen Mittelstand leben und kommt nicht darauf klar, dass er weiterhin das Luxusleben lebt. Um ihren lang gehegten Plan umzusetzen, benötigt sie jedoch ein Team. Verschiedene Menschen, die vorher größtenteils nichts miteinander zu tun hatten, werden nun als Crew von ihr eingeholt.

Während der Hochzeit soll ihr Plan mit mehreren Schritten bei weitem nicht so gelingen, wie es von ihr geplant ist. Das geht schon mit dem nervtötenden Altersgenossen los, den niemand leiden kann und wirklich keiner an seiner Seite wissen will und geht über so manche Überraschung von Personen weiter, die nicht auf der Hochzeit angemeldet sind und im eigenen Interesse arbeiten und auch ein Stück vom Geld-Kuchen haben wollen.

Die Story läuft aus der Perspektive von Olivia und was mir nicht wirklich gefallen hat, war die doch sehr eng gesetzte Perspektive von ihr. Das sie nicht akzeptieren kann, was ihr Vater macht und wie er sein Leben leben will. Dass sie kein Recht auf das Geld hat und man nicht pauschal ein Recht auf ein Erbe hat. Die Nebenfiguren konnten mich hierbei leider null überzeugen. Diese waren zu flach und hatten nichts zu sagen, weil Olivia als Schachfigur und Codename „Die Königin“ immer auf ihren Plan drängte und klar vorgibt, wer wann seine Rolle zu spielen hat. So ist Tom ihr Alibi, mit dem sie als neuen Freund reinkommt und dann aber nicht wirklich gut ist diese Rolle zu spielen. Dann ist sie wenig Kritikfähig und gerät schnell in Panik, wenn es nicht alles rund läuft. Dann lässt sie die Kleinmächen-Nummer laufen, in dem sie ihren Ex Jackson eifersüchtig machen will, um sich dann eingestehen zu müssen, dass sie bei ihm doch noch ein feuchtes Höchschen bekommt.

Die Geschichte beginnt spannend, da wir mitten in der Hochzeit starten und merken das der Plan Probleme aufweist. Doch kann diese Spannung vom Anfang bei weitem nicht die ganze Geschichte über durchhalten. 5 Stunden auf über 400 Seiten wo gefühlt kaum was passiert und alles wie Kaugummi ist. Wiederholungen, ständige Vorwürfe, immer neue „Gegner“, die den Plan vereiteln oder eigene Gründe haben an den Safe zu wollen, zieht die Geschichte in die Länge. Die Themen Familie, Selbstfindung und darum, wie man mit Enttäuschungen klarkommt betreffen dabei nicht nur unsere Hauptdarstellerin, sondern auch Nebencharaktere, sind für mich aber eher schwer zu greifen.

So ist es für mich schon sehr früh, sehr offensichtlich gewesen, wer eine weitere Person ist, die nicht persönlich vor Ort ist, aber immer wieder namentlich erwähnt wurde. Und leider gibt der Hinweis auf ein Folgebuch schon das Ende vorweg.

Mein Fazit ist daher, das es für jüngere Leser mit gerade der Zeit um die erste Liebe und dem langsamen Erwachsen werden und abkapseln der Familie ideal. Aber es ist keine durchgängige Spannung zu erwarten, sondern mehr sich fragen, was als nächstes schiefgehen wird und wie sich die Crew da wieder rausretten will.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Überlange Zirkusvorstellung mit zu wenig Fantasy und einer viel zu schwammigen Liebesgeschichte

Play of Hearts
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Play of Hearts ist der Auftakt einer märchenhaft-düsteren Romantasy-Reihe. Das Buch überzeugt im ersten Augenblick mit seinem tollen Cover und einem interessanten Klappentext. Beim Aufklappen sehen wir ...

Play of Hearts ist der Auftakt einer märchenhaft-düsteren Romantasy-Reihe. Das Buch überzeugt im ersten Augenblick mit seinem tollen Cover und einem interessanten Klappentext. Beim Aufklappen sehen wir eine schöne Karte vom Zirkus, wo 90% der Geschichte spielt.

Wir steigen in den jungen Lebensjahren von Evie in die Geschichte ein. In der weiblichen Ahnenlinie ihrer Familie, gibt es eine Magie, der mit ihrer Großmutter begonnen hat. Schon als Kind spürt Evie das sie anders ist. Freunde zu haben ist ihr nicht erlaubt und schon früh sagen ihr ihre Mutter und Großmutter, dass sie die Magie und den Fluch darin weitervererben wird. Der Fluch unglücklich zu sein und Wünsche in Flüche zu verwandeln.

„Wir wurden geboren, um unglücklich zu sein. Es ist unsere Tragödie, also arrangiere dich endlich damit.“

Evie geht in das verbotene Spiegelkabinett „Salon der tausend Spiegel“ ihrer Grandma und trifft dort einen Jungen. Sie wünscht sich bei diesem einen Freund für ihr Leben und zahlt mit ihrem Herzen. Die kleine Maus weiß nicht, was dies für sie für die Zukunft bedeutet und schwerfällig der Pakt noch für sie sein wird. Doch kurze Zeit später, lernt sie, was es bedeutet Menschen mit den nackten Fingern zu berühren. Daraufhin trägt sie in Zukunft nur noch Handschuhe und nähert sich niemanden. In ihrem Dort gilt die Familie als die Bestatter, welche den Tod bringen und jeder meidet sie. Ihre Großmutter hält sie hart an kurzen Zügeln und lässt der jungen Frau keinen Freiraum.

Jahre später trifft Evie auf Arthur, einen jungen Mann mit eigenen magischen Fähigkeiten. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe, aber verbotene Liebe, denn Evies Fluch steht ihrer Beziehung im Weg. Als sie sich ihrer Sehnsucht nach Nähe nicht mehr entziehen können, zahlt Arthur einen hohen Preis für seine Liebe zu Evie.

Die Liebe soll sich die 18-Jährige sofort aus dem Kopf verbannen und sich auf ein Leben als Jungfer einstellen. Einzig die Kobolde im Wald kann man als ihre Freunde bezeichnen. Sofort ist man mit Evie und ihrem Alltag am mitleiden, aber umso weniger versteht man, wieso sie so schnell einen Fremden ihr Herz verliert. Ich konnte Arthur leider nicht wirklich greifen.

Auf der Suche nach Hilfe bzw. nach Arthur gelangt sie in den geheimnisvollen Zirkus und trifft dort den geheimnisvollen Rémi, der mehr über Evies Vergangenheit und den Fluch zu wissen scheint, als er zugibt. Doch auch Rémi hütet dunkle Geheimnisse, und Evie muss entscheiden, wem sie vertrauen kann, während ihre Welt erneut ins Wanken gerät.

Leider zieht sich die ganze Geschichte. Wo am Anfang es noch interessant war zu lesen, wie Evie im Kleinen versucht zu rebellieren und dem Leben Platz zu geben, wo sie jeden Tag den Tod sieht und Särge der Toten bemalt

Sehr schnell verschwindet er und die Geschichte geht in den Zirkus über. Hier waren mir zu viele Nebencharaktere und ich mochte Rémi nicht, der ständig irgendwelches Gefallen einfordert, um Evie zu helfen. Und hier war mein Problem. Sie verliert ihren Blick für die Wahrheit und fällt auf jede Illusion rein, lässt sich an der Nase rumführen, sieht nicht wer Freund und wer Fein ist und das auf gut 300 Seiten. Und dann die letzten paar Seiten, die dann das Buch wieder aus einer überlangen und sehr langweiligen Vorstellung ziehen.

Ich wollte das Buch mögen, aber weder die Lovestory passt für mich noch der fantastische Anteil. Die Liebesgeschichte ist mir zu oberflächlich und die Mystik bleibt zu kurz. Zu viele Diskussionen und Stellen wo Evie zeigt wie naiv ist, füllen das Buch.

Ich hätte das Buch abgebrochen, wäre es kein Rezensionsbuch gewesen und musste mir mit dem Hörbuch mit weiter aushelfen, da es mir echt zu schwerfällig zu lesen war. Leider ist es im Hörbuch sehr stark französisch ausgesprochen, was Ar-thüüür nicht besser machte, als Wort zu hören.

Mich hat das Buch schlussendlich nicht genügend fesseln können um den zweiten Teil lesen zu wollen, danke aber vorablesen für die Bereitstellung der Geschichte.

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