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Veröffentlicht am 29.03.2026

Solider Thriller

Tödliche Freundinnen
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Ich würde dem Thriller „Tödliche Freundinnen“ von Tess Sharpe insgesamt 3 von 5 Sternen geben.

Der Einstieg ins Buch hat mir richtig gut gefallen, weil man ohne große Einführung direkt mitten ins Geschehen ...

Ich würde dem Thriller „Tödliche Freundinnen“ von Tess Sharpe insgesamt 3 von 5 Sternen geben.

Der Einstieg ins Buch hat mir richtig gut gefallen, weil man ohne große Einführung direkt mitten ins Geschehen geworfen wird. Dadurch entsteht sofort Spannung, und ich war anfangs auch sehr neugierig, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

Allerdings hatte ich im Verlauf des Buches einige Schwierigkeiten, vor allem mit den Charakteren. Obwohl es gar nicht so viele Figuren gibt, fiel es mir oft schwer, sie klar auseinanderzuhalten. Das wurde zusätzlich dadurch erschwert, dass die Geschichte mit sehr vielen Zeitsprüngen arbeitet, die sich über mehrere Jahre erstrecken. Die Idee dahinter finde ich grundsätzlich spannend und auch mal etwas anderes, aber in der Umsetzung war es für mich teilweise ziemlich verwirrend.

Besonders anspruchsvoll wurde es dadurch, dass nicht nur zwischen verschiedenen Zeiten, sondern auch zwischen den Perspektiven von drei Charakteren gewechselt wird. Dadurch musste ich mich oft neu orientieren, was den Lesefluss etwas gestört hat.

Auch die Charakterentwicklung und einige Entscheidungen der Protagonistinnen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen. Manche Handlungen wirkten auf mich nicht ganz schlüssig, was es mir schwer gemacht hat, eine starke Verbindung zu den Figuren aufzubauen.

Positiv hervorheben möchte ich aber die queere Liebesgeschichte, die sich im Laufe der Handlung schön entwickelt und dem Buch eine emotionale Tiefe gibt. Außerdem gibt es einige unerwartete Wendungen, die zwischendurch immer wieder Spannung erzeugen.

Das Finale hat mir insgesamt gut gefallen und konnte die Geschichte für mich solide abschließen. Insgesamt ein interessantes Buch mit guten Ansätzen, das mich aber nicht vollständig überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Viel Potenzial, aber leider nicht ganz ausgeschöpft

The Blackgate Invitation
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The Blackgate Invitation hat mich von der Grundidee her sofort abgeholt. Ich hatte mich sehr auf einen Mix aus The Inheritance Games und einem Hexenroman gefreut – das Potenzial dafür wäre absolut da gewesen. ...

The Blackgate Invitation hat mich von der Grundidee her sofort abgeholt. Ich hatte mich sehr auf einen Mix aus The Inheritance Games und einem Hexenroman gefreut – das Potenzial dafür wäre absolut da gewesen. Leider blieb das Buch für mich hinter diesen Erwartungen zurück.

Zwischendurch ist die Handlung zwar spannend, doch die Spannung hält selten lange an. Stattdessen gibt es viele unnötige Diskussionen und Streitereien, die den Lesefluss eher bremsen. Die Rätsel selbst sind kreativ und gut ausgedacht, allerdings kann man als Leser kaum miträtseln, weil wichtige Informationen über das Anwesen fehlen. Eine Karte wäre hier wirklich hilfreich gewesen.

Auch der Schreibstil war für mich etwas anstrengend, da extrem viele sehr lange Sätze verwendet werden, was den Lesefluss deutlich erschwert. Positiv hervorheben möchte ich die Charaktere, die mir insgesamt gut gefallen haben, sowie das Magiesystem mit den vier Linien – also vier verschiedenen Arten von Hexen. Das war originell und hat Spaß gemacht.

Mit Invinity als nichtbinärem Charakter sollte Diversity eingebracht werden, was ich grundsätzlich sehr begrüße. Allerdings hat mich die Nutzung der Neopronomen they/them im Deutschen doch etwas gestört, da sie im Sprachgebrauch noch nicht sehr geläufig sind. Problematischer fand ich jedoch, dass die Autorin selbst häufig zwischen they/them und sie/ihr wechselt – bei einem so sensiblen Thema hätte ich mir mehr Konsequenz gewünscht.

Die Auflösung und das Ende fand ich gelungen, auch wenn sich vieles bereits vorher angedeutet hat und die versprochenen unvorhersehbaren Twists größtenteils ausgeblieben sind.

Insgesamt ein Buch mit viel Potenzial und einigen starken Ideen, das mich aber nicht vollständig überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Schöne Idee, aber mit einigen Längen

Das Dreizehnte Kind
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Das 13. Kind hat mich mit seinem außergewöhnlichen, fast märchenhaften Schreibstil direkt neugierig gemacht. Erin A. Craig schreibt wirklich wunderschön, die Atmosphäre ist dicht, fast ein bisschen magisch, ...

Das 13. Kind hat mich mit seinem außergewöhnlichen, fast märchenhaften Schreibstil direkt neugierig gemacht. Erin A. Craig schreibt wirklich wunderschön, die Atmosphäre ist dicht, fast ein bisschen magisch, und man fühlt sich wie in einer düsteren Märchenerzählung.

Die Grundidee fand ich auch super spannend, aber ehrlich gesagt hat sich die Geschichte für mich ziemlich gezogen. Viele Szenen wirkten irgendwie wiederholt, und ich hatte öfter das Gefühl, dass es einfach nicht so richtig vorangeht.

Mit Hazel als Hauptfigur wurde ich leider nicht richtig warm. Sie war mir oft zu naiv und hat im Verlauf der Geschichte kaum Entwicklung gezeigt. Dafür fand ich Leopold echt interessant – seine Charakterentwicklung war überzeugend und einer der Gründe, warum ich trotzdem dran geblieben bin.Der Tod als Figur war für mich das Highlight. Ich fand ihn ziemlich cool und er hat dem Buch etwas Besonderes gegeben.

Die Liebesgeschichte bleibt eher im Hintergrund, was ich völlig okay fand – sie drängt sich nicht auf, sondern fügt sich ganz gut ein. Leider konnte mich die Handlung insgesamt aber nicht so richtig überraschen. Ich hatte relativ früh das Gefühl, zu wissen, wohin das Ganze führt.

Ich hatte mich echt auf das Buch gefreut, weil mich die Geschichte von der Idee sehr angesprochen hat, aber am Ende war ich leider ein bisschen enttäuscht. Das 13. Kind ist eine solide Fantasygeschichte mit schöner Atmosphäre und guten Ideen, aber sie verliert sich zu oft in Wiederholungen und zieht sich einfach zu sehr.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Gute Idee aber...

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Das Buch hat mich mit dem Klappentext direkt gecatched. Ich liebe das Thema tödliche Prüfungen in Büchern sehr und eingebettet in eine Geschichte um Nekromanten und Dämonen hatte ich so noch nicht gelesen.
Die ...

Das Buch hat mich mit dem Klappentext direkt gecatched. Ich liebe das Thema tödliche Prüfungen in Büchern sehr und eingebettet in eine Geschichte um Nekromanten und Dämonen hatte ich so noch nicht gelesen.
Die Prüfungen haben mir auch richtig gut gefallen. Originel, unvorhersehbar und spannend, wusste man als Leser nie was einen als nächstes erwartet. Dazu wurde jede Prüfung noch durch einen kurzen Hinweis in Gedichtform zum raten eröffnet. Das hat mir sehr gefallen.
Ein recht großer Kritikpunkt für mich in der Handlung waren leider die ständigen, sehr ähnlichen, intimen Szenen. Am Anfang fand ich sie noch echt schön aber irgendwann haben sie mich einfach nur noch genervt und ich hab sie zum Teil nur noch überflogen, da sie immer recht gleich abgelaufen sind.
Dazu fehlte mir in der Liebesgeschichte die emotionale tiefe. Ja, die Beiden haben eine gute, intime Zeit zusammen aber die starke emorionale Bindung zwischen den Beiden war für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
Ophelia als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte es auch, wie an ihr das Thema Zwangsstörungen thematisiert wurde, dadurch wirkt sie echter und nahbarer und ich liebe es sehr, wenn die Protagonisten eigene Schwächen und reale Probleme haben.
So außführlich und genial, wie Ophelia beschrieben wurde, so flach sind leider alle anderen Charaktere geblieben. Von vielen der anderen Teilnehmer wusste man bis zum Schluss nichtmal den Namen und so war es für mich als Leser überhaupt nicht bedeutent was mit den anderen während der Prüfung passiert.
Auch der Loveinterest blieb für mich obwohl äußerlich viel und oft beschrieben emotional ehr ungreifbar. Das verstärkte nochmal mein Problem mich in die Liebesgeschichte hineinfühlen zu können.

Also für mich hat das Buch eine sehr schöne Grundidee aber einige Schwächen in der Umsetzung. Wirklich schade, da mir die Prüfungen und das Setting richtig gut gefallen haben.

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Veröffentlicht am 10.11.2021

Gute Story mit einigen Schwächen

Die Hüter der fünf Jahreszeiten, Band 1: The Lie in Your Kiss (Romantische Fantasy - So aufwühlend wie der Herbstwind, so unvergesslich wie ein Sommerabend.)
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Inhalt:

Als die 17 jährige Bloom durch eine tragische Fügung zur Hüterin des Winterhauses ernannt wird, ändert sich ihr Leben komplett.

Ihr Lebenlang war gehörte sie zu einer der magischen Jahreszeiten ...

Inhalt:

Als die 17 jährige Bloom durch eine tragische Fügung zur Hüterin des Winterhauses ernannt wird, ändert sich ihr Leben komplett.

Ihr Lebenlang war gehörte sie zu einer der magischen Jahreszeiten Familien aber gehörte nie so richtig dazu. Doch mit ihrer Ernennung zur Hüterin wird sie zu einer der wichtigsten Personen in dem labilen Konzept zur Aufrechterhaltung der Weltordnung. Sie muss nach Oslo reisen um das Armulet an den Frühlingshüter zu übergeben und so den Frühling einzuleiten.

Doch das soll sich nicht als zu leicht herrausstellen, denn noch andere wollen sie und das Amulett für ihre eigenen Pläne.


Meinung:

Die Idee hinter dem Buch gefällt mir sehr gut. Ich mag das Konzept der Jahreszeitenhäuser und die magischen Kräfte, die die Mitglieder der Häuser haben um für ihre Jahreszeit zu Sorgen. Auch der Handlungsstrang gefällt mir sehr gut.

Leider hat das Buch für mich einige Schwächen, die ich nicht ignorieren kann.

Besonders auf den ersten 100 Seiten gibt es sehr viele Wiederholungen, die den Lesefluss rapide stören. Immer wieder wird Blooms Beziehung zu ihrer Familie thematisiert und die Bedeutung und Fähigkeiten der einzelnen Jahreszeitenhäuser erklärt. Es wird besser im Laufe des Buches aber gerade am Anfang ist das schon sehr nervig und anstregend.

Bloom als Protagonistin hat mir auf den ersten Seiten ganz gut gefallen und ich hatte auch so etwas wie Mitleid mit ihr und ihrer Situation allerdings habe ich dann auch schnell eine ziemliche Abneigung gegen sie entwickelt. Sie ist ständig nur am meckern und beschwert sich in langen Monologen darüber, wie schlecht sie es doch hat. Zudem ist sie sehr egoistisch und naiv, was dazu führt, dass ich keine wirkliche Bindung zu ihr aufbauen konnte.

Der männliche Protagonist hingegen war mir direkt sympatisch. Seine lockere Art gleicht Blooms anstregenden Charakter ein bisschen aus.

Der Schreibstil ist gut zu lesen und man kommt schnell und gut im Buch vorran.

Dies hat einen spannenden und guten Einstieg verliert sich dann aber schnell in entloserscheinden Erzählungen und viel unnötigem hin und her. Das Ende war dann wieder sehr spannend und hat mir sehr gut gefallen.

Es reißt zwar die vorherigen Schwächen des Buches nicht raus aber es sorgt für einen kleinen Ausgleich und man klappt als Leser das Buch dann doch mit einem ganz guten Gefühl zu.

Eigentlich hatte ich mir während des Lesens überlegt Band 2 nicht mehr lesen zu wollen aber das Ende von Band 1 zwingt mich diese Entscheidung nochmal zu überdenken.

Im Großen und Ganzen ist es eine gute Fantasygeschichte, die aber einige nicht von der Hand zu weisende Schwächen aufweist. 100 Seiten weniger hätten dem Buch mit Sicherheit gut getan um unnötige Wiederholungen und Handlungsstränge zu vermeiden.

Hätten mir die letzten 150 Seiten nicht so gut gefallen, hätte ich weniger Sterne gegeben aber so 3/5 Sterne für The Lie in your kiss.

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