Für jeden, der nicht als ewig gestriger Edgelord vor sich hin schmoren möchte
Witches, Bitches, It-GirlsIn ihrem zweiten Buch "Witches, Bitches, It-Girls" widmet sich Rebekka Endler nicht mehr dem Patriachat der Dinge, sondern dem was das Patriachat mit uns macht, unserer Gesellschaft und der Art und Weise ...
In ihrem zweiten Buch "Witches, Bitches, It-Girls" widmet sich Rebekka Endler nicht mehr dem Patriachat der Dinge, sondern dem was das Patriachat mit uns macht, unserer Gesellschaft und der Art und Weise wie wir Geschichte(n) schreiben.
Dabei ist das Thema nicht weniger interessant. In 9 prallgefüllten Kapiteln nimmt Endler sich den misogyen Mythen an die unser Denken bis heute beeinflussen und untersucht die Frage nach den Ursachen des Patriachats.
Dabei ist das Buch alles andere als dröge. Es strotzt nur so vor spannenden, unglaublichen und interessanten Geschichten, die mich mehr als einmal ungläubig den Kopf schütteln ließen (oder wusstet ihr welch wirklich widerliche Verbindung -ich mag es echt immer noch nicht glauben- Neil Patrick Harris und Amy Winehouse haben? Um nur eines der vielen Beispiele zu nennen).
Einige Kapitel sprachen mir so aus der Seele, dass ich sie laut vorlesen musste (keine Sorge, nicht irgendwem in der Bahn, sondern Ben). Was jetzt wiederum Ben dazu gebracht hat, das Buch auch lesen zu wollen. Also quasi hier doppelt approved.
Das Buch bietet nicht nur spannende Storys, sondern ist auch voll von bissigem Humor, wie wir Hörerinnen des Podcasts "Feminsit Shelfcontrol" (vor Ewigkeiten empfohlen von einer Followerin, der ich auf ewig dankbar dafür bin) ihn kennen und lieben.
Für wen ist das Buch geeignet? Schwierige Frage!
Ich finde dass das Buch (und auch bereits der Vorgänger "Das Patriachat der Dinge") von jedem gelesen und verinnerlicht werden sollte, der nicht komplett als gestriger Edgelord auf einem Thron aus "das haben wir immer schon so gemacht" im sterbenden Feuer des Patriachats vor sich hin schmoren möchte.