Profilbild von wusl

wusl

Lesejury Star
offline

wusl ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit wusl über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2025

schöner Reihenstart

Der Tote in der Crown Row
0

Sir Gabriel Ward ist Kings Council im London des Jahres 1901. Er ist ein etwas schrulliger und eigenbrödlerischer Vertreter der Anwaltszunft und er wird in einen Mordfall verwickelt, der ihn aus seiner ...

Sir Gabriel Ward ist Kings Council im London des Jahres 1901. Er ist ein etwas schrulliger und eigenbrödlerischer Vertreter der Anwaltszunft und er wird in einen Mordfall verwickelt, der ihn aus seiner Comfortzone zwingt, da er mit der Lösung beauftragt wird. Mit einem etwas unbedarften Constable an seiner Seite beginnt er zu ermitteln. Sein messerscharfer klarer Verstand arbeitet auf Hochtouren. Das ist auch nötig, da es damals ja noch wenig technische Hilfsmittel bei der Aufklärung eines Kriminalfalles gab. Und das ist auch der Charme des Buches. Also der Ermittler, der eigentlich keiner ist und die Zeit, die irgendwie historisch ist aber doch auch nicht so richtig. Ein wenig Sherlock-Holmes-Manier schimmert da immer wieder durch. Und man merkt, dass die Autorin zumindest die Örtlichkeiten gut kennt und auch das Handwerk des Kings Council ihr geläufig ist.

Ein schöner erster Band mit etwas Spannungslust nach oben.

Veröffentlicht am 20.04.2025

gute Anregungen

Zehn wirklich wichtige Gespräche, die Kinder und Eltern wachsen lassen
0

Anlässlich der Geburt des ersten Enkelkindes habe ich dieses Buch gekauft, um es an die frischgebackenen Eltern weiterzugeben. Vorher habe ich es aber selbst durchgeblättert und bin an verschiedenen Themen ...

Anlässlich der Geburt des ersten Enkelkindes habe ich dieses Buch gekauft, um es an die frischgebackenen Eltern weiterzugeben. Vorher habe ich es aber selbst durchgeblättert und bin an verschiedenen Themen hängen geblieben. Ich selber habe meine beiden Kinder so erzogen, wie ich es gefühlsmäßig für das Richtige gehalten habe. Und finde sie gut geraten. Ratgeber dieser Art habe ich für mich selber nie gesucht, finde aber schön an diesem Buch, dass es einige sehr gute Anregungen und Gedankenanstöße gibt, wie man an mutmaßlich unangenehme Gespräche mit den eigenen Kindern herangehen könnte. Dabei werden alle wichtigen Altersabschnitte behandelt und die Theman sind breit gefächert, so dass jeder etwas für sich findet.

Wer Ratgeben mag, der wird mit diesem Buch ein bisschen Sicherheit bei der Kindererziehung bekommen. Vieles klingt klar und logisch aber es zu lesen gibt nochmal einen guten Weg vor.

Veröffentlicht am 20.04.2025

guter Histo

Im Wind der Freiheit
0

Endlich greift Tanja Kinkel mal wieder in die große Histokiste. Das sind mir doch ihre liebsten Bücher. Und wieder stehen Frauen im Mittelpunkt des Geschehens, auch das ist eine liebgewonnene Tradition ...

Endlich greift Tanja Kinkel mal wieder in die große Histokiste. Das sind mir doch ihre liebsten Bücher. Und wieder stehen Frauen im Mittelpunkt des Geschehens, auch das ist eine liebgewonnene Tradition bei dieser Autorin.

Mit großem Vergnügen habe ich erfahren, wie es so war Mitte des 19. Jahrhunderts. Wobei, Vergnügen für mich aber nicht für die Frauen in der Geschichte. Von Gleichberechtiung keine Spur. Frauen werden für dumm gehalten und unterdrückt, klein gehalten, ins Haus und an den Herd verbannt. Aber die Frauen in diesem Buch kämpfen an verschiedenen Fronten. Ums Überleben, um das kleine Glück, aber auch um Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung.

So ganz gelingt ihnen das nicht. Aber die Wege die sie gehen sind es, die später anderen den Weg leichter machen werden. Und es macht uns heute wieder mal bewusst, was wir schon alles gut auf den Weg gebracht haben.

Veröffentlicht am 20.04.2025

melancholisch

Was ich von ihr weiß
0

Ein Buch, dass eher gemächlich daherkommt und die Geschichte eines zurückgezogen lebenden Künstlers erzählt. Michelangelo Vitaliani erlernt in Italien das Handwerk des Bildhauers. Dabei lernt er auch Viola ...

Ein Buch, dass eher gemächlich daherkommt und die Geschichte eines zurückgezogen lebenden Künstlers erzählt. Michelangelo Vitaliani erlernt in Italien das Handwerk des Bildhauers. Dabei lernt er auch Viola kennen, ein Mädchen aus der besseren Gesellschaftsschicht. Beide sehnen sich nach einer Veränderung in ihrem Leben, beiden werden aber die gesellschaftlichen Zwänge Anfang des 20. Jahrhunderts, der Faschismus und der Krieg zum Verhängnis.

Zwei Menschenleben, eine Lehrstunde der Geschichte, eine zarte und nicht gelebte Liebe, die Kunst, die sich nicht nur im Handwerk des Bildhauers sondern tatsächlich auch im Erzählstil des Romans widerspiegelt.

An mancher Stelle fehlte mir vielleicht etwas das Tempo, aber die Dramatik und die Tragik kommt gut rüber. Ein schönes Buch mit einem melancholischen Grundton. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

Veröffentlicht am 09.03.2025

unterhaltsam

Das Leben fing im Sommer an
0

Der Autor Christoph Kramer ist mir als Moderator der letzten Fußball-EM ein Begriff gewesen. Da ich aber kein richtiger Fußball-Fan bin, hat mich das nicht beeinflusst, sein erstes Buch lesen zu wollen. ...

Der Autor Christoph Kramer ist mir als Moderator der letzten Fußball-EM ein Begriff gewesen. Da ich aber kein richtiger Fußball-Fan bin, hat mich das nicht beeinflusst, sein erstes Buch lesen zu wollen. Die Geschichte klang einfach nach einer Coming-of-Age-Story und sowas mag ich einfach.

Das Cover ist schön und passt zur Story. Ich verbinde die Jugend durchaus auch mit Freibadbesuchen und der Bewunderung für diejenigen, die sich mit einer Wasserbombe in die Tiefe des Sprungbrettes gestürzt haben.

Der Sprachstil des Buches passt sich dem jugendlichen Alter des Helden Chris an. Man fragt sich ständig, wie viel dieser Chris mit dem Autor zu tun hat. Ob es nicht fast eine Autobiographie ist, die hier erzählt wird. Es geht in der Hauptsache um die Themen die ein Teenager und junger Mann so für wichtig empfinden. Dazu gehört natürlich vor allem die erste große Liebe aber auch durchaus der Wunsch, sich im Erwachsenenleben zurecht finden zu wollen. Die Fragen der Berufswahl und nach der eigenen Identität werden auf nette und harmlose Weise erzählt.

Ich fand das Buch gut zu lesen und unterhaltsam.