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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2025

Mathildes Geheimnis

Vor hundert Sommern
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Es ist immer erstaunlich, was man in alten Kellern so alles findet. Diese Erfahrung machen auch Anja und ihre Tochter Lena, die für Anjas Mutter Elisabeth ein paar persönliche Sachen aus deren Wohnung ...

Es ist immer erstaunlich, was man in alten Kellern so alles findet. Diese Erfahrung machen auch Anja und ihre Tochter Lena, die für Anjas Mutter Elisabeth ein paar persönliche Sachen aus deren Wohnung einpacken sollen, um ihr diese in ihr Pflegeheim zu bringen. Sie stoßen auf Gegenstände von Elisabeths Tante Clara, über die Anja jedoch sehr wenig weiß und über die ihre Mutter Elisabeth eigentlich auch nichts erzählen will. Die Autorin Katharina Fuchs gibt dem Leser nach und nach immer mehr Einblicke über das Leben von Elisabeths Tante Clara preis.
Der Schreibstil ist sehr flüssig. Das Buch an sich ist sehr gut strukturiert. Die Autorin hält die Spannung durch die zwei sich ständig wechselnden Zeitebenen, in denen die Geschichte erzählt wird.
Die erste Zeitebene beginnt in der Gegenwart und es wird die Geschichte von Lena und ihrer Mutter Anja erzählt, die von Lenas Großmutter Elisabeth das Familiengeheimnis entlocken möchten. Die zweite Zeitebene beginnt im Jahr 1924 mit der Bierflaschenspülerin und spätere Hundesalonbetreiberin Clara.
Da ich sehr gerne historische Romane lese, hat mich vor allem der historische Teil von „Vor hundert Sommern“ interessiert. Die fiktiven Protagonistinnen vor hundert Jahren sind authentisch und ihr Verhalten nachvollziehbar. Die Gegenwartsgeschichte fand ich insgesamt noch ok. Es werden die aktuellen Themen des Jahres 2024 angesprochen, was mir jetzt nicht so gut gefallen hat. Mich hat die Vergangenheit vor 100 Jahren interessiert und nicht die Gegenwartsproblematik, die täglich in den Medien präsent sind. Mir wäre es lieber gewesen, wenn Claras Geschichte detaillierter und ausführlicher und die Gegenwartsgeschichte stark verkürzter erzählt worden wäre.
Ich fand (nur) die historische Geschichte interessant und faszinierend, aber auch hier fehlte leider der Tiefgang.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Das Jahr 1933 im Deutschen Reich in Romanform

Zwanzig Jahre - 1933
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Der Autor Roman Just beschreibt im ersten Band der Reihe „Zwanzig Jahre“ wie sich das Leben der im Deutschen Reich lebenden Menschen im Jahr 1933 verändert. In diesem historischen Roman sind die Personen ...

Der Autor Roman Just beschreibt im ersten Band der Reihe „Zwanzig Jahre“ wie sich das Leben der im Deutschen Reich lebenden Menschen im Jahr 1933 verändert. In diesem historischen Roman sind die Personen und Handlungen zwar fiktiv, diese sind jedoch in den tatsächlichen Begebenheiten eingebettet.
Besonders gut haben mir Sätze wie „Niemand konnte ahnen, dass (an Silvester) die Glocken der Kirchen den Countdown zu einem Albtraum einläuteten“ gefallen. Im Allgemeinen ist der Schreibstil jedoch eher sachlich gehalten, so dass ich bereits zu Beginn eine gewisse Distanz zu den Protagonisten aufgebaut hatte und dies auch bis zum Ende blieb. Manchmal stockte bei mir auch der Lesefluss, da die Sätze teilweise sehr lang und der Inhalt kompliziert beschrieben wurde. Für mich wurde der Spannungsbogen jedoch aufgrund der Thematik aufrecht erhalten.
Mir hat die Struktur des Buches mit den monatlichen Kapitelbezeichnungen ganz gut gefallen. So konnte ich die Veränderungen des täglichen Lebens und der politischen Ereignisse monatsgenau zuordnen. Mit 320 Seiten ist dieser historische Roman ziemlich dünn und der Autor hat weitgehendst auf empathische Ausschmückungen verzichtet.
Es ist ein Buch, das die Situation im Deutschen Reich im Jahr 1933 authentisch wiedergibt

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Am Anfang fehlte der Pep

Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer
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Das Buchcover gefällt mir sehr gut. Die „herrlichen Zeiten“, direkt nach dem gewonnenen Krieg gegen Frankreich und der Reichsgründung 1871, finde ich eine sehr interessante Zeit. Im Klappentext werden ...

Das Buchcover gefällt mir sehr gut. Die „herrlichen Zeiten“, direkt nach dem gewonnenen Krieg gegen Frankreich und der Reichsgründung 1871, finde ich eine sehr interessante Zeit. Im Klappentext werden die drei Nationen Deutschland, Frankreich und England durch die Hauptprotagonisten Paul, Auguste und Vicky präsentiert und klang sehr vielversprechend. Da ich in der Vergangenheit bereits Romane von Peter Prange gelesen habe und mir sein Schreibstil prinzipiell sehr gut gefällt, habe ich mich total auf dieses Buch gefreut. Der Schreibstil ist – wie immer - sehr flüssig und das Buch sehr gut strukturiert. Hier erkannte ich mal wieder die erfahrene Feder des Autors.
Für die englische Vicky sind es herrliche Zeiten, da in Europa endlich wieder Frieden herrscht. Sie schließt in dem freien Karlsbad 1871 Freundschaft mit dem deutschen Ingenieur Paul Biermann und dem französischen Koch, Auguste Escoffier. Hierfür reicht nur ein Picknick und jeweils ein englischer Penny für die Männer als Geschenk aus. Dies ist eine der Szenen, die mich leider nicht überzeugt haben, da die Dialoge auch irgendwie flach waren. Auch die vorgestellten Hauptprotagonisten wirkten anfänglich nicht wirklich interessant. Ich fühlte mich auch nicht immer wirklich mitten im Geschehen, eher etwas abseits und ich wurde auch mit den Protagonisten anfänglich nicht so richtig warm. Mir fehlten auch ein paar logische Erläuterungen für das Verhalten der Protagonisten. Nach 200 Seiten hat mir die Geschichte jedoch deutlich besser gefallen.
Ich fand die Informationen, die ich in diesem Buch über Auguste Escoffier erhalten habe, immer sehr interessant.
Ich vergebe noch 3 von 5 Sternen und eine bedingte Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Die sympathische Berghebamme Maria in Brannenburg im Jahr 1893

Die Berghebamme – Hoffnung der Frauen
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Mein erster Eindruck war sehr positiv. Das Cover ist typisch für einen historischen Roman. Es ist sehr schön gestaltet und gefällt mir sehr gut. Da dies der Auftakt der Kinder-der-Berge-Saga ist, finde ...

Mein erster Eindruck war sehr positiv. Das Cover ist typisch für einen historischen Roman. Es ist sehr schön gestaltet und gefällt mir sehr gut. Da dies der Auftakt der Kinder-der-Berge-Saga ist, finde ich es gut, dass die Buchcover sich ähneln und somit später einen Wiedererkennungswert haben. Links oben sieht man die Berghebamme und im Hintergrund die bayrischen Alpen.
Inhalt:
Das Bankertmädchen Maria hat in München eine Hebammenausbildung absolviert und geht zurück in ihr Heimatdorf Brannenburg, um sich dort als Distrikthebamme um die Schwangeren zu kümmern. Sie erfährt von Seiten der Kirche und der alten Hebamme Alma, die ihren Posten nicht abgeben möchte, Widerstand und auch Teile der Bevölkerung sehen in ihr immer noch den „Bankert“ und nicht die ausgebildete Hebamme mit ihren Fähigkeiten.
Meine Meinung:
Mit ihrer mitfühlenden Art war mir Maria sofort sympathisch. Die bäuerliche Bevölkerung mit ihren altmodischen Ansichten sowie die alte Hebamme Alma waren mir anfänglich teilweise unsympathisch, da sie ungerecht zu Maria waren. Marias „Brüderchen“ Max war mir aufgrund seiner hilfsbereiten Art, ebenfalls sehr sympathisch. Ich fand allerdings den Erzählstrang, indem es um das Brüderchen-Schwesterchen-Verhältnis geht, nicht besonders gelungen.
Die Autorin Linda Winterberg hat einen sehr einfachen Schreibstil und die bayrischen Wörter sind auch ohne weitere Erläuterungen problemlos zu verstehen. Die ständigen Wiederholungen hat mich etwas gestört, da diese die Handlungen nicht vorantreiben. Das Buch ist mit ihren Kapitelüberschriften sehr gut strukturiert. Ich fand die historischen Informationen bzgl. des Hebammenberufs sehr interessant, die sehr geschickt in die Handlungen eingeflochten wurden.
Fazit:
Es ist ein guter historischer Roman, den ich im Großen und Ganzen gerne gelesen habe

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Veröffentlicht am 03.04.2024

Schöne Illustrationen

Naturgeschichten rund um die Welt
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Das wunderschöne Buchcover und der Buchtitel hat mich zum Buch greifen lassen.
Struktur und Material:
Die Naturgeschichten aus aller Welt sind in die Kapiteln 'Blumen, Früchte und Samen', 'Wind und Wetter', ...

Das wunderschöne Buchcover und der Buchtitel hat mich zum Buch greifen lassen.
Struktur und Material:
Die Naturgeschichten aus aller Welt sind in die Kapiteln 'Blumen, Früchte und Samen', 'Wind und Wetter', 'Große und kleine Geschöpfe', 'Sonne, Mond und Sterne', 'Blätter und Bäume', 'Seen, Flüsse, Meere' und 'Wüsten, Gebirge, Steine' eingeteilt und diese Struktur gefällt mir sehr gut.
Das Buch hat einen festen Einband und die Seiten sind auch etwas dicker als normal.
Inhalt:
Mir haben bei diesem Vorlesebuch die bunten Illustrationen am besten gefallen, da diese wunderschön sind und auch Wörter wie 'Madenhacker' bildlich erklären, nachdem ich selbst nach diesem Tier googeln musste. Hier musste ich meinem Kind einiges erklären, was letztendlich auch den Lesespaß nimmt. Wir fanden die Geschichten in dem Kapitel 'Große und kleine Geschöpfe' überwiegend sehr interessant.

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